Linkebeek

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Linkebeek
Blason Linkebeek.svg Linkebeek vlag.svg
Linkebeek (Flämisch-Brabant)
Linkebeek
Linkebeek
Staat: Belgien
Region: Flandern
Provinz: Flämisch-Brabant
Bezirk: Halle-Vilvoorde
Koordinaten: 50° 46′ N, 4° 20′ OKoordinaten: 50° 46′ N, 4° 20′ O
Fläche: 4,15 km²
Einwohner: 4752 (1. Jan. 2016)
Bevölkerungsdichte: 1.145 Einwohner je km²
Postleitzahl: 1630
Vorwahl: 02
Bürgermeister: Valérie Geeurickx
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Gemeenteplein 2
1630 Linkebeek
Website: www.linkebeek.be
lblelslh

Linkebeek Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i ist eine belgische Gemeinde in der Region Flandern mit 4752 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016). Sie liegt im Süden Brüssels und grenzt unmittelbar an die Hauptstadtregion Brüssel. Das Stadtzentrum der Hauptstadt liegt ca. 8 Kilometer (km) nördlich.

Die nächsten Autobahnabfahrten befinden sich bei Beersel und Ruisbroek an der A 7/E19.

Linkebeek besitzt einen Regionalbahnhof und der Flughafen Brüssel National nahe der Hauptstadt und etwa 17 km Luftlinie nordwestlich der Gemeinde gelegen ist ein internationaler Flughafen.

Politik und Sprachenstreit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linkebeek wurde im Rahmen des flämisch-wallonischen Konflikts zu einem Zentrum der Auseinandersetzungen,[1][2] da es seit 1954 eine der sechs Fazilitäten-Gemeinden in der Peripherie der Region Brüssel-Hauptstadt ist, in denen das Französische gleichberechtigt ist: Damals sprachen in Linkebeek etwa 40 % der Einwohner französisch, inzwischen sind die Frankophonen in der Überzahl.

Wegen Verstößen gegen das Sprachgesetz verweigerte die flämische Innenministerin Liesbeth Homans von den flämischen Nationalisten (Nieuw-Vlaamse Alliantie) über viele Jahre die Ernennung der vom Gemeidnerat mehrheitlich gewählten Bürgermeister Damien Thiéry und Yves Ghequiere. So war Damien Thiéry (FDF, heute DéFI) von 2007-2015 gewählter und amtsführender Bürgermeister, jedoch nie offiziell ernannt. Erst am 10. Juli 2017 wurde die dritte gewählte Kandidatin Valérie Geeurickx von der Innenministerin im Amt bestätigt und am 19. Juli vereidigt. Sie wurde als ehemaliges Parteimitgleid der FDF (heute DéFI) in den Gemeinderat gewählt, ist inzwischen aber aus der Partei ausgetreten und amtiert als Unabhängige.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: Im hellblauen ovalen Schild eine rote erniedrigte Spitze von drei Mohrenköpfen mit roter Stirnbinde begleitet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Linkebeek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Sprachenstreit in den flämischen Vororten von Brüssel arte Journal, 19. April 2010
  2. Linkebeek: Flämische Innenministerin macht Oppositionspolitiker zum Bürgermeister Belgischer Rundfunk, Deutsche Abteilung, vom 4. Oktober 2015
  3. La Libre: Valérie Geeurickx nommée bourgmestre de Linkebeek. 10. Juli 2017, abgerufen am 11. Juli 2017 (französisch).