ARD-Auslandsstudio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Liste der ARD-Auslandsstudios)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Auslandsstudios der ARD bilden ein weltumfassendes Netz von Korrespondentenstellen. Sie versorgen die ARD-Anstalten mit Fernseh- und Hörfunkbeiträgen aus dem Ausland. Die Korrespondenten des Deutschlandradios sind in dieses Netz integriert. Die Studios werden jeweils von einer Landesrundfunkanstalt betrieben. Teilweise kooperieren mehrere ARD-Anstalten in einem Auslandsstudio und sind dort gemeinsam für das jeweilige Studio verantwortlich und stellen dort das Personal. Als erste Anstalten richteten der NDR und der WDR in den 1960er und 1970er Jahren in zahlreichen Hauptstädten Studios ein.

Die ARD-Auslandsstudios gewährleisten die aktuelle Berichterstattung über das Tagesgeschehen, das kulturelle Leben, gesellschaftliche Hintergründe, längerfristige Entwicklungen und Trends in den einzelnen Regionen. Die Korrespondenten liefern Beiträge und Hintergrundberichte sowohl für ARD-aktuell als auch für das gesamte Fernseh- und Hörfunkkorrespondentennetz der ARD. In den letzten Jahren kam ein weiterer Arbeitsbereich hinzu: Mit Dossiers und Online-Berichterstattung auf tagesschau.de versorgen die Studios das dritte ARD-Verbreitungsmedium mit Beiträgen.[1]

Derzeit betreibt die ARD 31 Studios (Stand: September 2016) auf fünf Kontinenten,[2] Insgesamt arbeiten weltweit 38 Hörfunkkorrespondenten für die ARD. Das Korrespondentennetz zählt damit zu den größten der Welt.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 1950er Jahre entsandte der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) erste Hörfunkkorrespondenten nach London und Stockholm. Für den NWDR war bereits 1948 Karl Gehnich als Hörfunkkorrespondent in Stockholm tätig. Gleichzeitig ernannte der NWDR Ansprechpartner in Frankreich, Italien und den USA (Peter von Zahn, ab 1951 in Washington), später auch in der Türkei bzw. Ägypten. Sie arbeiteten als Kommentatoren und berichteten für die Nachrichtenhauptabteilung des NWDR im Status eines "festen Freien". Neben einem monatlichen Grundsalär von 30 bis 50 US-Dollar wurden sie für die abgelieferten Hörfunkbeiträge bezahlt. Da es keine Abnahmegarantie für ihre Beiträge gab, arbeiteten sie häufig gleichzeitig als Zeitungskorrespondenten. Die Korrespondenten waren in einigen Gegenden der Welt die ersten Repräsentanten der jungen Bundesrepublik, da es dort noch keine diplomatischen Vertretungen der BRD gab.

Die technische Ausstattung war meist recht bescheiden, wurde aber durch den Ausbau der Fernsehberichterstattung zunehmend aufwendiger. 1955 begannen die ARD-Anstalten, ihre Auslands-Korrespondenten gemeinsam zu nutzen. Viele Korrespondenten arbeiteten in dieser Zeit sowohl für die Fernseh- als auch für die Hörfunkberichterstattung. Als 1963 der "Weltspiegel" erstmals in der ARD ausgestrahlt wurde, erhielt die Auslandsberichterstattung eine eigene Plattform. Mit den zunehmenden Konflikten in der Region wurde 1966 die Nahost-Berichterstattung ausgeweitet und ein Studio in Tel Aviv eingerichtet.

Der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg (ORB) (heute RBB) und der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) wurden ab 1990 in das Korrespondentennetz eingebunden. Dies hatte zur Folge, dass die Kompetenzgebiete neu aufgeteilt wurden, was zu Widerstand bei den westdeutschen Landesrundfunkanstalten führte. Ergebnis war eine Kooperation zwischen MDR und Hessischen Rundfunk (HR) für das Studio Prag. Zudem überließ der Norddeutsche Rundfunk (NDR) das Fernsehstudio für Südasien dem MDR, behielt aber die Hörfunkberichterstattung.[1] 2001 ging ein neues Hörfunkstudio in Shanghai offiziell in Betrieb. Als zweiter Standort der ARD in der Volksrepublik China nach Peking wird das Studio von MDR und SWR gemeinsam geführt.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Struktur der ARD-Studios ist ständig im Wandel. Je nach geopolitischer Situation werden einzelne Studios personell und produktionstechnisch aufgestockt, andere zu Außenstudios oder reinen Hörfunkstudios zurückgefahren. Die meisten Auslandsstudios verfügen über eigene Produktionstechnik für Fernseh- und Hörfunkproduktion. Die Korrespondenten arbeiten allerdings meist nur für ein Medium. In manchen Studios sind die Produktionseinheiten auch örtlich und räumlich getrennt.

Im Juli 2010 gab die ARD eine Umstrukturierung ihres Hörfunkkorrespondenten-Netzes bekannt. Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust sagte dazu "Wir verlagern Kapazitäten dorthin, wo sie angesichts der sich verändernden Weltlage dringender gebraucht werden."[4]

Dauerhaft wurden die Studios in Neu Delhi (NDR) und Istanbul (SWR) jeweils um einen zweiten festen Korrespondenten verstärkt. Damit will die ARD nach eigenen Angaben die Berichterstattung aus Afghanistan (Berichtsgebiet des Studios Neu Delhi) stärken. Der Iran spielt weltpolitisch wieder eine größere Rolle und wird seit 2010 mit einem zusätzlichen Korrespondentenplatz vom Studio Istanbul aus betreut.

Aus den ARD-Hörfunkstudios Kairo (SWR) und Amman (WDR) wurde 2010 unter gemeinsamer Leitung von SWR und WDR ein gemeinsames Studio mit Sitz in Kairo geschaffen. Das Studio verfügt über Standorte in Amman und temporär in Beirut oder Dubai. Aus Kairo berichten seither nur noch drei Korrespondenten aus Kairo.[4]

Das vom NDR betriebene Studio in Peking wurde um eine Fernseh-Korrespondentenstelle aufgestockt, da die Bedeutung Chinas in der öffentlichen Wahrnehmung wächst.[5]

Arbeitssituation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Richard C. Schneider, Studio Tel Aviv, während eines Drehs in Nikosia anlässlich der Öffnung der Grünen Linie

Die Tätigkeit der Mitarbeiter in den ARD-Auslandsstudios ist von der rund um die Uhr bestehenden Berichterstattung und der jeweiligen Zeitverschiebung geprägt. Die Auslandskorrespondenten arbeiten in der Regel zwischen drei und fünf Jahren in ihrer Wahlheimat. In dieser Zeit bereisen sie die verschiedenen Länder ihres Zuständigkeitsbereiches für Hintergrundberichte oder aus Anlass eines aktuellen Ereignisses.[6] Zu aktuellen Ereignissen, wie der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika, wird der Mitarbeiterstamm um weitere Korrespondenten aufgestockt.

Die Produktionsbedingungen für die Mitarbeiter der Auslandsstudios sind in manchen Ländern schwierig. So darf das ARD-Auslandsstudio in der chinesischen Hauptstadt Beijing nur mit Genehmigung der staatlichen Stellen drehen. Trotz Genehmigung kommt es häufig zu Diskussionen mit Vertretern von staatlichen Behörden.„Selbst bei Dreharbeiten, die ganz harmlos sind, haben wir immer das Gefühl, als hätten wir eine ansteckende Krankheit. Als stellten wir eine Bedrohung dar, für die Regierung, für das Land“ sagte Jochen Grabert, Studioleiter in Peking, im Zusammenhang der Olympiaberichterstattung 2008.[7]

Mit dem Ausbau des Portals tagesschau.de als separates Nachrichtenmedium liefern die Korrespondenten zusätzlich Fotos, Berichte und Interviews für das Portal.[1]

Die ARD-Anstalten legen Wert darauf, Korrespondenten in die jeweiligen Ländern zu schicken, die der jeweiligen Landessprache mächtig sind oder sich diese aneignen. So zum Beispiel bei dem Radio-Korrespondenten und Studioleiter Ralf Borchard, der von Wien aus die Redaktionen in den ARD-Sendern aus ganz Südosteuropa mit Audio-Berichten beliefert. In einem Interview erzählte er, dass er und seine zwei Kollegen sich jeweils eine Sprache aus dem südosteuropäischen Raum aneignen, um besser arbeiten zu können. Daneben arbeiten die Korrespondenten mit freien Mitarbeitern vor Ort, sogenannten "Stringer" zusammen. Diese "Stringer" kennen die Verhältnisse in dem jeweiligen Land und versorgen die Korrespondenten mit Informationen, fungieren zum Teil auch als Dolmetscher und machen gelegentlich auch selbständig Interviews.

Ausstattung und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ARD-Auslandsstudios sind mit moderner digitaler Technik ausgestattet, um Hörfunkbeiträge und Fernsehberichte herzustellen und ins Heimatland zu überspielen. Im Fernsehbereich großenteils noch nicht in HD-Technik. Live-Berichterstattung gehört zur täglichen Arbeit.

Die Fernsehteams bestehen in der Regel aus einem Kameramann, einem Tontechniker und einem Producer. Meist werden sie um einen sogenannten Stringer ergänzt, einen lokalen Mitarbeiter, der Kontakte zur lokalen Bevölkerung und zu Behörden herstellt. Da die Berichtsgebiete zum Teil recht umfangreich und daher mit häufigen Reisen verbunden sind, stehen den Teams leichte, transportable Schnitteinheiten zur Verfügung.

Die Überspielung der Beiträge zu den ausstrahlenden Sendern in Deutschland erfolgt mittels Internet, via Satelliten oder über Glasfaseranbindung. Teilweise werden auf die Eurovisionsleitungen der nationalen Sender zurückgegriffen. So greift das Studio Prag beispielsweise auf die Kapazitäten des Tschechischen Fernsehens Česká televize zurück.[8] Innerhalb Deutschlands werden die Korrespondentenberichte über das ARD-interne HYBNET zwischen den Anstalten ausgetauscht.

Studios in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studio Anstalt Leitung Aufgabenbereich
Brüssel WDR Markus Preiß (Fernsehen)
Ralph Sina (Hörfunk)
Das größte ARD-Auslandsstudio und einzige mit eigenen TV-Sendungen ("Europamagazin" (ARD), "Bericht aus Brüssel" (WDR)).

Zuständig für Benelux und die EU sowie NATO. Das Büro wurde 1961 eingerichtet. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit wurde 2008 ein neues Studio im neuen Medienhaus in der EU-City eröffnet. Dort arbeiten auch Mitarbeiter der DW und der Leiter des ARD-Verbindungsbüros. Das Hörfunkstudio ist ein Gruppenstudio mit NDR. Weitere Hörfunkstudios gibt es von BR, SWR, MDR sowie von hr, RBB, RB und SR.

Den Haag WDR Ludger Kazmierczak [9] Hörfunkbüro Niederlande.
Genf SWR Wolfgang Wanner (Fernsehen) Fernseh- und Radiostudio. Zuständig für die Schweiz, UN-Organisationen. Das Studio besteht seit Mitte der 1950er Jahre.
Istanbul BR/SWR Oliver Mayer-Rüth (Fernsehen, kommissarisch)

N.N. (Hörfunk)

Türkei, Nordzypern, (→ Studio Tel Aviv), darunter mit einem Verbindungsbüro in Teheran,
Weitere Korrespondenten sind Katharina Willinger (BR, Fernsehen) und Christian Buttkereit (SWR, Hörfunk)
London NDR Hanni Hüsch (Fernsehen)

Jens-Peter Marquardt (Hörfunk)

Fernseh- und Hörfunkstudio. Zuständig für das Vereinigte Königreich und Irland. Weitere Fernsehkorrespondentin Julie Kurz.

Für den Hörfunk sind Stephanie Pieper (RBB), Thomas Spieckhofen (WDR) und Friedbert Meurer (DLR/DLF) tätig.

Madrid SWR/HR Stefan Schaaf (Fernsehen)

Marc Dugge und Oliver Neuroth (Hörfunk)

Fernsehstudio (SWR) und Hörfunkstudio (HR). Zuständig für Spanien, Portugal, Andorra, zuständig auch für Nordafrika; Hörfunkstudio in Rabat, Marokko
Moskau WDR Udo Lielischkies (Fernsehen)
Christina Nagel (Hörfunk)
Fernsehen und Hörfunkstudio. Zuständig für Russland und alle GUS-Staaten.
Paris WDR/SWR[10] Ellis Fröder (Fernsehen)
Marcel Wagner (Hörfunk)[11]
Fernseh- und Hörfunkstudio. Zuständig für Frankreich und Monaco. Zweiter Fernsehkorrespondent Mathias Werth. Weitere Hörfunk-Korrespondenten: Kerstin Gallmeyer (SR), Barbara Kostolnik (WDR), Jürgen König (DLR).
Prag MDR Jürgen Osterhage (Fernsehen)
Stefan Heinlein (Hörfunk)
Fernseh- und Hörfunkstudio. Zuständig für Tschechien und die Slowakei.
Rom

und Vatikanstadt

BR Michael Schramm (Fernsehen)

Tassilo Forchheimer (Hörfunk)[12]

Trimediales Studio: Fernseh-, Online- und Hörfunkstudio. Zuständig für Italien, Malta, Griechenland (nur Fernsehen), Vatikan.

Weitere Korrespondenten: Ellen Trapp (Fernsehen), Jan-Christoph Kitzler (Hörfunk)

Stockholm NDR Clas Oliver Richter (Fernsehen)

Carsten Schmiester (Hörfunk)

Fernseh- und Hörfunkstudio. Zuständig für Skandinavien, Finnland und das Baltikum. Das Studio wurde 1997 von Riga nach Stockholm verlegt. Hörfunkkorrespondent bis Juli 2012 war Albrecht Breitschuh (NDR), seit 2012 bis 2016 war es Tim Krohn.
Straßburg ehemals SWR Das Hörfunkstudio war zuständig für das Europaparlament und wurde im Juli 2010 geschlossen. Die Berichterstattung erfolgt jetzt von Brüssel und Paris aus.[4]
Warschau RBB Griet von Petersdorff (Fernsehen)

Henryk Jarczyk (Hörfunk)[13]

Fernseh- und Hörfunkstudio. Zuständig für Polen.
Wien BR Michael Mandlik (Fernsehen)

Ralf Borchard (Hörfunk)

Österreich, darunter mit zwei Außenstellen in Belgrad und Sarajevo, zuständig für Südosteuropa

Weitere Korrespondenten: Till Rüger (Fernsehen), Stephan Ozsváth (Hörfunk), Karla Engelhard (Hörfunk)[12][14]

Zürich MDR Dietrich Karl Mäurer Hörfunkstudio. Zuständig für die Schweiz, UN-Organisationen.

Studios in Amerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studio Anstalt Leitung Aufgabenbereich
Buenos Aires BR Ivo Marusczyk (Hörfunk) Argentinien, Hörfunkstudio Südamerika.
Los Angeles HR Nicole Markwald (HR)
Marcus Schuler (BR)
USA, Hörfunkstudio USA-Westküste, Berichterstattung vor allem über Kalifornien und Hollywood.
Mexiko-Stadt SWR Xenia Böttcher (Fernsehen)

Anne-Katrin Mellmann (Hörfunk, RBB)

Das Studio in Mexiko existiert seit 1982 und ist für Zentralamerika, die Karibik und das nördliche Südamerika (außer Kolumbien) zuständig.
New York City WDR[10] Markus Schmidt (Fernsehen)

Georg Schwarte (Hörfunk, NDR)

UN/New York/Kanada
Weitere Korrespondenten: Kai Clement (Hörfunk, WDR)[15]
Das Studio startete als Ein-Mann-Betrieb 1973, 1980 baute der WDR das Büro zum Fernsehstudio aus.
Rio de Janeiro SWR Michael Stocks Das Hauptstudio für Südamerika ist seit April 2005 in Rio, davor war es in Buenos Aires.
Washington, D.C. BR/HR/MDR/NDR/SWR/WDR Stefan Niemann (Fernsehen, NDR)
Martin Ganslmeier (Hörfunk, NDR)
USA Gesamt/Schwerpunkt Politik Washington
Weitere Korrespondenten:
Fernsehen: Jan Philipp Burgard (Zweiter Studioleiter, WDR), Verena Bünten (WDR), Claudia Buckenmaier (NDR)[16]
Hörfunk: Torsten Teichmann (BR), Marc Hoffmann (SR), Gabi Biesinger (SWR), Martina Buttler (WDR), Jan Bösche (MDR)[17]

Studios in Afrika und im Nahen Osten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studio Anstalt Leitung Aufgabenbereich
Amman ehemals WDR Mittlerer Osten: Irak, Syrien, Libanon, Jordanien, VAE, Katar, Bahrain, Kuwait, Oman
2013 geschlossen.[18]
Tel Aviv BR Susanne Glass (Fernsehen)

Torsten Teichmann (Hörfunk)[19]

Israel, Palästina
Weitere Korrespondenten: Mike Lingenfelser (Fernsehen), Peter Kapern (Hörfunk)
Kairo WDR / SWR Volker Schwenck (Fernsehen, SWR)[20]
Björn Blaschke (Hörfunk, WDR)
Hauptstudio für die Arabische Welt, Nordafrika bis zum Sudan. 2010 wurde aus den ARD-Hörfunkstudios Kairo (SWR) und Amman (WDR) unter gemeinsamer Leitung von SWR und WDR ein gemeinsames Studio mit Sitz in Kairo. Das Studio verfügt über Standorte in Amman und temporär in Beirut oder Dubai.

Weitere Korrespondenten: Thomas Aders (Fernsehen, SWR), Anne Allmeling (Hörfunk, SWR), Carsten Kühntopp (Hörfunk, SWR), Anna Osius (Hörfunk, WDR)[21][22]

Rabat HR Jens Borchers[23] Reines Hörfunkbüro, zuständig für den Maghreb und Westafrika. Die Reporter berichten über 22 Staaten in West- und Nordafrika. Ein zweiter Hörfunkreporter im Studio Rabat ist derzeit Alexander Göbel.
Nairobi WDR Sabine Bohland (Fernsehen)
Linda Staude (Hörfunk)
Nairobi ist mit 11 Mitarbeitern das größte Studio auf dem Kontinent und existiert seit 1973. Es beinhaltet eine komplette Ausrüstung für Fernsehberichterstattung.

Weitere Korrespondentin: Caroline Hoffmann (Fernsehen)[24][25]

Johannesburg SWR Thomas Denzel (Fernsehen)

Jan-Philippe Schlüter (Hörfunk)

Das Berichtsgebiet umfasst neben Südafrika noch Namibia, Simbabwe, Lesotho, Swasiland, Mosambik, Angola, Botswana, Sambia und Malawi. Der Hörfunk deckt zudem noch Madagaskar, La Réunion, Mayotte, Mauritius und die Komoren ab.

Das ARD-Studio hat seinen Sitz in einem Medienkomplex und unterhält seit 1976 einen Hörfunk- und seit 1977 einen TV-Korrespondenten. Außer den Korrespondenten und den Assistentinnen sind sämtliche Mitarbeiter Südafrikaner.

Das Studio für die Türkei und den Iran befindet sich in Istanbul, siehe oben.

Studios in Asien und Australien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studio Anstalt Leitung Aufgabenbereich
Neu-Delhi MDR / HR / NDR / WDR Markus Spieker (Fernsehen, MDR)

Jürgen Webermann (Hörfunk, NDR)

Indien.[26] Das Studio wurde vom NDR 1963 aufgebaut.[27] Der MDR übernahm das Studio 1993[28] vom HR, das Hörfunkstudio leitet der NDR. Das Berichtsgebiet des Hörfunkstudios umfasst acht Länder: Indien, Pakistan, Afghanistan, Nepal, Bhutan, Bangladesch, Sri Lanka und die Malediven.

Weitere Korrespondenten: Peter Gerhardt (Fernsehen, HR)[29], Silke Diettrich (Hörfunk, WDR)

Peking NDR / RBB (Hörfunk) Mario Schmidt (Fernsehen, NDR)

Axel Dorloff (Hörfunk, RBB)

Fernsehen und Hörfunkstudio. Zuständig für Volksrepublik China inklusive Hongkong und Macau sowie die Mongolei.

Weitere Korrespondentin: Sascha Storfner (Fernsehen, NDR)

Singapur WDR / NDR Philipp Abresch (Fernsehen)

Udo Schmidt (Hörfunk)

Hauptstudio Fernsehen und Hörfunk Südostasien. 1981 zog das Studio von Hongkong nach Singapur. Zum Tätigkeitsfeld gehören 11 Länder: Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Papua-Neuguinea, Thailand, Vietnam, und auch Australien und Neuseeland. Das Hörfunkstudio leitet der NDR.
Tokio NDR Uwe Schwering (Fernsehen)

Jürgen Hanefeld (Hörfunk)

Fernsehen und Hörfunkstudio. Zuständig für Japan, die Philippinen, Nord- und Südkorea, Taiwan und Ozeanien.
Shanghai SWR / MDR Steffen Wurzel (SWR) Reines Hörfunkstudio für China. Das Studio wurde 2001 eröffnet. Alle fünf Jahre wechselt die Leitung zwischen SWR und MDR.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Die Welt im Blick: ARD-Auslandskorrespondenten - Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 20/2010)
  2. Auslandsstudios - Senderprofil - Unternehmen WDR; hierbei sind Asien und Europa zwei Kontinente, ebenso wie Nordamerika und Südamerika. Das Büro in Mexiko-Stadt (Nordamerika) ist beispielsweise für Mexiko, Zentralamerika, die Karibik und das nördliche Südamerika zuständig. Australien und Neuseeland werden vom Studio in Singapur betreut.
  3. Korrespondenten. In: tagesschau.de. Abgerufen am 8. Juli 2010.
  4. a b c ARD strukturiert Hörfunk-Korrespondentennetz um (Memento vom 16. Juli 2010 im Internet Archive)
  5. Ndr Richtet Zweite Tv Korrespondentenstelle Im Ard Studio Peking Ein :: Ad Hoc News
  6. ARD-Hörfunkstudio Mexico-City | ndr4.de - NDR Info - Wir über uns - Korrespondenten
  7. Arrest und Zensur – Korrespondentenalltag in China. ZAPP 9. August 2006, archiviert vom Original am 11. August 2006, abgerufen am 11. August 2006.
  8. Videoblog: Mit dem Moto-Taxi durchs Sommerloch – tagesschau.de (Memento vom 30. Juli 2010 im Internet Archive)
  9. Ludger Kazmierczak. WDR. Abgerufen am 11. Januar 2012.
  10. a b WDR Hörfunkstudios (bei www1.wdr.de)
  11. Studioleiter: Andreas Teska bei wdr.de
  12. a b Korrespondentenwechsel beim Bayerischen Rundfunk. (digitalfernsehen.de [abgerufen am 6. Januar 2017]).
  13. Auslandsstudios: Warschau. WDR. Abgerufen am 11. Januar 2012.
  14. Autor - ARD Wien. Abgerufen am 1. März 2017.
  15. Claudia Sarre (Memento vom 18. September 2012 im Webarchiv archive.is)
  16. Washington D.C. Fernsehen. Abgerufen am 20. September 2017.
  17. Washington D.C. Radio. Abgerufen am 20. September 2017.
  18. Inge Günther: Amman: ARD schließt ihr Nahost-Studio. Berliner Zeitung, 28. März 2013, abgerufen am 1. März 2017.
  19. DAS TEAM - Israel | Palästina. In: www.ard-telaviv.de. Abgerufen am 27. Februar 2017.
  20. SWR entsendet neuen Leiter ins ARD-Studio Kairo. Archiviert vom Original am 16. Mai 2014, abgerufen am 7. März 2016.
  21. Kairo Fernsehen. Abgerufen am 1. März 2017.
  22. Kairo Radio. Abgerufen am 1. März 2017.
  23. ARD-Hörfunkstudio Rabat. Abgerufen am 1. März 2017.
  24. Nairobi Fernsehen. Abgerufen am 1. März 2017.
  25. Nairobi Radio. Abgerufen am 1. März 2017.
  26. Gemeinsames ARD-Studio Neu-Delhi – Hörfunk und TV künftig an einem Standort
  27. Auslandsstudios: Neu Delhi
  28. Chronik des MDR: 1992 Der MDR geht an den Start
  29. Kirsten Strasser: Der Oppenheimer Fernsehjournalist Peter Gerhardt geht als ARD-Korrespondent nach Neu-Delhi. 21. Januar 2017, abgerufen am 1. März 2017.