Dasing

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dasing
Dasing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dasing hervorgehoben
Koordinaten: 48° 23′ N, 11° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Dasing
Höhe: 483 m ü. NHN
Fläche: 40,91 km²
Einwohner: 5603 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86453
Vorwahl: 08205
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 122
Gemeindegliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 7
86453 Dasing
Webpräsenz: www.dasing.de
Bürgermeister: Erich Nagl (FW)
Lage der Gemeinde Dasing im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben) Pöttmes Todtenweis Aindling Petersdorf (Schwaben) Inchenhofen Kühbach Schiltberg Sielenbach Adelzhausen Eurasburg (Schwaben) Ried (bei Mering) Mering Merching Schmiechen Steindorf (Schwaben) Kissing Obergriesbach Hollenbach Rehling Affing Aichach Friedberg (Bayern) Dasing Augsburg Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Dachau Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Donau-Ries Landkreis Augsburg Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Donau-Ries Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Dasing ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Dasing.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dasing liegt in der Planungsregion Augsburg.

Dasing hat 19 Ortsteile[2]:

  • Bitzenhofen
  • Dasing
  • Heimat
  • Hinterholz
  • Hohleneich
  • Kreit
  • Laimering
  • Latzenhausen
  • Lindl
  • Malzhausen
  • Neulwirth
  • Oberzell
  • Rieden
  • Sankt Franziskus
  • Taiting
  • Tattenhausen
  • Unterzell
  • Wessiszell
  • Zieglbach


Es existieren folgende Gemarkungen: Dasing, Laimering, Rieden, Taiting, Wessiszell, Ziegelbach, Tattenhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologische Befunde legen nahe, dass sich im Ortsteil Laimering zur Römerzeit eine zivile Ziegelei befand.[3]

Aus dem Jahr 696 n. Chr. stammt die bisher älteste germanische Wassermühle nördlich der Alpen, welche im Paartal bei Dasing im Jahr 1993 entdeckt wurde.

Die Herren von Massenhausen ließen sich um 1317 in Dasing nieder. Die Wittelsbacher hatten in den Ortsteilen Taiting, Rieden und Laimering ebenfalls schon sehr früh reichen Grundbesitz. Dasing gehörte als Grundherrschaft später zur Reichsabtei St. Ulrich und Afra. 1632, während des Dreißigjährigen Krieges, ging die örtliche Burg (sh. Burgstall Dasing) in St. Franziskus unter dem Ansturm der Schweden in Flammen auf. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, die 1803 durch die Säkularisation an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Christine G. wurde 1993 auf der Veranda der damaligen Diskothek SuperMäx () von der Diskomafia ermordet.

Am 28. August 1993 erschoss die sogenannte Augsburger Diskomafia die 16-jährige Arzthelferin Christine G. (ein Zufallsopfer) auf der Veranda der damaligen Diskothek SuperMäx.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Rieden und Wessiszell eingegliedert. Laimering und Taiting folgten am 1. Juli 1972.[5] Am 1. Januar 1974 kam ein kleines Gebiet der aufgelösten Gemeinde Harthausen mit damals etwa 20 Einwohnern hinzu. Am 1. Juli 1976 folgte ein Teil der aufgelösten Gemeinde Burgadelzhausen. Schließlich wurden am 1. Mai 1978 etwa 30 Einwohner der aufgelösten Gemeinde Stätzling und 15 Einwohner der Nachbargemeinde Obergriesbach aufgenommen.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2650 Einwohner[6]
  • 1970: 3036 Einwohner[6]
  • 1987: 4173 Einwohner
  • 2000: 5054 Einwohner
  • 2011: 5423 Einwohner
  • 2013: 5578 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Erich Nagl (Freie Wähler).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2,720 Mio EUR, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 0,564 Mio. EUR.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 20 Gemeinderäten zusammen.

Parteien 2014
Anteil Sitze
Christlich Soziale Union (CSU)  % 7
Freie Wähler Dasing e. V. (FWD)  % 8
Aktive Bürger Dasing (Aktive)  % 5

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dasing unterhält eine Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Siedlce und der österreichischen Gemeinde Kammern im Liesingtal.

Pfarrkirche St. Martin

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptsehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche St. Martin. Im Ortsteil St. Franziskus finden sich Reste des Burgstall Dasing. Zu nennen ist vor allem der noch weitgehend erhaltene Gewölbekeller. Des Weiteren gibt es in der Nähe der Gemarkung Unterzell ein Bodendenkmal, möglicherweise ein Überrest eines befestigten Hofs oder einer frühmittelalterlichen Schutzburg, den sogenannten Ringwall im Kirchholz (Haberskirch).

Seit 2004 finden in Dasing im Sommer regelmäßig die Süddeutschen Karl-May-Festspiele mit bekannten Künstlern wie Horst Janson statt.

Freizeit- und Erlebnispark:

  • Western-City

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westansicht von Dasing

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 21, im produzierenden Gewerbe 535 und im Bereich Handel und Verkehr 199 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 286 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1780. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 14 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 122 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3003 ha, davon waren 2366 ha Ackerfläche und 634 ha Dauergrünfläche.

Im Ortsteil Lindl, gut 1 km nordöstlich des Hauptortes rechts der Paar gelegen, verfügt Dasing über ein größeres Gewerbegebiet mit unmittelbarem Autobahnanschluss.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt unmittelbar an der Bundesautobahn 8 und der Bundesstraße 300. Dasing verfügt über einen Bahnhof an der Paartalbahn Augsburg–Ingolstadt und wird halbstündlich mit Regionalbahnen bedient.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2014 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 278 Kindergartenplätze mit 249 Kindern
  • Volksschulen: 2 mit zusammen 299 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beda Mayr (1742–1794), christlicher Gelehrter, wurde in Taiting geboren.

Persönlichkeiten, die mit Dasing in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fred Rai (1941–2015), bürgerlich Manfred Raible, Reiter, Reitlehrer, Pferdepsychologe, Autor, Country-Sänger, gründete in Dasing die Western City und rief die Süddeutschen Karl-May-Festspiele ins Leben.
  • Denis Kudla (* 1994), Ringer, wuchs in Dasing auf.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1840&attr=590&modus=automat&tempus=20131227/113648&hodie=20140515/190250
  3. Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  4. Leben und Sterben in Dasing – Wie ein bayerisches Dorf durch vier Morde seine Beschaulichkeit verlor – (Die Zeit vom 13. Dezember 1996)
    Der Pate von Indersdorf – Die Zentrale der Augsburger Disco-Mafia war die "Powerstation" in Indersdorf. – (Münchner Merkur vom 4. April 2004)
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 465.
  6. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 788 und 789.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dasing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien