Liste der Stolpersteine in Heidelberg

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Die Liste der Stolpersteine in Heidelberg enthält die Stolpersteine in Heidelberg, die an das Schicksal der Menschen dieser Stadt erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus vom NS-Regime ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden vom Künstler Gunter Demnig verlegt.

Die Verlegungen fanden am 12. Oktober 2010, 28. November 2011, 15. November 2012, 15. März 2013, 20. November 2014, 6. Februar 2015 und 28. Juni 2016 statt.

Liste nach Adresse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Inschrift Name Adresse Verlegedatum Kurzbiographie
Heidelberg Albert Fritz.png Hier wohnte
Albert Fritz
Jg. 1899
Widerstandsgruppe
Lechleiter
verhaftet 1942
Hochverrat
Volksgerichtshof
hingerichtet 24.2.1943
Stuttgart
Albert Fritz Albert-Fritz-Straße 52, Kirchheim 15. November 2012 Albert Fritz wurde Januar 1899 in Hornberg geboren. Nach abgeschlossener Lehre war er als Eisendreher tätig. 1921 wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Ab 1925 lebte er in Heidelberg und war bis 1933 Mitglied des Stadtrates. Zwischen 1931 und 1933 hatte er die Funktion des Sekretärs der KPD Baden-Pfalz inne. 1933 wurde er als Arbeiterfunktionär verhaftet und war 13 Monate im KZ Ankenbuck interniert. 1935 kam es erneut zu einer Verhaftung wegen Verteilung illegaler Schriften und der Unterstützung der Rote Hilfe Deutschlands, mit anschließend 15 Monaten Haft. Danach schloss er sich der Widerstandsgruppe Georg Lechleiters an. Nachdem die Gruppe verraten wurde kam es zur Verhaftung von Albert Fritz, sowie Anklage wegen Vorbereitung zum Hochverrats und seiner Hinrichtung am 24. Februar 1943.[1]
Flora Maienthal Albert-Maysstraße 11a, Kirchheim 28. Juni 2016 Flora Maienthal (geborene Hirsch) wurde am 29. Juli 1871 in Wiesloch geboren. Dort heiratete sie am 30. Juni 1898 den Kaufmann Joseph Maienthal aus Mannheim. Mit diesem hatte sie vier Kinder, von denen drei bis 1925 verstarben und die, am 12. Oktober 1907 geborene, jüngste Tochter Gretel am 27. März 1939 mit ihrem Ehemann Fritz Wolf über Großbritannien in die USA flüchtete. Floras Ehemann Joseph verstarb 1917 und die verwitwete Hausfrau zog am 3. Juni 1933 von Mannheim nach Heidelberg zu ihrem Bruder Max Hirsch. Am 22. Oktober 1940 wurden sie im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion in das Internierungslager Gurs deportiert. Durch Vermittlung ihrer, in Lyon lebenden, Nichte war es ihr und ihrem Bruder möglich das Lager am 15. Juni 1941 zu verlassen und in einem Zimmer in Tence unterzukommen wo sie am 30. Juli 1943 starb. Ihr Name ist auf dem Glaskubus Mahnmal in Mannheim zu finden.[2][3][4]
Max Hirsch Max Hirsch wurde am 8. August 1867 in Wiesloch geboren.[5] 1910 zog er von St. Johann bei Speyer nach Heidelberg.[4] Er war seit 1911 als Kaufmann in der Maschinen- und Baugerätvertretung tätig und seit 1921[4] als selbstständiger Unternehmer. 1938 kam es zur Auflösung der Firma. Er wurde zusammen mit seiner Schwester Flora Maienthal am 22. Oktober 1940 in das Internierungslager Gurs deportiert. Aufgrund der Vermittlung seiner Nichte war es ihm und seiner Schwester möglich das Lager am 15. Juni 1941 zu verlassen und in einem Zimmer in Tence unterzukommen.[5]
Richard Max Broosch Bergheimer Straße 81, Weststadt 20. November 2014
Heidelberg Guido Leser.png Hier wohnte
Guido Leser
Jg. 1883
Berufsverbot 1933
gedemütigt / entrechtet
Flucht in den Tod
26.10.1942
Guido Leser Bergstraße 32, Neuenheim 06. Februar 2015 Guido Leser wurde am 16. Oktober 1883 in Heidelberg geboren. Sein Vater war Emanuel Leser. Guido war als Amtsgerichtsrat tätig und Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei. Von 1919 bis 1921 war er Abgeordneter der DDP im Landtag der Republik Baden. Er wurde im Mai 1933 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Drei Jahre später zog er am 30. Juni 1936 nach Berlin und beging dort am 26. Oktober 1942 zusammen mit seiner Ehefrau Irmingard (geborene Meyer) Selbstmord. Dem Selbstmord ist eine Aufforderung zur Deportation nach Theresienstadt vorausgegangen.[6]
Heidelberg Conrad Leser.png Hier wohnte
Conrad Leser
Jg. 1915
Flucht 1934
Schweiz
1939 England
Conrad Leser Conrad Leser wurde am 3. März 1915, als Sohn von Guido und Irmingard Leser, in Heidelberg geboren. 1933 machte er sein Abitur und begann sein Studium der Mathematik an der Universität Heidelberg. Am 14. Oktober emigrierte er in die Schweiz und setzte in Bern und schließlich in Zürich sein Studium fort und wo er 1939 in Mathematik promovierte. Im gleichen Jahr emigrierte er wegen des Arbeitsverbots in der Schweiz nach Großbritannien. Er versuchte von dort weiter in die USA zu ziehen, bekam jedoch kein Visum. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er zwar als Flüchtling vor dem NS-Regime anerkannt, wurde aber dennoch 1940 als Enemy Alien in mehreren Lagern, bei Huyton, der Isle of Man und auch in Kanada interniert. Nach seiner Rückkehr nach England nahm er die britische Staatsbürgerschaft an. 1941 und 1942 war er Forschungsassistent an der University of Manchester. 1947 habilitierte er an der University of Glasgow und hatte dort bis 1955 eine Lehrtätigkeit inne. Danach besetzte er bis zu seiner Emeritierung, im Jahre 1980, den Lehrstuhl für Ökonometrie an der University of Leeds.[6]
Heidelberg Irmingard Leser.png Hier wohnte
Irmingard Leser
Geb. Meyer
Jg. 1888
gedemütigt / entrechtet
Flucht in den Tod
26.10.1942
Irmingard Leser Irmingard (geborene Meyer) wurde am 1. Mai 1988 in Heidelberg geboren. Sie war mit Guido Leser verheiratet und als Hausfrau tätig. 1936 zog sie zusammen mit ihrem Mann nach Berlin, wo sie mit diesem 1942, nach vorausgegangener Aufforderung zur Deportation nach Theresienstadt, Selbstmord beging.[6]
Heidelberg Betty Blum geb. Liebhold.png Hier wohnte
Betty Blum
Geb. Liebhold
Jg. 1880
gedemütigt / entrechtet
Flucht in den Tod
26.12.1939
Betty Blum Bergstraße 44, Neuenheim 12. Oktober 2010 Betty Blum wurde am 22. November 1880 in Rohrbach geboren. Sie war Tochter des Tabakunternehmers Max Liebhold und dessen Ehefrau Amalie (geborene Krämer). Sie war seit 1903 mit Julius Blum verheiratet und als Hausfrau tätig. Ihr Mann verstarb am 7. Juni 1932. Sie beging Selbstmord am 26. Dezember 1939.[7]
Heidelberg Leni Blumenthal geb. Blum.png Hier wohnte
Leni Blumenthal
Geb. Blum
Jg. 1919
Flucht 1938
Holland
England
überlebt
Leni Blumenthal Leni Blumenthal (geboren als Leni Dina Blum) wurde am 24. Oktober 1919 in Heidelberg geboren. Ihre Eltern waren Julius und Betty Blum. Von 1929 bis 1936 Besuch des Mädchenrealgymnasiums und Mitgliedschaft im deutsch-jüdischen Jugendbund. Von 1936 bis 1938 war sie auf einem Internat in der Schweiz und machte dort im März 1938 ihr Abitur. Nach einem kurzen Aufenthalt bei ihrer Mutter in Heidelberg emigrierte sie nach Großbritannien. Dort war sie zunächst an einer Internatsschule und danach von 1939 bis 1951 als Büroangestellte tätig. Sie heiratete am 18. März 1944 den aus Dessau stammenden Theodor Blumenthal. Sie war Mitarbeiter beim Jewish Refugees Committee und der links orientierten Freien Deutschen Jugend. Am 12. Februar 1951 kam es zur Rückkehr nach Heidelberg und Tätigkeit als Sekretärin in einem Anwaltsbüro. November 1952 folgte das staatliche Dolmetscherdiplom und Tätigkeit als Fremdsprachenassistentin am deutschen Krebsforschungszentrum. Sie starb am 27. Januar 2002 in Heidelberg.[7]
Heidelberg Michael 'Michel' Liebhold.png Hier wohnte
Michael ’Michel’
Liebhold

Jg. 1883
verhaftet 1938
Dachau
Tot an Haftfolgen
27.12.1938
Michael Liebhold Bergstraße 86, Neuenheim 12. Oktober 2010 Michael Liebhold wurde am 7. Juni 1883 in Heidelberg-Rohrbach geboren. Er war Sohn des Zigarren- und Tabakfabrikanten Max Liebhold und seiner Frau Amalie (geborene Krämer). Nach dem Tod des Vaters übernahm er mit seinem Cousin den Betrieb. Am 11. November 1938 wurde er bis zum 20. Dezember im KZ Dachau interniert. Er starb am 27. Dezember 1938 in Heidelberg, an den Folgen der Internierung. Er war verheiratet mit Amalie Liebhold und war der Bruder von Betty Blum.[8]
Heidelberg Amalie 'Mally' Liebhold geb. Marx.png Hier wohnte
Amalie ’Mally’ Liebhold
Geb. Marx
Jg. 1893
Flucht 1939
Holland
Palästina
überlebt
Amalie Liebhold Amalie Liebhold (geborene Marx) wurde am 24. November 1893 in Bruchsal geboren. Sie war die Tochter des Tabakhändlers Karl Marx und seiner Frau Bertha (geborene Groß). Sie machte eine Ausbildung zur Psychotherapeutin in Berlin. Acht Monate nach dem Tod ihres Mannes Michael Liebhold floh sie am 31. August 1939 nach Amsterdam und lebte dort mit ihrer Mutter bei der Tante Marie Schöndorff (geborene Groß). Im November emigrierte sie dann über Rotterdam nach Palästina und beging am 26. Dezember 1945 in Jerusalem Selbstmord.[8]
Heidelberg Ruth Liebhold.png Hier wohnte
Ruth Liebhold
Jg. 1914
Flucht 1938
USA
überlebt
Ruth Liebhold Ruth Agnes Liebhold wurde am 7. Juni 1914 in Heidelberg geboren. Seit 1931 war sie Mitglied im Jüdischen Pfadfinderbund Deutschland und absolvierte bis 1932 ein Volontariat am Hygiene-Institut Heidelberg. Danach folgte eine MTA Ausbildung in Berlin. Am 5. April kam sie zurück nach Heidelberg und absolvierte ein weiteres Volontariat als technische Assistentin am Psychologischen Institut. Von Oktober 1935 bis Juni 1937 war sie als Laborantin am Israelitischen Krankenhaus Hamburg tätig und emigrierte am 27. April 1938 in die USA, wo sie als MTA tätig war und am 3. Juli 1983 in Glenview verstarb.[8]
Heidelberg Martin Liebhold.png Hier wohnte
Martin Liebhold
Jg. 1916
Flucht 1937
USA
überlebt
Martin Liebhold Martin Liebhold wurde am 21. Juli 1916 in Heidelberg geboren. Er verließ 1933 das Gymnasium und ging auf eine kaufmännische Handelsschule. Am 14. Januar 1934 zog er nach Pforzheim und begann eine kaufmännische Lehre. Am 16. Juni 1937 emigrierte er in die USA und war Soldat in der United States Army. Er heiratete 1943 und hatte drei Kinder. Nach dem krieg gründete er eine Möbelfabrik in Los Angeles und verstarb am 19. November 1999 in Maricopa.[8]
Heidelberg Klaus Liebhold.png Hier wohnte
Klaus Liebhold
Jg. 1919
Flucht 1936
Schweiz
1941 USA
überlebt
Klaus Liebhold Klaus Gerhard Liebhold wurde am 3. Januar 1919 in Heidelberg geboren. Er ging dort von 1929 bis 1933 auf das Realgymnasium (heutiges Helmholtz-Gymnasium) und danach bis 1936 auf das Kolleg bis zur elften Klasse. April 1936 zog er in die Schweiz und ging dort bis zu seinem Abitur 1938 auf eine Privatschule in St. Gallen. Bis zu seiner Emigration über Frankreich und Spanien in die USA im Mitte des Jahres 1941 galt er in der Schweiz als mittelloser Flüchtling, der sich teilweise der Schwarzarbeit betätigte und auch ein Jahr in einem Arbeitslager verbrachte. In den USA war er von 1942 bis 1945 Soldat in der US-Armee und ab 1946 als Übersetzer und dann als sogenannter "Information Specialist" (Informationsfachmann) tätig. 1948 heiratete er und hatte drei Kinder. Am 31. Dezember 2002 verstarb Klaus in Santa Barbara.[8]
Stolpersteine HD 15.04.2014 Berthel Marx.jpg Hier wohnte
Bertha ’Berthel’ Marx
Geb. Gros
Jg. 1870
Flucht 1939 Holland
interniert Westerbork
deportiert 1943
Sobibor
tot auf Transport
23.7.1943
Bertha Marx Bertha Marx wurde am 18. Juli 1870 in Bruchsal geboren. Sie war Hausfrau und mit dem Kaufmann Karl Marx (1863-1928) verheiratet. Eine ihrer beiden Töchter war Amalie Liebhold. Seit 1932 wohnte sie bei ihrer Tochter Amalie. Am 2. August 1939 reiste sie in die Niederlande aus. Sie wurde später zunächst in das Durchgangslager Westerbork und dann am 20. Juli 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert. Sie verstarb während des Transports am 23. Juli 1943.[9]
Elise Dosenheimer Blumenthalstraße 36, Neuenheim 20. November 2014 Elise Dosenheimer wurde am 22. Dezember 1868 in Ungstein geboren. Sie besuchte die Volksschule und danach die Höhere Töchterschule in Bad Dürkheim und Speyer. Ab 1904 das Studium, zunächst als Gasthörerin, der Philosophie in Berlin und Jena und in Heidelberg. Sie machte im Juni 1908 ihr Abitur in Mannheim und studierte Deutsche Philologie, Philosophie und Geschichte in München und Jena. 1912 folgte die Promotion in Jena. Sie war als Publizistin in Jena, München und auch in Heidelberg tätig und hielt bis 1933 Vorlesungen über Literatur an der Universität Jena. 1929 zog sie nach Heidelberg. Am 22. Oktober 1940 wurde sie, als Jüdin, in das Internierungslager Gurs deportiert. Mit Hilfe des Sohnes ihrer Nichte war es ihr möglich das Lager zu verlassen und bei diesem in Pau unterzukommem. 1941 emigrierte sie über Lissabon in die USA, wo sie am 3. Dezember in New York eintraf. Sie verstarb am 11. April 1959 in New York City.[10][11]
Heidelberg Max Wertheimer.png Hier wohnte
Max Wertheimer
Jg. 1888
'Schutzhaft’ 1938
Dachau
deportiert 1940
Gurs
interniert Drancy
1942 Auschwitz
ermordet
Max Wertheimer Bluntschlistraße 4, Bergheim 06. Februar 2015 Max Wertheimer wurde am 31. März 1888 in Östringen geboren. Er war als Kaufmann tätig und seit dem 22. November 1920 mit Rosalie verheiratet. Am 11. November 1938 wurde er in Dachau inhaftiert, am 22. Oktober 1940 nach Gurs und am 19. August 1942 nach Auschwitz deportiert.[12]
Heidelberg Rosalie 'Rosa' Wertheimer.png Hier wohnte
Rosalie 'Rosa' Wertheimer
geb. Strauss
Jg. 1884
deportiert 1940
Gurs
interniert Drancy
1942 Auschwitz
ermordet
Rosalie 'Rosa' Wertheimer Rosalie Wertheimer (geborene Strauß) wurde am 29. April 1884 in Göllheim geboren. Sie war mit Max Wertheimer verheiratet und als Hausfrau tätig. Mit ihrem Mann wurde sie nach Gurs und am 14. August 1942, 5 Tage vor ihrem Mann, nach Auschwitz deportiert.[12]
Isaak Engelberg 28. Juni 2016 Isaak Engelberg wurde am 19. Juli 1889 in Przewloka[13] oder Buczacz[14] geboren. Von 1905 bis 1908 war er in kaufmännischer Lehre in Österreich. Ab 1925 leitete er eine Textilwaren- und Möbelhandlung in Heidelberg und war ab 1934 Inhaber einer Schuhwarenhandlung. Am 28. Oktober 1938 wurde er als polnischer Staatsbürger Rahmen der Polenaktion aus dem deutschen Reich ausgewiesen und das Schuhgeschäft am 16. Februar 1939 in "arische Hände" übergeben.[13] Seine Frau Betti, geborene Hirschhorn (* 3. September 1895 in Buczacz) folgte ihm ins polnische Exil.[15] Nach der deutschen Besetzung im Zuge des Überfalls auf die Sowjetunion wurden beide im Ghetto Lemberg interniert. Isaak wurde am 31. Dezember 1942 offiziell für tot erklärt. Auch seine Frau wurde später für tot erklärt.[15][14][16] Das Wohnhaus der Eheleute wurde zu einem sogenannten Judenhaus.[15]
Erich Gaber Erich Gaber wurde am 8. Dezember 1932 in Karlsruhe geboren. Er war der Sohn von Amalie Gabler (* 16. Juli 1912 in Czernowitz) und hatte eine ältere Schwester. Erich wurde von seiner Großmutter erzogen, welche 1934 verstarb. Seine Mutter war im gleichen Jahr in die USA emigriert. Er wurde von Berthold und Georgine Haberer aufgenommen. Die Familie Haberer wurde im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion in das Internierungslager Gurs deportiert. Erich Gaber wurde zuvor, am 2. Juli 1940, in Heidelberg bei Max und Rosalie Wertheimer, untergebracht. Zusammen mit der Familie Wertheimer wurde er Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Am 8. Mai 1941 wurde Erich aus dem Lager in ein Kinderheim in Moissac gebracht und lebte vom 11. November 1942 bis zum 30 November 1943 unter einem falschen Namen bei mehreren Bauernfamilien. Ab 1949/1950 arbeitete er in Neuilly-sur-Seine in einer Kautschukfabrik und wohnte in einem Arbeiterheim. Am 19. Dezember 1953 heiratete er und bekam mit seiner Frau drei Kinder. 1971 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an.[17]
Heidelberg - Stolpersteine Simon Hochherr.jpg Hier wohnte
Simon Hochherr
Jg. 1882
Flucht 1939 Holland
interniert Westerbork
deportiert 1943
Theresienstadt
1944 Auschwitz
ermordet 18.10.1944
Simon Hochherr Brückenstraße 51, Neuenheim
15. November 2012 Simon Hochherr wurde am 2. März 1882 in Berwangen geboren. Er war Fabrikant und zusammen mit seinem Bruder Ferdinand Inhaber der Zigarrenfabrik B. Hochherr u. Co. GmbH. Anfang der 1920er war er Mitbegründer des Vereins gesetzestreuer Juden in Heidelberg und 1933 dessen Vorsitzender. 1937 emigrierte er in die Schweiz und am 14. Januar 1939 nach Holland. Die Firma der Familie wurde 1938 aufgelöst. Januar 1943 wurde er ins Durchgangslager Westerbork und am 20. April 1943 nach Theresienstadt deportiert. Am 18. Oktober 1944 brachte man ihn nach Auschwitz wo er ermordet wurde.[18]
Heidelberg - Stolpersteine Heinrich 'Heinz' Hochherr.jpg Hier wohnte
Heinrich 'Heinz'
Hochherr

Jg. 1910
Flucht 1938 Holland
interniert Westerbork
deportiert 1942
Auschwitz
ermordet 18.8.1942
Heinrich Hochherr Heinrich Hochherr wurde am 3. Juli 1910 in Düsseldorf geboren. 1937 floh er zunächst in die Schweiz und dann in die Niederlande. Am 15. Juli 1942 wurde er nach Auschwitz deportiert und dort am 17. oder 18. August 1942 ermordet.[19][18]
Heidelberg - Stolpersteine Liselotte Hochherr.jpg Hier wohnte
Liselotte Hochherr
Jg. 1920
Flucht England
1940 Holland
interniert Westerbork
Auschwitz
ermordet 30.9.1942
Liselotte (Hanna) Hochherr Liselotte Hochherr wurde am 19. September 1920 in Heidelberg geboren. Sie war die Tochter von Simon Hochherr und seiner Frau Ella. Am 24. April 1937 reiste sie aus in die Schweiz und dann nach Großbritannien, um dort ihre Dolmetscherausbildung fortzusetzen. Auf Wunsch ihrer Eltern kam sie nach Amsterdam. Später wurde sie mit ihrer Familie im Durchgangslager Westerbork interniert und am 15. Juli 1942 nach Auschwitz deportiert. Dort wurde sie am 28. August[19] oder am 30. September 1942 ermordet.[18]
Heidelberg - Stolpersteine Margot Hochherr.jpg Margot Hochherr
Geb. Bähr
Jg. 1911
Flucht 1938 Holland
interniert Westerbork
deportiert 1942
Auschwitz
ermordet 18.7.1942
Margot Hochherr
Heidelberg - Stolpersteine Susanne Hochherr.jpg Hier wohnte
Susanne Hochherr
Jg. 1939
interniert Westerbork
deportiert 1942
Auschwitz
ermordet 18.7.1942
Susanne Hochherr
Heidelberg - Stolpersteine Ella Hochherr.jpg Hier wohnte
Ella Hochherr
Geb. Lieser
Jg. 1886
Flucht 1939 Holland
interniert Westerbork
deportiert 1943
Theresienstadt
befreit / überlebt
Ella Hochherr Ella Hochherr (geborene Lieser) wurde am 19. Januar 1886 in Cochem geboren. Sie ermigrierte am 14. Januar 1939 in die Niederlande. Am 24. Januar 1943 wurde sie zunächst im Durchgangslager Westerbork interniert und am 20. April 1943 nach Theresienstadt deportiert. Am 21. Juni 1945 wanderte sie aus und ging zunächst nach Holland und dann in die USA, wo sie 1976 verstarb.[18]
Stolperstein Siegfried Bettmann.jpg Siegfried Bettmann Dantestraße 14, 69115 Weststadt 20. November 2014 Siegfried wurde am 16. Juni 1869 in Bayreuth geboren. 1888 begann er sein Studium der Medizin in Heidelberg. 1893 folgte die Promotion beim Psychiater Emil Kraepelin und schließlich 1897 die Habilitation. Ab 1908 hielt er eine außerordentliche Professur sowie die Position des Direktors der Heidelberger Hautklinik inne. 1919 war er Inhaber des Heidelberger Lehrstuhls für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Am 1. April 1933 kam es, aufgrund seiner jüdischen Herkunft, zum Judenboykott der Praxis. Oktober 1934 beantragte Siegfried die Emeritierung wurde jedoch zum 1. April 1935 in den Ruhestand versetzt. In der Absicht mit seiner Frau Rosa in die USA auszuwandern folgte im März 1939 die Ausreise aus Deutschland über die Schweiz, wo Siegfried am 19. Oktober 1939 in Zürich verstarb.[20][21]
Stolperstein Rosa Bettmann.jpg Rosa Bettmann Rosa Bettmann (geborene Friedmann) wurde am 7. Januar 1881 in Mannheim geboren. Am 30. März emigrierte sie mit ihrem Mann in die Schweiz und nachdem dieser dort verstorben war in die USA.[20]
Stolperstein Anna Maria Bettmann.jpg Dr. Anna Maria Bettmann Anna Maria Bettmann wurde am 8. Juni 1902 geboren.
Stolperstein Gertrud Bettmann.jpg Dr. Gertrud Bettmann Gertrud Bettmann wurde am 9. September 1903 geboren.
Stolperstein Hans-Walter Bettmann.jpg Dr. Hans-Walter Bettmann Hans Walter Bettmann wurde am 16. Dezember 1907 geboren. Er war der Sohn von Siegfried und Rosa Bettmann. Er war als Gerichtsassessor tätig. Nachdem er am 1. April 1933 am Amtsgericht wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen worden war und an der Tür seines Elternhauses das Boykottzeichen vorgefunden hatte, beging er am Heidelberger Bergfriedhof Selbstmord.[20]
Heidelberg Dr. Alfred Baer.png Hier wohnte
Dr. Alfred Baer
Jg. 1884
deportiert 1940
Gurs
tot 2.5.1941
Récébédou
Alfred Baer Dantestraße 24, Weststadt 29. November 2011 Alfred Baer wurde am 10. Oktober 1884 in Heidelberg geboren. Sein Studium der Rechtswissenschaften verbrachte er in Heidelberg, Berlin und München. Am 15. August 1921 heiratete er Klara Deutsch in Mainz. Er war als Landgerichtsrat in Mannheim tätig, bis er am 31. Dezember 1935 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wurde. Am 22. Oktober 1940 wurde er ins Lager Gurs deportiert und am 18. März 1941 ins Lager Récébédou. Dort ist er am 2. Mai 1941 verstorben.[22]
Heidelberg Doris Ellen Baer.png Hier wohnte
Doris Ellen Baer
Jg. 1923
Kindertransport 1939
England
überlebt
Doris Ellen Baer Doris Ellen Lisette Baer wurde am 21. Oktober 1923 in Heidelberg geboren. Sie war die Tochter von Alfred und Klara Baer. Von 1933 bis 1938 besuchte sie ein Gymnasium in Heidelberg. Am 27. März 1939 kam sie mit einem Kindertransport nach Großbritannien. Dort machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und emigrierte später in die USA.[22]
Heidelberg Hans Dieter Baer.png Hier wohnte
Hans Dieter Baer
Jg. 1926
Kindertransport 1939
England
überlebt
Hans Dieter Baer Hans Dieter Maximilian Baer wurde am 20. Oktober 1926, als Sohn von Alfred und Klara Baer, geboren. Von 1933 bis 1938 besuchte er die Volksschule und dann bis 1938 ein Gymnasium in Heidelberg. Mit seiner Schwester Doris kam er am 27. März 1939 mit einem Kindertransport nach Großbritannien. Dort besuchte er bis 1944 die Schule und absolvierte anschließend drei Jahre Militärdienst. 1948 studierte er bis 1951 Chemie und lebte in London.[22]
Heidelberg Klara Baer geb. Deutsch.png Hier wohnte
Klara Baer
geb. Deutsch
Jg. 1895
deportiert 1940
Gurs
ermordet in
Auschwitz
Klara Baer Klara Baer (geborene Deutsch) wurde am 6. September 1895 in Mainz geboren. Mit ihrem Mann Alfred wurde sie im Oktober 1940 in das Lager Gurs deportiert. Sie wurde von ihrem Mann getrennt und wurde am 31. August 1942 nach Auschwitz gebracht. Es wird vermutet das sie dort am 10. September 1942 ermordet wurde.[22]
Stolperstein Heidelberg Dreikönigstr. 15 Heinrich Fehrenz.JPG Hier wohnte
Heinrich Fehrentz
Jg. 1908
verhaftet 1943
Feindsender abgehört
Zuchthaus Stuttgart
hingerichtet 22.12.1943
Heinrich Fehrentz Dreikönigstraße 15, Altstadt 12. Oktober 2010
Ludwig Brummer Stolperstein HD.JPG Hier wohnte
Ludwig Brummer
Zeuge Jehovas
JG. 1920
Kriegsdienst
verweigert
erschossen 3.12.1941
Bobruisk / Russland
Ludwig Brummer Dreikönigstraße 24, Altstadt 12. Oktober 2010
Max Ledermann Endemannstraße 11, Weststadt 28. Juni 2016 Max Ledermann wurde am 8. September 1874 in Hoffenheim geboren. Er war als Kaufmann tätig und zog am 22. Juni 1937 mit seiner Frau Mina nach Heidelberg. Oktober 1940 wurde er mit seiner Frau in das Lager Gurs und am 10. August 1942 nach Auschwitz deportiert. Er wurde am 8. Mai 1945 für tot erklärt.[23]
Mina Ledermann Mina Ledermann (geborene Ascher) wurde am 27. September 1879 in Weikersheim geboren. Sie war mit Max Ledermann verheiratet und als Hausfrau tätig. Zusammen mit ihrem Mann wurde sie zunächst nach Gurs und dann nach Auschwitz deportiert. Sie wurde zum 8. Mai 1945 für tot erklärt.[23]
Abraham Sommer Friedrich-Ebert-Anlage 41, Altstadt 20. November 2014 Abraham Sommer wurde am 3. März 1877 in Freudenberg geboren. Er war als Kaufmann tätig und seit 1892 Inhaber eines Wäsche- und Ausstattungsgeschäftes. Mit dem „Judenboykott“ 1933 kam es zum Geschäftsrückgang, was 1935 zur Verkleinerung und Verlegung des Geschäfts und schließlich zum nur noch in der Wohnung betriebenen Verkaufs führte. Am 9. Dezember 1938 wurde das Geschäft aufgegeben. Abraham wurde Oktober 1940 in das Lager Gurs deportiert, danach vom 20. März 1941 bis zum 10. März 1943 in das Lager Récébédou und Nexon. Am 1. Juni 1943 verstarb er im Hospital in Cornil.[24]
Elsa Sommer Elsa Sommer (geborene Herzfeld) wurde am 17. Oktober 1871 in Bleichroda geboren. Sie war die Ehefrau von Abraham Sommer und die Mutter von Eugen Sommer. Sie ist am 21. Januar 1939 in Heidelberg verstorben.[24]
Eugen-Friedrich Sommer Eugen Sommer wurde am 6. März 1899 in Heidelberg geboren. Er war als Kaufmann tätig und bis 1933 Mitinhaber des Unternehmens seines Vaters Abraham Sommer. Durch die boykottbedingte Verkleinerung des Geschäftes war er von 1933 bis 1938 nur noch als Angestellter im väterlichen Betrieb tätig. Am 2. Februar 1940 emigrierte er nach Uruguay wo er bis 1960 als Handelsvertreter tätig war. Im Mai 1960 kam es zu einer kurzen Rückkehr nach Heidelberg, bis er im Oktober 1961 wieder nach Uruguay zog.[24]
Hermine Fisch Friedrich-Ebert-Anlage 55, Altstadt 20. November 2014 Hermine Fisch (geborene Sternweiler) wurde am 23. April 1880 in Walldorf geboren. Sie war Hausfrau und mit Nathan Fisch verheiratet welcher am 19. Juni 1874 verstarb. Mit diesem hatte sie die beiden Kinder Annu Auguste und Walter Julius. Hermine wurde im Oktober 1940 in das Lager Gurs deportiert. Es folgten weitere Internierungen, so am 21. Februar 1941 in Nizza, am 26. Oktober 1942 in Touluse, am 2. April 1944 in Verner, am 25. Mai 1944 in Drancy und schließlich am 1. Juni 1966 im Konzentrationslager Auschwitz. Sie wurde am 8. Mai 1945 für tot erklärt.[25]
Anni Auguste Fisch Anni Auguste Fisch wurde am 15. Januar 1906 in Heidelberg geboren. Sie war bis 1936 als kaufmännische Angestellte in einer Zigarrenfabrik in Leimen tätig. Am 10. Februar 1937 emigrierte sie in die USA und betätigte sich als Büroangestellte. Sie heiratete und nahm den Nachnamen Leschnik an. Sie ist im Juli 1989 in Queens, New York verstorben.[25]
Walter Julius Fisch Walter Julius Fisch wurde am 16. Februar 1910 in Heidelberg geboren. Er machte 1928 sein Abitur und studierte bis 1931 Betriebswirtschaft in Frankfurt. Seit 1928 war er Funktionär des Kommunistischen Jugendverbands Deutschland und seit 1932 Mitglied der hessischen KPD. Er floh 1933 in die Schweiz, welche ihn 1935 auswies. Bis 1938 hielt er sich in Prag auf und war für die Rote Hilfe tätig. Danach ging er erneut in die Schweiz und war dort von 1939 bis 1944 interniert. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er zurück nach Deutschland und war KPD Abgeordneter in hessischen Landtag. Von 1949 bis 1953 war er Mitglied des ersten deutschen Bundestages. Nach dem Verbot der KPD im Jahre 1956 wurde er zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Walter Julius starb am 21. Dezember 1966.[25]
Stolperstein für Leontine Goldschmidt in Heidelberg.JPG Hier wohnte
Leontine Goldschmidt
Geb. von Portheim
Jg. 1863
vor deportation
Flucht in den Tod
25.08.1942
Leontine Goldschmidt Gaisbergstraße 9, Weststadt 12. Oktober 2010 Die katholisch getaufte Leontine Goldschmidt (geborene Edle von Portheim) wurde am 17. Februar 1863 in Prag geboren. Sie war seit 1888 mit Victor Mordechai Goldschmidt verheiratet und als Hausfrau tätig. Nach dem Tod ihres Mannes 1933 war sie bis zu ihrem 1935 erzwungenen Rücktritt Vorsitzende der Josefine-und-Eduard-von-Portheim-Stiftung für Wissenschaft und Kunst. Sie nahm sich am 25. August 1942, nach der Aufforderung zur Deportation, das Leben.[26]
Dr. Isaak Sussmanowitz Goethestraße 12, Weststadt 20. November 2014 Isaak Sussmanowitz wurde am 20. November 1870 in Garsden geboren. Er war als Facharzt für Allgemeinmedizin in Speyer tätig. 1929 zog er mit seiner Frau Laura nach Heidelberg. Am 22. Oktober wurde er nach Gurs deportiert, wo er am 20. November 1940 verstarb.[27]
Laura Sussmanowitz Laura Sussmanowitz (geborene Metzger) wurde am 12. Februar 1876 in Schwetzingen geboren. Sie heiratete den Arzt Isaak Sussmanowitz und zog mit diesem 1929 nach Heidelberg zu deren Tochter Edith. Von dort wurde sie am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Am 19. Februar 1941 folgte die Verlegung in das Lager Noe und am 18. August 1943 nach Montabaur. 1945 wanderte sie nach Schweden zur Tochter Edith aus. 1966 ist sie in Stockholm verstorben.[27]
Dr. Ernst Max Sussmanowitz Ernst Max Sussmanowitz wurde am 21. Februar 1908, als Sohn von Isaak und Laura Sussmanowitz, in Zeiskam geboren. Er besuchte das Gymnasium in Speyer und absolvierte sein Studium der Medizin in Heidelberg. 1933 war er am Pathologischen Institut in Ludwigshafen tätig. Im gleichen Jahr, nachdem er in Mannheim von NS.Studenten tätlich angegriffen wurde, emigrierte in die Niederlande, wo er die Krankenschwester Irene Teitler kennenlernte und heiratete. 1936 siedelte er in die UdSSR und arbeitete dort in einem Krankenhaus bei Simferopol auf der Krim. 1937 wurde er verhaftet und im Rahmen der stalinistischen politischen Säuberungsaktionen ermordet.[27]
Dr. Edith Székely Edith Székely (geborene Sussmanowitz) wurde am 24. April 1909, als Tochter von Isaak und Laura Sussmanowitz, in Zeiskam geboren. Nach dem Abitur am Realgymnasium in Ludwigshafen, begann sie 1928 ihr Medizinstudium in Heidelberg und Berlin. 1930 wurde sie Vorstandsmitglied der studentischen Gruppe Revolutionärer Sozialisten. Aufgrund dieser Tätigkeit wurde sie 1933 nicht zum Staatsexamen zugelassen. Während ihrer Studienzeit lernte sie in Heidelberg ihren späteren Ehemann Lajos Székely kennen. Am 5. Mai 1933 ging sie in die Schweiz, wo sie in Basel ihr Medizinstudium beendete und am 9. Januar 1934 promovierte. 1934 ging sie in die Niederlande, wo sie bis 1936 am Bakteriologischen Institut der Universität in Amsterdam arbeitete. 1936 folgten sie und ihr Ehemann dem Bruder Max in die UdSSR. Dort war sie am Institut für Bluttransfusionen in Leningrad tätig. Nach dem Mord an ihrem Bruder, flüchtete das Ehepaar 1938 vor den stalinischten Säuberungsaktionen nach Finnland und 1944 nach Schweden. Von 1947 bis 1950 ging sie dort in die psychoanalytische Ausbildung und war danach als Psychoanalytikerin tätig. 1957 machte sie ihr Examen in Gerichtsmedizin und eröffnete eine ärztliche Praxis.[27]
Dr. Lajos Székely Lajos Székely wurde am 24. Oktober 1904 in Budapest geboren. Er war Facharzt für Psychiatrie und war von Juli 1931 bis April 1933 wissenschaftlicher Assistent an der Psychiatrisch-Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg. Dort lernte er seine Frau Edith kennen. Mit dieser reiste er 1933 in die Niederlande aus und war als Assistent in der Universität von Amsterdam tätig. 1936 folgte er mit seiner Frau deren Bruder in die UdSSR. Dort war er bis 1937 Leiter des psychologischen Laboratoriums am Bechterew'schen Institut in Leningrad tätig. 1938 folgte die Flucht nach Finnland und 1944 die Ausreise nach Schweden. Dort arbeitete der im Archiv des psychologischen Institutes der Universität Stockholm. Seit 1947 war er als freiberuflicher Psychologe tätig und verstarb 1995 in Schweden.[27]
Heidelberg Jakob Geissmar.png Hier wohnte
Jakob Geissmar
Jg. 1868
unfreiwillig verzogen
1934 München
deportiert 1942
Theresienstadt
tot 17.12.1948
Jakob Geissmar Graimbergweg 1, Altstadt 16. März 2013 Jakob Geissmar, auch Jakob Geißmar, wurde am 1. November 1868 in Mannheim geboren. Er war als Landgerichtsrat tätig. Im November 1934 zog er im Ruhestand nach Pöcking bei München. Er wurde am 25. Juni 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und ist dort am 17. Dezember 1943 verstorben.[28][29]
Heidelberg Elisabeth Geissmar.png Hier wohnte
Elisabeth Geissmar
geb. Hirsch
Jg. 1880
unfreiwillig verzogen
1934 München
deportiert 1942
Theresienstadt
ermordet 1944
Auschwitz
Elisabeth Geissmar Elisabeth Geissmar, auch Elisabeth Geißmar (geborene Hirsch), wurde am 13. Februar 1880 in Mannheim geboren. Sie war mit Jakob Geißmar verheiratet und zog mit diesem am 30. Juni 1934 nach Pöcking. Mit ihrem Ehemann wurde sie im Juni 1942, zusammen mit ihrem Mann, in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Von dort folgte die Deportation am 12. Oktober 1944 in das KZ Auschwitz. Sie wurde dort ermordet.[28][30]
Heidelberg Martha Geissmar.png Hier wohnte
Martha Geissmar
Jg. 1905
unfreiwillig verzogen
1934 München
Berlin
deportiert 1943
Theresienstadt
ermordet 1944
Auschwitz
Martha Geissmar Martha Geissmar, auch Martha Geißmar, wurde am 30. Mai 1905 in Heidelberg geboren. Sie lebte in München und in Berlin. Am 16. Juni 1943 wurde sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Von dort folgte ihre Deportation am 23. Oktober 1944 in das KZ Auschwitz, wo sie getötet wurde. Am 31. Dezember 1944 wurde sie für tot erklärt.[28][31]
Heidelberg Else Geissmar.png Hier wohnte
Else Geissmar
Jg. 1908
Flucht 1938
USA
überlebt
Else Geissmar
Dr. Ludwig Demuth 06. Februar 2015
Olga Demuth
Gisela Demuth
Hans-Werner Demuth
Heidelberg Isidor Blumberg.png Hier wohnte
Isidor Blumberg
Jg. 1865
deportiert 1940
Gurs
tot 20.12.1940
Isidor Blumberg Handschuhsheimer Landstraße 47a, Neuenheim 06. Februar 2015
Heidelberg Sara Blumberg.png Hier wohnte
Sara Blumberg
Geb.Eisenburg
Jg. 1864
deportiert 1940
Gurs
tot 13.12.1940
Sara Blumberg
Heidelberg Hermann Durlacher.png Hier wohnte
Hermann Durlacher
Jg. 1893
verhaftet 1938
Dachau
deportiert 1940
Gurs
ermordet in
Auschwitz
Hermann Durlacher Hauptstraße 121, Altstadt 12. Oktober 2010
Heidelberg Marta Durchlacher geb. Fischer.png Hier wohnte
Marta Durlacher
Geb.Fischer
Jg. 1897
deportiert 1940
Gurs
ermordet in
Auschwitz
Marta Durlacher
Heidelberg Walter Durlacher.png Hier wohnte
Walter Durlacher
Jg. 1924
Kindertransport 1939
England
überlebt
Walter Durlacher
Heidelberg Ludwig Durchlacher.png Hier wohnte
Ludwig Durlacher
Jg. 1927
Kindertransport 1939
England
überlebt
Ludwig Durlacher
Heidelberg Karl Wertheimer.png Hier wohnte
Karl Wertheimer
Jg. 1915
Flucht 1937
Kolumbien
Karl Wertheimer Hauptstraße 187, Altstadt 06. Februar 2015
Heidelberg Julius Wertheimer.png Hier wohnte
Julius Wertheimer
Jg. 1882
'Schutzhaft’ 1938
Dachau
deportiert 1940
Gurs
tot 19.12.1940
Julius Wertheimer
Heidelberg Klara Wertheimer.png Hier wohnte
Klara Wertheimer
geb. Strauss
Jg. 1881
deportiert 1940
Gurs
tot 25.11.1940
Klara Wertheimer
Heidelberg Fritz Samuel Wertheimer.png Hier wohnte
Fritz Samuel
Wertheimer
Jg. 1924
deportiert 1940
Gurs
interniert Drancy
1943 Auschwitz
ermordet
Fritz Samuel Wertheimer
Jakob Storch Heinrich-Fuchs-Straße 41, Rohrbach 28. Juni 2016
Paula Storch
Klara Storch
Heidelberg Anatolij Bachatschow.png Hier gehenkt
28.8.1944
Anatolij Bachatschow
Jg. 1923
Zwangsarbeiter
verschleppt aus der
Ukraine
Anatolij Bachatschow Heinrich-Fuchs-Straße 96, Rohrbach 15. März 2013
Heidelberg Aleksej Bjelow.png Hier gehenkt
28.8.1944
Aleksej Bjelow
Jg. 1922
Zwangsarbeiter
Waggonfabrik Fuchs
verschleppt aus
Russland
Aleksej Bjelow
Heidelberg Pawel Chrebor.png Hier gehenkt
28.8.1944
Pawel Chrebor
Jg. 1923
Zwangsarbeiter
verschleppt aus der
Ukraine
Pawel Chrebor
Heidelberg Nikolaj Ewdokimow.png Hier gehenkt
28.8.1944
Nikolaj
Ewdokimow
Jg. 1924
Zwangsarbeiter
Waggonfabrik Fuchs
verschleppt aus
Russland
Nikolaj Ewdokimow
Heidelberg Wasilij Skorkin.png Hier gehenkt
28.8.1944
Wasilij Skorkin
Jg. 1925
Zwangsarbeiter
Waggonfabrik Fuchs
verschleppt aus
Russland
Wasilij Skorkin
Heidelberg Dr. Anna Hamburger.png Hier wohnte
Dr. Anna
Hamburger
Jg. 1873
deportiert 1940
Gurs
Flucht 1941
USA
überlebt
Anna Hamburger Helmholtzstr. 18, Neuenheim 17. März 2013
Heidelberg Dr. Klara Hamburger.png Hier wohnte
Dr. Klara
Hamburger
Jg. 1873
deportiert 1940
Gurs
Flucht 1941
USA
überlebt
Klara Hamburger
Heidelberg Maja Bitsch.png Hier wohnte
Maja Bitsch
Jg. 1926
eingewiesen 1937
Pflegeanstalt Mosbach
′verlegt’ 17.9.1940
Grafeneck
ermordet 17.9.1940
Aktion T4
Maja Bitsch Im Schaffner 6, Pfaffengrund 15. November 2012
Heidelberg Ferdinand Hochherr.png Hier wohnte
Ferdinand
Hochherr
Jg. 1873
Flucht 1939 Holland
interniert Westerbork
deportiert 1943
Sobibor
ermordet 13.3.1943
Ferdinand Hochherr Kaiserstraße 29, Weststadt 15. November 2012
Heidelberg Eva Hochherr geb. Mainzer.png Hier wohnte
Eva Hochherr
geb. Mainzer
Jg. 1884
Flucht 1939 Holland
interniert Westerbork
deportiert 1943
Sobibor
ermordet 23.7.1943
Eva Hochherr
Heidelberg Jella Hochherr.png Hier wohnte
Jella Hochherr
Jg. 1907
Flucht 1939
USA
überlebt
Jella Hochherr
Heidelberg Erika Hochherr.png Hier wohnte
Erika Hochherr
Jg. 1909
Flucht 1936
Holland
1943 Schweiz
überlebt
Erika Hochherr
Heidelberg Hermann Böning.png Hier wohnte
Hermann Böning
Jg. 1894
verhaftet 5.8.1933
'Vorbereitung zum
Hochverrat’ 1935
Zuchthaus Bruchsal
1936 Hohenasperg
tot in Haft
2.10.1939
Hermann Böning Kaiserstraße 42, Weststadt 29. November 2011
Else Kahn Karlsruher Straße 19, Rohrbach 28. Juni 2016
Karoline Kahn
Anselm Kahn
Clementine Kahn
Heidelberg Käthe Seitz geb. Brunnemer.png Hier wohnte
Käthe Seitz
geb. Brunnemer
Jg. 1894
Widerstandsgruppe
Lechleiter
verhaftet 1942
'Hochverrat'
Volksgerichtshof
hingerichtet 15.9.1942
Käthe Seitz Karlsruher Straße 46, Rohrbach 29. November 2011
Heidelberg Alfred Seitz.png Hier wohnte
Alfred Seitz
Jg. 1903
Widerstandsgruppe
Lechleiter
verhaftet 1942
'Hochverrat'
Volksgerichtshof
hingerichtet 15.9.1942
Alfred Seitz
Rosalie Himmelstern Kirschgartenstraße 21, Rohrbach 28. Juni 2016
Heidelberg Alfred Mombert.png Hier wohnte
Alfred Mombert
Jg. 1872
deportiert 1940
Gurs
Flucht 1941
Schweiz
überlebt
Alfred Mombert Klingenteichstraße 6, Altstadt 17. März 2013
Heidelberg Ella Gutman.png Hier wohnte
Ella Gutman
geb. Mombert
Jg. 1868
deportiert 1940
Gurs
Flucht 1941
Schweiz
überlebt
Ella Gutman
Heidelberg Leopold Oppenheimer.png Hier wohnte
Leopold Oppenheimer
Jg. 1875
deportiert 1940
Gurs
tot 23.11.1940
Leopold Oppenheimer Marktplatz 7, Altstadt 16. März 2013
Heidelberg Babette Oppenheimer geb. Maier.png Hier wohnte
Babette Oppenheimer
geb. Maier
Jg. 1877
deportiert 1940
Gurs
tot 1.9.1944
Perigueux
Babette Oppenheimer
Heidelberg Dr. Johanna Geissmar.png Hier wohnte
Dr. Johanna
Geissmar
Jg. 1877
unfreiwillig verzogen
1934 Bärental
1935 Saig
deportiert 1940
Gurs
ermordet 1942
Auschwitz
Johanna Geissmar Moltkestraße 6, Neuenheim 16. März 2013 Dr. Johanna Geissmar, wurde am 7. Dezember 1877 in Mannheim geboren. Sie war die Schwester des Jakob Geißmar. Ihr Großvater war der Sinsheimer Rabbiner David Jakob Geismar. 1909 begann sie in Heidelberg ihr Studium der Medizin. Im Ersten Weltkrieg war sie im Lazarettdienst tätig. Nach dem Krieg eröffnete sie 1920 eine Kinderarztpraxis, bis es 1933 zum Entzug der Kassenzulassung und der Praxisaufgabe kam, woraufhin sie in den Schwarzwald nach Saig zog. Am 22. Oktober 1942 wurde sie nach Gurs deportiert und am 12. August 1942 in das KZ Auschwitz. Offiziell wurde sie am 8. Mai 1945 für tot erklärt. Als Todestag wird ihr Ankunftstag in Auschwitz-Birkenau festgehalten: der 14. August 1942.[28][32]
Heidelberg Julie Jankau.png Hier wohnte
Julie Jankau
Jg. 1863
deportiert 1940
Gurs
tot 6.3.1942
Recebedou
Julie Jankau Plöck 34, Altstadt 16. März 2013
Heidelberg Friedrich Seligmann.png Bäckerei Seligmann
hier wohnte
und arbeitete
Friedrich Seligmann
Jg. 1881
Flucht 1938
Uruguay
überlebt
Friedrich Seligmann
Heidelberg Flora Seligmann geb. Hirsch.png Hier wohnte
und arbeitete
Flora Seligmann
geb. Hirsch
Jg. 1887
Flucht 1938
Uruguay
überlebt
Flora Seligmann
Heidelberg Ludwig Seligmann.png Hier wohnte
und arbeitete
Ludwig Seligmann
Jg. 1910
Flucht 1935
Uruguay
überlebt
Ludwig Seligmann
Heinrich Wahl Rathausstraße 3, Rohrbach 28. Juni 2016
Cecilie Wahl
Nathan Wolff Rathausstraße 10, Rohrbach 28. Juni 2016
Sophie Wolff
Karl Mayer Rathausstraße 41, Rohrbach 28. Juni 2016
Berta Mayer
Irma Mayer
Johanna Mayer
Ruth Mayer
Sigmund Beer Rathausstraße 64, Rohrbach 28. Juni 2016
Berta Beer
Ernst Beer
Heidelberg Albert Kaufmann.png Hier wohnte
Albert Kaufmann
Jg. 1907
verhaftet 1938
Dachau
deportiert 1940
Gurs
ermordet 4.12.1942
Auschwitz
Albert (Israel) Kaufmann Rohrbacher Straße 18, Weststadt 28. November 2011 Geboren am 4. Juni 1907 in Heidelberg. Ermordet in Auschwitz am 4. Dezember 1942.[33]
Heidelberg Gerda Kaufmann geb. Fleischhacker.png Hier wohnte
Gerda Kaufmann
geb. Fleischhacker
Jg. 1913
deportiert 1940
Gurs
ermordet in
Auschwitz
Gerda Kaufmann
Heidelberg Karoline Kaufmann geb. Hess.png Hier wohnte
Karoline Kaufmann
geb. Hess
Jg. 1868
deportiert 1940
Gurs
befreit/überlebt
Karoline Kaufmann
Heidelberg Ludwig Kaufmann.png Hier wohnte
Ludwig Kaufmann
Jg. 1911
deportiert 1940
Gurs
ermordet in
Auschwitz
Ludwig Kaufmann
Heidelberg Alfred Flor.png Hier wohnte
Alfred Flor
Jg. 1920
verhaftet 1938
Dachau Flucht 1940
Palästina
überlebt
Alfred Flor
Heidelberg Ludwig Snopek.png Hier wohnte
Ludwig Snopek
Jg. 1871
Flucht 1940
USA
überlebt
Ludwig Snopek Rohrbacher Str. 51, Weststadt 17. März 2013
Heidelberg Sara Snopek geb. Isaak.png Hier wohnte
Sara Snopek
geb. Isaak
Jg. 1867
Flucht 1940
USA
überlebt
Sara Snopek
Heidelberg Betty Snopek.png Hier wohnte
Betty Snopek
Jg. 1899
deportiert 1940
Gurs
ermordet 1942
Auschwitz
Betty Snopek
Paula Schwarz Rohrbacherstraße ?, Weststadt 28. Juni 2016
Rudolf Schwarz
Heidelberg - Stolpersteine Adolf David Freund.jpg Hier wohnte
Adolf David Freund
Jg. 1887
verhaftet 1938
Dachau
deportiert 1940
Gurs
tot 28.12.1940
Adolf David Freund Rohrbacherstraße 77a, Weststadt 29. November 2011
Heidelberg - Stolpersteine Amalie Freund.jpg Hier wohnte
Amalie Freund
Jg. 1920
Flucht 1938
USA
überlebt
Amalie Freund
Heidelberg - Stolpersteine Clara Freund.jpg Hier wohnte
Clara Freund
geb. Dornberger
Jg. 1884
Flucht 1940
USA
überlebt
Clara Freund
Heidelberg - Stolpersteine Heinrich Freund.jpg Hier wohnte
Heinrich Freund
Jg. 1925
Flucht 1940
USA
als amerik. Soldat
tot 25.12.1944 im
Ärmelkanal
Heinrich Freund
Clara Nägele Sankt-Vitus-Gasse 30, Handschuhsheim 28. Juni 2016
Heidelberg Bruno Oppenheimer.png Hier wohnte
Bruno Oppenheimer
Jg. 1904
eingewiesen 1922
Heilanstalt Kork
'verlegt’ 23.10.1940
Grafeneck
ermordet 23.10.1940
Aktion T4
Bruno Oppenheimer Sofienstraße 1, Altstadt 15. November 2012
Heidelberg Gustav Hochherr.png Hier wohnte
Gustav Hochherr
Jg. 1872
deportiert 1940
Gurs
tot 21.12.1941
Gustav Hochherr Uferstraße 20, Neuenheim 15. November 2012
Heidelberg Frieda Hochherr geb. Carlebach.png Hier wohnte
Frieda Hochherr
geb. Carlebach
Jg. 1882
deportiert 1940
Gurs
1942 Auschwitz
ermordet
Frieda Hochherr
Heidelberg Alice Hochherr.png Hier wohnte
Alice Hochherr
Jg. 1912
Flucht/
USA
überlebt
Alice Hochherr
Heidelberg Ilse Weil geb. Hochherr.png Hier wohnte
Ilse Weil
geb. Hochherr
Jg. 1906
gedemütigt / entrechtet
tot 1937
Ilse Weil
Heidelberg Ingeborg Weil.png Hier wohnte
Ingeborg Weil
Jg. 1929
Flucht 1939
USA
überlebt
Ingeborg Weil
Heidelberg Arthur Weil.png Hier wohnte
Arthur Weil
Jg. 1897
'Schutzhaft’ 1938
Dachau
Flucht 1939
USA
überlebt
Arthur Weil
Heidelberg Julius Weil.png Hier wohnte
Julius Weil
Jg. 1864
deportiert 1940
Gurs
tot 5.3.1943
Julius Weil
Heidelberg Anneliese Weil geb. Weil.png Hier wohnte
Anneliese Weil
geb. Weil
Jg. 1910
Flucht 1939
USA
überlebt
Anneliese Weil
Dr. Friedrich Müller Weberstraße 5, Neuenheim 20. November 2014
Erna Müller
Lucia Kuhn Weberstraße 7, Neuenheim 20. November 2014
Werner Kuhn
Heidelberg Salomon Deutsch.png Hier wohnte
Salomon Deutsch
Jg. 1893
ausgewiesen 1940
Ungarn
interniert Budapest
deportiert 1944/45
ermordet in
Auschwitz
Salomon Deutsch Werderstraße 17, Neuenheim 15. November 2012
Heidelberg Paula Deutsch geb. Frankenthal.png Hier wohnte
Paula Deutsch
geb. Frankenthal
Jg. 1900
ausgewiesen 1940
Ungarn
interniert Budapest
deportiert 1944/45
ermordet in
Auschwitz
Paula Deutsch
Stolpersteine für Jeanette Schneider, Adele Bock, Dr. Maximilian Neu und Louise Neu in Heidelbeg.JPG Hier wohnte
Dr. Maximilian Neu
Jg. 1877
vor Deportation
Flucht in den Tod
22.10.1940
Maximilian Neu Zähringerstraße 15, Weststadt 28. November 2011
Hier wohnte
Louise Neu
Geb. Baruch
Jg. 1885
vor Deportation
Flucht in den Tod
22.10.1940
Louise Neu
Hier wohnte
Jeanette Schneider
Geb. Bock
Jg. 1868
deportiert 1940
Gurs
befreit / überlebt
Jeanette Schneider
Hier wohnte
Adele Bock
Jg. 1874
deportiert 1940
Gurs
befreit / überlebt
Adele Bock
Heidelberg Gustav Bopp.png Hier wohnte
Gustav Bopp
Jg. 1879
Zeuge Jehovas
Sondergerichtsurteil 1937
'Sicherungsverwahrung'
1937 KZ Kislau
'Schutzhaft’ 1937
Dachau
tot 12.7.1941
Gustav Bopp Zähringerstraße 25, Weststadt 28. November 2011
Heidelberg Julius Rinklin.png Hier wohnte
Julius Rinklin
Jg. 1903
Zeuge Jehovas
verhaftet 1937
Verbreitung biblischer
Literatur
1937 Kislau
Dachau
tot 10.6.1938
Julius Rinklin Ziegelhäuser Landstraße 31, Neuenheim 15. November 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stolpersteine in Heidelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Initiative Heidelberger Stolpersteine - Albert Fritz (1899 - 1943). Abgerufen am 6. Januar 2017. (PDF)
  2. Norbert Giovannini; Claudia Rink; Frank Moraw: Erinnern, bewahren, gedenken : die jüdischen Einwohner Heidelbergs und ihre Angehörigen 1933 - 1945. Das Wunderhorn, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-88423-353-5, S. 267.
  3. Stadt Mannheim - Mahnmal Namensverzeichnis. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  4. a b c Initiative Heidelberger Stolpersteine - Albert-Mays-Straße 11a, Heidelberg-Weststadt. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  5. a b Norbert Giovannini; Claudia Rink; Frank Moraw: Erinnern, bewahren, gedenken : die jüdischen Einwohner Heidelbergs und ihre Angehörigen 1933 - 1945. Das Wunderhorn, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-88423-353-5, S. 174.
  6. a b c Norbert Giovannini; Claudia Rink; Frank Moraw: Erinnern, bewahren, gedenken : die jüdischen Einwohner Heidelbergs und ihre Angehörigen 1933 - 1945. Das Wunderhorn, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-88423-353-5, S. 242.
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