Liste der Stolpersteine in Tönisvorst

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Die Liste der Stolpersteine in Tönisvorst enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Projekts von Gunter Demnig in Tönisvorst verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Tönisvorst lebten und wirkten.

Verlegte Stolpersteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adresse Verlege-
datum
Person, Inschrift Bild Anmerkung
Hochstraße 65
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01. August 2011[1] Hier wohnte
Michael Kaufmann
Jg. 1862
Deportiert 1942
Theresienstadt
Ermordet in
Treblinka
Stolperstein für Michael Kaufmann
Michael Abraham Kaufmann[2][3][4] wurde am 22.09.1862 als Sohn von Abraham Kaufmann und Sara Meyer[5] in St. Tönis (heute Tönisvorst) geboren. Am 25.07.1942 wurde er - mit seiner Ehefrau Henriette - ab Düsseldorf nach Theresienstadt, weiter am 21.09.1942 nach Treblinka deportiert und dort ermordet.
Hochstraße 65
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01. August 2011 Hier wohnte
Henriette Kaufmann
geb. Fischbein
Jg. 1868
Deportiert 1942
Theresienstadt
Ermordet in
Treblinka
Stolperstein für Henriette Kaufmann
Henriette Fischbein[6][7][8][9] wurde am 13.11.1868 in Erwitte geboren. Am 25.07.1942 wurde sie - mit ihrem Ehemann Michael - ab Düsseldorf nach Theresienstadt, weiter am 21.09.1942 nach Treblinka deportiert und dort ermordet.
Hochstraße 65
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01. August 2011 Hier wohnte
Selma Fischbein
Jg. 1893
Deportiert 1941
Ermordet in
Minsk
Stolperstein für Selma Fischbein
Selma Fischbein[10] (später Eckstein)[11] wurde im Jahr 1893 geboren, 1941 wurde sie deportiert und in Minsk ermordet.
Hochstraße 67
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01. August 2011 Hier wohnte
Erich Falk
Jg. 1905
Flucht 1936
Südamerika
???
Stolperstein für Erich Falk
Erich Falk wurde 1905 als Sohn von Siegmund und Henriette Falk, geb. Gans geboren, im Jahr 1936 gelang ihm die Flucht nach Südamerika, dort verliert sich die Spur.
Hochstraße 67
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01. August 2011 Hier wohnte
Henriette Falk
geb. Gans
Jg. 1876
Deportiert 1942
Theresienstadt
befreit/überlebt
Stolperstein für Henriette Falk
Henriette Gans wurde im Jahr 1876 geboren, sie heiratete Siegmund Falk, aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor: Erich (* 1905) und Max (* 1908). Im Jahr 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert. Sie hat überlebt, wurde befreit und kehrte nach St. Tönis zurück. Sie verzog im Jahr 1953 nach Krefeld[12].
Hochstraße 67
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01. August 2011 Hier wohnte
Max Falk
Jg. 1908
Verhaftet 1938
Sachsenhausen
Flucht 1938 Holland
Interniert Westerbork
Deportiert 1944
Ermordet 19.3.1945
Buchenwald
Stolperstein für Max Falk
Max Falk[13][14][15] wurde am 23.02.1908 in Sankt-Tönis, Rheinprovinz als Sohn von Siegmund und Henriette Falk, geb. Gans geboren. Im Jahr 1938 wurde er verhaftet und vom 21.06.1938 bis zum 20.10.1938 in Sachsenhausen inhaftiert. Am 21.11.1938 gelang ihm die Flucht nach Holland mit dem Ziel Peru[16], nach dem Einmarsch der Nazis wurde er vom 20.03.1940 bis zum 04.09.1944 in Westerbork interniert. Danach ging es in das Ghetto von Theresienstadt, am 29.09.1944 nach Auschwitz und am 06.02.1945 nach Buchenwald. Dort hatte er die Haftnummer "8690" und wurde am 19.03.1945 in Langenstein-Zwieberge ermordet.
Hochstraße 67
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01. August 2011 Hier wohnte
Siegmund Falk
Jg. 1869
Deportiert 1942
Theresienstadt
befreit/überlebt
Stolperstein für Siegmund Falk
Siegmund Falk[17] wurde 1869 in St. Tönis geboren, er war mit Henriette Gans verheiratet - sie hatten zwei Söhne: Erich (* 1905) und Max (* 1908). Im Jahr 1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert. Er hat überlebt, wurde befreit und kehrte nach St. Tönis zurück und starb dort am 15.10.1949[18].


Hochstraße 67
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01. August 2011 Hier wohnte
Albrecht Marchand
Jg. 1892
'Schutzhaft' 1938
Dachau
Deportiert 1941
Riga
???
Stolperstein für Albrecht Marchand
Albrecht Marchand[19][20][21] wurde am 09.04.1892 in Wesel geboren, er heiratete Ida Falk. Er wurde am 14.03.1934 nach Oberhausen abgemeldet[22]. Nach einer "Schutzhaft" in Dachau vom 17.11.1938 bis zum 12.01.1939 wurde er am 11.12.1941 über Düsseldorf nach Riga deportiert - dort verliert sich seine Spur.
Hochstraße 67
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01. August 2011 Hier wohnte
Ida Marchand
geb. Falk
Jg. 1906
Deportiert 1941
Riga
1944 Stutthof
???
Stolperstein für Ida Marchand
Ida Falk[23][24][25] wurde am 12.07.1910 in St. Tönis geboren. Sie war mit Albrecht Marchand verheiratet. Am 11.12.1941 wurde sie über Düsseldorf nach Riga deportiert und am 01.10.1944 nach Stutthof verbracht - dort verliert sich ihre Spur.
Clevenstraße 17
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10. Dezember 2013[26] Hier wohnte
Benjamin Horn
Jg. 1855
Gedemütigt/Entrechtet
Tot 16.4.1941
Stolperstein für Benjamin Horn
Benjamin Horn[27] wurde 1855 geboren und war mit Elfriede Schreiber verheiratet. Sie hatten vier Söhne: Carl (* 1892), Max (*07.02.1897 - nach Köln verzogen), Joseph (* 1898) und Paul (*27.12.1893 - nach Köln verzogen). Er war im Vorstand der Synagogengemeinschaft, Mitgründer der Vorster Feuerwehr, weiterhin im Turnverein und in der Kegelgesellschaft aktiv. Nach der Zerstörung seiner Metzgerei in der Kristallnacht starb er kurz vor seiner bevorstehenden Deportation am 16.04.1941.
Clevenstraße 17
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10. Dezember 2013 Hier wohnte
Carl Horn
Jg. 1892
Flucht 1939
Ecuador
Überlebt
Stolperstein für Carl Horn
Carl Horn (in einer anderen Quelle "Karl" genannt) wurde 1892 als Sohn von Benjamin und Elfriede Horn, geb. Schreiber geboren. Im Juli 1939 gelang ihm mit einigen Familienmitgliedern die Flucht nach Guayaquil, Ecuador, die Familie ließ sich in Ambato nieder, wo er eine Metzgerei eröffnete. Im Jahr 1946 verließen Carl und seine Frau Irene Horn, geb. Eckstein und ihre beiden Söhnen Walter (* 1922) und Werner (* 1926) Ecuador und ließen sie sich in Seattle nieder.
Clevenstraße 17
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10. Dezember 2013 Hier wohnte
Elfriede Horn
ge. Schreiber
Jg. 1858
Deportiert 1942
Theresienstadt
Ermordet 18.10.1942
Stolperstein für Elfriede Horn
Elfriede Horn, geb. Schreiber[28][29][30][31][32] wurde am 04.12.1858 in Oelde geboren. Sie war mit Benjamin Horn verheiratet und hatte vier Söhne: Carl (* 1892), Max (*07.02.1897 - nach Köln verzogen), Joseph (* 1898) und Paul (*27.12.1893 - nach Köln verzogen). Ihre letzte Wohnadresse war in Vorst, sie wurde mit dem Transport VII/2, nr. 542 am 25.07.1942 von Düsseldorf nach Theresienstadt deportiert und dort am 18.10.1942 ermordet.
Clevenstraße 17
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10. Dezember 2013 Hier wohnte
Irene Horn
geb. Eckstein
Jg. 1901
Flucht 1939
Ecuador
Überlebt
Stolperstein für Irene Horn
Irene Eckstein[33] wurde 1901 geboren und war mit Carl Horn verheiratet. Sie hatten zwei Söhne: Walter (* 1922) und Werner (* 1926). Im Juli 1939 gelang ihr mit einigen Familienmitgliedern die Flucht nach Guayaquil, Ecuador, die Familie ließ sich in Ambato nieder. Im Jahr 1946 verließen sie mit ihrem Ehemann und den beiden Söhnen Ecuador und ließen sie sich in Seattle nieder.
Clevenstraße 17
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10. Dezember 2013 Hier wohnte
Joseph Horn
Jg. 1898
'Schutzhaft' 1938
Dachau
Flucht 1939
Neuseeland
Überlebt
Stolperstein für Joseph Horn
Joseph Horn wurde 1898 als Sohn von Benjamin und Elfriede Horn, geb. Schreiber geboren. Nach einer "Schutzhaft" in Dachau (1938) gelang ihm 1939 die Flucht nach Neuseeland.
Clevenstraße 17
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10. Dezember 2013 Hier wohnte
Martha Horn
geb. Hirsch
Jg. 1908
Flucht 1939
Neuseeland
Überlebt
Stolperstein für Martha Horn
Martha Hirsch[34] wurde am 04.05.1905 in Kempen als älteste Tochter von Isidor Hirsch und seiner Ehefrau Johanna Kaufmann geboren. Sie verbrachte ein Jahr auf der Höheren Webschule Crefeld (eine Vorläufer-Einrichtungen der Hochschule Niederrhein), arbeitete dann - mit ihrer Freundin Erna Servos - im jüdischen Kinderheim in Köln. Am 18.03.1939 heiratete sie Joseph Horn aus Vorst, mit dem sie 1939 nach Dunedin/Neuseeland auswandern konnte. Martha starb am 18.10.2005 in Auckland.
Clevenstraße 17
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10. Dezember 2013 Hier wohnte
Walter Horn
Jg. 1922
'Schutzhaft' 1938
Dachau
Flucht 1939
Ecuador
Überlebt
Stolperstein für Walter Horn
Walter Horn[35] wurde am 17.01.1922 in Vorst als Sohn von Carl und Irene Horn, geb. Eckstein geboren. Er wurde am 16.11.1938 in Dachau in "Schutzhaft" genommen und am 17.01.1939 entlassen. Im Juni 1938 gelang ihm mit einigen Familienmitgliedern die Flucht nach Ecuador, wo es 1946 weiter nach Seattle, USA ging. Walter Horn starb am 30.04.1999 in Glen Ellen, USA.
Clevenstraße 17
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10. Dezember 2013 Hier wohnte
Werner Horn
Jg. 1926
Flucht 1939
Ecuador
Überlebt
Stolperstein für Werner Horn
Werner Horn wurde im Jahr 1926 als Sohn von Carl und Irene Horn, geb. Eckstein geboren. Im Juni 1938 gelang ihm mit einigen Familienmitgliedern die Flucht nach Ecuador, wo es 1946 weiter nach Seattle, USA ging.
Clevenstraße 7
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28. Februar 2015[36] Hier wohnte
Alice Willner
Jg. 1922
Flucht 1938
Argentinien
Stolperstein für Alice Willner
Alice Willner wurde im Jahr 1922 als Tochter von Ernst und Berta Willner, geb. Harff geboren. Im Jahr 1938 gelang der Familie die Flucht nach Argentinien.
Clevenstraße 7
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28. Februar 2015 Hier wohnte
Bertha Willner
geb. Harff
Jg. 1901
Flucht 1938
Argentinien
Stolperstein für Bertha Willner
Berta Harff wurde im Jahr 1901 geboren, sie heiratete Ernst Willner. Sie hatten zwei Kinder: Alice (* 1922) und Helmut (* 1923). Im Jahr 1938 gelang der Familie die Flucht nach Argentinien, dort verliert sich die Spur.
Clevenstraße 7
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28. Februar 2015 Hier wohnte
Ernst Willner
Jg. 1889
Flucht 1938
Argentinien
Stolperstein für Ernst Willner
Ernst Willner[37] wurde im Jahr 1889 geboren, Schuhhändler aus Vorst. Er heiratete Berta Harff, sie hatten zwei Kinder: Alice (* 1922) und Helmut (* 1923). Im Jahr 1938 gelang der Familie die Flucht nach Argentinien, dort verliert sich die Spur.
Clevenstraße 7
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28. Februar 2015 Hier wohnte
Helmut Willner
Jg. 1923
Flucht 1938
Argentinien
Stolperstein für Helmut Willner
Helmut Willner wurde im Jahr 1923 als Sohn von Ernst und Berta Willner, geb. Harff geboren. Im Jahr 1938 gelang der Familie die Flucht nach Argentinien.
Steinpfad 4
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28. Februar 2015 Hier wohnte
Hermann Katz
Jg. 1858
Opfer des Pogroms
Misshandelt
Tot an den Folgen
6.2.1939
Stolperstein für Hermann Katz
Hermann Katz wurde 1858 geboren, Textilwarenhändler aus Vorst. Bei der Pogromnacht 1938 wurde er derart schwer verletzt, dass er am 06.02.1939 an den Folgen verstarb.
St. Töniser Str. 6
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28. Februar 2015 Hier wohnte
Adele Willner
Geb. Kaufmann
Jg. 1897
Flucht 1938
Argentinien
Stolperstein für Adele Willner
Adele Kaufmann wurde im Jahr 1897 geboren, sie heiratete Leo Willner. Sie hatten zwei Kinder: Trude (* 1921) und Benno (* 1925). Die Familie floh 1938 noch rechtzeitig nach Argentinien, lebten in Buenos Aires.
St. Töniser Str. 6
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28. Februar 2015 Hier wohnte
Benno Willner
Jg. 1925
Flucht 1938
Argentinien
Stolperstein für Benno Willner
Benno Willner wurde im Jahr 1925 als Sohn von Leo und Adele Willner, geb. Kaufmann geboren. Die Familie floh 1938 noch rechtzeitig nach Argentinien, lebten in Buenos Aires.
St. Töniser Str. 6
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28. Februar 2015 Hier wohnte
Leo Willner
Jg. 1886
Flucht 1938
Argentinien
Stolperstein für Leo Willner
Leo Willner[38] arbeitete als Viehhändler, war Mitglied im Turnverein und bei der Freiwilligen Feuerwehr. Er und seine Familie (Ehefrau Adele, die Kinder Trude (* 1921) und Benno (* 1925)) flohen dann noch rechtzeitig nach Argentinien, lebten in Buenos Aires.
St. Töniser Str. 6
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28. Februar 2015 Hier wohnte
Trude Willner
Jg. 1921
Flucht 1938
Argentinien
Stolperstein für Trude Willner
Trude Willner wurde im Jahr 1921 als Tochter von Leo und Adele Willner, geb. Kaufmann geboren. Die Familie floh 1938 noch rechtzeitig nach Argentinien, lebten in Buenos Aires.
Vossenhütte 16
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28. Februar 2015 Hier wohnte
Josef Vogel
Jg. 1918
Seit 14.10.1943
Mehrere Heilanstalten
'Verlegt' 1944
Meseritz-Obrawalde
Ermordet 5.6.1944
Stolperstein für Josef Vogel
Josef Vogel[39] wurde am 7. März 1918 in Vorst als Sohn von Alois und Gertrud Vogel, geb. Esser geboren. Er litt wahrscheinlich an Epilepsie und sei am 14. Oktober 1943 in das Alexianer-Kloster nach Krefeld gebracht und von dort aus in das Lager Meseritz Orawalde bei Posen. Dort soll er am 5. Juni 1944 ermordet worden sein.
Dellstraße 17
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28. Februar 2015 Hier wohnte
Johannes Bossinger
Jg. 1896
Im Widerstand/KPD
Verhaftet 1933
Gefängnis Anrath
Entlassen 1934
Überlebt
Stolperstein für Johannes Bossinger
Johannes Bossinger[40] war ein KPD-Funktionär aus Vorst, der 1933 verhaftet wurde. Er saß ein Jahr in Anrath im Gefängnis, ohne Anklage, ohne Prozess, 1934 wurde er entlassen. Von den Grausamkeiten der Nationalsozialisten hat er sich nie erholt, seinen Willen und seine politische Überzeugung konnte aber nicht gebrochen werden. Nach dem Ende des Krieges engagierte sich wieder in der Gewerkschaft und im neuen Vorster Gemeinderat.
Lindenallee 23
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10. Dezember 2013[41] Hier wohnte
Julia Horn
Jg. 1860
Deportiert 1942
Theresienstadt
Ermordet 27.8.1942
Stolperstein für Julia Horn
Julia Horn[42][43][44][45] wurde am 25.04.1860 in Vorst geboren. Ihre letzte Wohnadresse war Vorst, sie wurde am 25.07.1942 mit dem Transport VII/2, nr. 544 über Düsseldorf nach Theresienstadt deportiert und dort am 27.08.1942 ermordet.
Lindenallee 23
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10. Dezember 2013 Hier wohnte
Berta Rosenberg
Geb. Horn
Jg. 1857
Deportiert 1942
Theresienstadt
Ermordet 23.1.1943
Stolperstein für Berta Rosenberg
Berta Rosenberg, geb. Horn[46][47][48] wurde am 25.03.1857 in Vorst geboren. Ihr letzter Wohnort war Vorst, sie wurde am 25.07.1942 im Transport VII/2, nr. 810 über Düsseldorf nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 23.01.1943 ermordet wurde.
Lindenallee 23
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10. Dezember 2013 Hier wohnte
Martha Rosenberg
Jg. 1897
Deportiert 1941
Riga
Ermordet Jan. 1942
Stolperstein für Martha Rosenberg
Martha Rosenberg[49][50][51] wurde am 09.11.1897 in Düsseldorf geboren, sie am 11.12.1941 nach Riga deportiert und dort im Januar 1942 ermordet.
Markt 7
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28. Februar 2015 Hier predigte 19.4.1942
Kaplan
Theodor Kniebeler
Jg. 1909
Verurteilt 1943
'Kanzelmissbrauch'
Urteil Ausgesetzt
Zur 'Frontbewährung'
Verwundet
Tot 2.4.1944
Stolperstein für Kaplan Theodor Kniebeler
Kaplan Theodor Kniebeler[52][53] wurde am 28.8.1909 als Sohn des Ehepaares Franz Kniebeler und Helene, geb. Crombach in Eschweiler geboren. Am 26.07.1936 wurde er in Aachen zum Priester geweiht. Er war als Kaplan in Obermaubach und Vorst tätig. Im April 1940 protestierte er in einer Predigt gegen eine Filmveranstaltung einer Gaufilmstelle am Weißen Sonntag. Im Dezember 1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen.

Ab August 1941 war er an der Ostfront als Kriegspfarrer und später als Sanitäter eingesetzt. Am 19. April 1942 hielt er während eines Heimaturlaubs in Vorst zwei Predigten. In beiden berichtete von seinen Fronterfahrungen, z. B. davon, dass die SS mit Waffengewalt Klöster stürme, wozu kein besonderer Mut gehöre. Er sagte: „Diese Leute sollten ihren Mut besser draußen an der Front unter Beweis stellen.“ Er wurde wegen Wehrkraftzersetzung und wegen Kanzelmissbrauch[54] angeklagt; das Schlussverfahren war am 20. Januar 1943 vor dem Reichsgericht. Ihm drohte die Todesstrafe. Er wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, bald aber „zur Bewährung“ als Soldat an die Ostfront geschickt und dort in vorderster Front eingesetzt. Er wurde am 13. März 1944 schwer verwundet (Bauchschuss[54]), starb am 2. April 1944 in einem Militär-Lazarett in Ostpreußen und wurde auf dem Friedhof Suwałki (damals Sudauen) bestattet.[55]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stolpersteine in Tönisvorst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. wz.de "Sieben neue Stolpersteine"
  2. Familienbuch Euregio: Michael Kaufmann
  3. bundesarchiv.de: Michael Kaufmann
  4. yadvashem.org: Michael Kaufmann
  5. Familienbuch Euregio: Abraham Kaufmann und Sara Meyer
  6. holocaust.cz: Henriette Kaufmann
  7. bundesarchiv.de: Henriette Kaufmann
  8. yadvashem.org: Henriette Kaufmann
  9. yadvashem.org (2): Henriette Kaufmann
  10. yadvashem.org: Selma Fischbein
  11. Recherchen von Walter Schöler, Vorstand AWG Tönisvorst eG
  12. Recherchen von Walter Schöler, Vorstand AWG Tönisvorst eG
  13. totenbuch.buchenwald.de: Max Falk
  14. bundesarchiv.de Max Falk
  15. yadvashem.org: Max Falk
  16. Recherchen von Walter Schöler, Vorstand AWG Tönisvorst eG
  17. ushmm.org: Siegmund Falk
  18. Recherchen von Walter Schöler, Vorstand AWG Tönisvorst eG
  19. bundesarchiv.de: Albrecht Marchand
  20. yadvashem.org: Albrecht Marchand
  21. yadvashem.org (2): Albrecht Marchand
  22. Recherchen von Walter Schöler, Vorstand AWG Tönisvorst eG
  23. ushmm.org: Ida Marchand
  24. bundesarchiv.de: Ida Marchand
  25. yadvashem.org: Ida Marchand
  26. wz.de: "Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer des Faschismus"
  27. rp-online.de: "Die Erinnerung soll Mahnung sein"
  28. holocaust.cz: Elfriede Horn
  29. ushmm.org: Elfriede Horn
  30. bundesarchiv.de: Elfriede Horn
  31. yadvashem.org: Elfriede Horn
  32. yadvashem.org (2): Elfriede Horn
  33. ushmm.org: Edith Horn family papers (PDF)
  34. Familienbuch Euregio: Martha Hirsch
  35. rp-online.de: "Nachfahren der Familie Horn zu Gast in Vorst"
  36. Stolpersteinverlegung am 28.02.2015 in Vorst
  37. rp-online.de: "Es soll erste Stolpersteine in Vorst geben"
  38. wz.de: "Stolpersteine: Dem Vergessen in den Weg gelegt"
  39. wz.de: "Gedenken: Vorster wurde nach Polen verschleppt"
  40. rp-online.de: "Ich bin stolz, dass Du mein Vater warst"
  41. rp-online.de: Die Erinnerung soll Mahnung sein
  42. holocaust.cz: Julia Horn
  43. Todesanzeige in holocaust.cz: Julia Horn
  44. bundesarchiv.de: Julia Horn
  45. yadvashem.org: Julia Horn
  46. holocaust.cz: Berta Rosenberg
  47. Todesanzeige in holocaust.cz: Berta Rosenberg
  48. bundesarchiv.de: Berta Rosenberg
  49. bundesarchiv.de: Martha Rosenberg
  50. yadvashem.org: Martha Rosenberg
  51. yadvashem.org (2): Martha Rosenberg
  52. Totenzettel in wgff-tz.de: Kaplan Theodor Kniebeler
  53. Leo Peters: Das Todesurteil war bereits beantragt (Rheinische Post)
  54. a b „Ja wofür kämpfen wir eigentlich im Osten?“ Kriegspfarrer Theodor Kniebeler (1909–1944) (pdf, mit Foto)
  55. Schreiben einer Krankenschwester an Kniebelers Bruder (pdf)