Liste der Stolpersteine in Kempen

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Stolperstein-Verlegung in Kempen (Verlegung am 18. Dezember 2017, Alte Schulstr. 10)

Die Liste der Stolpersteine in Kempen enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Projekts von Gunter Demnig in Kempen verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Kempen lebten und wirkten.

Verlegte Stolpersteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adresse Verlege-
datum
Person, Inschrift Bild Anmerkung
Peterstraße 23
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24. November 2016[1] Hier wohnte
Emmy Hirsch
Verh. Watermann
Jg. 1911
Flucht Holland
Interniert Westerbork
Deportiert 1943
Sobibor
ermordet 5.3.1943
Stolpersteine in Kempen: Emmy Hirsch, Peterstraße 23
Emmy Watermann, geb. Hirsch[2][3][4] wurde am 11.11.1911 als Tochter von Isidor Hirsch und Johanna Kaufmann in Kempen geboren. Ab ca. 1934 war sie Haustochter bei der Familie Watermann in Bunde, nach der Emigration der Familie in die Niederlande heiratete sie 1937 Hans Watermann (geb. am 28.02.1906 Bunde)[5] in Rotterdam. Nach der Internierung in Westerbork wurden Emmy, Hans und der gemeinsame Sohn Fred (geb. am 17.11.1939 in Winschoten) am 02.03.1943 nach Sobibor deportiert und dort am 05.03.1943 ermordet.
Hier wohnte
Ernst Hirsch
Jg. 1904
Flucht 1938
Neuseeland
Stolpersteine in Kempen: Ernst Hirsch, Peterstraße 23
Ernst Hirsch[6][7] wurde 1904 in Kempen als ältester Sohn von Isidor Hirsch und seiner Ehefrau Johanna Kaufmann geboren. Als Beruf war "Religionslehrer" angegeben - andere Quellen berichten, dass er als Buchhaltungs-Leiter in Webereien in Mönchengladbach und Rheydt arbeitete.[8] Im Jahr 1932 heiratete er in Dortmund Margot Jammer. 1938 gelang beiden die Flucht nach Dunedin/Neuseeland, wo Ernst am 17.02.1978 verstarb.
Hier wohnte
Isidor Hirsch
Jg. 1872
Deportiert 1942
Theresienstadt
1942 Treblinka
ermordet
Stolpersteine in Kempen: Isidor Hirsch, Peterstraße 23
Isidor Hirsch[9][10][11][12] wurde am 12.08.1872 als Sohn von Marx Hirsch (*1838 in Polch) und seiner Ehefrau Emilie, geb. Berghoff (*1833 in Hoerstgen)[13] geboren. Er heiratete 1903 Johanna Kaufmann, aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor: Ernst (*1904), Leo (*1905), Walter (*1906), Martha (*1908), Paul (*1909) und Emmy (*1911). Isidor Hirsch war Geschäftsinhaber der Metzgerei an der Peterstraße und des damit verbundenen Viehhandels - einer der tüchtigsten Geschäftsleute in Kempen. In der Reichspogromnacht wurden sein Geschäft und seine Wohnung von Kempener Polizei und SA zerstört und geplündert. Am 25.07.1942 wurde er mit seiner Frau nach Theresienstadt deportiert und am 21. September 1942 weiter nach Treblinka, wo beide umkamen.
Hier wohnte
Johanna Hirsch
Jg. 1875
Deportiert 1942
Theresienstadt
1942 Treblinka
ermordet
Stolpersteine in Kempen: Johanna Hirsch, Peterstraße 23
Johanna Hirsch[14][15] wurde am 02.01.1875 (andere Quellen nennen das Jahr 1876 als Geburtsjahr) als Tochter von Marx Hirsch (*1838 in Polch) und seiner Ehefrau Emilie, geb. Berghoff (*1833 in Hoerstgen)[16] geboren. Sie war die (unverheiratete) Schwester von Isidor Hirsch. Am 25.07.1942 wurde sie ab Düsseldorf nach Theresienstadt und weiter am 21.09.1942 nach Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.
Hier wohnte
Johanna Hirsch
geb. Kaufmann
Jg. 1874
Deportiert 1942
Theresienstadt
1942 Treblinka
ermordet
Stolpersteine in Kempen: Johanna Hirsch, geb. Kaufmann, Peterstraße 23
Johanna Kaufmann[17][18][19][20] wurde am 09.09.1874 im Kommern als Tochter von Isaac Kaufmann (*16.01.1838 in Kommern) und Eva Kaufmann, geb. Levy (*24.07.1841 in Wesseling) geboren. Sie heiratete im Jahr 1903 Isidor Hirsch - sie hatten sechs Kinder: Ernst (*1904), Leo (*1905), Walter (*1906), Martha (*1908), Paul (*1909) und Emmy (*1911). Am 25.07.1942 wurde sie ab Düsseldorf nach Theresienstadt und weiter am 21.09.1942 nach Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.
Hier wohnte
Leo Hirsch
Jg. 1905
Flucht 1939
England
Stolpersteine in Kempen: Leo Hirsch, Peterstraße 23
Leo Hirsch[21][22] wurde 1905 als zweiter Sohn von Isidor Hirsch und seiner Ehefrau Johanna Kaufmann geboren. Als Beruf war "Metzgermeister" angegeben, er hatte 1934 (mit seinem Bruder Paul) die elterliche Metzgerei übernommen. 1934 gelang ihm die Flucht nach England, wo er als Partner auf der Bilham Farms, Ltd. in Mersham, Kent, England (in der Nähe von Ashford) arbeitete. Im Jahr 1945 heiratete er Margot Silbermann, Leo verstarb 1974.
Hier wohnte
Martha Hirsch
verh. Horn
Jg. 1908
Flucht 1939
Neuseeland
Stolpersteine in Kempen: Martha Hirsch, verh. Horn, Peterstraße 23
Martha Hirsch[23] wurde am 04.05.1905 in Kempen als älteste Tochter von Isidor Hirsch und seiner Ehefrau Johanna Kaufmann geboren. Sie verbrachte ein Jahr auf der Höheren Webschule Crefeld (eine Vorläufer-Einrichtungen der Hochschule Niederrhein), arbeitete dann - mit ihrer Freundin Erna Servos - im jüdischen Kinderheim in Köln. Am 18.03.1939 heiratete sie Joe Horn aus Vorst, mit dem sie 1939 nach Dunedin/Neuseeland auswandern konnte. Martha starb am 18.10.2005 in Auckland.
Hier wohnte
Paul Hirsch
Jg. 1909
'Schutzhaft' 1938
Dachau
Flucht 1939
England
USA
Stolpersteine in Kempen: Paul Hirsch, Peterstraße 23
Paul Hirsch[24] wurde am 02.08.1905 in Kempen als Sohn von Isidor Hirsch und seiner Ehefrau Johanna Kaufmann geboren. Als Beruf war "Metzgermeister" angegeben, er hatte 1934 (mit seinem Bruder Leo) die elterliche Metzgerei übernommen. Im Jahr 1939 heiratete er Renate Meyer. Beide entkamen am 01.09.1939 mit knapper Not aus Kempen nach England. Dort baute Paul (wiederum) mit seinem Bruder Leo eine Farm auf, später ging er in die USA nach Seattle, wo er am 22.10.2005 verstarb.
Hier wohnte
Walter Hirsch
Jg. 1906
Flucht 1934 Italien
Frankreich
Interniert Drancy
ermordet in
Auschwitz
Stolpersteine in Kempen: Walter Hirsch, Peterstraße 23
Dr. Walter Hirsch[25][26][27] wurde am 06.09.1906 in Kempen als dritter Sohn von Isidor Hirsch und seiner Ehefrau Johanna Kaufmann geboren. Er war ein sehr guter Schüler, machte sein Abitur nach nur neun Jahren. Er studierte zwei Semester an der Universität in Freiburg und die folgenden sieben Semester an der Universität in Berlin. Er wurde am 06.10.1931 zum Doktor der Philosophie und Mathematik an der Humboldt-Universität in Berlin ernannt, wo er einen Lehrauftrag hatte. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und dem folgenden Berufsverbot wanderte er am 31.03.1934 nach Italien aus, wo er als Lehrer an einem Landschulheim in Florenz (Internat für Kinder von Einwanderern) arbeitete. Nachdem Hitler und Mussolini Verbündete wurden, wurde das Internat - in das noch unbesetzte Frankreich - nach Nizza verlegt, bald fiel es aber in die Hände der Vichy-Regierung. Trotz großer Bemühungen von Freunden und Kollegen aus den USA, ihn zu retten und in die USA zu bringen, erhielt er kein Ausreisevisum, um Frankreich zu verlassen. Mehrere Jahre lang ging er durch verschiedene Lager: Les-Milles De Gurs und schließlich 17.08.1942 ab Drancy nach Auschwitz, wo er ermordet wurde.
Peterstraße 3
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24. November 2016 Hier wohnte
Heinrich Wolff
Jg. 1887
Kritische Äußerungen
verhaftet 8.8.1944
Angeklagt / Verurteilt
'Wehrkraftzersetzung'
Zuchthaus Anrath
Zuchthaus Arnsberg
tot 9.2.1945
Stolpersteine in Kempen: Heinrich Wolff, Peterstr. 3
Heinrich Wolff wurde am 03.01.1887 in Kempen geboren und dort als selbstständiger Friseurmeister tätig. Trotz der Warnungen seiner Mitbürger machte er aus seiner Abneigung gegen den Nationalsozialismus keinen Hehl, er wurde in den Akten der Polizei und der NS-Dienststellen wird er als Gegner des Nationalsozialismus geführt und zwei Mal deswegen verhaftet. Am 08.08.1944 wurde er von einem (auswärtigen) Soldaten denunziert, verhaftet und ins Zuchthaus Anrath eingewiesen, von wo die Überweisung ins Zuchthaus Arnsberg erfolgte. Dort starb er bei einem Bombenangriff am 09.02.1945.
(Quelle (u.a.): Homepage der Initiative PROJEKT STOLPERSTEINE (Kempen))
Ellenstraße 19
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24. November 2016 Ellenstr. 19 wohnte
Josef Voss
Jg. 1920
Eingewiesen 1936
Jg. 1887
Heilanstalt Süchteln
verlegt 20.6.1941
Hadamar
Ermordet 20.6.1941
'Aktion T4'
Stolpersteine in Kempen: Josef Voss, Ellenstr. 19
Josef Voss[28] wurde am 09.07.1920 in Kempen geboren. Durch eine Zangengeburt hatte er eine leichte Gehirnschädigung erlitten, die bei ihm zu sekundenlangen Abwesenheitszuständen und Verstehens-Schwierigkeiten führte. Vom 15.12.1930 bis zum 31.03.1934 war er in der Bildungs- und Pflegeanstalt für Geistesschwache St. Josefsheim in Waldniel untergebracht, durch die Diagnose des Hausarztes ("...ist andererseits zu keinerlei Tätigkeit brauchbar...") geriet er in die Fänge der Kinder-Euthanasie. Am 09.05.1941 wurde er in die Heilanstalt Andernach transportiert und von dort am 20.06.1941 weiter nach Hadamar. Dort ist er in der Gaskammer ermordet worden.
(Quelle (u.a.): Homepage der Initiative PROJEKT STOLPERSTEINE (Kempen))
Engerstraße 21
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15. Dezember 2015[29] Hier wohnte, und arbeitete
Marian Kurzawa
Jg. 1914
Polen
Zwangsarbeiter
verurteilt 18.6.1941
'Rassenschande'
Sachsenhausen
ermordet 21.6.1941
Stolpersteine in Kempen: Marian Kurzawa, Engerstraße 21
Marian Kurzawa[30][31] wurde am 21.11.1914 in der Nähe von Turek (Polen) geboren und seit dem Dezember 1940 als Zivilarbeiter in Kempen eingesetzt. Im gleichen Monat wurde der angeblichen Rassenschande mit einer deutschen Magd denunziert, am 18.06.1941 vom Krefelder Landgericht verurteilt und am 21.06.1941 im KZ Sachsenhausen erhängt.
(Quelle (u.a.): Homepage der Initiative PROJEKT STOLPERSTEINE (Kempen))
Engerstraße 38
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15. Dezember 2015 Hier wohnte
Berta Berghoff
Jg. 1861
deportiert 1942
Theresienstadt
ermordet 17.8.1942
Stolpersteine in Kempen: Berta Berghoff, Engerstraße 38
Berta Berghoff[32][33][34] wurde am 15.08.1861 in Kempen als Tochter von Jakob Berghoff und seiner Ehefrau Regina, geb. Bönninger geboren. Hier betrieb sie - mit ihren Schwestern Caroline und Johanna - ein kleines Fleischerfachgeschäft. Aufgrund der Nürnberger Rassegesetze und der Verwüstung des Hauses Engerstraße 38 beim Novemberpogrom konnten die Schwestern kein Einkommen mehr erzielen. Am 24.07.1942 wurde Berta nach Theresienstadt deportiert, dort starb sie am 17.08.1942.
(Quelle (u.a.): Homepage der Initiative PROJEKT STOLPERSTEINE (Kempen))
Hier wohnte
Caroline Berghoff
Jg. 1861
deportiert 1942
Theresienstadt
1942 Treblinka
ermordet
Stolpersteine in Kempen: Caroline Berghoff, Engerstraße 38
Caroline Berghoff[35] wurde am 21.12.1865 in Kempen als Tochter von Jakob Berghoff und seiner Ehefrau Regina, geb. Bönninger geboren. Hier betrieb sie - mit ihren Schwestern Berta und Johanna - ein kleines Fleischerfachgeschäft. Aufgrund der Nürnberger Rassegesetze und der Verwüstung des Hauses Engerstraße 38 beim Novemberpogrom konnten die Schwestern kein Einkommen mehr erzielen. Am 24.07.1942 wurde Caroline nach Theresienstadt, am 29.09.1942 nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet.
(Quelle (u.a.): Homepage der Initiative PROJEKT STOLPERSTEINE (Kempen))
Hier wohnte
Johanna Berghoff
Jg. 1857
gedemütigt/entrechtet
tot 27.12.1938
Stolpersteine in Kempen: Johanna Berghoff, Engerstraße 38
Johanna Berghoff wurde am 21.10.1857 in Kempen als Tochter von Jakob Berghoff und seiner Ehefrau Regina, geb. Bönninger geboren. Hier betrieb sie - mit ihren Schwestern Berta und Caroline - ein kleines Fleischerfachgeschäft. Aufgrund der Nürnberger Rassegesetze und der Verwüstung des Hauses Engerstraße 38 beim Novemberpogrom konnten die Schwestern kein Einkommen mehr erzielen. Johanna verstarb am 27.12.1938 in Kempen an Krebs.
(Quelle (u.a.): Homepage der Initiative PROJEKT STOLPERSTEINE (Kempen))
Von-Loe-Straße 14
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15. Dezember 2015 Hier wohnte
Andreas Mendel
Jg. 1892
'Schutzhaft'
1938 Dachau
deportiert 1941
Riga
ermordet 16.1.1942
Stolpersteine in Kempen: Andreas Mendel, Von-Loe-Straße 14
Andreas Mendel[36][37] wurde am 09.07.1892 in St. Hubert als Sohn des Viehhändlers Alexander Mendel und seiner Frau Lisette, geb. Lambertz, geboren. Er heiratete die am 06.11.1892 in Liebenau bei Nienburg an der Weser geborene Paula Weinberg. Am 27.09.1922 kam in Kempen beider Sohn Kurt zur Welt, am 16.05.1924 ihre Tochter Lieselotte (gen. Liesel). Vom 10.11. bis zum 22.12.1938 befand er sich in "Schutzhaft" in Dachau. Er wurde ab Düsseldorf am 11.12.1941 nach Riga deportiert und am 16.01.1942 dort ermordet.
(Quelle (u.a.): Homepage der Initiative PROJEKT STOLPERSTEINE (Kempen))
Hier wohnte
Kurt Mendel
Jg. 1922
deportiert 1941
Riga
1944 Stutthof
Theresienstadt
befreit
Stolpersteine in Kempen: Kurt Mendel, Von-Loe-Straße 14
Kurt Mendel[38] wurde am 27.09.1922 in Kempen als Sohn des Ehepaares Andreas und Paula Mendel geboren. Er wurde ab Düsseldorf am 11.12.1941 nach Riga deportiert. Als am 06.11.1943 das Ghetto Riga aufgelöst wird, wird er in der Arbeitslager des Armeebekleidungsamtes (ABA) Mühlgraben bei Riga verbracht. Am 27.09.1944 wird er in das Lager Stutthof bei Danzig verlegt und Anfang 1945 in einem Evakuierungsmarsch nach Theresienstadt gezwungen, dort wird er von den Amerikanern befreit. Kurt kehrt im Oktober nach Kempen zurück, wo er am 01.09.2007 verstirbt.
(Quelle (u.a.): Homepage der Initiative PROJEKT STOLPERSTEINE (Kempen))
Hier wohnte
Lieselotte Mendel
Jg. 1924
Kindertransport 1939
Holland
interniert Westerborg
deportiert 1942
Auschwitz
ermordet 30.9.1942
Stolpersteine in Kempen: Lieselotte Mendel, Von-Loe-Straße 14
Lieselotte (gen. Liesel) Mendel[39] wurde am 16.05.1924 als Tochter des Ehepaares Andreas und Paula Mendel geboren. Im Jahr 1939 gelingt es den Eltern, ihre Tochter mit einem Kindersammeltransport auf den Weg nach Holland zu bringen, wo sie bei Verwandten im Haushalt hilft. Nach der Besetzung der Niederlande wird sie zunächst in das KZ Westerbork gebracht. Von dort soll sie am 15.07.1942 nach Auschwitz deportiert worden und dort am 30.09.1942 umgekommen sein.
(Quelle (u.a.): Homepage der Initiative PROJEKT STOLPERSTEINE (Kempen))
Hier wohnte
Paula Mendel
geb. Weinberg
Jg. 1892
deportiert 1941
Riga
1944 Stutthof
ermordet 1945
Stolpersteine in Kempen: Paula Mendel, Von-Loe-Straße 14
Paula Weinberg[40] wurde am 06.11.1892 in Liebenau, aus der Ehe mit Andreas Mendel gingen zwei Kinder hervor: Kurt (*27.09.1922) und Lieselotte (gen. Liesel *16.05.1924). Sie wurde ab Düsseldorf am 11.12.1941 nach Riga deportiert. Nach dem Tod ihres Ehemanns wird sie nach Stutthof transportiert, wo sie am 01.10.1944 ankommt, hier stirbt Paula Anfang 1945 am Hungertyphus.
(Quelle (u.a.): Homepage der Initiative PROJEKT STOLPERSTEINE (Kempen))
Alte Schulstraße 9
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18. Dezember 2017[41] Hier wohnte
Sofie Buchdahl
Jg. 1880
deportiert 1941
Riga
ermordet
Stolpersteine in Kempen: Sofie Buchdahl, Alte Schulstraße 9
Sofie Buchdahl[42] wurde am 23.04.1880 in Lichtenau geboren, sie war als Haushälterin bei Andreas Lambertz tätig. Sie wurde an 11.10.1941 über Düsseldorf nach Riga deportiert und dort ermordet - leider ist nicht mehr dazu bekannt.
Hier wohnte
Andreas Lambertz
Jg. 1861
gedemütigt/entrechtet
Tot 7.3.1942
Stolpersteine in Kempen: Andreas Lambertz, Alte Schulstraße 9
Andreas Lambertz wurde im Jahr 1861 geboren und war als Metzgermeister tätig. Er wurde in das sogenannte "Judenhaus" Josefstraße 7 (heute: Heilig-Geist-Straße) gebracht. Diese zusammengepferchten jüdischen Wohngemeinschaften waren eine andere Form des Gettos und eine Vorbereitung auf die Deportation. Hier starb er am 07.03.1942 - mehr ist leider nicht bekannt.
Alte Schulstraße 10
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18. Dezember 2017[43] Hier wohnte
Herbert Bruch
Jg. 1932
Flucht 1939 Holland
1940 England
USA
Stolpersteine in Kempen: Herbert Bruch, Alte Schulstraße 10
Herbert Bruch[44] wurde am 17.10.1932 in Kempen als Sohn des Ehepaares Rudolf und Selma Bruch geboren. Nachdem die Niederlande und England - unter dem Eindruck der Reichspogromnacht - die Grenzen für jüdische Kinder geöffnet hatten, wurde Herbert am 04.01.1939 am Kölner Hauptbahnhof holländischen Frauen übergeben, die ihn zu Pflegefamilien nach Bergen aan Zee brachten. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande gelang ihm die Flucht (in letzter Stunde mit einem Kohlenfrachter) nach England (1940) und dann weiter in die USA.[45]
Hier wohnte
Ilse Bruch
Jg. 1934
Flucht 1939 Holland
Rückkehr 1940
deportiert 1941
Riga
1943 Auschwitz
ermordet Nov. 1943
Stolpersteine in Kempen: Ilse Bruch, Alte Schulstraße 10
Ilse Bruch[46][47][48] wurde am 16.01.1934 (eine andere Quelle gibt "1924" als Geburtsjahr an) in Kempen als Tochter des Ehepaares Rudolf und Selma Bruch, geb. Goldschmidt geboren. Nachdem die Niederlande und England - unter dem Eindruck der Reichspogromnacht - die Grenzen für jüdische Kinder geöffnet hatten, wurde Ilse am 04.01.1939 am Kölner Hauptbahnhof holländischen Frauen übergeben, die sie zu Pflegefamilien nach Bergen aan Zee brachten. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande musste sie nach Kempen zu ihrer Familie zurückkehren, sie wurde am 11.12.1941 ab Düsseldorf nach Riga ins Ghetto, dann am 02.11.1943 nach Auschwitz deportiert. Im November 1943 wurde sie dort ermordet.[49]
Hier wohnte
Rudolf Bruch
Jg. 1900
'Schutzhaft' 1938
Dachau
deportiert 1941
Riga
ermordet Feb. 1942
Riga-Salaspils
Stolpersteine in Kempen: Rudolf Bruch, Alte Schulstraße 10
Rudolf Bruch (in einigen Quellen auch "Rudolph")[50][51] wurde am 20.05.1900 in Dülken als Sohn des Ehepaares Hirsch und Adele Bruch, geb. Rath[52] geboren. Als Beruf wird Kaufmann und Viehhändler genannt. Er heiratete im Jahr 1933 Selma Goldschmidt in Ratingen, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Ilse (*1934) und Herbert (*1932). Vom 17.11.1938 bis zum 20.01.1939 befand er sich in "Schutzhaft" in Dachau. Am 11.12.1941 wurde er wurde ab Düsseldorf nach Riga ins Ghetto deportiert. In Riga-Salaspils wurde er im Februar 1942 ermordet.
Hier wohnte
Selma Bruch
geb. Goldschmidt
Jg. 1903
deportiert 1941
Riga
1943 Auschwitz
ermordet Nov. 1943
Stolpersteine in Kempen: Selma Bruch, Alte Schulstraße 10
Selma Goldschmidt[53][54] wurde am 20.04.1903 in Kempen als Tochter des Ehepaares Albert und Johanna Helena Goldschmidt, geb. Lambertz[55] geboren. Sie heiratete im Jahr 1933 Rudolf Bruch, sie hatten zwei Kinder: Ilse (*1934) und Herbert (*1932). Sie wurde ab Düsseldorf am 11.12.1941 nach Riga ins Ghetto, dann am 02.11.1943 nach Auschwitz deportiert. Im November 1943 wurde sie dort ermordet.
Hier wohnte
Abraham
Goldschmidt
Jg. 1868
deportiert 1942
Theresienstadt
ermordet 26.1.1943
Stolpersteine in Kempen: Abraham Goldschmidt, Alte Schulstraße 10
Abraham Goldschmidt[56][57] (in einigen Quellen auch "Albert" genannt[58]) wurde am 24.05.1868 in Oedt aus Sohn des Ehepaares Michael und Helene Goldschmidt, geb. Sauer geboren. Er heiratete Helene Goldschmidt, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Hedwig (*01.12.1899, im Juli 1925 verstorben), Leo (*09.08.1897) und Selma (*20.04.1903). Abraham wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 26.01.1943 ermordet.
Hier wohnte
Helene
Goldschmidt
geb. Lambertz
Jg. 1869
deportiert 1942
Theresienstadt
ermordet 19.12.1942
Stolpersteine in Kempen: Helene Goldschmidt, Alte Schulstraße 10
Helene Johanna Lambertz[59][60] wurde am 14.09.1869 als Tochter von Abraham und Karolina Lambertz in Kempen geboren. Sie heiratete Abraham Goldschmidt, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Hedwig (*01.12.1899, im Juli 1925 verstorben), Leo (*09.08.1897) und Selma (*20.04.1903). Helene wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 19.12.1942 ermordet.
Hier wohnte
Leo
Goldschmidt
Jg. 1897
'Schutzhaft' 1938
Dachau
Flucht in den Tod
6.12.1941
Stolpersteine in Kempen: Leo Goldschmidt, Alte Schulstraße 10
Leo Goldschmidt[61][62] wurde am 09.08.1897 in Oedt als Sohn von Abraham und Helene Goldschmidt, geb. Lambertz geboren. Nach einer Schutzhaft im Jahre 1938 in Dachau beging er am 06.12.1941 Selbstmord, um der bevorstehenden Deportation zu entgehen.
Hier wohnte
Rosa
Goldschmidt
Jg. 1878
deportiert 1941
Riga
ermordet
Stolpersteine in Kempen: Rosa Goldschmidt, Alte Schulstraße 10
Rosa Goldschmidt[63] wurde 1878 als Tochter des Ehepaares Michael und Helene Goldschmidt, geb. Sauer geboren. Nach der Deportation nach Riga im Jahre 1941 wurde sie auch dort ermordet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stolpersteine in Kempen (Niederrhein) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Kaiser: Kempen unterm Hakenkreuz - Eine niederrheinische Kreisstadt im Nationalsozialismus, Band 1 und 2 in: Schriftenreihe des Kreises Viersen, Band 49,1 und Band 49,2 Herstellung: B.o.s.s. Druck und Medien, Goch, 2013 und 2015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RP-online: Neue Stolpersteine für Kempen
  2. Familienbuch Euregio: Hans, Emmy und Fred Watermann
  3. Yad Vashem: Foto von Emmy Watermann geb. Hirsch
  4. bundesarchiv.de: Emmy Watermann geb. Hirsch
  5. Yad Vashem: Foto von Hans Watermann
  6. Familienbuch Euregio: Isidor und Johanna Hirsch
  7. RP-online: Bewegende Erlebnisse in Kempen
  8. wz.de: Elf neue Stolpersteine für die Altstadt
  9. Familienbuch Euregio: Ernst und Margot Hirsch
  10. Yad Vashem: Foto von Isidor Hirsch
  11. holocaust.cz: Isidor Hirsch
  12. bundesarchiv.de: Isidor Hirsch
  13. Familienbuch Euregio: Marx und Emilie Hirsch
  14. Familienbuch Euregio: Johanna Hirsch
  15. bundesarchiv.de: Johanna Hirsch
  16. Familienbuch Euregio: Marx und Emilie Hirsch
  17. Familienbuch Euregio: Isidor und Johanna Hirsch
  18. Yad Vashem: Foto von Johanna Hirsch, geb. Kaufmann
  19. holocaust.cz: Johanna Hirsch
  20. bundesarchiv.de: Johanna Hirsch, geb. Kaufmann
  21. Familienbuch Euregio: Leo Hirsch
  22. RP-online: Versöhnung über Kontinente
  23. Familienbuch Euregio: Martha Hirsch
  24. Familienbuch Euregio: Paul Hirsch
  25. Familienbuch Euregio: Walter Hirsch
  26. Yad Vashem: Foto von Dr. Walter Hirsch
  27. bundesarchiv.de: Walter Hirsch
  28. kempedia.de: Peterstraße 3 - Heinrich Wolff wurde aus politischen Gründen verfolgt und getötet
  29. RP-online: Kempen hat die ersten Stolpersteine
  30. kempedia.de: Engerstraße 21 - Tödliche Denunziation
  31. mein-krefeld.de: Erschütternde Schicksale der NS-Zeit
  32. bundesarchiv.de: Berta Berghoff
  33. holocaust.cz: Berta Berghoff
  34. bundesarchiv.de: Berta Berghoff
  35. bundesarchiv.de: Caroline Berghoff
  36. RP-online: Eine letzte Nacht in der städtischen Badeanstalt
  37. bundesarchiv.de: Andreas Mendel
  38. kempen.de: Steine gegen das Vergessen
  39. dokin.nl: Liesel Mendel - German an Austrian War Children in the Netherlands
  40. bundesarchiv.de: Paula Mendel, geb. Weinberg
  41. RP-online: Steine als Mahnung - gegen das Vergessen
  42. bundesarchiv.de: Sofie Buchdahl
  43. RP-online: Steine als Mahnung - gegen das Vergessen
  44. geni.com: Herbert Bruch
  45. RP-online: Kempener Kinder in der Gaskammer
  46. Familienbuch Euregio: Ilse Bruch
  47. dokin.nl: Ilse Bruch - German an Austrian War Children in the Netherlands
  48. bundesarchiv.de: Ilse Bruch
  49. RP-online: Kempener Kinder in der Gaskammer
  50. Familienbuch Euregio: Rudolf und Selma Bruch
  51. bundesarchiv.de: Rudolf Bruch
  52. Familienbuch Euregio: Hirsch und Adele Bruch
  53. Familienbuch Euregio: Rudolf und Selma Bruch
  54. bundesarchiv.de: Selma Bruch, geb. Goldschmidt
  55. Familienbuch Euregio: Albert und Johanna Helena Goldschmidt
  56. holocaust.cz: Abraham Goldschmidt
  57. bundesarchiv.de: Abraham Goldschmidt
  58. geni.com: Albert Goldschmidt
  59. Familienbuch Euregio: Helene Johanna Lambertz
  60. holocaust.cz: Helene Goldschmidt
  61. geni.com: Leo Goldschmidt
  62. bundesarchiv.de: Leo Goldschmidt
  63. geni.com: Rosa Goldschmidt