Liste der Stolpersteine in Hilden

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Die Liste der Stolpersteine in Hilden enthält Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Hilden verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Hilden lebten und wirkten.

Liste der Stolpersteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google

Adresse Person Inschrift Bild weitere Informationen
Bahnhofsallee 5
Agrippina Akimowa Hier arbeitete
Agrippina
Akimowa
Jg. 1915
Zwangsarbeit 1945
Eingewiesen 1944
Heilanstalt Grafenberg
'Verlegt' Heilanstalt
Meseritz-Obrawalde
Ermordet 18.5.1944
Stolperstein Agrippina Akimowa Hilden.jpg Agrippina Akimowa wurde am 15. Juni 1915 in Sirotinsk bei Rostow am Don, Russland, geboren. Nachdem sie von Russland nach Deutschland verschleppt wurde, leistete sie ab 1942 Zwangsarbeit in der Bahnhofsgaststätte Hilden. Am 12. Januar 1944 wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Düsseldorf-Grafenberg eingewiesen. Im Mai 1944 wurde sie von dort zur Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde bei Meseritz verlegt und dort am 18. Mai 1944 ermordet.[1]
Benrather Straße 19
Berta Grabowski Hier wohnte
Berta Grabowski
Geb. Spier
Jg. 1873
Flucht 1939 Holland
Interniert Westerbork
Deportiert
Sobibor
Ermordet 9.4.1943
Stolperstein Berta Grabowski Hilden.jpg Berta Spier wurde am 17. Februar 1873 in Kalkar geboren. Sie emigrierte mit Ihrer Tochter Maria Henriette in die Niederlande und wurde vom 13. März 1943 bis 6. April 1943 im Durchgangslager Westerbork inhaftiert. Am 6. April 1943 wurde sie von dort in das Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo sie vermutlich am 9. April 1943 ermordet wurde. Auf Grund fehlender Unterlagen wurde sie für tot erklärt.[2]
Maria Henriette Grabowski Hier wohnte
Maria Henriette Grabowski
Jg. 1899
Flucht 1939 Holland
Interniert Westerbork
Deportiert
Sobibor
Ermordet 9.4.1943
Stolperstein Maria Henriette Grabowski Hilden.jpg Maria Henriette Grabowski wurde am 19. November 1899 in Hilden geboren. Sie emigrierte mit Ihrer Mutter Berta in die Niederlande und wurde vom 13. März 1943 bis 6. April 1943 im Durchgangslager Westerbork inhaftiert. Am 6. April 1943 wurde sie von dort in das Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo sie vermutlich am 9. April 1943 ermordet wurde. Auf Grund fehlender Unterlagen wurde sie für tot erklärt.[3]
Helene Wahle Hier wohnte
Helene Wahle
Geb. Kuh
Jg. 1872
Deportiert 1941
Ghetto Łódź
Ermordet 23.6.1942
Stolperstein Helene Wahle Hilden.jpg Helene Kuh wurde am 19. Oktober 1872 in Prag geboren und war seit 1908 wohnhaft in Hilden. Am 27. Oktober 1941 wurde sie von Düsseldorf aus zum Ghetto Litzmannstadt (Łódź) deportiert und dort am 23. Juni 1942 ermordet.[4] Ihr Ehemann Richard Wahle war seit 1908 Inhaber der Maschinenfabrik Kirberg & Hüls.[5] 1938 musste er das Unternehmen zwangsweise verkaufen.[6]
Benrather Straße 32
Ernst Willner Hier wohnte
Ernst Willner
Jg. 1901
Erschlagen
9.11.1938
Opfer des Pogroms
Stolperstein Ernst Willner Hilden.jpg Ernst Willner wurde am 19. August 1901 in Düsseldorf geboren und war wohnhaft in Heiligenhaus und Hilden. Er wurde am 9. November 1938 in Hilden Opfer des Pogroms.[7] Ernst Willners Vater Isidor Willner war von 1915 bis 1937 Alleininhaber der Kornbrennerei Vogelsang & Co., deren historisches Betriebsgebäude seit 1989 Bestandteil des Wilhelm-Fabry-Museums ist.[8]
Eugenie Willner Hier wohnte
Eugenie Willner
Geb. Albert
Jg. 1871
Erschossen
9.11.1938
Opfer des Pogroms
Stolperstein Eugenie Willner Hilden.jpg Eugenie Albert wurde am 9. Dezember 1871 in Ottweiler geboren und war wohnhaft in Heiligenhaus und Hilden. Sie wurde am 10. November 1938 in Hilden Opfer des Pogroms.[9]
Berliner Straße, Ecke Marie-Colinet-Straße (früher Apfelstraße)
Bertha Herz Hier wohnte
Bertha Herz
Geb. Meyer
Jg. 1870
Opfer des Pogroms
Misshandelt
Tot 23.12.1938
Stolperstein Bertha Herz Hilden.jpg Bertha Meyer wurde am 29. Oktober 1870 in Richrath (Langenfeld) geboren und war wohnhaft in Hilden. Sie wurde am 24. Dezember 1938 in Hilden Opfer des Pogroms.[10]
Erna Herz Hier wohnte
Erna Herz
Jg. 1903
Deportiert 1941
Ermordet in
Riga
Stolperstein Erna Herz Hilden.jpg Erna Herz wurde am 26. Oktober 1903 in Hilden geboren. Am 11. Dezember 1941 wurde sie von Düsseldorf aus zum Ghetto Riga deportiert, und am 9. August 1944 von dort weiter zum KZ Stutthof, wo sie am 21. Dezember 1944 ermordet wurde.[11]
Sigmund Herz Hier wohnte
Sigesmund Herz
Jg. 1870
Jg. 1870
Deportiert 1942
Theresienstadt
Ermordet 13.6.1943
Stolperstein Sigesmund Herz Hilden.jpg Sigmund Herz wurde am 4. Juli 1870 in Berghausen (Langenfeld) geboren und war wohnhaft in Düsseldorf und Hilden. Am 21. Juli 1942 wurde er von Düsseldorf aus zum Ghetto Theresienstadt deportiert und dort am 13. Juni 1943 ermordet.[12]
Berliner Straße, Ecke Schwanenstraße
Jawdocha Bjelouss Hier wohnte
Jawdocha Bjelouss
Jg. 1924
Zwangsarbeit 1942
Eingewiesen 1942
Heilanstalt Grafenberg
Schicksal unbekannt
Stolperstein Jawdocha Bjelouss Hilden.jpg Jawdocha Bjelouss wurde am 17. September 1924 in Melnikiwzy, Ukraine, geboren. Nachdem sie nach Deutschland verschleppt wurde, kam sie am 24. Juni 1942 als Zwangsarbeiterin zur Firma Kirberg & Hüls in Hilden und wohnte auf deren Firmengelände an der Schwanenstraße. Noch im gleichen Monat wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Düsseldorf-Grafenberg eingewiesen. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.[13]
Ellerstraße 128
Paul Krey Hier wohnte
Paul Krey
Jg. 1914
Desertiert 25.7.1941
Verhaftet 29.9.1941
Kriegsgericht Pleskau
Hingerichtet 13.5.1942
Stolperstein Paul Krey Hilden.jpg Paul Krey wurde am 2. August 1914 in Hilden geboren. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er zur Wehrmacht eingezogen und nahm zunächst am Westfeldzug teil, ab 1. November 1940 dann am Ostfeldzug. Von einem Kriegsgericht in Pleskau wurde er am 21. April 1942 wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt und am 13. Mai 1942 hingerichtet.[14]
Fritz-Gressard-Platz, Ecke Mittelstraße (früher Haus Hagdorn, Benrather Straße 1)
Erna Kaufmann Hier wohnte
Erna Kaufmann
Geb. Löwenstein
Jg. 1883
Flucht Holland
Deportiert 1943
Sobibor
Ermordet 23.5.1943
Stolperstein Erna Kaufmann Hilden.jpg Erna Löwenstein wurde am 23. Dezember 1883 in Levern geboren und war wohnhaft in Heiligenhaus und Hilden. Sie emigrierte am 14. März 1939 in die Niederlande. Vom Durchgangslager Westerbork aus wurde sie am 25. Mai 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo sie vermutlich am 28. Mai 1943 ermordet wurde. Auf Grund fehlender Unterlagen wurde sie für tot erklärt.[15][16]
Gerresheimer Straße 189/191
Hannelore Edith Meyer Hier wohnte
Edith Hannelore Cohn
Jg. 1933
Deportiert 1941
Minsk
? ? ?
Für tot erklärt
Stolperstein Edith Hannelore Cohn Hilden.jpg Hannelore Edith Meyer wurde am 24. Januar 1933 als Edith Marcus in Elmschenhagen geboren. Sie wurde 1933 von der Witwe Minna Seckel, geborene Cohn, adoptiert und erhielt dadurch den Nachnamen Cohn, sowie auf zusätzlichen Antrag der Adoptivmutter den zweiten Vornamen Hannelore.[17] Sie wohnte mit ihren Adoptiveltern Leo und Minna Meyer in Opladen, Hilden und Düsseldorf. Am 10. November 1941 wurde sie mit ihrer Adoptivmutter Minna aus Düsseldorf zum Ghetto Minsk deportiert.[18]
Minna Meyer Hier wohnte
Minna Meyer
geb. Cohn
Jg. 1886
Deportiert 1941
Minsk
? ? ?
Für tot erklärt
Stolperstein Minna Meyer Hilden.jpg Minna Cohn wurde am 5. Februar 1886 in Hamburg geboren und war wohnhaft in Hamburg, Opladen und Hilden. Sie wurde mit ihrer Adoptivtochter Hannelore und ihrer Schwägerin Klara Wege am 10. November 1941 aus Düsseldorf zum Ghetto Minsk deportiert und für tot erklärt.[19]
Nathan Meyer Hier wohnte
Nathan Meyer
Jg. 1861
Misshandelt
Tot 12.11.1938
Opfer des Pogroms
Stolperstein Nathan Meyer Hilden.jpg Nathan Meyer wurde am 3. November 1861 in Erkrath geboren, wohnte in Erkrath und Hilden. Er wurde am 12. November 1938 in Düsseldorf Opfer des Pogroms.[20][21]
Klara Wege Hier wohnte
Klara Wege
geb. Meyer
Jg. 1888
Deportiert 1941
Minsk
? ? ?
Stolperstein Klara Wege Hilden.jpg Klara Meyer wurde am 11. April 1888 in Düsseldorf geboren und war dort und in Hilden wohnhaft. Sie wurde am 10. November 1941 mit ihrer Schwägerin Minna Meyer und deren Adoptivtochter Hannelore von Düsseldorf in das Ghetto Minsk deportiert.[22]
Gerresheimer Straße 340
Hendrika Grüter Hier wohnte
Hendrika Grüter
Jg. 1893
Selbstmord
14.11.1938
Opfer des Pogroms
Stolperstein Hendrika Grüter Hilden.jpg Hendrika Grüter wurde am 13. Juli 1893 in Duisburg geboren. Am 14. November 1938 wurde sie in Hilden Opfer des Pogroms.[23]
Siegmund Sommer Hier wohnte
Dr. Siegmund Sommer
Jg. 1870
Selbstmord
13.11.1938
Opfer des Pogroms
Stolperstein Siegmund Sommer Hilden.jpg Siegmund Sommer wurde am 16. Juni 1870 in Crainfeld geboren. Am 13. November 1938 wurde der Arzt in Hilden Opfer des Pogroms.[24]
Grabenstraße 2
Katharina Gammel Hier wohnte
Katharina Gammel
Jg. 1904
Eingewiesen 8.3.1940’Heilanstalt’ Grafeneck
Ermordet 4.4.1940
Stolperstein Katharina Gammel Hilden.jpg Katharina Gammel wurde am 8. Februar 1904 in Hilden geboren und war dort auch wohnhaft. Nach der Machtergreifung wurde sie vom Dreifaltigkeitskloster Krefeld–Königshof nach Bedburg-Hau gebracht, am 6. März 1940 weiter nach Zwiefalten. Am 15. April 1940 wurde sie zur Tötungsanstalt Grafeneck deportiert und dort vergast.[25]
Heiligenstraße 13
Antonina Tscherbakowa Hier arbeitete
Antonina
Tscherbakowa
Jg. 1927
Zwangsarbeit 1942
Eingewiesen 1944
Heilanstalt Grafenberg
'Verlegt' Heilanstalt
Meseritz-Obrawalde
Ermordet 18.5.1944
Stolperstein Antonina Tscherbakowa Hilden.jpg Antonina Tscherbakowa wurde am 9. März 1927 in Sacharowo, Russland, geboren. Nachdem sie von Russland nach Deutschland verschleppt wurde, kam sie am 10. Juli 1942 als Zwangsarbeiterin zur Eisengießerei Gerwien in Hilden, ab 16. November zu einer Familie Joost als Haushaltshilfe in die Heiligenstraße 13. Am 18. April 1944 wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt Düsseldorf-Grafenberg eingewiesen. Danach wurde sie zur Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde bei Meseritz verlegt und dort am 18. Mai 1944 ermordet.[26]
Hochdahler Straße 132
Karl Harhoff Hier wohnte
Karl Harhoff
Jg. 1915
Desertiert 12.3.1943
Wehrmachtsgefängnis Torgau
Kriegsgericht
Hingerichtet 12.8.1944
Berlin-Spandau
Stolperstein Karl Harhoff Hilden.jpg Karl Harhoff wurde am 14. Oktober 1915 in Hilden geboren. Während des Zweiten Weltkriegs soll er sich am 12. März 1943 unerlaubt von der Truppe entfernt haben. Er wurde daraufhin im Wehrmachtgefängnis Torgau inhaftiert und am 5. Juli 1944 vom Feldkriegsgericht des Zentralgerichts des Heeres, Berlin zum Tode verurteilt. Am 12. August 1944 wurde Karl Harhoff in Berlin-Spandau hingerichtet.[27]
Kirchhofstraße 14
Paul Levin Hier wohnte
Paul Levin
Jg. 1903
Flucht Holland
Interniert Westerbork
Deportiert
Auschwitz
Ermordet 28.2.1942
Stolperstein Paul Levin Hilden.jpg Paul Levin wurde am 31. Mai 1903 in Hilden geboren und war dort auch wohnhaft. Nach der Machtergreifung emigrierte er in die Niederlande. Von dort wurde er, wie auch seine Eltern und Geschwister, über das Durchgangslager Westerbork zum KZ Auschwitz deportiert. Am 28. Februar 1943 wurde er dort ermordet.[28]
Mettmanner Straße 34
Julius Kaupe Hier wohnte
Julius Kaupe
Jg. 1904
Flucht 1933 Belgien
1936 in den
Internationalen Brigaden
Spanien
Tot 26.11.1936
Stolperstein Julius Kaupe Hilden.jpg Julius Kaupe wurde am 30. März 1904 Mährisch Trübau (Moravská Třebová) geboren. Nach der Machtergreifung 1933 flüchtete der aktive Kommunist zunächst in die Niederlande und nach Belgien. Im Herbst 1936 schloss er sich dem Thälmann-Bataillon der Internationalen Brigaden in Spanien an, die dort gegen den Faschismus kämpften. Julius Kaupe kam während der Kämpfe bei Madrid am 26. November 1936 ums Leben.[29]
Mettmanner Straße 76
Henry Bernstein Hier wohnte
Henry Bernstein
Jg. 1896
Flucht Holland
Deportiert 1944
Ermordet 1944
Auschwitz
Stolperstein Henry Bernstein Hilden.jpg Henry Bernstein wurde am 21. Januar 1896 in Winsen (Luhe) geboren und war wohnhaft in Düsseldorf und Hilden. Am 8. Januar 1940 emigrierte er mit seinem Sohn Rolf in die Niederlande. Vom 6. Juni bis 2. August 1944 war er im Durchgangslager Westerbork inhaftiert und wurde von dort in das Ghetto Theresienstadt und am 28. September 1944 weiter in das KZ Auschwitz deportiert. Er wurde am 28. Februar 1945 ermordet und auf Grund fehlender Unterlagen für tot erklärt.[30][31]
Rolf Bernstein Hier wohnte
Rolf Bernstein
Jg. 1929
Flucht Holland
Deportiert 1944
Ermordet 1945
Auschwitz
Stolperstein Rolf Bernstein Hilden.jpg Rolf Bernstein wurde am 16. März 1929 in Düsseldorf geboren und war wohnhaft in Düsseldorf und Hilden. Am 8. Januar 1940 emigrierte er mit seinem Vater Henry in die Niederlande. Vom 6. Juni bis 31. Juli 1944 war er im Durchgangslager Westerbork inhaftiert und wurde von dort in das Ghetto Theresienstadt und am 23. Oktober 1944 weiter in das KZ Auschwitz deportiert. Er wurde am 28. Februar 1945 ermordet und auf Grund fehlender Unterlagen für tot erklärt.[32]
Mittelstraße 7–9
Betty Schweriner Hier wohnte
Betty Schweriner
Jg. 1871
Deportiert 1942
Theresienstadt
Ermordet in
Treblinka
Stolperstein Betty Schweriner Hilden.jpg Betty Kaufmann wurde am 6. Mai 1871 in Hilden geboren.und wohnte in Hilden, Essen und Düsseldorf. Am 21. Juli 1942 wurde sie von Düsseldorf zum Ghetto Theresienstadt deportiert, und von dort am 26. September 1942 zum Vernichtungslager Treblinka, wo sie ermordet wurde.[33]
Mittelstraße 37–39
Carl Herz Hier wohnte
Karl Herz
Jg. 1879
Opfer des Pogroms
Erstochen
9.11.1938
Stolperstein Karl Herz Hilden.jpg Carl Herz wurde am 30. November 1879 in Berghausen (Langenfeld) geboren und war wohnhaft in Heiligenhaus und Hilden. Er wurde am 10. November 1938 in Hilden Opfer des Pogroms.[34]
Liselotte Herz Hier wohnte
Liselotte Herz
Geb. Bloemendaal
Jg. 1911
Flucht Holland
Deportiert
Auschwitz
Ermordet 17.7.1942
Stolperstein Liselotte Herz Hilden.jpg Liselotte Bloemendaal wurde am 1. Oktober 1911 in Düsseldorf geboren und war wohnhaft in Heiligenhaus und Hilden. Am 5. Juli 1938 emigrierte sie in mit ihrem Ehemann Otto und dem erst einjährigen Sohn Manfred in die Niederlande. Am 15. Juli 1942 wurden sie über das Durchgangslager Westerbork in das KZ Auschwitz deportiert. Liselotte Herz wurde vermutlich am 17. Juli 1942 ermordet und auf Grund fehlender Unterlagen für tot erklärt.[35]
Manfred Herz Hier wohnte
Manfred Herz
Jg. 1937
Deportiert 1942
Auschwitz
Ermordet 17.7.1942
Stolperstein Manfred Herz Hilden.jpg Manfred Herz wurde am 21. Juni 1937 in Hilden geboren. Am 5. Juli 1938 emigrierte er mit seinen Eltern Otto und Liselotte Herz in die Niederlande. Am 15. Juli 1942 wurde die Familie über das Durchgangslager Westerbork in das KZ Auschwitz deportiert. Der gerade fünfjährige Manfred Herz wurde vermutlich am 17. Juli 1942 ermordet und auf Grund fehlender Unterlagen für tot erklärt.[36]
Otto Herz Hier wohnte
Otto Herz
Jg. 1910
Deportiert 1942
Auschwitz
Ermordet 15.8.1942
Stolperstein Otto Herz Hilden.jpg Otto Herz wurde am 7. März 1910 in Hilden geboren und war wohnhaft in Heiligenhaus und Hilden. Am 5. Juli 1938 emigrierte er in mit seiner Ehefrau Liselotte und dem erst einjährigen Sohn Manfred in die Niederlande. Am 15. Juli 1942 wurden sie über das Durchgangslager Westerbork in das KZ Auschwitz deportiert. Otto Herz wurde vermutlich am 14. August 1942 ermordet und auf Grund fehlender Unterlagen für tot erklärt.[37]
Mittelstraße 62
Emma Krämer Hier wohnte
Emma Krämer
Geb. Coopmann
Jg. 1871
Deportiert 1942
Theresienstadt
Ermordet 17.8.1943
Stolperstein Emma Kraemer Hilden.jpg Emma Coopmann wurde am 12. März 1871 in Linnich geboren und wohnte in Hilden. Am 21. Juli 1942 wurde sie von Düsseldorf zum Ghetto Theresienstadt deportiert und dort am 17. August 1943 ermordet.[38]
Josef Krämer Hier wohnte
Joseph Krämer
Jg. 1869
Eingewiesen 17.11.1941
’Heilanstalt’ Bendorf
Tot 20.5.1942
Stolperstein Joseph Kraemer Hilden.jpg Josef Krämer wurde am 25. April 1869 in Bensheim an der Bergstraße geboren und am 17. November 1941 in die ehemals Jacoby’sche Heil- und Pflegeanstalt Bendorf eingewiesen, wo er am 20. Mai 1942 starb.[39]
Mittelstraße 77
Helene Schmitz Hier wohnte
Helene Schmitz
Geb. Schlächter
Jg. 1876
Deportiert 1942
Ermordet in
Minsk
Stolperstein Helene Schmitz Hilden.jpg Helene Schlächter wurde am 8. Oktober 1876 in Nideggen geboren und wohnte in Benrath, Hilden und Düsseldorf. 1942 wurde sie zum Ghetto Minsk deportiert und für tot erklärt.[40]
Josef Schmitz Hier wohnte
Hier wohnte
Josef Schmitz
Jg. 1873
Deportiert 1942
Ermordet in
Minsk
Stolperstein Josef Schmitz Hilden.jpg Josef Schmitz wurde am 2. Februar 1873 in Wollersheim geboren und wohnte in Benrath, Hilden und Düsseldorf. Am 22. Juli 1942 wurde er zum KZ Theresienstadt, am 21. September weiter zum Vernichtungslager Treblinka deportiert und vermutlich im gleichen Jahr in Minsk ermordet.[41]
Mittelstraße 86
Sophie Israel Hier wohnte
Sophie Israel
Geb. Kopf
Jg. 1912
Aus Holland
Deportiert 1942
Auschwitz
Ermordet 31.8.1942
Stolperstein Sophie Israel Hilden.jpg Sophie Kopf wurde am 16. Dezember 1912 in München-Gladbach geboren. Sie wohnte in Hilden und nach Heirat mit Kurt Israel in Amsterdam. Von Amsterdam aus wurde sie 1942 zum KZ Auschwitz deportiert und dort am 31. August 1942 ermordet.[42]
Marianne Kopf Hier wohnte
Marianne Kopf
Geb. Katz
Jg. 1893
Abgeschoben 1938
Richtung Polen
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Stolperstein Marianne Kopf Hilden.jpg Marianne Katz wurde am 25. Dezember 1893 in Rosulna, Galizien, geboren, lebte später in Deutschland, wohnte in München-Gladbach und Hilden. Am 28. Oktober wurde sie zusammen mit ihrem Ehemann Tobias von Düsseldorf aus nach Zbąszyń (Bentschen) in Polen abgeschoben, hielt sich 1939 aber wieder in Hilden auf und wurde am 6. Juli 1939 erneut nach Polen abgeschoben. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt.[43]
Tobias Kopf Hier wohnte
Tobias Kopf
Jg. 1883
Abgeschoben 1938
Richtung Polen
Deportiert
Riga
Ermordet
Stolperstein Tobias Kopf Hilden.jpg Tobias Kopf wurde am 2. Februar 1883 in Rożniatów, Galizien, geboren. Er lebte seit 1902 in Deutschland, wohnte in München-Gladbach, Hilden und Gelsenkirchen. Am 28. Oktober wurde er zusammen mit seiner Ehefrau Marianne von Düsseldorf aus nach Zbąszyń (Bentschen) in Polen abgeschoben, hielt sich danach aber wieder in Gelsenkirchen auf und wurde von dort am 27. Januar 1942 zum Ghetto Riga deportiert und im November 1943 ermordet.[44]
Richrather Straße 15
Margarete Grünewald Hier wohnte
Margarete
Grünewald
Geb. Knopfmacher
Jg. 1890
Deportiert 1941
Ermordet in
Łódź
Stolperstein Margarete Grünewald Hilden.jpg Margarete Knopfmacher wurde am 14. Juni 1890 in Wongrowitz geboren und war wohnhaft in Hilden, Langenfeld (Rheinland) und Düsseldorf. Am 27. Oktober 1941 wurde sie zusammen mit ihrem Ehemann Max von Düsseldorf aus zum Ghetto Litzmannstadt (Łódź), und von dort am 6. Mai 1942 zum Vernichtungslager Kulmhof (Chełmno nad Nerem) deportiert, wo sie am 7. Mai 1942 ermordet wurde.[45]
Max Grünewald Hier wohnte
Max
Grünewald
Jg. 1874
Deportiert 1941
Ermordet in
Łódź
Stolperstein Max Grünewald Hilden.jpg Max Grünewald wurde am 24. November 1874 in Richrath (Langenfeld) geboren und war wohnhaft in Hilden, Langenfeld (Rheinland) und Düsseldorf. Am 27. Oktober 1941 wurde er zusammen mit seiner Ehefrau Margarete von Düsseldorf aus zum Ghetto Litzmannstadt (Łódź), und von dort am 6. Mai 1942 zum Vernichtungslager Kulmhof (Chełmno nad Nerem) deportiert, wo er am 7. Mai 1942 ermordet wurde.[46]
Richrather Straße 96
Hermann Klemens Hier wohnte
Hermann Klemens
Jg. 1900
Verhaftet
Erschossen 7.7.1933
’Fluchtversuch’
Stolperstein Hermann Klemens Hilden.jpg Hermann Klemens wurde am 12. August 1900 in Düsseldorf geboren und wohnte in Hilden, wo er am 7. Juli 1933 verhaftet, misshandelt und erschossen wurde.[47]
Walder Straße 26 a
Friedrich Wilhelm Beuer Hier wohnte
Friedrich Wilhelm
Beuer
Jg. 1909
’Heilanstalt’ Hadamar
Ermordet 29.1.1941
Stolperstein Friedrich Wilhelm Beuer Hilden.jpg Friedrich Wilhelm Beuer wurde am 1. Dezember 1909 in Hilden geboren, wo er auch wohnte. 1940 wurde er zum Stadtkrankenhaus Darmstadt gebracht, danach zum Philippshospital in Goddelau und weiter zur Landesheil- und Pflegeanstalt Weilmünster. Am 13. Januar 1941 folgte schließlich seine Einweisung in die Tötungsanstalt Hadamar, wo er am 29. Januar 1941 ermordet wurde.[48]
Walder Straße 222
Wilhelm Schmitt Hier wohnte
Wilhelm Schmitt
Jg. 1902
Gefängnis Coburg
Erschlagen 8.9.1933
Stolperstein Wilhelm Schmitt Hilden.jpg Wilhelm Schmitt wurde am 22. März 1902 in Hilden geboren, wo er auch lebte. Am 2. September 1933 wurde er verhaftet und am 4. September in der Koburg im Neandertal bei Mettmann inhaftiert und am 8. September 1933 dort erschlagen.[49]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stolpersteine in Hilden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Agrippina Akimowa. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 10–11.
  2. Berta Grabowski im Gedenkbuch
  3. Maria Henriette Grabowski im Gedenkbuch
  4. Helene Wahle im Gedenkbuch
  5. Wolfgang Wennig: Geschichte der Hildener Industrie. Stadtarchiv Hilden 1974, S. 160–161.
  6. Ilka Platzek: Hilden: Historiker schildert Hildener Pogrome. In: Rheinische Post. 22. November 2012, abgerufen am 25. August 2016.
  7. Ernst Willner im Gedenkbuch
  8. Daniel Oelbracht: Hilden: Ausweg aus der Anonymität. In: Rheinische Post. 28. Oktober 2008, abgerufen am 25. August 2016.
  9. Eugenie Willner im Gedenkbuch
  10. Bertha Herz im Gedenkbuch
  11. Erna Herz im Gedenkbuch
  12. Sigesmund Herz im Gedenkbuch
  13. Jawdocha Bjelouss. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 20–21.
  14. Paul Krey. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 22–23.
  15. Erna Kaufmann im Gedenkbuch
  16. Sebastian Brinkmann: Hilden: Flucht endete im KZ. In: Rheinische Post. 2. Februar 2007, abgerufen am 25. August 2016.
  17. Barbara Suchy: Leo Meyer aus Hilden. Droste Verlag, Düsseldorf 2016, S. 19–21.
  18. Hannelore Edith Meyer im Gedenkbuch
  19. Minna Meyer im Gedenkbuch
  20. Nathan Meyer im Gedenkbuch
  21. Leo Meyers Progrombericht. In: Barbara Suchy: Leo Meyer aus Hilden, Droste Verlag, Düsseldorf 2016, S. 32–36.
  22. Klara Wege im Gedenkbuch
  23. Hendrika Grüter. In: Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 28–29.
  24. Siegmund Sommer. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 28–29.
  25. Katharina Gammel. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 30–31.
  26. Antonina Tscherbakowa. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 32–33.
  27. Karl Harhoff. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 34–35.
  28. Paul Levin. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 36–37.
  29. Hildener Antifaschistische Initiative: Antifaschistischer Stadtführer 2008. Hilden 2008, S. 15.
  30. Henry Bernstein im Gedenkbuch
  31. Susanne Röhr: Hilden: Steine als Anstoß. In: Rheinische Post. 26. Oktober 2006, abgerufen am 25. August 2016.
  32. Rolf Bernstein im Gedenkbuch
  33. Betty Schweriner im Gedenkbuch
  34. Carl Herz im Gedenkbuch
  35. Liselotte Herz im Gedenkbuch
  36. Manfred Herz im Gedenkbuch
  37. Otto Herz im Gedenkbuch
  38. Emma Krämer im Gedenkbuch
  39. Josef Krämer. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 46–47.
  40. Helene Schmitz. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 48–49.
  41. Josef Schmitz. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 48–49.
  42. Sophie Israel. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 50–51.
  43. Marianne Kopf im Gedenkbuch
  44. Tobias Kopf im Gedenkbuch
  45. Margarete Grünewald im Gedenkbuch
  46. Max Grünewald im Gedenkbuch
  47. Hermann Klemens. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 54–55.
  48. Friedrich Wilhelm Beuer. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 56–57.
  49. Wilhelm Schmitt. In: Arbeitskreis Stolpersteine in Hilden (Red.): Steine gegen das Vergessen – Stolpersteine in Hilden. 2. Auflage. Hilden 2013, S. 58–59.