Ludesch

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Ludesch
Wappen von Ludesch
Ludesch (Österreich)
Ludesch
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bludenz
Kfz-Kennzeichen: BZ
Fläche: 11,26 km²
Koordinaten: 47° 12′ N, 9° 47′ OKoordinaten: 47° 11′ 40″ N, 9° 46′ 54″ O
Höhe: 555 m ü. A.
Einwohner: 3.448 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 306 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6713
Vorwahl: 05550
Gemeindekennziffer: 8 01 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Raiffeisenstrasse 56
6713 Ludesch
Website: www.ludesch.at
Politik
Bürgermeister: Dieter Lauermann
Gemeindevertretung: (2015)
(24 Mitglieder)

18 Gemeinsam für Ludesch
6 LUTZ

Lage der Gemeinde Ludesch im Bezirk Bludenz
Bartholomäberg Blons Bludenz Bludesch Brand Bürs Bürserberg Dalaas Fontanella Gaschurn Innerbraz Klösterle Lech Lorüns Ludesch Nenzing Nüziders Raggal Sankt Anton im Montafon Sankt Gallenkirch Sankt Gerold Schruns Silbertal Sonntag Stallehr Thüringen Thüringerberg Tschagguns Vandans VorarlbergLage der Gemeinde Ludesch im Bezirk Bludenz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Ludesch, Blick von der L88
Ludesch, Blick von der L88
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Ludesch (römisch Ludasko) ist eine österreichische Gemeinde mit 3448 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Walgau in Vorarlberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludesch liegt am südöstlichen Ufer der Lutz, noch im Walgau, aber am Eingang zum Großen Walsertal. Das Ortszentrum befindet sich auf 555 m ü. A.. Im Norden und Nordwesten wird das Gemeindegebiet von der Lutz begrenzt, im Süden von der Ill.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Ludesch (3.335)
  • Ludescherberg (69)

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Ludesch.

Ludesch bildet gemeinsam mit den benachbarten Gemeinden Thüringen, Bludesch und Thüringerberg die Blumenegg-Gemeinden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thüringerberg St. Gerold Raggal
Thüringen
Bludesch
Nachbargemeinden
Nenzing Nüziders

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher war die Gemeinde Zentrum für Landwirtschaft und Gemüseanbau, heute gibt es in der Gemeinde auch zahlreiche Industrie- und Handwerksbetriebe.

Ludesch war Teil der reichsunmittelbaren Herrschaft Blumenegg, stand damit von 1603 bis 1802 im Besitz der Fürstabtei von Weingarten und ging mit dieser nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1802 an Oranien-Nassau. 1804 erwarben die Habsburger die gesamte Herrschaft im Tauschwege, seitdem ist Ludesch Teil von Österreich. [2]

Einen Aufschwung erhielt die Gemeinde durch die Einrichtung einer Poststelle und der Bau der Arlbergbahn in den Jahren 1871/72. Um die Jahrhundertwende (19./20. Jh.) entwickelten sich die ersten Gewerbe- sowie Handelsbetriebe. Seit den 1980er Jahren siedeln sich zunehmend unterschiedliche Wirtschaftsbetriebe an. [3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 13,7 Prozent.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht seit dem Jahr 2005 aus 24 Mitgliedern (zuvor 21 Mandatare). Von diesen gehören nach der Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Vorarlberg 2015 18 der Liste „Gemeinsam für Ludesch“ und 6 der 2005 gegründeten Liste „LUTZ - Ludesch Unabhängig Transparent Zukunftsorientiert“ an.

Bürgermeister
  • bis 2008 Paul Ammann (ÖVP)
  • seit 2008 Dieter Lauermann (Gemeinsam für Ludesch)

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen entstand im Jahre 1968 nach einem Entwurf des Schrunser Künstlers und Heraldikers Konrad Honold.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Pfarrkirche Ludesch
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ludesch
  • Alte Pfarrkirche Ludesch: Die dem hl. Martin geweihte Kirche ist das Wahrzeichen des Ortes. Der Mangel an Friedhofsraum und das Bestreben, die Vorfahren zu erhalten, führte dazu, dass dort ein Beinhaus eingerichtet wurde.
  • Neue Pfarrkirche Ludesch: Die barocke Kirche hl. Sebastian wurde von 1637 bis 1639 mit der Unterstützung des Landvogtes Johann Rudolf von der Halden erbaut und 1640 zur Pfarrkirche erhoben.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2003 49 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 408 Beschäftigten und 45 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 1.280. Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle, der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 40,6 %.

Die Firma Rexam produziert in Ludesch Alu-Dosen für Red Bull und Rauch Fruchtsäfte.[4]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort wurden im Jänner 2003 180 Schüler gezählt.

In Ludesch gibt es einen Kindergarten und eine Montessori-Volksschule.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ludesch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Manfred Tschaikner: 200 Jahre Blumenegg bei Österreich. (1804-2004). Ausstellung. 2. Auflage. Vorarlberger Landesarchiv, Bregenz 2004 (PDF)
  3. Gemeinde Ludesch: Über Ludesch
  4. Rexam baut Dosenfabrik für Red Bull und Rauch (Memento vom 28. Februar 2011 im Internet Archive) Wirtschaftsblatt, 3. Juni 2006