Red Bull

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Red Bull (Begriffsklärung) aufgeführt.
Red Bull
Red Bull Produkt logo.svg
Besitzer/Verwender Red Bull GmbH
Einführungsjahr 1987
Produkte Energy-Drink
Märkte Weltweit
Website redbull.com
Red-Bull-Werbefahrzeug in der Schweiz

Red Bull (englisch für roter Stier) ist ein Energy-Drink des österreichischen Unternehmens Red Bull GmbH.

Unternehmen und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red-Bull-Zentrale in Fuschl am See
Hauptartikel: Red Bull GmbH

Die Idee für taurinhaltige Getränke kam aus Japan, wo sie nach dem Zweiten Weltkrieg japanischen Piloten zur Steigerung der Leistung verabreicht wurden. Aus Thailand importierte der Erfinder von Red Bull, Dietrich Mateschitz, später die Idee nach Europa. Bei einem Besuch 1982 in Thailand stellte er fest, dass ein Getränk namens Krating Daeng ihm half, den Einfluss des Jetlags zu überwinden.[1] Er übernahm Name, Marketingkonzept und die Grundrezeptur, passte diese dem westlichen Geschmack an und ging damit 1987 auf den österreichischen Markt. Ende der 1980er Jahre wurde Red Bull vor allem durch geschicktes Marketing in der alternativen Jugend- und Club-Szene (Techno, Mountainbiking, Snowboarding) erfolgreich.

Von Beginn an wurde über gesundheitliche Gefahren sowie langwierige Zulassungsverfahren für einzelne Inhaltsstoffe diskutiert. Dadurch verzögerte sich die Marktzulassung in Österreich und später in Deutschland und anderen Ländern. Mitunter wurde dies in manchen Medien als Verbot kolportiert. Es entstand wiederum ein „Hype“ um dieses für den europäischen Markt neue Getränk. In Frankreich blieb der Energy Drink tatsächlich verboten, bis Red Bull 2008 das Taurin durch Arginin ersetzte. Die französischen Behörden stützten dieses Verbot auf angebliche Gesundheitsschäden durch den übermäßigen Konsum von Red Bull. Der Europäische Gerichtshof entschied 2004, dass das französische Verkaufsverbot nicht gegen die Warenverkehrsfreiheit verstößt. Ähnliche Verbote bestanden bis Anfang 2009 in Dänemark und Norwegen. Im Mai 2008 wurde ein Abkommen zur Wiederzulassung von Red Bull mit Taurin in Frankreich unterzeichnet und seit 15. Juli 2008 ist das originale Getränk wieder erhältlich.[2][3]

Red Bull hat keine eigenen Produktionsstätten, sondern lässt das Getränk bei der Firma Rauch Fruchtsäfte in Nüziders[4] (Vorarlberg) produzieren und abfüllen. Für den Export wird Red Bull nicht als Konzentrat produziert, sondern fertig in Dosen abgefüllt auch nach Übersee exportiert. Für den amerikanischen Markt wird es von Rauch in der Schweiz abgefüllt, wo ein Werk in Widnau SG errichtet wurde. Dieser Standort wurde gewählt, um bei Handelsstreitigkeiten zwischen der EU und den USA nicht betroffen zu sein.[5]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptvariante[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red Bull Energy Drink, meist nur Red Bull genannt, besteht hauptsächlich aus Wasser, Zucker (Saccharose, Glucose oder Aspartam in der zuckerfreien Variante), Coffein und Taurin und zugesetzten Vitaminen. Red Bull basiert auf dem hauptsächlich in Thailand verbreiteten Energy-Drink Krating Daeng (กระทิงแดง, dt. „roter Gaur“). Laut Herstellerangaben soll das Getränk eine belebende Wirkung sowie leistungssteigernde Eigenschaften haben, die sich aus der Zusammensetzung seiner Inhaltsstoffe ergeben sollen. Der Koffeingehalt einer Dose (250 ml) entspricht mit 80 Milligramm etwa dem einer Tasse Filterkaffee. Wie die meisten Energiegetränke entspricht eine Dose Red Bull einem kleinen Mokka mit viel Zucker.

Seit 2003 gibt es die zuckerfreie Variante Red Bull Sugarfree mit einem Energiegehalt von 35 kJ pro Dose (zum Vergleich: 485 kJ in der zuckerhaltigen Variante) und seit 2012 auch die Variante Red Bull Zero Calories (4,5 kJ pro Dose).[6] Als Süßungsmittel wird Aspartam verwendet. Seit Anfang 2007 gibt es neben der bis dahin üblichen 250-ml-Dose eine größere mit 355 ml, wobei die hohe, schmale Form beibehalten wurde. Ebenfalls erhältlich ist seit Anfang 2009 auch eine Dose mit 473 ml Inhalt, die Form der Dose wurde beibehalten, und seit 2015 auch eine 330-ml-Dose. Seit den frühen 1990er Jahren wird Red Bull auch in Glasflaschen zu 250 ml Inhalt angeboten. Als Folge des deutschen Einwegpfandes gibt es seit 2008 Red Bull auch in 250-ml-PET-Dosen sowie in 330-ml-PET-Flaschen. Diese wurden hauptsächlich für das Angebot bei Discountern wie Netto Marken-Discount entwickelt, ohne andere Getränkedosen aus Aluminium oder Weißblech zurücknehmen zu müssen.

Red Bull ist kein alkoholisches Getränk, es wird jedoch in Lokalen oft als Longdrink mit Wodka gemischt unter dem Namen Flügerl (Anspielung auf ein Red-Bull-Motto) angeboten. In der Schweiz wird der Name Gummibärli verwendet, Vodka Energy (Red Bull mit klarem Wodka), FlyingHirsch oder auch kurz Flirsch (Red Bull mit Jägermeister), Ferrari (Red Bull mit rotem Wodka, auch RedRed) oder Vodkabull (Red Bull mit schwarzem Wodka). Dieses Restaurantangebot besteht obwohl die Dosen in manchen Ländern mit der Warnung „nicht mit Alkohol mischen“ beschriftet sind.

Red Bull ist (Stand Ende 2015) in mehr als 167 Ländern erhältlich und 2013 wurden über 5,38 Milliarden Dosen verkauft. Der Umsatz stieg auf mehr als 5 Milliarden Euro.[7] Trotz zahlreicher Nachahmerprodukte hält Red Bull bei den Energy Drinks (Stand von 2010) deutschlandweit einen Marktanteil von etwa 26 %. In den USA liegt der Marktanteil bei knapp 40 % (Stand 2011).[8]

Nebenvarianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 20. Oktober 2009 wird in Deutschland der Red Bull Energy Shot angeboten. Der „Energy Shot“ ohne Kohlensäure wird in pfandfreien Kunststofffläschchen mit 60 ml Inhalt angeboten, wobei der Koffeingehalt mit 133 mg/100 ml höher ist als bei den üblichen Red-Bull-Dosen. Somit enthält ein „Energy Shot“ in 60 ml die gleiche Menge Koffein wie eine 250-ml-Dose reguläres Red Bull.[9] Laut Information der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)[10] handelt es sich bei den Energy shots um keinen Energydrink im herkömmlichen Sinn, sondern diese Produkte werden als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben.

Red Bull in der Special-Edition Red, Blue und Silver

Auf den Fläschchen der Red-Bull Energy Shot Labels ist in Österreich folgender Sicherheitshinweis abgedruckt, welcher aufgrund der Nahrungsergänzungsmittelverordnung verpflichtend ist:

„Dieses Produkt ist kein Ersatz für eine abwechslungsreiche Ernährung und sollte außerhalb der Reichweite von Kindern gelagert werden. Empfohlene Tagesdosis: 1 Flasche. Die empfohlene Tagesdosis ist nicht zu überschreiten.“

Seit September 2011 gibt es zusätzlich „Special Editions“ von Red Bull Energy Drink in drei Geschmacksrichtungen: als Red Edition (Cranberry), Blue Edition (Heidelbeere) und Silver Edition (Limette). Jede Sorte kostet so viel wie ein herkömmliches Red Bull. Die Special Editions basieren auf der gleichen Formel wie Red Bull Energy-Drink. Ähnliche Variationen gab es bereits zuvor. Damals in den Geschmacksrichtungen Frucht, Cola (nicht zu verwechseln mit dem Red-Bull-Cola) und Kaffee.

Später kam noch eine weitere Geschmacksrichtung hinzu: als Summer Edition (Tropical) in einer gelben Dose.

Seit 2016 gibt es auch eine Summer Edition (Apfel-Kiwi) in einer grünen Dose und die Spring Edition (Kirschblüte) in einer pinken Dose, die gelbe Summer Edition wird seither auch mit dem Namen Yellow Edition verkauft.

Inhaltsstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zutaten laut Angabe auf der Dose sind (in Österreich und Deutschland, Red Bull mit Zucker): Wasser, Saccharose, Glucose, als Säureregulator Natriumcitrate, Kohlensäure, dazu sind Taurin (0,4 %), Koffein (0,03 %), Vitamine (Niacin, Pantothensäure, B6, B12) zugefügt, sowie Aromen und Farbstoffe (Zuckerkulör, Riboflavin).

Red Bull Energy-Shot-Flasche 60 ml

Zutaten laut Angabe auf den Energy-Shot-Flaschen (60 ml) sind (in Deutschland): Wasser, Saccharose, Glucose, Taurin (1 g auf 60 ml), als Säuerungsmittel Zitronensäure und als Säureregulator Natriumcitrate, Koffein (80 mg je 60 ml), Glucuronolacton, Inosit, Vitamine (Niacin, Pantothensäure, B6, B12), als Süßungsmittel Sucralose, als Antioxidationsmittel Ascorbinsäure und dazu Aroma und Farbstoffe (einfache Zuckerkulör, Riboflavin).

Wirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mentale Leistungseffekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Red Bull (wie andere Energy-Drinks) steigert laut Studien die momentane geistige Leistungsfähigkeit, was sich an einer schnelleren Reaktionszeit beispielsweise bei Entscheidungsaufgaben, einer besseren Konzentration und einer Verbesserung der Erinnerungsleistung bei Gedächtnisaufgaben zeigen soll.[11] Die leistungssteigernden Effekte seien hauptsächlich mit der Coffeinwirkung[12], aber möglicherweise auch mit der speziellen Kombination der Inhaltsstoffe[11] zu erklären.[11][12]

Die Wirkung von Koffein ist unbestritten, die EFSA hat mehrere Vermutungen zum Thema Koffein überprüft. Als Ergebnis wurden vier eindeutige Effekte nachgewiesen:[13]

  • Steigerung der körperlichen Performance bei Übungen mit hoher Intensität aber kurzer Dauer
  • Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit
  • Steigerung der Ausdauer
  • Reduktion der selbstwahrgenommenen Erschöpfung

Eine Studie der Universität Utrecht hat herausgefunden, dass die Einnahme von Red Bull vor langen Autofahrten förderlich für die Fahrer ist. Die Effekte sind reduzierte Müdigkeit und höhere Fahrperformance nach dem Konsum.[14]

Es gibt jedoch auch Studien, die das Gegenteil behaupten und nahelegen, dass ein gesunder Mittagsschlaf von 50 bis 60 Minuten die gleichen, sogar bessere Ergebnisse erzielen kann. In dieser Studie wird in Betracht gezogen, dass die scheinbaren Verbesserungen der Leistungsfähigkeit bei der Aufnahme von Koffein möglicherweise auf eine Aufhebung von Entzugserscheinungen durch die Koffeinzufuhr bei den Testpersonen zurückzuführen sind.[15][16]

Sportliche Leistungseffekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine offene Dose Red Bull (Silver Edition)

Die sportliche Leistungsfähigkeit wird durch Red Bull (und vergleichbare Produkte) zum Teil positiv beeinflusst. Dies dürfte nicht lediglich auf die Coffeinwirkung, sondern auf die Kombination der verschiedenen Inhaltsstoffe zurückzuführen sein.[11][17][18][19] Mit dem Ausdruck „anaerobe Leistungsfähigkeit“ bezeichnet man die Muskelleistung, welche ohne (oder mit deutlich ungenügender) Sauerstoffversorgung produziert werden kann. Im Wingate-Test, bei dem auf einem Fahrradergometer für 30 Sekunden mit maximaler Geschwindigkeit gegen einen größeren, konstanten Widerstand getreten wird, ergab sich bei drei Runden mit jeweils zwei Minuten Erholungszeit dazwischen keine Leistungsverbesserung oder -verschlechterung durch Red Bull.[20]

Eine weitere randomisierte Doppelblindstudie mit Studenten ergab keine besseren Wingate-Testleistungen durch Red Bull.[21] Im gewissen Gegensatz dazu stellte Alford eine Leistungsverbesserung bezüglich der Aufrechterhaltung der maximalen Geschwindigkeit auf dem Fahrradergometer fest.[11] Bei drei Serien Bankdrücken mit einer Belastung von 70 % der Maximalkraft und einer Pause von jeweils einer Minute dazwischen zeigte sich eine statistisch signifikante Leistungssteigerung in Form von mehr möglichen Wiederholungen durch Red Bull.[20]

Die aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit bezeichnet die Leistung, welche mit vollständiger Sauerstoffversorgung produziert werden kann. Alford stellte eine statistisch signifikante Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit auf dem Fahrradergometer im Bereich von 65 % bis 75 % der maximalen Herzfrequenz fest.[11] Auch Geiss stellte bei Ausdauersportlern eine Verbesserung der aeroben Ausdauer fest, die von der Kombination der Substanzen und dem Vorhandensein von Taurin abhingen.[19] Echokardiographische Untersuchungen an trainierten Ausdauersportlern ergaben einen messbaren Einfluss von Red Bull auf die Herzmuskelarbeit, der die reine Koffeinwirkung überstieg.[17] Die Beibehaltung einer maximalen Geschwindigkeit auf dem Fahrradergometer wird durch Red Bull positiv beeinflusst.[11]

Mögliche Gesundheitsrisiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das in Kanada verkaufte Red Bull ist eine koffeinierte Version des thailändischen Krating Daeng. Bis Ende 2004 durfte es in Kanada nicht verkauft werden. Seither müssen die zum Verkauf zugelassenen Dosen einen Warnhinweis tragen: „Achtung: Enthält Koffein. Nicht empfohlen für Kinder, schwangere oder stillende Frauen, Personen mit Koffeinsensibilität; nicht mit Alkohol mischen. Nicht mehr als 500 Milliliter pro Tag konsumieren.“ Derartige Warntexte sind auf den in den USA oder in Großbritannien verkauften Dosen nicht angebracht.

Ein Test der Zeitschrift Öko-Test kam im Jahr 2007 zu dem Ergebnis, dass das Getränk zu viel Zucker, überflüssige Vitamine und problematische Inhaltsstoffe aufweist. Die Gesamtnote des Tests war mangelhaft.[22] Unter anderem betonte das Magazin, dass das Getränk wie die meisten Produkte seiner Klasse für Sportler ungeeignet ist, da der hohe Zuckergehalt die Flüssigkeitsaufnahme in den Körper blockiert. Dem entgegen steht eine wissenschaftliche Beurteilung der EFSA. In einer Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass die Einnahme von Energy Drinks keinen Einfluss auf die Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit hat.[23] Red Bull belastet wie auch andere zuckerhaltige Getränke den Zahnschmelz und kann einen Beitrag zu dessen Schädigung leisten.[24]

Ärzte der Weltgesundheitsorganisation warnen vor Gefahren, insbesondere beim gemeinsamen Genuss mit Alkohol.[25] Neben möglichen Wechselwirkungen mit anderen Inhaltsstoffen wirkt das Koffein der durch Alkohol normalerweise verursachten Schläfrigkeit entgegen. Konsumenten fühlen sich länger wach und lassen sich leicht dazu verleiten, deutlich größere Mengen an Alkohol zu sich zu nehmen, als sie es ohne das Koffein getan hätten.

Werbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Audi mit dem Logo der Red Bull GmbH in der DTM

Den kommerziellen Erfolg verdankt das im Vergleich zu anderen „Soft Drinks“ relativ teure Getränk neben der behaupteten belebenden Wirkung der Werbung (Slogan: „Red Bull verleiht Flügel“). Urheber des Slogans, sowie der gesamten Comic-Spot-Kampagne, ist Johannes Kastner mit seiner Agentur Kastner & Partners.[26]

Das Unternehmen sponsert eine Vielzahl sportlicher Veranstaltungen, vor allem im Bereich Extremsport. Zu den bekanntesten Veranstaltungen gehören die Freestyle-Motocross-Serie „Red Bull X-Fighters“ sowie die Luftrennen-Serie „Red Bull Air Race Series“ und „Red Bull Crashed Ice“. Außerdem engagiert sich Red Bull mit den beiden Teams Red Bull Racing und Scuderia Toro Rosso in der Formel 1. Seit 10 Jahren ist Red Bull für das Sponsoring der Breakdance-Weltmeisterschaft Red Bull BC One bekannt. Weitere Veranstaltungen sind der Red Bull Flugtag und das Red Bull Seifenkistenrennen.

In den Bereichen Fußball und Eishockey ist Red Bull als Sponsor der Vereine RB Leipzig, FC Red Bull Salzburg, New York Red Bulls, Red Bull Ghana, Red Bull Brasil sowie EC Red Bull Salzburg und EHC Red Bull München vertreten. Vor allem das Engagement in Leipzig sorgte jedoch bei Fangruppierungen anderer Vereine für teils stark ablehnende Reaktionen, in Österreich wurde nach dem Einstieg des Unternehmens von ehemaligen Fans der SV Austria Salzburg gegründet.

Weltweite Aufmerksamkeit erregte der von Red Bull finanzierte Stratosphären-Sprung Red Bull Stratos von Felix Baumgartner. Der Sender n-tv übertrug den Sprung in Deutschland an einem Sonntagabend live und erreichte mit 7,1 Millionen Zuschauern kurzzeitig einen Marktanteil von 19,9 Prozent.[27]

Im Oktober 2014 wurde Red Bull wegen seiner generell irreführenden Werbung „Red Bull verleiht Flügel“ vor einem New Yorker Gericht verklagt. Das Unternehmen stimmte einem gerichtlichen Vergleich zu und zahlte dem Kläger 13 Millionen US-Dollar Schadensersatz.[28] Der Fall erregte amerikaweit große Aufmerksamkeit, sogar TV-Größen wie Ellen de Generes nahmen sich der Thematik an und behandelten sie in ihren Shows auf satiristische Weise.[29]

Tödliche Unglücksfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das auf Extremsportarten fokussierte Marketing von Red Bull wird seit 2009 kritisiert. Bei Red-Bull-Veranstaltungen und Aktionen im Zusammenhang mit Werbemaßnahmen sind eine Reihe von Sportlern tödlich verunglückt.[30][31][32]

Zu den bekannt gewordenen Unglücken zählen folgende:

  1. Der Motorradfahrer Toriano Wilson verunglückte beim „Red Bull AMA U. S. Rookies Cup“ am 17. August 2008 tödlich. Er wurde von den nachfolgenden Fahrern überrollt.
  2. Der US-Amerikaner Caleb Moore wurde am 24. Januar 2009 bei den „Winter X-Games“ bei einem Backflip von seinem Schneemobil getroffen. Er verstarb wenige Zeit später.[33]
  3. Shane McConkey kam am 26. März 2009 bei einem Fallschirmsprung vom Sass Pordoi um.
  4. Eli Thompson kam am 28. August 2009 bei einem Sprung mit dem Wingsuit um.
  5. Der Basejumper Ueli Gegenschatz verunglückte am 11. November 2009 beim Sprung vom Sunrise Tower in Zürich und starb zwei Tage später.
  6. Am 28. Februar 2013 starb der japanische Motocrossfahrer Eigo Sato beim Training für „Red Bull X-Fighters“ bei einem missglückten Backflip.
  7. Guido Gehrmann starb am 1. Mai 2013 beim Absturz seines Microjets Bede BD-5J.[34]
  8. Matilda Rapaport verstarb jung verheiratet am 18. Juli 2016 nach einem Unfall zu Dreharbeiten für einen Red Bull Werbespot.[35]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • S. C. Forbes, D. G. Candow, J. P. Little, C. Maqnus, P. D. Chilibeck: Effect of Red Bull energy drink on repeated Wingate cycle performance and bench-press muscle endurance. In: International Journal of Nutrition and Exercise Metabolism. Band 17, Nr. 5, 2007, S. 433–444, PMID 18046053.
  • Erin Mueller, Leah Rado, Megan Weise, Trevor Cass: Effects of Red Bull on Wingate Testing of College ages Students. In: Journal of Ungraduate Kinesiology Research. Band 2, Nr. 2, 2007, S. 12–18 (Pdf-Fulltextversion (englisch)).
  • Wolfgang Fürweger: Die Red-Bull-Story. Der unglaubliche Erfolg des Dietrich Mateschitz. Ueberreuter, Wien 2008, ISBN 978-3-8000-7321-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Red Bull – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Kategorie: Red Bull – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Face value: Selling energy. Economist.com. 9. Mai 2002. Abgerufen am 22. Juni 2009: „How Dietrich Mateschitz turned Red Bull into a cult tipple“
  2. Red Bull startet in Frankreich. In: Salzburger Nachrichten online. 18. Mai 2008, abgerufen am 14. November 2008.
  3. Wolfgang Syrowatka: Red Bull nun auch in Frankreich im Handel. In: Homepage der Industriellenvereinigung Salzburg. 15. Juli 2008, abgerufen am 14. November 2008.
  4. Fruchtsafthersteller investiert in Dosenabfüllung auf ORF vom 14. Februar 2013 abgerufen am 31. Mai 2016
  5. Rauch kauft in Widnau dazu. iv-vorarlberg.at, abgerufen am 26. Juli 2011.
  6. What are the Red Bull Editions? auf: energydrink.redbull.com
  7. Red Bull Unternehmen. energydrink-at.redbull.com, abgerufen 5. Mai 2014
  8. Red Bull Marktanteil. statista.com, abgerufen 5. Mai 2014
  9. Red Bull stellt neuen „Energy Shot“ vor. planetsnow.de, abgerufen 5. Mai 2014.
  10. AGES Website
  11. a b c d e f g C Alford, H Cox, R. Westcott: The effects of red bull energy drink on human performance and mood. In: Amino Acids. Band 21, Nr. 2, 2001, PMID 11665810.
  12. a b F. van den Eynde, P.C. van Baelen, M. Portzky, K. Audenaert: Energy drink effects on cognitive performance (Memento vom 21. Dezember 2008 im Internet Archive). In: Dutch Journal of Psychiatry (Tijdschrift voor Psychiatrie). Band 50, Nr. 5, 2008, S. 273–281 (Abstract).
  13. EFSA NDA Panel (EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies), 2011. Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to caffeine and increase in physical performance during short-term high-intensity exercise (ID 737, 1486, 1489), increase in endurance performance (ID 737, 1486), increase in endurance capacity (ID 1488) and reduction in the rated perceived exertion/effort during exercise (ID 1488, 1490) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006. EFSA Journal 2011;9(4):2053, 24 pp. doi:10.2903/j.efsa.2011.2053
  14. Mets et al.: Positive effects of Red Bull® Energy Drink on driving performance during prolonged driving. Psychopharmacology (Berl). 2011 Apr;214(3):737-45. doi:10.1007/s00213-010-2078-2. PMID 21063868.
  15. SC Mednick, DJ Cai, J Kanady, SP. Drummond: Comparing the benefits of caffeine, naps and placebo on verbal, motor and perceptual memory. PMID 18554731
  16. Caffeine No Substitute for a Nap to Enhance Memory
  17. a b M Baum, M Weiss: The influence of a taurine containing drink on cardiac parameters before and after exercise measured by echocardiography. In: Amino Acids. Band 20, Nr. 1, 2001, S. 75–82, PMID 11310932.
  18. Eli W. Erlick: Red Bull Energy Drink: „Special Ingredients“ or a Caffeine and Sugar Effect? In: Project Number J1510. California State Science Fair, 2007, abgerufen am 21. Juli 2008 (PDF; 13 kB, englisch).
  19. a b K. R. Geiß, I. Jester, W. Falke, M. Hamm, K.-L. Waag: The effect of a taurine-containing drink on performance in 10 endurance-athletes. In: Amino Acids. Band 7, Nr. 1, 1994 (Abstract).
  20. a b SC Forbes, DG Candow,, JP Little, C Maqnus, PD Chilibeck: Effect of Red Bull energy drink on repeated Wingate cycle performance and bench-press muscle endurance. In: International Journal of Nutrition and Exercise Metabolism. Band 17, Nr. 5, 2007, S. 433–444, PMID 18046053.
  21. Erin Mueller, Leah Rado, Megan Weise, Trevor Cass: Effects of Red Bull on Wingate Testing of College ages Students. In: Journal of Ungraduate Kinesiology Research. Band 2, Nr. 2, 2007, S. 12–18 (PDF Volltext).
  22. Ökotest, Nr. 8/2007, S. 28 ff.
  23. EFSA NDA Panel (EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies) 2015. Scientific Opinion on the safety of caffeine. EFSA Journal 2015;13(5):4102, 120 pp. doi:10.2903/j.efsa.2015.4102
  24. BM Owens: The potential effects of pH and buffering capacity on dental erosion. In: General Dentistry. Band 55, Nr. 6, 2007, S. 527–531, PMID 18050578.
  25. Felicitas Witte: Energy-Drinks: Riskanter Kick aus der Dose, 17. Oktober 2014, abgerufen am 19. Dezember 2015
  26. Wolfgang Fürweger: Die Red-Bull-Story. Der unglaubliche Erfolg des Dietrich Mateschitz. Ueberreuter, Wien 2008, ISBN 978-3-8000-7321-4, S. 18 ff.
  27. Besser als ARD-„Tagesschau“: Baumgartner bringt n-tv Traumquote. Spiegel online Kultur, 15. Oktober 2012.
  28. derenergieblog.de: Red Bull werden die Flügel gestutzt
  29. Red Bull gives you wings Auszug aus einer Ellen De Generes Show
  30. Tod eines Extremsportlers: Scharfe Kritik an Red Bull. diepresse.com, abgerufen am 19. November 2009.
  31. Helmar Büchel: Die dunkle Seite von Red Bull. Dokumentarfilm in Das Erste (2013), abgerufen am 9. Mai 2013
  32. Marcus Hellwig: Achter tödlicher Unfall. Das Red-Bull-Drama. bild.de vom 5. Mai 2013, abgerufen am 14. Mai 2014
  33. xgames.espn.go.com
  34. heute.at
  35. Werbedreh für „Red Bull“ Freeski-Profi Matilda Rapaport stirbt nach Lawinenunglück, auf: ksta.de, vom 19. Juli 2016, abgerufen 20. Juli 2016