Métrolinie 12 (Paris)

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Strecke der Métrolinie 12 (Paris)
Karte
Streckenlänge: 15,3 km
Eröffnung: 1910
Fahrgäste (täglich): 197.000
Stationen: 29
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Mairie d’Aubervilliers (ab 2019)
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Aimé Césaire (ab 2019)
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Canal Saint-Denis
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Wendegleis
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Front Populaire
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Wendegleis
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Petite Ceinture
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Porte de la Chapelle T3bLogo Paris tram ligne3b.svg
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Marx Dormoy
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Paris–Lille / RER B / RER D
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Marcadet – Poissonniers 04Paris m 4 jms.svg
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Jules Joffrin
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Lamarck – Caulaincourt
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Abbesses
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Pigalle 02Paris m 2 jms.svg
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Saint-Georges
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Notre-Dame-de-Lorette
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Trinité – d’Estienne d’Orves
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Saint-Lazare EParis rer E jms.svg 03Paris m 3 jms.svg 09Paris m 9 jms.svg 13Paris m 13 jms.svg 14Paris m 14 jms.svg
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Verbindungsgleis zur Linie 13
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Madeleine 08Paris m 8 jms.svg 14Paris m 14 jms.svg
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Concorde 01Paris m 1 jms.svg 08Paris m 8 jms.svg
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Seine
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RER C
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Assemblée nationale
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Solférino
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Rue du Bac
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Sèvres – Babylone 10Paris m 10 jms.svg
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Rennes
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Notre-Dame-des-Champs
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Verbindungsgleis zur Linie 4
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Montparnasse – Bienvenüe 04Paris m 4 jms.svg 06Paris m 6 jms.svg 13Paris m 13 jms.svg
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Verbindungsgleis zur Linie 13
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Falguière
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Pasteur 06Paris m 6 jms.svg
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Volontaires
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Vaugirard
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Convention
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Betriebshof Vaugirard
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Petite Ceinture
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Porte de Versailles T2Logo Paris tram ligne2.svg T3aLogo Paris tram ligne3a.svg
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Abstell- und Wendegleise
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Corentin Celton
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Mairie d’Issy
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Abstell- und Wendegleise

Die Linie 12 der Pariser Métro verbindet die Stationen Front Populaire im Norden und Mairie d’Issy im Südwesten von Paris.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginn als Linie A der Nord-Sud[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie 12 hieß ursprünglich Linie A und wurde von der Société du chemin de fer électrique souterrain Nord-Sud de Paris (Nord-Sud) geplant. Sie sollte vom Montmartre zum Gare Montparnasse laufen. Ursprünglich sollte es eine Röhrenbahn werden. Man erkannte jedoch, dass sich dies als schwierig erweisen würde und baute sie als konventionelle Métro.

Die Bauarbeiten verliefen jedoch nicht komplikationslos: Es gab Streiks und das Hochwasser zu Anfang des Jahres 1910 führte zu Verzögerungen, so dass die Linie A zusammen mit der Linie 7 der Compagnie du chemin de fer métropolitain de Paris (CMP) am 5. November 1910 eröffnet wurde. Es war der Abschnitt Porte de VersaillesNotre-Dame-de-Lorette. Die Strecke wurde am 8. April 1911 nordwärts zur Station Pigalle erweitert, am 31. Oktober 1911 zur Station Jules Joffrin und schließlich am 23. August 1916 nach Porte de la Chapelle.

Da sich die Nord-Sud von der CMP äußerlich unterscheiden wollte, benutzte man andere Fliesen zur Ausgestaltung der Bahnhöfe: weiß und blau für die Stationsnamen.

Eine weitere Besonderheit ist die Unterquerung der Seine: Beide Tunnelröhren sind mit Metall ausgekleidet. Am Montmartre musste die Strecke auf die Gegebenheiten des unterirdischen Paris besonders Rücksicht nehmen: Die Station Abbesses liegt 30 Meter unter der Erde, dahinter steigt die Strecke auf einer Rampe mit 40 ‰ Steigung an.

Die letzte Eröffnung einer Teilstrecke machte eine Verkürzung der Wagenzüge erforderlich, da die bisher beauftragte Wagenfabrik nicht liefern konnte – sie war von der deutschen Armee besetzt.

Die Linie 12 der CMP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1930 wurden die Strecken der Nord-Sud von der CMP übernommen[1] und die bisherige Linie A fortan als Linie 12 geführt.

Am 24. März 1934 kam es zur nächsten Erweiterung: Porte de VersaillesMairie d’Issy. Dies erforderte vier Jahre vorher, am 1. Januar 1930, eine Verlegung der Station Porte de Versailles um 100 Meter nach Süden. Die alte Station wird heute zum Abstellen von Zügen benutzt.

1971 wurde eine zentrale Leitstelle PCC (poste de commande centralisé) eingeführt, 1977 ein Autopilotsystem (pilotage automatique). Zuerst wurde Wagen der Compagnie Nord-Sud eingesetzt, hiernach die Spragues-Thompson. Diese wurde letztendlich von den MF67 abgelöst.

Am 18. Dezember 2012 wurde die Linie über die Pariser Stadtgrenze um eine Station nordwärts nach Front Populaire (an der Grenze der Gemeinden Saint Denis und Aubervilliers) verlängert. Geplant ist eine Fortsetzung um zwei Stationen zur Mairie d’Aubervilliers.

Die Bahnhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bemerkenswerte Bahnhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Concorde: Der Bahnsteig Concorde der Métrolinie 12 besteht ganz aus weißen Kacheln, die jeweils genau einen Buchstaben oder eine Zahl enthalten. Aneinandergereiht ergeben die Buchstaben den französischen Text der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen). Dabei handelt es sich um eine Idee der belgischen Architektin Françoise Schein, die sie bereits auf der ganzen Welt umgesetzt hat.
  • Abbesses: Mit rund 36 Metern unterhalb der Erdoberfläche ist die Bahnsteighalle der Station Abbesses der tiefstgelegene Haltepunkt im Pariser Métronetz. Lange Wendeltreppen und zwei Aufzüge bringen die Fahrgäste von dort aus an die Oberfläche. Der einzige Zugang auf dem Place des Abbesses ist mit einem von zwei noch existierenden Guimard-Dächern ausgestattet.

Umbenennungen von Bahnhöfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Lauf der mehr als 100-jährigen Geschichte der Pariser Metro änderte sich die offizielle Bezeichnung einer ganzen Reihe von Stationen. Einige Stationen wurden sogar mehrmals umbenannt. Auf der Linie 12 waren folgende Stationen betroffen:

Namensänderungen von Stationen der Linie 12
heutiger Name seit frühere(r) Name(n) Bemerkung
Sèvres – Babylone 1923 Sèvres – Croix-Rouge
Marcadet – Poissonniers 1931 Poissonniers Zusammenlegung mit der Station Marcadet der Linie 4
Montparnasse – Bienvenüe 1942 Montparnasse Zusammenlegung der ursprünglich getrennten Stationen Montparnasse und Bienvenüe
Corentin Celton 1945 Petits Ménages
Marx Dormoy 1946 Torcy
Assemblée nationale 1989 Chambre des Députés

Depot Vaugirard der Linie 12[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßeneinfahrt zum Betriebshof Vaugirard an der Ecke Rue de la Croix Nivert / Rue Desnouettes

Das Bahn-Depot Vaugirard zur Wartung der auf der Linie 12 eingesetzten Züge wurde 1910 zusammen mit der Eröffnung der ersten Teilstrecke in Betrieb genommen. Züge erreichen das Depot von der damaligen Endstation Porte de Versailles aus: am nördlichen Ende des seinerzeitigen Bahnsteigs zweigt ein Tunnel ab, der zunächst unter der Rue de la Croix Nivert und anschließend unter der Rue Auguste Chabrières verläuft. Im Betriebsgelände gelangen die U-Bahnen schließlich an die Oberfläche.

Der Betriebshof hat eine Fläche von rd. 23.000 m². Mit den Wartungsarbeiten sind rund 90 Personen beschäftigt. Hier werden die normalen Inspektionen der Fahrzeuge der Linie 12 durchgeführt, ebenso die großen Revisionen. Außerdem fertigt eine Abteilung die hölzernen Bremsklötze für das gesamte Pariser Métronetz und einen Teil des Bedarfs der Métro Marseille. 2011 wurde auf dem Gelände auch eine neue Zentralleitstelle (PCC) eingerichtet.

Zukünftige Entwicklung der Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Verlängerung im Norden: Porte de la Chapelle bis Mairie d’Aubervilliers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verlängerung um drei Stationen ist bereits im Bau, die Tunnelbohrmaschine hat seit Dezember 2011 ihre Arbeit vollendet und seit Dezember 2012 ist bereits die erste Station (Front Populaire) in Betrieb. Die ursprünglich für Ende 2017 geplante Eröffnung der Reststrecke wird sich vermutlich bis auf das Jahr 2019 verschieben, denn bereits 2014 war man gegenüber den Planungen um ein Jahr im Rückstand.[2] An der neuen Endstation Mairie d’Aubervilliers entsteht dann gegen 2025 eine Umsteigemöglichkeit zur geplanten Ringlinie Linie 15 des Projekts Grand Paris Express.

2. Verlängerung im Norden: Mairie d’Aubervilliers bis La Courneuve – Six Routes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Verlängerung um zwei weitere Stationen wird seit langem gewünscht ist aber nicht mehr im 2012 genehmigten Schéma directeur de la région Île-de-France (Kurzbezeichnung SDRIF), einer Art Masterplan für die Entwicklung der der Region Île-de-France enthalten, so dass mit einer Verwirklichung nicht vor 2030 zu rechnen ist. Bei einem Bau würden sich aber interessante Umsteigeverbindungen ergeben: An der Zwischenstation La Courneuve – Aubervilliers Anschluss an den RER B.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes: De Bienvenüe à Météor. 3. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2004. ISBN 2-915034-32-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Aufl. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 35.
  2. La mise en service du prolongement de la ligne 14 repoussée de deux ans. Mobilicités, 23. Oktober 2014, abgerufen am 3. Mai 2015 (französisch).