Métrolinie 9 (Paris)

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Metro-M.svgParis m 9 jms.svg
Strecke der Métrolinie 9 (Paris)
Karte
Streckenlänge: 19,6 km
Eröffnung: 1922
Fahrgäste (täglich): 318.000
Stationen: 37
BSicon utKBHFa.svg Pont de Sèvres T2Logo Paris tram ligne2.svg
BSicon utHST.svg Billancourt
BSicon utHST.svg Marcel Sembat
BSicon utHST.svg Porte de Saint-Cloud
BSicon utHST.svg Exelmans
BSicon utBHF.svg Michel-Ange – Molitor 10Paris m 10 jms.svg
BSicon utBHF.svg Michel-Ange – Auteuil 10Paris m 10 jms.svg
BSicon utHST.svg Jasmin
BSicon utHST.svg Ranelagh
BSicon utBHF.svg La Muette CParis rer C jms.svg
BSicon utHST.svg Rue de la Pompe
BSicon utBHF.svg Trocadéro 06Paris m 6 jms.svg
BSicon utHST.svg Iéna
BSicon utBHF.svg Alma – Marceau CParis rer C jms.svg
BSicon utBHF.svg Franklin D. Roosevelt 01Paris m 1 jms.svg
BSicon utHST.svg Saint-Philippe du Roule
BSicon utBHF.svg Miromesnil 13Paris m 13 jms.svg
BSicon utBHF.svg Saint-Augustin 14Paris m 14 jms.svg
BSicon utBHF.svg Havre – Caumartin 03Paris m 3 jms.svg AParis rer A jms.svg EParis rer E jms.svg
BSicon utBHF.svg Chaussée d’Antin – La Fayette 07Paris m 7 jms.svg
BSicon utBHF.svg Richelieu – Drouot 08Paris m 8 jms.svg
BSicon utBHF.svg Grands Boulevards 08Paris m 8 jms.svg
BSicon utBHF.svg Bonne Nouvelle 08Paris m 8 jms.svg
BSicon utBHF.svg Strasbourg – Saint-Denis 04Paris m 4 jms.svg 08Paris m 8 jms.svg
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Saint-Martin 08Paris m 8 jms.svg (10. Dezember 1933 - 2. September 1939)
BSicon utBHF.svg République 03Paris m 3 jms.svg 05Paris m 5 jms.svg 08Paris m 8 jms.svg 11Paris m 11 jms.svg
BSicon utBHF.svg Oberkampf 05Paris m 5 jms.svg
BSicon utHST.svg Saint-Ambroise
BSicon utHST.svg Voltaire
BSicon utHST.svg Charonne
BSicon utHST.svg Rue des Boulets
BSicon utBHF.svg Nation AParis rer A jms.svg 01Paris m 1 jms.svg 02Paris m 2 jms.svg 06Paris m 6 jms.svg
BSicon utHST.svg Buzenval
BSicon utHST.svg Maraîchers
BSicon utHST.svg Porte de Montreuil TTramway-T.svgT3bLogo Paris tram ligne3b.svg
BSicon utHST.svg Robespierre
BSicon utHST.svg Croix de Chavaux
BSicon utKBHFe.svg Mairie de Montreuil

Die Linie 9 der Pariser Métro ist die erste Métro-Linie, die unter der Prämisse gebaut wurde, die Banlieue zu erreichen. Heute verbindet sie die Vorstädte Boulogne-Billancourt im Westen und Montreuil im Osten mit den Stadtteilen des rechten Seineufers, in denen man die großen Boulevards und Geschäfte findet.

Karte der Linie 9

Geschichte[Bearbeiten]

Das erste Teilstück dieser Linie vom Porte de Saint-Cloud über Trocadéro zur Opéra war noch als Zubringerstrecke eines zweiten Innenstadtringes gedacht. Auch hier ergaben sich wieder diverse Schwierigkeiten beim Bau in der Innenstadt.

Exelmans - Trocadéro als erstes Teilstück wurde am 8. November 1922 eröffnet. Im darauf folgenden Jahr folgten drei Abschnitte: Trocadéro - Saint-Augustin am 27. Mai, Saint-Augustin - Chaussée d'Antin am 3. Juni und Exelmans - Porte de Saint-Cloud am 29. September.

Beim Bau des Endpunktes Porte de Saint-Cloud ging man ganz praktisch vor: Anstatt der üblichen Wendeschleife baute man gleich Kehrgleise, um später eine Verlängerung in Richtung Boulogne vornehmen zu können.

An der Station Porte de Saint-Cloud erreicht das Gleis aus Richtung Porte Molitor die Linie 9. Diese war gedacht um das Stadion Parc des Princes bedienen zu können (mehr dazu bei der Linie 10). Aufgrund eines erwarteten starken Verkehrs wurde die Station Porte de Saint-Cloud sehr großzügig ausgebaut: 5 Gleise mit 3 Bahnsteigen. Das Projekt wurde jedoch nie verwirklicht.

Beschlossen zu Beginn des Jahrhunderts, ging die Verlängerung zur Station Richelieu-Drouot erst am 30. Juni 1928 in Betrieb.

1922 beschloss die Stadtversammlung den Bau einer Métro-Linie Porte de Montreuil - République und die Verknüpfung dieser mit der Linie 9. Somit konnten die Bewohner des 19. und des 20. Arrondissements in die Innenstadt fahren. Am 10. Dezember 1931 wurde der Abschnitt Richelieu-Drouot - Porte de Montreuil eröffnet. Der Verknüpfungsabschnitt zwischen altem und neuem Linienast zwischen Richelieu-Drouot und République wird dabei gemeinsam mit der Linie 8 genutzt in einem Doppelstocktunnel.

1929 beschloss man die Verlängerung der Métro-Linien in die Vorstädte. Als erstes profitierte die 9 davon. Am 3. Februar 1934 ging es 2 Kilometer von der Porte de Saint-Cloud zur Pont de Sèvres, und am 14. Oktober 1937 ging die 2,5 km lange Erweiterung Porte de Montreuil - Mairie de Montreuil in Betrieb.

Die Fahrzeuge[Bearbeiten]

Ab Eröffnung der Linie der Linie 9 wurden Sprague-Thompson-Wagen eingesetzt, zunächst in dreiteiligen Garnituren mit zwei Triebwagen und einem unmotorisietem Beiwagen dazwischen, bald darauf mit zwei Beiwagen.

Sie wurden ab 1974 nach und nach durch Züge der Baureihe MF 67 abgelöst. Die letzten Sprague-Thompson-Züge wurden im April 1983 von der Strecke abgezogen.

Jetzt steht die Baureihe MF 67 vor der Ablösung durch die Baureihe MF 01: Für die Linie 9 sind 66 Züge bestellt. Sie werden seit Sommer 2013 ausgeliefert, werden aber zu Testzwecken zunächst auf der Linie 5 eingesetzt.[1] Der erste Zug dieser Baureihe wurde am 21. Oktober 2013 auf der Linie 9 eingesetzt. Bis Ende 2016 sollen alle MF 67-Züge abgelöst werden. [2] [3]

Betriebliche Neuerungen[Bearbeiten]

1970 wurde die Strecke mit einer zentralen Betriebsleitzentrale (genannt PCC = Poste de commande centralisé) ausgerüstet.

1975 wurde der bei der Pariser Metro schon seit 1957 erstmals verwendete automatisierte Zugbetrieb (PA = pilotage automatique) auch auf der Linie 9 eingeführt.

Bahnhof Iéna der Linie 9

Literatur[Bearbeiten]

  • Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes: De Bienvenüe à Météor. 3. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2004. ISBN 2-915034-32-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.symbioz.net/index.php?id=83 Übersicht: Die Züge der Baureihe MF 01(französisch)
  2. http://www.metronews.fr/paris/ratp-un-metro-tout-neuf-pour-la-ligne-9/mmju!1kmjGx4p3dCEw/
  3. http://www.ratp.fr/fr/ratp/r_45367/des-nouveaux-trains-pour-la-ligne-9 Mitteilung RATP: Neue Züge für Linie 9 (französisch)