Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen

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Schweinfurt–Meiningen
Strecke der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen
Streckennummer (DB): 5240
Kursbuchstrecke (DB): 815
Streckenlänge: 78 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 11 
Minimaler Radius: 500 m
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Zweigleisigkeit: Schweinfurt–Ritschenhausen (bis 1945/50)
Bundesländer: Thüringen, Bayern
Betriebsstellen und Strecken[1][2]
Strecke – geradeaus
Werrabahn von Eisenach
Bahnhof, Station
77,9 Meiningen 287,10 m
   
Werrabahn nach Grimmenthal
   
Strecke von Grimmenthal (–Erfurt)
Bahnhof, Station
70,5 Ritschenhausen 314,61 m
Haltepunkt, Haltestelle
67,7 Wölfershausen
Haltepunkt, Haltestelle
65,0 Bibra
Bahnhof, Station
63,2 Rentwertshausen 366,28 m
   
ehem. Strecke nach Römhild (1893–1972)
   
57,68 Landesgrenze Thüringen/Bayern
   
57,1 Mühlfeld 314,90 m
   
Strecke von Fladungen
Bahnhof, Station
52,1 Mellrichstadt Bf 270,8 m
   
49,1 Oberstreu 256,2 m
   
46,0 Unsleben 247,9 m
   
42,6 Heustreu 237,3 m
   
ehem. Strecke von Königshofen (1893–1995)
   
ehem. Strecke von Bischofsheim (1885–1989)
Bahnhof, Station
38,8 Bad Neustadt (Saale) 232,4 m
Brücke über Wasserlauf (groß)
38,2 Fränkische Saale
   
34,3 Niederlauer 233,1 m
Haltepunkt, Haltestelle
31,6 Burglauer 232,9 m
Bahnhof, Station
28,9 Münnerstadt 247,6 m
   
25,3 Thalkirche (Bk)
   
21,7 Übergabebahnhof MUNA Rottershausen
   
zum Güterbf MUNA (1940-ca. 1960)
   
ehem. Stecken von Stadtlauringen (1900–1960)
   
21,5 Rannungen (Abzw)
Tunnel
20,0 Rottershäuser Tunnel (400 m)
   
19,3 Rottershausen 324,6 m
Haltepunkt, Haltestelle
18,4 Rottershausen (seit 2006)
   
Strecke von Bad Kissingen
Bahnhof, Station
13,2 Ebenhausen (Unterfr) 298,6 m
Haltepunkt, Haltestelle
10,1 Poppenhausen (ehem. Bf) 267,8 m
Bahnhof, Station
6,5 Oberwerrn 250,6 m
   
0,8 ehem. Umgehungskurve nach Würzburg
   
Strecke von Würzburg
Bahnhof, Station
0,0 Schweinfurt Hbf 216,0 m
Strecke – geradeaus
Strecke nach Bamberg

Die Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen mit der Streckennummer 5240 im Verzeichnis örtlich zulässiger Geschwindigkeiten ist eine eingleisige Hauptbahn. Sie wird auch Main-Rhön-Bahn genannt und hat im Kursbuch der Deutschen Bahn die Nummer 815. Die Bahnstrecke ist seit 1993 Teil der Bahnverbindung Erfurt–Schweinfurt. Der Personenverkehr auf der Strecke wird von DB Regio und der Erfurter Bahn (EB) betrieben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bayerischer Bahnhof in Meiningen
Bahnhof Ritschenhausen
Hauptbahnhof Schweinfurt

Nach der Fertigstellung der ersten größeren Bahnlinien Mitte des 19. Jahrhunderts war die bayerische Regierung stark daran interessiert, weitere bayerische Gebiete zu erschließen und weiterhin für das bestehende Streckennetz Abkürzungen einzurichten. So wurde eine Verbindung zwischen der Bahnstrecke Bamberg–Würzburg bei Schweinfurt und der Bahnstrecke Eisenach–Lichtenfels bei Meiningen angestrebt, auch um die Erreichbarkeit der Landeshauptstadt von Sachsen-Meiningen zu verbessern.

Die Regierungen von Bayern und dem Herzogtum Sachsen-Meiningen schlossen daraufhin am 21. März 1868 einen Staatsvertrag zur Errichtung einer Eisenbahnstrecke von Schweinfurt über Neustadt an der Saale nach Meiningen. Den Bau und die Verwaltung der gesamten Strecke übernahm die bayerische Staatsbahnverwaltung, die Kosten trugen die beiden Regierungen für die Abschnitte auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet.

Nachdem 1871 zunächst der Eisenbahnbetrieb von Schweinfurt nach Bad Kissingen über Ebenhausen aufgenommen worden war, folgte der Baubeginn der Strecke von Ebenhausen bis Meiningen am 14. Juni 1872. In Meiningen wurde der eigenständige von der bayerischen Staatsbahnverwaltung betriebene Bayerische Bahnhof südlich anlehnend an den bestehenden Bahnhof der Werrabahn errichtet. Hier waren durch den Bau große topografische und verkehrstechnische Veränderungen im Stadtgebiet nötig geworden. Die Eröffnung des 64 Kilometer langen Abschnittes fand am 15. Dezember 1874 durch die Königlich Bayerische Staats-Eisenbahnen, den Betreiber der Bahnlinie, statt. Nach der Fertigstellung der Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen 1884 wurden Fernverbindungen Richtung Erfurt eingerichtet. Die Züge fuhren zum Teil über Meiningen oder direkt über das Verbindungsgleis RitschenhausenGrimmenthal nach Erfurt. Der Bahnhof Ritschenhausen wurde massiv erweitert, da hier nicht nur die Umgehungskurve abzweigt, sondern auch die Lokwechsel zwischen den Bahngesellschaften Bayerns und Preußens stattfanden. Das zweite Gleis wurde im Zeitraum von 1908 bis 1913 zwischen Schweinfurt und Ritschenhausen verlegt.

1885 fuhr auf der Bahnstrecke bereits ein Eilzug von Meiningen nach Würzburg. Die Fernverkehrsleistungen wurden in den Folgejahren kontinuierlich ausgebaut, wobei in den Bahnhöfen Meiningen oder Ritschenhausen beim Wechsel von der preußischen zur bayerischen Staatsbahn oder umgekehrt die Lokomotiven gewechselt wurden.

Nach der Übernahme der Länderbahnen 1920 betrieb die Deutsche Reichsbahn die Strecke und behielt weiterhin die Schnellzugverbindungen bei.

Zu ihrer Glanzzeit im Jahre 1939 konnte die Strecke ein beachtliches Angebot von Schnellzügen aufweisen: insgesamt sechs D-Zug-Paare befuhren die Strecke, darunter der D13 Rom–Schaffhausen–Stuttgart–Halle–Berlin, der D16 Berlin–Halle–Stuttgart. Außerdem verkehrte der FD7/8 Berlin–Leipzig–Stuttgart ebenfalls über die Strecke. Dazu kamen Kurswagendurchläufe von Bad Kissingen, Hamburg, Mailand, Genua (–Ventimiglia), Konstanz, Freudenstadt, Saarbrücken und Neapel.

Eine weitere Umgehungskurve wurde bei Schweinfurt im August 1944 gebaut, da die Gleisanlagen des Schweinfurter Hauptbahnhofes durch alliierte Bombenangriffe massiv beschädigt wurden. Diese verband die Meininger Strecke mit der Würzburger unweit des Schweinfurter Hauptbahnhofes. Genutzt wurde sie nur von Güter- und Militärzügen und verschwand mangels Bedarf wieder 1961.

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs sprengten die zurückweichenden deutschen Truppen im April 1945 einige Brücken, ansonsten überstanden die Bahnanlagen den Krieg unversehrt.

Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Schäden recht schnell wieder repariert und der Verkehr auf der Bahnlinie wieder aufgenommen, es fanden aber nur wenige Zugfahrten statt. Im Juli 1945 besetzte die Sowjetarmee Thüringen aufgrund der Bestimmungen der Konferenz von Jalta. Mit der folgenden deutschen Teilung gab es keinerlei Eisenbahnverkehr mehr zwischen den Stationen Rentwertshausen und Mühlfeld, zwischen denen die neue Innerdeutsche Grenze lag.

Deutsche Reichsbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Reichsbahn betrieb daraufhin nur noch die Bahnlinie Meiningen–Rentwertshausen–Römhild. Zunächst wurde 1945/46 das zweite Gleis und die Verbindungskurve in Ritschenhausen zurückgebaut. Das auf dem Gebiet der DDR verbleibende Gleis ab Rentwertshausen wurde 1949 zurückgebaut. Dennoch behielt die Strecke ihre Bedeutung, da nach der 1971 erfolgten Einstellung des Bahnverkehrs auf dem 1893 eröffneten Abzweig von Rentwertshausen nach Römhild die Zugverbindung zwischen Meiningen und Rentwertshausen bestehen blieb.

Deutsche Bundesbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DB 211 021 im damaligen Endbahnhof Mellrichstadt

Die Deutsche Bundesbahn bediente zunächst die Strecke weiter bis nach Mellrichstadt. Mühlfeld als letzter Haltepunkt vor der Grenze wurde erst ab 1947 wieder angefahren. Das zweite Gleis wurde aufgrund des weggefallenen Durchgangsverkehrs nicht mehr benötigt und zwischen 1947 und 1950 abgebaut. Das Verkehrsaufkommen ging ab Ende der 1950er Jahre immer mehr zurück und so wurde der Verkehr nach Mühlfeld schon 1971 wieder eingestellt. Damit war der Bahnhof Mellrichstadt erneut der letzte Punkt der Strecke, die trotz des geringen Verkehrs immer noch als Hauptbahn galt. Hier verkehrten bis Anfang der 1980er Jahre auch Schnellzüge Richtung München.

Lückenschluss 1991[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Deutschen Einheit 1990 schlossen Bundesbahn und Reichsbahn bald die Lücke der Bahnstrecke. Die Wiederaufnahme des Eisenbahnbetriebs konnte verhältnismäßig schnell realisiert werden, da diese Strecke zwar größtenteils abgebaut, aber offiziell nie stillgelegt oder gar entwidmet war. Formell handelte es sich somit nur um eine Streckensanierung. Ganz unkompliziert war die Wiederinbetriebnahme dennoch nicht, da einige Brücken saniert werden mussten. So wurden 1990/1991 die Gleise zwischen Rentwertshausen und Mellrichstadt von der Bundesbahndirektion Nürnberg und der Reichsbahndirektion Erfurt komplett erneuert. Die Direktionsgrenzen lagen dabei nicht genau auf den Staatsgrenzen, die Direktion Erfurt besaß noch 400 Meter Gleis im „Westen“ und musste dieses instand setzen lassen. Nachdem 1990 zunächst nur Erdbauarbeiten durchgeführt worden waren, wurde 1991 das neue Gleis verlegt. Dabei wurde die Gleislage etwas verändert, so dass nun nach Rentwertshausen durchgehend 100 km/h gefahren werden konnte. Die letzte Lücke wurde im August 1991 geschlossen, somit konnte die Strecke am 28. September feierlich wiedereröffnet werden.

Die Entwicklung seit 1991[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 wurde die Verbindungskurve in Ritschenhausen wiedereröffnet. Somit waren wieder durchgehende Züge von Erfurt nach Schweinfurt möglich.

Kurzzeitig lebte der Fernverkehr wieder auf: Mit dem Sommerfahrplan 1993 wurden das D-Zugpaar 2152/2153 Würzburg–Berlin sowie das D-Zugpaar 2154/2155 Würzburg–Cottbus angeboten. Bereits ein Jahr später wurde die Verbindung nach Cottbus wieder aufgegeben und durch das IR-Zugpaar 2204/2205 Würzburg–Berlin ersetzt. Im Jahresfahrplan 1995/96 war bereits nur noch der IR 2013/2014 Binz/Stralsund–Würzburg verblieben, der ein Jahr später nur auf den Laufweg Würzburg–Berlin als IR 2202/2203 Rennsteig reduziert wurde. Zum Fahrplan 1997/98 wurde der Zuglauf auf Stuttgart-Erfurt geändert und später ganz eingestellt.

Die Bahnstrecke selbst wurde seitdem umfangreichen Baumaßnahmen unterzogen. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke konnte von 100 km/h auf zunächst 120 km/h und schließlich auf 160 km/h angehoben werden. Hierzu wurden die Signalisierung angepasst sowie Gleise und Oberbau erneuert und verstärkt. Die Nebengleise wurden nahezu vollständig zurückgebaut. Den vorläufigen Abschluss fanden die Arbeiten in der Erneuerung und Anpassung der Signaltechnik des Bahnhofs Ebenhausen (Unterfr) im Oktober 2009. Dieser wird nun nicht mehr durch den Fahrdienstleiter Schweinfurt ferngesteuert, sondern durch den Fahrdienstleiter in Bad Neustadt, welcher zudem bereits für die Bahnhöfe Münnerstadt und Mellrichstadt zuständig ist. Das im täglichen Betrieb nicht mehr notwendige Gleis 1 im Bahnhof Ebenhausen wurde in diesem Zusammenhang zum Abstellgleis.

Fahrzeugeinsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Bahnstrecke bis 1920 an den Bahnhöfen Meiningen und Ritschenhausen Schnittpunkte von zwei verschiedenen Bahnverwaltungen besaß, wurden viele verschiedene Loktypen eingesetzt. Auf der Strecke waren ausschließlich die Lokomotiven der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen unterwegs, während in den genannten Bahnhöfen wegen der notwendigen Lokwechsel auch die Lokomotiven der Preußischen Staatseisenbahnen im Einsatz waren. Die jeweils typischen Triebfahrzeuge finden sich in der Liste der bayerischen Lokomotiven und Triebwagen für Bayern und der Liste der preußischen Lokomotiven und Triebwagen für Preußen.

Bereits ab der Länderbahnzeit waren die Bahnbetriebswerke in Schweinfurt und Meiningen für den Maschineneinsatz auf der Strecke zuständig. Ab Mitte der 1920er Jahre war dann für den schweren Schnellzugdienst die Baureihe 39 in den anliegenden Bahnbetriebswerken stationiert. Im Güterverkehr kam zu der Zeit vor allem die Baureihe 57.1–3 zum Einsatz. Die Baureihe 78.0–5 war in dieser Zeit auch auf der Strecke vertreten. Diese drei Maschinentypen hatten zuvor diverse ältere Länderbahnexemplare aus dem Betriebsdienst verdrängt. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg erhielten die zuständigen Bahnbetriebswerke auch noch einige Loks der Baureihe 58. Mit dem Zweiten Weltkrieg wurden die 57er und 58er zum Kriegseinsatz an andere Stellen abgezogen und durch Lokomotiven der Baureihe 44 und Baureihe 50 ersetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zunächst die angestammten Maschinen der Baureihen 44, 50 und 78 im „Westteil“ eingesetzt, jedoch nach und nach im Personenverkehr durch Triebwagen der Baureihe 798 abgelöst. Schließlich fanden Lokomotiven der Baureihen 211/212 und 215 Einsatzgebiete vor den Güter- und Personenzügen. Andere Fahrzeuge wurden nur sporadisch eingesetzt oder waren nur kurze Zeit auf der Strecke vertreten. Im „Ostteil“ verdrängten Diesellokomotiven der DR-Baureihen 110, 112, 118, 119 und 132 die Dampfloks. Nach dem Lückenschluss wurden Lokomotiven der Baureihen 202/112 und 212 vor Nahverkehrszügen sowie im lokalen Güterverkehr eingesetzt. Maschinen der Baureihe 232 waren vor den schweren Eil- und Güterzügen anzutreffen sowie vor den D- und IR-Zügen. Loks der Baureihe 219 und 228 gaben nur ein kurzes Gastspiel (unter anderem vor Doppelstockzügen). Eingesetzt wurden außerdem Triebwagen der Baureihe 614 und Baureihe 642.

Zudem finden auf der Strecke des Öfteren Überführungs- und Probefahrten des Dampflokwerks Meiningen statt.

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterfranken-Shuttles im Bahnhof Meiningen

Den Zugverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Schweinfurt und Meiningen betreibt seit 2004 die Erfurter Bahn (EB) mit dem Unterfranken-Shuttle (Linie EB 40) im Zweistundentakt, zwischen Schweinfurt und Mellrichstadt Montag bis Freitag, Samstag vormittags und Sonntag nachmittags im annähernden Stundentakt. Außerdem verkehren alle zwei Stunden Regional-Express-Züge Erfurt/Bad Kissingen–Schweinfurt–Würzburg (RE 7) der Deutschen Bahn (auf dieser Strecke ab Ritschenhausen). Dabei setzt die Deutsche Bahn seit Dezember 2008 Neigetechnik-Züge der Baureihe 612 ein, die eine Geschwindigkeit bis zu 160 km/h erreichen.

Weiterhin betreibt die Erfurter Bahn mit dem Unterfranken-Shuttle auf dem Abschnitt Schweinfurt–Ebenhausen zur Weiterfahrt nach Bad Kissingen und Gemünden am Main die Regionalbahn-Linie EB 50 (Fränkische Saaletalbahn). Die „Unterfranken-Shuttles“ bedienen über den Schweinfurter Hauptbahnhof hinaus die Stationen Schweinfurt-Mitte und Schweinfurt-Stadt. Eingesetzt werden bei der Erfurter Bahn Triebfahrzeuge vom Typ Stadler Regio-Shuttle RS1.

Sowohl die Züge der Deutschen Bahn, als auch der Erfurter Bahn werden im Bahnhof Ebenhausen „geflügelt“: Die Zugteile nach Bad Kissingen (–Gemünden) und Meiningen/Erfurt verkehren vereinigt zwischen (Würzburg–) Schweinfurt und Ebenhausen und werden dort getrennt oder vereinigt.

Regionalverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schienenpersonennahverkehr gibt es auf der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen folgenden Reiseverkehr:

Linie Linienverlauf Betreiber Takt
RE7 Mainfranken-Thüringen-Express Erfurt – Mellrichstadt – Bad Neustadt Ebenhausen – Schweinfurt – Würzburg DB Regio Zweistundentakt
Bad Kissingen
EB40 / EB50 Unterfranken-Shuttle Meiningen – Mellrichstadt – Bad Neustadt Ebenhausen – Schweinfurt (– Schweinfurt Stadt) Erfurter Bahn Zweistundentakt mit Verdichtern
Gemünden – Bad Kissingen

Güterverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Güterverkehr entwickelte sich bis zum Zweiten Weltkrieg sehr gut. Neben dem lokalen Verkehr kamen überregionale Güterzug-Durchläufe hinzu. Nach Kriegsende verblieb nur noch der lokalen Güterverkehr zwischen Mellrichstadt und Schweinfurt bzw. Rentwertshausen und Meiningen. Allerdings ging gerade im westlichen Abschnitt das Güteraufkommen auf der Schiene deutlich zurück. Durch die Rationalisierungspolitik der Bahn steht heute nur noch der Bahnhof Bad Neustadt für den Güterverkehr zur Verfügung. Hier werden Erzeugnisse der ansässigen Papier- und Elektroindustrie sowie Roh-Holz verladen. Die Bedienung des Bahnhofes Bad Neustadt erfolgt werktags (außer samstags) mit einem Güterzugpaar zur Mittagszeit, gezogen von einer Lok der Baureihe 294.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tino Avemark: Der Meininger Bahnhof im Wandel der Zeit. Bielsteinverlag, Meiningen 2008, ISBN 978-3-9809504-3-5.
  • Thomas Mäuser, H.-J. Knopp: Vom Main nach Thüringen. Hermann Merker Verlag, Fürstenfeldbruck 1991, ISBN 3-922404-23-5.
  • Georg Thielmann, Markus Schmidt: Von Erfurt nach Schweinfurt. EK-Verlag, Freiburg 1999, ISBN 3-88255-441-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  2. Informationen und Bilder zu den Tunneln der Strecke 5240 auf eisenbahn-tunnelportale.de von Lothar Brill