Marcello de Nardo

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Marcello De Nardo (* 25. Juli 1963 in Basel), (Doppelbürger Schweiz/ Italien), ist ein Schweizer Schauspieler, Sänger, Tänzer und Regisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marcello De Nardo lebt und arbeitet, als Sohn italienischer Einwanderer in Zürich, Wien und Italien. Sein Vater Giuseppe De Nardo stammt aus dem nördlichen San Pietro di Feletto bei Conegliano (TV) in der Nähe von Venedig und seine Mutter, Elvira Tamelleo, aus Caserta im Süden Italiens. Seine Kindheit verbrachte er in der Schweiz, wo er seine Schulzeit in einem College auf Chaumont bei Neuchatel in der französischen Schweiz und später in Basel absolvierte. Bevor er sich an sein Schauspielstudium machte, beendete er eine Lehre als Herrenausstatter, um dem Wunsch seines Vaters nach einer "soliden Ausbildung" nachzukommen.

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Nardo studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, am Max Reinhardt Seminar. Seine Lehrer waren u.a. Erni Mangold, mit der er später am Volkstheater Wien in "Geschichten aus dem Wienerwald" 2008 gemeinsam auf der Bühne stand, sowie Samy Molcho, Susi Nicoletti, Bruno Dalanski und Sam Cane für Tanz. Gleichzeitig studierte er Gesang bei Ursula Peyer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1981 ist er als Schauspieler in der Schweiz, Deutschland und Österreich tätig. Er wirkte in zahlreichen Musicals wie (Cameron Mackintoshs) Cats, A Chorus Line, Les Misérables und Grease am Raimundtheater und am Theater an der Wien mit. Am Volkstheater in Wien feierte er im März 2007, unter der Regie von Michael Schottenberg als Conferencier in Cabaret Premiere.

Für das Schweizer Fernsehen DRS übernahm er viele Episodenrollen in Sitcoms wie: Fascht e Familie von Charles Lewinsky, Männerzimmer und Schöne Aussichten von Domenico Blass. Sieben Jahre stand er für die Samstagabendsendung Benissimo regelmässig vor der Kamera.

Michael Schottenberg, den er zu den Proben für Grease (Musical)|Grease kennenlernte, nahm ihn ans Schlosspark Theater nach Berlin mit, wo er als Otto Weininger in Weiningers Nacht von Joshua Sobol 1996 Premiere feierte. In zahlreichen Hauptrollen war er danach an Heribert Sasses Schlosspark Theater zu sehen. Seine Arbeiten führten ihn nach Essen, Wien, Zürich, Basel, Berlin, Venedig und München.

Am Schlosspark Theater in Berlin war er unter Heribert Sasse von 2000 bis 2003 künstlerischer Leiter und stellvertretender Intendant. Überdies inszenierte er Stücke wie Der Diener zweier Herren von Carlo Goldoni, die Uraufführung von Rolf Hochhuths Hitlers Doktor Faust mit Christine Wodetzky und Hermann Treusch in den Hauptrollen und am Wiener Theater in der Josefstadt, Viel Lärm um Nichts, mit Herbert Föttinger und Sandra Cervik als Benedikt und Beatrice.

Seine Regisseure waren: George Tabori, Michael Schottenberg, Heribert Sasse, Hansgünther Heyme, Nuran David Calis, Rolf von Sydow, Gale Edwards, Samy Molcho und Thomas Schulte-Michels u.a.

Seit 2003 steht er regelmässig in grossen Rollen bei den Festspielen Reichenau auf der Bühne und seit 2005 in zahlreichen Hauptrollen am Volkstheater Wien.

Im Sommer 2013 stand Marcello De Nardo für eine zehnteilige Mistery-Serie "The Quest" für den amerikanischen Sender ABC (American Broadcasting Company), als Hauptdarsteller vor der Kamera (Sendetermin: 31. Juli 2014). Die Produzenten waren Mark Ordesky mit Jane Fleming von Court Five, Bertram van Munster und Elise Doganieri von Profile Television Production LLC, sowie Rob Eric und seinem Geschäftspartner Oscarpreisträger Michael Williams von Green Harbor Production/Scout Productions.

Seine Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis 2011 in der Kategorie Bester Schauspieler begründete die Jury so:

„Kaum ein anderer Schauspieler prägt das Wiener Volkstheater so wie er. Marcello De Nardo hat unzählige große und auch kleinere Rollen intensiv gestaltet, beeindruckt mit seiner spielerischen Intelligenz und seiner völligen, auch körperlichen Hingabe. Als Puntila ist er das Epizentrum einer kraftvollen Aufführung im Volkstheater, als Oberst Redl faszinierte er bei den Festspielen Reichenau als eiskalter Karrierist, unglücklich Liebender, Stratege, Träumer, Täter und Opfer zugleich.“

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]