Conegliano

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Conegliano
Wappen
Conegliano (Italien)
Conegliano
Staat: Italien
Region: Venetien
Provinz: Treviso (TV)
Lokale Bezeichnung: Conejan
Koordinaten: 45° 53′ N, 12° 18′ OKoordinaten: 45° 53′ 0″ N, 12° 18′ 0″ O
Höhe: 72 m s.l.m.
Fläche: 36 km²
Einwohner: 34.891 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 969 Einw./km²
Postleitzahl: 31015
Vorwahl: 0438
ISTAT-Nummer: 026021
Volksbezeichnung: Coneglianesi
Schutzpatron: Heiliger Leonhard
Website: Conegliano
Lage der Gemeinde in der Provinz Treviso
Blick vom Kastell auf die Stadt
Die Via XX Settembre
Die Sala dei Battuti

Conegliano (auf venezianisch: Conejàn) ist eine Gemeinde mit 34.891 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Provinz Treviso. Zusammen mit Valdobbiadene bildet es die Heimat des Prosecco und beherbergt die traditionsreiche Weinbauschule von Conegliano.

Die Stadt Conegliano befindet sich zu Füßen der Colli Veneti an dem Fluss Monticano. Im historischen Zentrum an der Via XX Settembre befindet sich auch das Schloss mit dem Stadtmuseum.

Conegliano ist Ausgangspunkt der „Prosecco-Straße“, die über die Dörfer des Quartier di Piave bis nach Valdobbiadene führt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtgründung geht auf wohlhabende Venezianer zurück, die sich in der Hügellandschaft Sommerresidenzen errichteten. Ab dem 12. Jahrhundert entstand im Norden der Stadt das Kastell, von dem nur mehr Reste bestehen. Im ehemaligen Wachtturm ist heute das Museo Civico untergebracht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Contrada Granda“ ist die traditionelle Bezeichnung der Hauptstraße im historischen Zentrum von Conegliano. Sie führt von der Via XX Settembre über die Piazza Cima zur Via Beato Marco Ongaro. Neben zahlreichen Palästen finden sich hier der Dom und die Scuola dei Battuti.

Die Scuola dei Battuti ist zwischen die Palazzi der Contrada eingefügt. Die Fassade fällt durch neun spitzbogige Pfeilerarkaden sowie die biblische Gestalten und Szenen darstellenden Fresken von Pozzoserrato (1593) auf. Im Obergeschoss befindet sich die Sala dei Battuti mit Freskenzyklen von Francesco da Milano (1511) und Pozzoserrato (Ende des 16. Jahrhunderts).

Der dreischiffige Dom steht unmittelbar hinter der Scuola. Das Eingangsportal ist unter den Arkaden zu finden.

Ebenfalls in der historischen Altstadt, in der Via Cima unweit des Domes steht die Casa museo di Giovanni Battista Cima, das ehemalige Wohnhaus des Malers Cima da Conegliano, ein Renaissancebau. Das Museo degli Alpini widmet sich der Geschichte der italienischen Gebirgsjäger.[2]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr im Juni findet im Zentrum von Conegliano die Dama Castellana statt, eine lebendige Dame-Partie mit historischen Kostümen aus der Renaissance. Im September wird in mehreren traditionellen Lokalen die sogenannte Enodama gespielt. Auch hier handelt es sich um ein Dame-Spiel, dabei werden die Steine durch mit Weißwein und Rotwein gefüllte Gläser ersetzt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Conegliano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Museo degli Alpini in Conegliano (it.), aufgerufen am 3. Oktober 2015