Susi Erdmann

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Susi Erdmann Bobsport Rennrodeln
Voller Name Susi-Lisa Erdmann
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 29. Januar 1968
Geburtsort BlankenburgDeutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR
Größe 187 cm
Gewicht 80 kg
Beruf Sportsoldatin
Karriere
Disziplin Bobsport
Rennrodeln
Verein WSV Königssee
Status zurückgetreten
Karriereende 1999 (Rennrodeln)
2007 (Bobsport)
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
WM-Medaillen 7 × Gold 3 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Bronze0 1992 Albertville Einerrodel
0Silber0 1994 Lillehammer Einerrodel
0Bronze0 2002 Salt Lake City Zweierbob
IBSF Bob-Weltmeisterschaften
0Bronze0 2001 St. Moritz Zweierbob
0Gold0 2003 Lake Placid Zweierbob
0Gold0 2004 Königssee Zweierbob
FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften
0Gold0 1989 Winterberg Einzel
0Silber0 1989 Winterberg Mannschaft
0Gold0 1991 Winterberg Einzel
0Gold0 1993 Calgary Mannschaft
0Gold0 1995 Lillehammer Mannschaft
0Silber0 1995 Lillehammer Rodeln
0Silber0 1996 Altenberg Einzel
0Gold0 1997 Igls Einzel
IBSF Bob-Europameisterschaften
0Bronze0 Europameisterschaft 2006 Zweier
FIL Rennrodel-Europameisterschaften
0Gold0 1992 Winterberg Einzel
0Gold0 1992 Mannschaft
0Gold0 1996 Sigulda Mannschaft
0Bronze0 1998 Oberhof Einzel
0Gold0 1998 Oberhof Mannschaft
FIL Rennrodel-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 1986 Einzel
FIL Rennrodel-Junioreneuropameisterschaften
0Bronze0 1985 Einzel
0Silber0 1987 Einzel
Platzierungen im Bob-Weltcup

Gesamtweltcup Zweierbob 1. (2001/02)
Platzierungen im Rennrodel-Weltcup

Gesamtweltcup Einsitzer 1. (1990/91, 1991/92)
 

Susi-Lisa Erdmann (* 29. Januar 1968 in Blankenburg) ist eine deutsche ehemalige Rennrodlerin und Bobpilotin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susi Erdmann begann als Neunjährige 1977 mit dem Rodeln und wechselte 1981 an die Kinder- und Jugendsportschule, das heutige Sportgymnasium Oberhof, das sie 1987 mit dem Abitur abschloss. 1988 wurde sie Sportsoldatin bei der NVA und begann ein Fernstudium der Bibliothekswissenschaften an der Universität Leipzig. Nach ihrer Entlassung aus der NVA 1990, im Rang eines Oberfeldwebels, arbeitete sie bis 1992 als Zivilangestellte bei der Bundeswehr, da die Bundeswehr noch keine weiblichen Soldaten einstellte. Dies änderte sich 1992, sie wurde Sanitätssoldatin und in die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Berchtesgaden aufgenommen. 1997 wurde sie als erste Sport-Berufssoldatin in die Bundeswehr aufgenommen. Am 5. November 2007 gab sie ihren Rücktritt vom aktiven Sport bekannt. Sie war als Karriereberatungsfeldwebel mit dem Dienstgrad Stabsfeldwebel beim Karrierecenter der Bundeswehr in München eingesetzt und ist mittlerweile als Sportfeldwebel an der Sanitätsakademie der Bundeswehr tätig.[1]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sensationell errang sie 1989 bei ihrer ersten WM-Teilnahme in Winterberg (für die DDR startend) den Weltmeistertitel im Rodeln. Insgesamt wurde sie dreifache Einzelweltmeisterin (1989, 1991 und 1997), vierfache Europameisterin (1990, 1992, 1996 und 1998) und zweifache Gesamtweltcupsiegerin (1991, 1992). Mit der Mannschaft errang sie viermal den Weltmeistertitel (1990, 1992, 1993 und 1995). Bei den Olympischen Spielen errang sie 1992 in Albertville die Bronzemedaille und 1994 in Lillehammer die Silbermedaille.

Bobsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als nach ihrem dritten WM-Titel die Einzelerfolge ausblieben, wechselte sie 2000 in den Zweierbob. 2001 gewann sie auf Anhieb den Deutschen Meistertitel und wurde sowohl bei der WM als auch im Gesamtweltcup Dritte. 2002 gewann sie in Salt Lake City die olympische Bronzemedaille und den Gesamtweltcup.

Für den Gewinn der Bronzemedaille 2002 erhielt sie am 6. Mai 2002 das Silberne Lorbeerblatt.[2]

2003 wurde sie Weltmeisterin. Mit der Titelverteidigung 2004 errang sie ihren fünften Weltmeistertitel insgesamt.

Fun-Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. März 2006 wurde sie mit dem Fisherman's-Friend-Team Wok-Weltmeisterin im Vierer-Wok. 2008 konnte sie diesen Erfolg mit dem Frosta-Team wiederholen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 ließ Susi Erdmann Fotos von sich für den Playboy (Ausgabe Februar 2004) anfertigen, die Gage verteilte sie an ihr Team. Seit 2009 ist sie mit Gerhard Plankensteiner verheiratet.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Toni Dahmen: Gesundes Arbeiten: Spitzensportlerin gibt Startschuss in Köln, Luftwaffe, 1. Juli 2015.
  2. Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes vom 6. Mai 2002 aus Anlass der Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes an die Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Olympischen Winterspiele 2002 .... www.bundespräsident.deDer Bundespräsident/Reden/Grußworte
  3. Erdmann & Plankensteiner send greetings as a married couple. In: Chinese Olympic Committee. 28. August 2009; abgerufen am 1. Dezember 2015.