Marty Reasoner

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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marty Reasoner Eishockeyspieler
Marty Reasoner
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 26. Februar 1977
Geburtsort Honeoye Falls, New York, USA
Größe 185 cm
Gewicht 91 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Center
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1996, 1. Runde, 14. Position
St. Louis Blues
Spielerkarriere
1995–1998 Boston College
1998–2001 St. Louis Blues
Worcester IceCats
2001–2006 Edmonton Oilers
2004–2005 EC The Red Bulls Salzburg
2006 Boston Bruins
2006–2008 Edmonton Oilers
2008–2010 Atlanta Thrashers
2010 Chicago Blackhawks
2010–2011 Florida Panthers
2011–2013 New York Islanders

Martin Ernest „Marty“ Reasoner (* 26. Februar 1977 in Honeoye Falls, New York) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Eishockeyspieler und derzeitiger -trainer. Der Mittelstürmer absolvierte in seiner 15 Jahre andauernden aktiven Profikarriere über 800 Spiele in der National Hockey League, den Großteil davon für die Edmonton Oilers. Mit der Nationalmannschaft der USA nahm er an drei Weltmeisterschaften teil. 2014 wechselte Reasoner ins Management der New York Islanders.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des NHL Entry Draft 1996 wurde Marty Reasoner als insgesamt 14. Spieler von den St. Louis Blues gewählt. Zu dieser Zeit spielte er für das Boston College in der National Collegiate Athletic Association. Ab 1998 stand der Angreifer im Kader der Blues und deren Farmteam, den Worcester IceCats aus der American Hockey League (AHL). In der Saison 1998/99 gab Reasoner sein Debüt für die Blues in der National Hockey League (NHL). Insgesamt verbrachte der Angreifer drei Jahre in der Organisation der Blues, ohne sich dort im NHL-Aufgebot etablieren zu können.

Zusammen mit Jochen Hecht und Jan Horáček wurde Reasoner am 1. Juli 2001 im Tausch für Kapitän Doug Weight und Michel Riesen an die Edmonton Oilers abgegeben. Dort erspielte sich der US-Amerikaner prompt einen Stammplatz und kam fortan regelmäßig in der NHL zum Einsatz. Den Lockout in der Saison 2004/05 überbrückte der Amerikaner beim EC The Red Bulls Salzburg aus Österreich, für den er insgesamt elf Spiele bestritt. Am 9. August 2005 verlängerte Reasoner seinen Vertrag bei den Oilers um ein Jahr, wurde jedoch am 9. März 2006 zusammen mit Yan Stastny und einem Zweitrunden-Wahlrecht für den NHL Entry Draft 2006 im Tausch für Sergei Samsonow an die Boston Bruins abgegeben. In Boston beendete er die Saison, kehrte jedoch im Sommer 2006 als Free Agent nach Edmonton zurück und unterzeichnete einen neuen Zweijahresvertrag bei den Oilers. Nach Ablauf dieser Zeit unterschrieb der Center am 17. Juli 2008 bei den Atlanta Thrashers. Im Juni 2010 wurde er samt Joey Crabb, Jeremy Morin und zwei Wahlrechten für den NHL Entry Draft 2010 an die Chicago Blackhawks abgegeben, wobei die Thrashers im Gegenzug Dustin Byfuglien, Ben Eager, Akim Aliu und Brent Sopel erhielten.[1] Die Blackhawks schickten ihn bereits rund einen Monat später im Tausch gegen Jeff Taffe zu den Florida Panthers. Am 1. Juli 2011 unterzeichnete Reasoner einen Kontrakt für zwei Jahre bei den New York Islanders. Nach Ablauf dessen beendete Reasoner seine aktive Karriere und wechselte direkt ins Management bzw. Trainerteam der Islanders.

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die USA nahm Reasoner an den U20-Junioren-Weltmeisterschaften 1996 und 1997, sowie den Weltmeisterschaften 2002, 2003 und 2006 teil. Dabei führte er das Team USA bei der U20-WM 1997 als Kapitän zur Silbermedaille.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 Hockey East Rookie des Jahres
  • 1996 Hockey East All-Rookie Team
  • 1997 Hockey East First All-Star Team
  • 1998 Hockey East First All-Star Team

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt +/– SM Sp T V Pkt +/– SM
1995/96 Boston College NCAA 34 16 29 45 32
1996/97 Boston College NCAA 35 20 24 44 31
1997/98 Boston College NCAA 42 33 40 73 56
1998/99 Worcester IceCats AHL 44 17 22 39 –4 24 4 2 1 3 –5 6
1998/99 St. Louis Blues NHL 22 3 7 10 +2 8
1999/00 Worcester IceCats AHL 44 23 28 51 +10 39
1999/00 St. Louis Blues NHL 32 10 14 24 +9 20 7 2 1 3 +3 4
2000/01 Worcester IceCats AHL 34 17 18 35 +9 25
2000/01 St. Louis Blues NHL 41 4 9 13 –5 14 10 3 1 4 +1 0
2001/02 Edmonton Oilers NHL 52 6 5 11 ±0 41
2002/03 Hamilton Bulldogs AHL 2 0 2 2 ±0 2
2002/03 Edmonton Oilers NHL 70 11 20 31 +19 28 6 1 0 1 –2 2
2003/04 Edmonton Oilers NHL 17 2 6 8 +5 10
2004/05 EC The Red Bulls Salzburg EBEL 11 5 4 9 –6 12
2005/06 Edmonton Oilers NHL 58 9 17 26 –12 20
2005/06 Boston Bruins NHL 19 2 6 8 –2 8
2006/07 Edmonton Oilers NHL 72 6 14 20 –15 60
2007/08 Edmonton Oilers NHL 82 11 14 25 –17 50
2008/09 Atlanta Thrashers NHL 79 14 16 30 +11 36
2009/10 Atlanta Thrashers NHL 80 4 13 17 –3 24
2010/11 Florida Panthers NHL 82 14 18 32 +2 22
2011/12 New York Islanders NHL 61 1 5 6 –25 34
2012/13 New York Islanders NHL 31 0 5 5 –3 4 1 0 0 0 –1 17
NCAA gesamt 111 69 93 162 119
AHL gesamt 124 57 70 127 +15 90 4 2 1 3 –5 6
NHL gesamt 798 97 169 266 –34 379 24 6 2 8 +1 23

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertrat die USA bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt +/− SM
1996 USA U20-WM 5. Platz 6 3 2 5 10
1997 USA U20-WM Silbermedaille 6 1 3 4 2
2002 USA WM 7. Platz 7 0 1 1 –2 6
2003 USA WM 13. Platz 6 1 3 4 ±0 2
2006 USA WM 7. Platz 7 0 0 0 –3 8
Junioren gesamt 12 4 5 9 12
Herren gesamt 20 1 4 5 –5 16

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blackhawks acquire two 2010 draft picks, Jeremy Morin, Marty Reasoner and Joey Crabb from Atlanta Thrashers. blackhawks.nhl.com, 24. Juni 2010, abgerufen am 8. März 2017 (englisch).