Melide TI

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TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Melidef zu vermeiden.

Melide
Wappen von Melide
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Paradiso
BFS-Nr.: 5198i1f3f4
Postleitzahl: 6815
Koordinaten: 717027 / 90283Koordinaten: 45° 57′ 14″ N, 8° 56′ 53″ O; CH1903: 717027 / 90283
Höhe: 279 m ü. M.
Höhenbereich: 270–530 m ü. M.[1]
Fläche: 1,66 km²[2]
Einwohner: 1830 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 1102 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
37,6 % (31. Dezember 2020)[4]
Website: www.melide.ch
Melide mit Seedamm

Melide mit Seedamm

Lage der Gemeinde
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Über dieses Bild
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Melide ist eine politische Gemeinde am Luganersee im Kreis Paradiso, Bezirk Lugano des Schweizer Kantons Tessin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Melide: Luftbild aus 100 m von Walter Mittelholzer (1919)
Melide. Historisches Luftbild von Werner Friedli (1963)

Der Ort liegt unterhalb des Monte San Salvatore auf der westlichen Seite des Damms von Melide, der die Seeenge zwischen Melide und Bissone überbrückt.

Die Nachbargemeinden sind am Norden Lugano, am Osten die italienische Exklave und Gemeinde Campione d’Italia und Bissone, am Süden Vico Morcote und am Westen Lugano.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wird erstmal seit 852 erwähnt; 1482 bestand dort ein Zollposten, in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts musste das Dorf dem Herzog von Mailand 5 Soldaten stellen. 1555 verlieh die Tagsatzung Melide, Bissone und Morcote das Monopol für die Fischlieferung nach Lugano. 1818 wurde nach dem Bau der Kantonsstrasse unter der Aufsicht von Melide und Bissone auf dem See ein Transportverkehr für Fuhrwerke durchgeführt, der bis zur Eröffnung der 817 m langen Brücke von Melide (1847) dauerte. Der damals eingeführte Brückenzoll wurde 1853 um 12770 Schweizer Franken zurückgekauft. Im Jahr 1863 erfuhr das Gemeindegebiet eine Erweiterung durch einen Teil der Sankt Martins Spitze infolge einer Grenzberichtigung mit Italien.

1498 wird ein Spital mit einer Heiliggeist-Kirche genannt, das dem Spital Santo Spirito in Sassia (Rom) unterstellt war. Beide wurden 1911 abgetragen, nachdem sie lange Zeit ihrer ursprünglichen Bestimmung entzogen gewesen waren. Kirchlich gehörte Melide zuerst zu Lugano, dann zu Carona, 1525 wurde es zur eigenen Pfarrei erhoben, 1636 kaufte es seine Verpflichtung am Unterhalt der Sankt Lorenzokirche von Lugano los.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1591 1643 1709 1769 1801 1850 1900 1950 1970 1990 2000[5] 2010 2020
Einwohner 197 167 150 142 158 273 403 775 1315 1372 1513 1612 1830

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Santi Quirico und Giulitta[8]
  • Swissminiatur, ein Freilichtmuseum, das eine miniaturisierte Schweiz präsentiert[9]
  • Seedamm des Ingenieurs Pasquale Lucchini[8]
  • Durch die Berichterstattung in den Medien bekannt war die Villa Branca – ein 1912 errichtetes repräsentatives Weingut am Ufer. Es musste einem Neubau weichen[8][10]
  • Ehemalige Ziegeleien[8]
  • Schalenstein an der Grenze der ehemaligen Gemeinde Carona TI[8]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Football Club Melide[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Giuseppe Negro: Melide. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 23. Oktober 2008.
  6. Corpo Pompieri Melide
  7. Corpo Pompieri Melide in portal.dnb.de (abgerufen am: 2. Mai 2016.)
  8. a b c d e Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 354–355.
  9. Swissminiatur auf luganotourism.ch (abgerufen am 2. Mai 2016)
  10. Das grosse Villensterben (NZZ, 11. April 2008)
  11. Football Club Melide