Barbengo

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Wappen von Barbengo
Wappen von Lugano
Barbengo
Quartier von Lugano
Karte von Barbengo
Koordinaten 714473 / 91148Koordinaten: 45° 57′ 44″ N, 8° 54′ 55″ O; CH1903: 714473 / 91148
Höhe Ø 370 m
Fläche 2,65 km²
Einwohner 1970 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte 743 Einwohner/km²
Eingemeindung 20. Apr. 2008
BFS-Nr. 519-2021
Postleitzahl 6917
Gemeindestand vor der Fusion am 20. April 2008
Glockenturtm der Pfarrkirche Sant’Ambrogio
Kirche San Carlo Borromeo in Cernesio

Barbengo ist ein Quartier der Stadt Lugano im Kreis Lugano West, im Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt auf 373 m ü. M., 7 km südwestlich von Lugano, im kleinen Thalkessel von Pian Scairolo, 1 km nördlich von Figino und 3 km westlich der Station Melide TI der Schweizerische Bundesbahnen und umfasste auch die Ortschaften Cadepiano (vor der Collina d’Oro), Garaverio und Cernesio (hinter dem Monte Arbostora), Casoro, Casaccia und ab 1791 Figino (gegen den Luganersee hin).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der befestigte Turm bei Casoro (La Torrazza) diente in der römisch-byzantinische Epoche vermutlich als Hochwacht, später als Standort einer langobardische Garnison. Im Mittelalter war er wahrscheinlich mit einer Burg verbunden, die vielleicht den de Casoro gehörte und schon im 15. Jahrhundert zerfallen war (heute Ruine Castellaccio). Aufgeführt wird die Ortschaft mit Allodialgütern und bischöfliche Lehen auch im Inventar des Domkapitels von Como 1298; dasselbe Dokument erwähnt auch die Kirche Sant’Ambrogio, die zuerst zur Pfarrei San Pietro in Pambio gehörte und 1591 Unterpfarrei wurde.[1]

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts hat man in den zwei Weilern Barbengo Casoro und Cernesio römische Gräber aufgedeckt. Die Ambrosius-Kapelle wird im 15. Jahrhundert erwähnt. 1472 wurde Barbengo, das bisher kirchlich von Lugano abhängig war, zusammen mit San Pietro Pambio eine selbständige Kirchgemeinde.[2]

Fusion mit Lugano[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. September 2007 stimmten die Stimmberechtigten von Barbengo, Carabbia und Villa Luganese der Eingemeindung dieser drei Gemeinden in die Stadt Lugano zu. Die ehemalige politische Gemeinde Barbengo gehört seit dem 20. April 2008 zu Lugano.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1670 1850 1900 1950 1980 2000[3] 2015
Einwohner 245 552 481 503 632 1559 1970

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[4]

  • Pfarrkirche Sant’Ambrogio[5]
  • Oratorium San Francesco d’Assisi[5]
  • Kirche San Carlo im Ortsteil Cernesio[5]
  • Wohnhaus Guidini[5]
  • Wohnhaus Sciaredo[5]
  • Alte Trotte[5]
  • Schalenstein[5]
  • Turmruine von Casoro[5]
  • Zwei alte Roccoli (Jagdtürme)[5].

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Football Club Ceresio Figino[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sebastiano B. Brocchi: Collina d’Oro – I Tesori dell’Arte. 2004.
  • Virgilio Gilardoni: Il Romanico. Arte e monumenti della Lombardia prealpina. Istituto grafico Casagrande, Bellinzona 1967, S. 202.
  • Antonio Gili: Barbengo. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2016.
  • A. Mario Redaelli: Storia e storie della Collina d’Oro. Editori Gaggini-Bizzozero S.A., Lugano 1977, Band I, S. 22, 32, 33, 35, 48, 51, 62, 119, 145, 149, 150, 159, 160 e passim; Band II, S. 16, 18, 69, 71, 342, 360 505, 507, 508, 509, 510, 512, 515, 517, 520, 522, 524, 527, 530, 532, 537, 538, 539, 541–544, und passim.
  • Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 340–341, 355.
  • Celestino Trezzini: Barbengo. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 1, Ardutius – Basel., Attinger, Neuenburg 1921, S. 565.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Barbengo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Antonio Gili: Barbengo. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  2. Barbengo auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 1. Juni 2017).
  3. Antonio Gili: Barbengo. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2016.
  4. Liste der Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Verzeichnis auf der Website des Bundesamts für Kultur (BAK), abgerufen am 10. Januar 2018.
  5. a b c d e f g h i Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 340–341, 355.
  6. Football Club Ceresio Figino