Mission: Impossible – Rogue Nation

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Filmdaten
Deutscher Titel Mission: Impossible – Rogue Nation
Originaltitel Mission: Impossible – Rogue Nation
Mission Impossible Rogue Nation Logo.png
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 130 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Christopher McQuarrie
Drehbuch Christopher McQuarrie,
Drew Pearce
Produktion Tom Cruise,
J. J. Abrams,
Bryan Burk,
David Ellison,
Don Granger
Musik Joe Kraemer
Kamera Robert Elswit
Schnitt Eddie Hamilton
Besetzung
Synchronisation

Mission: Impossible – Rogue Nation (englisch für Schurkenstaat) ist der fünfte Teil der Filmreihe Mission: Impossible. Regie führte Christopher McQuarrie. Die Weltpremiere fand am 23. Juli 2015 in der Wiener Staatsoper und damit an einem Original-Drehplatz statt.[3] Am 31. Juli 2015 startete der Actionfilm in den US-amerikanischen Kinos, im deutschsprachigen Raum war er ab dem 6. August 2015 zu sehen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ethan Hunt von einer heiklen Mission zurückkehrt, wird er am geheimen Londoner Stützpunkt der Impossible Mission Force (IMF) von Solomon Lane, Chef der geheimnisvollen Untergrundorganisation „Syndikat“, gefangengenommen und muss mitansehen, wie dieser kaltblütig eine Mitarbeiterin der IMF umbringt.

Er wacht in einem unterirdischen Foltergefängnis auf, wo er auf Mitglieder des Syndikats trifft. Er kann sich mithilfe der MI6-Doppelagentin Ilsa Faust befreien und taucht unter. Zwischenzeitlich hat CIA-Chef Alan Hunley dafür gesorgt, dass die IMF geschlossen und ihre Mitarbeiter ihm unterstellt werden. Auch William Brandt, Hunts ehemaliger Chef, untersteht nun Hunley, und Ethan muss abtauchen. Auf sich allein gestellt macht er Jagd auf den Syndikat-Boss.

Monate später nimmt er Kontakt zum Hacker Benji Dunn auf und lotst diesen in die Wiener Staatsoper. Dort treffen sie wieder auf Ilsa Faust und können im letzten Moment ein Attentat auf den österreichischen Bundeskanzler verhindern. Dieser kommt jedoch wenig später durch eine Autobombe zu Tode. Hunt verhindert, dass Fausts Tarnung auffliegt. Ihr gelingt es, das Vertrauen zu Lane wiederherzustellen. Sie lockt Ethan und Benji nach Marokko, wo die beiden mit ihr zusammen eine hochgeheime Datei aus einem unterirdischen Komplex in einem Wasserkraftwerk stehlen sollen. Der Plan gelingt, doch Ilsa hintergeht die beiden und flieht mit dem verschlüsselten USB-Stick. Zeitgleich landen Brandt und Luther Stickell in Marokko und unterstützen das restliche Team. Ilsa kann jedoch nach einer Verfolgungsjagd alle abschütteln.

Ilsa übergibt den Stick dem MI6-Chef Atlee, der sie jedoch weiterhin im Spiel behalten will und anweist, ihre Mission fortzusetzen. Notfalls soll sie Hunt töten, um Solomon ihre Loyalität zu beweisen. Es kommt jedoch anders: Der MI6-Chef löscht die Daten des Sticks und so übergibt Ilsa nur einen leeren Stick an Solomon. Wohlwissend, dass das Team um Ethan eine Kopie gezogen hat, lässt Solomon Benji entführen und stellt Hunt ein Ultimatum: Bis Mitternacht soll er den entschlüsselten Stick an Solomon übergeben, dann werde er Benjis Leben verschonen. Das Problem: Nur eine einzige Person kann den Stick entschlüsseln, der Premierminister des Vereinigten Königreichs.

Tatsächlich gelingt es Hunt und seinem Team mit der unfreiwilligen Hilfe Hunleys den Stick zu entschlüsseln. Auf dem Stick befinden sich die Zugriffsdaten für Bankkonten mit hohen Geldbeträgen, die zur Finanzierung des Syndikats gedacht waren. Hunt findet heraus, dass das Syndikat ursprünglich als Stroh-Organisation des MI6 geplant war. Unter der Führung Lanes hat sich die Organisation jedoch verselbstständigt.

Hunt prägt sich die kompletten Kontendaten des milliardenschweren Sticks ein und vernichtet den Stick anschließend. Alle Beteiligten treffen sich um Mitternacht zu einem Showdown, bei dem es gelingt, Lane auszuschalten und festzunehmen.

Nach den Ereignissen in London überzeugt Hunley den Kongress die IMF wieder einzusetzen. Am Ende wird Hunley der neue Chef (genannt Sekretär) der IMF.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wiener Staatsoper war nicht nur Drehort, dort fand auch die Premiere statt

Der Film wurde von Tom Cruise, J. J. Abrams und Bryan Burk produziert. Nach Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat, Jack Reacher, Edge of Tomorrow und McQuarries Drehbuch-Mitarbeit an Mission: Impossible – Phantom Protokoll ist es bereits die fünfte Zusammenarbeit von Cruise und Christopher McQuarrie. Die Musik komponierte Joe Kraemer.[4]

Am 22. März 2015 veröffentlichte Paramount Pictures den offiziellen Titel Mission: Impossible – Rogue Nation sowie ein Poster und einen Teaser-Trailer.[5]

Die Weltpremiere fand am 23. Juli 2015 vor rund 1000 Gästen in der Wiener Staatsoper statt. Anwesend waren unter anderem Tom Cruise, Rebecca Ferguson und Regisseur Christopher McQuarrie.[6]

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten begannen im August 2014 in Wien.[7] Nach eineinhalb Wochen Dreharbeiten in Österreich kam Cruise am 30. August für den weiteren Dreh nach Marokko. Hier wurde in Marrakesch eine Autobahn für die Dreharbeiten gesperrt.[8] Weitere Drehorte waren Agadir und Rabat. Anfang Oktober zog die Filmcrew weiter nach London, ehe am 10. Oktober einige Szenen in Monaco aufgenommen wurden.[9] Am 9. November wurden die Dreharbeiten am Southampton Water fortgesetzt.[10] Am 2. Dezember drehte Tom Cruise wieder in London.

Die Dreharbeiten zu einer Action-Szene mit Ethan Hunt, bei der er an der Außenseite eines fliegenden Airbus A400M hängt, fanden auf dem RAF Wittering im Vereinigten Königreich statt. Tom Cruise führte die Szene in z. T. über 1500 m Höhe in der Luft am Flugzeug hängend, ohne die Verwendung eines Stunt-Doubles aus.[11] Am 12. März 2015 waren die Dreharbeiten abgeschlossen, wie der Regisseur Christopher McQuarrie via Twitter bestätigte.[12]

Kinostart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Start des Films wurde vorgezogen, weil der ursprünglich geplante Veröffentlichungstermin mit dem Kinostart von Star Wars: Das Erwachen der Macht zusammenfiel.[13][14]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oliver Kaever von Die Zeit lobte den Film als einen der ersten Filme der Reihe, der sowohl Fans als auch Kritiker zufrieden stelle. Insbesondere der britische Humor, vertreten durch Simon Pegg, tue dem Film gut. Auch Tom Cruise laufe zur Hochform auf und habe erstmals den „verkrampft und manchmal geradezu überschnappenden Ehrgeiz“ hinter sich gelassen und zurück zu seinen früheren Paraderollen als Sonnyboy gefunden.[15] Auch Gabriele Flossmann vom österreichischen Kurier lobte den Film als gelungen, auch wenn sie die Besetzung des österreichischen Bundeskanzlers für misslungen hielt und die unglaubwürdigen Actionszenen kritisierte.

„Sehenswert ist das aber allemal und speziell fürs österreichische Premierenpublikum bot die Verfolgungsjagd auf Hinterbühne und Schnürboden der Wiener Staatsoper – noch dazu während einer ‚Turandot‘-Aufführung – eine der aufregendsten Actionszenen der jüngeren Filmgeschichte.“

Gabriele Flossmann für Kurier.at[16]

Andreas Borcholte von Spiegel Online lobte den Film ebenfalls und hob insbesondere die Schauspielerin Rebecca Ferguson hervor, welche die Doppelagentin Ilsa Faust spielte. Zwar sei Regisseur Christopher McQuarrie kein „visuelles Genie […] wie seine Vorgänger Brad Bird und John Woo“, er gebe seinen Schauspielern aber deshalb mehr Freiräume. Der lockere Stil und damit verbundene Humor komme dem Film dramaturgisch zugute und lockere die „atemlose Action“ auf.[17]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synchronisation des Films übernahm die Berliner Synchron GmbH. Das Dialogbuch schrieb Tobias Neumann, für die Dialogregie war Clemens Frohman verantwortlich.

Rolle Originalsprecher Deutscher Sprecher
Ethan Hunt Tom Cruise Patrick Winczewski
William Brandt Jeremy Renner Gerrit Schmidt-Foß
Benji Dunn Simon Pegg Tobias Kluckert
Ilsa Faust Rebecca Ferguson Berenice Weichert
Luther Stickell Ving Rhames Tilo Schmitz
Solomon Lane Sean Harris Tobias Lelle
Atlee Simon McBurney Gerald Schaale
Premierminister Tom Hollander Axel Malzacher
Alan Hunley Alec Baldwin K. Dieter Klebsch
Janik Vinter Jens Hultén Matti Klemm

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Mission: Impossible – Rogue Nation. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juli 2015 (PDF; Prüf­nummer: 153 303 K).
  2. Alterskennzeichnung für Mission: Impossible – Rogue Nation. Jugendmedien­kommission.
  3. „M:I5“-Weltpremiere: Cruise stundenlang auf Tuchfühlung. Schaulaufen sticht Filmpremiere. In: orf.at. 23. Juli 2015.
  4. Joe Kraemer to Score Mission: Impossible 5. In: filmmusicreporter.com 19. September 2014, abgerufen am 31. Oktober 2014 (englisch).
  5. Mission: Impossible 5 Gets a Rogue Name, Trumps Star Wars. In: hollywoodreporter.com, 22. März 2015, abgerufen am 26. August 2015 (englisch).
  6. Neue „Mission: Impossible“ feiert Premiere in Wien. In: Focus Online. 23. Juli 2015, abgerufen am 16. August 2015.
  7. Daredevil Tom Cruise hangs from the Vienna Opera House for Mission: Impossible 5 shoot. In: express.co.uk, 23. August 2014, abgerufen am 28. August 2014 (englisch).
  8. Mission Impossible 5 Closes the Marrakech Highway for 14 Days. In: moroccoworldnews.com, 28. August 2014, abgerufen am 28. August 2014 (englisch).
  9. Tom Cruise scales the roof of a military aircraft for high octane Mission Impossible 5 scenes … after hanging from the plane at 5,000ft. In: Daily Mail, abgerufen am 16. Februar 2015 (englisch).
  10. Megastar Tom Cruise’s Mission Impossible to start filming at Fawley Power Station. In: Daily Echo, abgerufen am 8. November 2014 (englisch).
  11. Tom Cruise scales the roof of a military aircraft for high octane Mission Impossible 5 scenes … after hanging from the plane at 5,000ft In: Daily Mail, abgerufen am 4. September 2015 (englisch).
  12. Production Wraps on Mission: Impossible 5. In: Twitter, abgerufen am 17. März 2015 (englisch).
  13. „Mission: Impossible 5“ wird vorgezogen. In: Gala, abgerufen am 1. August 2015.
  14. Star Wars zwingt Cruise und BMW zum Frühstart. In: Werben & Verkaufen, abgerufen am 1. August 2015.
  15. Oliver Kaever: „Mission: Impossible – Rogue Nation“: Über den Wolken. In: Die Zeit. 4. August 2015, abgerufen am 16. August 2015.
  16. Gabriele Flossmann: Den Bundeskanzler hat man gleich wieder vergessen. In: Kurier.at. 5. August 2015, abgerufen am 16. August 2015.
  17. Andreas Borcholte: Neuer „Mission: Impossible“-Film: Ganz schön smooth, Mr. Cruise! In: Spiegel Online. 5. August 2015, abgerufen am 16. August 2015.