Oroux

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Oroux
Oroux (Frankreich)
Oroux
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Deux-Sèvres
Arrondissement Parthenay
Kanton La Gâtine
Gemeindeverband Parthenay-Gâtine
Koordinaten 46° 42′ N, 0° 5′ WKoordinaten: 46° 42′ N, 0° 5′ W
Höhe 142–177 m
Fläche 6,56 km2
Einwohner 98 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km2
Postleitzahl 79390
INSEE-Code

Oroux – Château

Oroux ist ein Ort und eine westfranzösische Gemeinde mit 98 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Deux-Sèvres in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oroux liegt in der historischen Landschaft der Gâtine poitevine in einer Höhe von ca. 160 m ü. d. M. etwa 19 km (Fahrtstrecke) südlich von Airvault bzw. ca. 16 km nordöstlich von Parthenay.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 207 291 288 191 107 109

Der Bevölkerungsrückgang ist in der Hauptsache auf den Verlust an Arbeitsplätzen infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner des Ortes lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Gärten; in geringem Umfang wurden auch Weinbau und Viehhaltung betrieben.[1] Die Landwirtschaft spielt auch heute noch die führende Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe von Oroux verlief eine alte Römerstraße, die Poitiers (Limonum) mit Angers (Juliomagus) verband. Im Mittelalter wurde die Route als Jakobsweg (Via Turonensis) genutzt und durch eine Burg befestigt, aus welcher sich in den nachfolgenden Jahrhunderten allmählich das heutige Schloss entwickelte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Château de Maurivet steht auf gallorömischen Fundamenten; es wurde in den Jahren 1490 bis 1530 erbaut, wechselte vom 15. bis zum 19. Jahrhundert mehrfach den Besitzer und wurde wiederholt restauriert. Es besteht heute aus einer zweigeschossigen Dreiflügelanlage mit mehreren Annexbauten. Es befindet sich in Privatbesitz; Teile wurden im Jahr 1988 als Monument historique eingestuft.[2]
  • Die Pfarrkirche Saint-Martin ist ein Bau in schlichten ländlich-gotischen Stilformen, der jedoch im Rahmen der Religionskriege und des Vendée-Aufstands wiederholt beschädigt und ausgebessert wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oroux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oroux – Weinbau
  2. Château de Maurivet, Oroux in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)