Pegasus Airlines

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Pegasus Airlines
Logo der Pegasus Airlines
Boeing 737-800 der Pegasus Airlines
IATA-Code: PC
ICAO-Code: PGT
Rufzeichen: SUNTURK
Gründung: 1989
Sitz: Istanbul, TurkeiTürkei Türkei
Drehkreuz:

Istanbul-Sabiha Gökçen

Heimatflughafen:

Istanbul-Sabiha Gökçen

Unternehmensform: A.Ş.
IATA-Prefixcode: 624
Leitung: Mehmet Tevfik Nane (CEO) [1]
Umsatz: 3,707 Mrd.[2] (2016)
Fluggastaufkommen: 24,1 Mio.[3] (2016)
Vielfliegerprogramm: Pegasus Plus
Flottenstärke: 73 (+ 69 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.flypgs.com

Pegasus Airlines (türkisch Pegasus Hava Taşımacılığı A.Ş.) ist eine türkische Fluggesellschaft mit Sitz in Istanbul und Basis auf dem Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und erste Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pegasus Airlines wurde im Dezember 1989 von der irischen Aer Lingus gemeinsam mit den türkischen Unternehmen Silkar Holding A.Ş. und Net Holding A.Ş. gegründet. Der Flugbetrieb wurde im Mai des folgenden Jahres mit nur zwei Flugzeugen aufgenommen, und im April erfolgte der erste Flug nach Berlin-Tegel mit einer Boeing 737-400. Doch aufgrund des Zweiten Golfkriegs blieb der Großteil der veranschlagten Türkei-Touristen aus.

Ab 1992 steigerten sich die Touristenzahlen, die wieder ins Land reisten, und Pegasus Airlines konnte expandieren. Damals bestand die Flotte aus drei Boeing 737-400 und zwei Airbus A320. In den aufkommensschwachen Wintermonaten wurden einzelne Flugzeuge im Wet-Lease für nordamerikanische Fluggesellschaften und Reiseveranstalter eingesetzt.

Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren entschieden sich Aer Lingus und Net Holding A.Ş., Pegasus Airlines an die Yapı Kredi Bankası zu verkaufen. Damit wurde Pegasus Airlines zu einem vollständig türkischen Unternehmen.

Von Beginn an flog Pegasus Airlines u. a. von Deutschland, Österreich und der Schweiz zu verschiedenen Zielflughäfen in der Türkei. Im November 2005 wurden die ersten innertürkischen Linienflüge aufgenommen – sukzessive wurde ein nationales Streckennetz aufgebaut. Seit der Winterflugplanperiode 2006/2007 werden zudem zahlreiche Flüge ins Ausland, insbesondere nach Düsseldorf, ganzjährig und im Linienbetrieb angeboten. Der Istanbuler Flughafen Sabiha Gökçen fungiert dabei als Drehkreuz, von dem aus den Fluggästen zahlreiche Anschlussverbindungen angeboten werden. Pegasus Airlines bietet heute etwa 90 Flüge pro Tag zu insgesamt 28 Zielen an.

1997 bestellte Pegasus Airlines eine zusätzliche 737-400 sowie eine 737-800 von Boeing, womit sie die erste türkische Fluggesellschaft wurde, die die 737 NG einsetzte. Kurz danach folgte ein Kaufvertrag für die nächsten zehn 737-800, die ab 2002 zudem mit Winglets zur Treibstoffersparnis ausgerüstet wurden.

Entwicklung seit 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Boeing 737-400 der Pegasus Airlines in älterer Bemalung

Drei Boeing 737-500 stießen 2005 zur Flotte und wurden in erster Linie für nationale Strecken mit geringerem Verkehrsaufkommen eingesetzt.

Im Januar 2005 übernahm die ESAS Holding Pegasus Airlines und setzte Ali Sabancı als Vorstandsvorsitzenden der Fluggesellschaft ein. Nur zwei Monate später änderte dieser das Konzept von Pegasus Airlines, und aus einer Charterfluggesellschaft wurde eine Fluggesellschaft, die Linien- und Charterflüge zu günstigen Preisen anbietet. Im November 2005 bestellte Pegasus Airlines zwölf neue Boeing 737-800, die 2008 um nochmals zwölf Maschinen des gleichen Typs ergänzt wurden.

Im Jahr 2007 beförderte Pegasus Airlines mehr Passagiere als jede andere private türkische Fluggesellschaft. 2008 waren es 4,4 Millionen Passagiere, und somit blieb Pegasus die größte private Fluggesellschaft in der Türkei.

Die Eröffnung des neuen Technikgebäudes für Wartung und Lagerung auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul erfolgte im November 2011.

Pegasus Airlines ist Mitglied der IATA und betreibt mit der Pegasus Airlines Flight Academy eine lizenzierte Ausbildungseinrichtung für die Ausbildung von Piloten, Flugbegleiter/innen sowie Flugzeugtechniker. Ausgebildet werden auch Selbständige sowie Personal von anderen Fluglinien. Darüber hinaus besitzt die Gesellschaft eigene Technikgebäude für Wartung und Lagerung auf den drei internationalen Flughäfen Istanbul-Sabiha Gökçen, Antalya und İzmir. Die Technikgebäude sind mit aktuellen Instrumenten ausgestattet und besitzen alle internationalen Lizenzen für die Flugzeugwartung.

Im Dezember 2012 erteilte Pegasus Airlines einen Großauftrag über 75 Maschinen der Airbus-A320neo-Familie, welche zusätzliche 25 Optionen beinhalten.[4]

Im selben Jahr beteiligte sich die Gesellschaft an der kirgisischen Air Manas, die bis 2015 unter der Marke Pegasus Asia auftrat.

Im März 2013 wurde die Auflösung des Joint Ventures Air Berlin Turkey bekannt gegeben, Pegasus wird zukünftig direkt mit Air Berlin kooperieren.[5]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pegasus Airlines bietet Charter- und Linienflüge zu mehr als 70 Orten an. Neben innertürkischen Zielen werden Ziele unter anderem in Europa und dem Nahen Osten angeflogen.

Im deutschsprachigen Raum werden Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, München, Nürnberg, Stuttgart, Wien, Zürich und Basel bedient.[6]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A320-200 der Pegasus Airlines

Mit Stand Juni 2017 besteht die Flotte der Pegasus Airlines aus 73 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 5,5 Jahren:[7]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt[8][9] Anmerkungen[10] Sitzplätze[11]
Airbus A320-200 12 10 mit Sharklets ausgestattet 174
Airbus A320neo 09 48 erste Auslieferung am 19. Juli 2016[12]; Auslieferung bis 2022 180
Airbus A321neo 18 Auslieferung 2019-2022 220
Boeing 737-800 52 03[13][14] mit Winglets ausgestattet 189
Gesamt 73 69

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die betroffene Boeing 737-800 (Kennzeichen TC-CPV) wurde repariert und nahm am 14. Mai 2016 wieder den Flugbetrieb auf

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pegasus Airlines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bloomberg - Executive profile - Mehmet Tevfik Nane, abgerufen am 20. Januar 2017
  2. pegasusinvestorrelations.com – Financial Statements (englisch), abgerufen am 15. April 2017
  3. flypgs.com – Press Releases (englisch), abgerufen am 15. April 2017
  4. AirbusPegasus entscheidet sich für den Kauf von bis zu 100 Flugzeugen der A320neo-Familie, 19. Dezember 2012, abgerufen am 20. August 2015
  5. ch-aviation – Air Berlin Turkey to be closed down by end of March (englisch), abgerufen am 7. März 2013
  6. flypgs.com – Cities (englisch), abgerufen am 30. September 2016
  7. planespotters.net – Pegasus Airlines Fleet Details and History (englisch), abgerufen am 5. Juni 2017
  8. AirbusOrders & deliveries (englisch), abgerufen am 20. Januar 2017
  9. BoeingOrders & Deliveries (englisch), abgerufen am 30. September 2016
  10. pegasusinvestorrelations.com – Interim Activity Report of the Board of Directors for the Period January 1 – 31 March, 2017 (englisch), abgerufen am 26. Mai 2017
  11. flypgs.com – Information über die Flotte abgerufen am 20. August 2015
  12. Turkey’s Pegasus Airlines receives world's first CFM powered Airbus A320neo. Abgerufen am 5. September 2016 (amerikanisches englisch).
  13. planespotters.net – Operator History for TC-CRC (englisch), abgerufen am 26. Mai 2017
  14. planespotters.net – Operator History for TC-CRD (englisch), abgerufen am 26. Mai 2017
  15. aerotelegraph.com – Explosion an Flughafen in Istanbul abgerufen am 23. Dezember 2015
  16. Flugunfalldaten und -bericht ASN Aircraft accident Boeing 737-86J (WL) TC-CPV Istanbul-Sabiha Gökçen International Airport (SAW) im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 18. April 2017