Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen

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Sabiha Gökçen Uluslararası Havalimanı
Istanbul Sabiha taxiing.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LTFJ
IATA-Code SAW
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 50 km östlich von Taksim-Platz, TurkeiTürkei Türkei
Nahverkehr Linienbusse (İETT), Shuttlebusse, Taxis
Basisdaten
Eröffnung 2001
Betreiber Seit 1. Mai 2008 ISG (İstanbul Sabiha Gökçen Uluslararası Havalimanı Yapım Yatırım ve İşletim A.Ş.), seit 2015 zu Malaysia Airports Holding Berhad (MAHB)
Terminals 2 (sowie eines für Güter)
Passagiere 23.508.141[1] (2014)
Luftfracht 176.750 t[2] (2012)
Flug-
bewegungen
126.043[2] (2012)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
25 Mio.
Start- und Landebahn
06/24 3000 m × 45 m Beton

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Der Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen (IATA-Code: SAW, ICAO-Code: LTFJ, türk. Sabiha Gökçen Uluslararası Havalimanı) ist nach dem Flughafen Istanbul-Atatürk der kleinere der beiden internationalen Verkehrsflughäfen der türkischen Metropole Istanbul. Der Flughafen liegt im kleinasiatischen Teil der Großstadtkommune Istanbul, etwa 40 km östlich des Bosporus im Istanbuler Landkreis Pendik. Nach dem Flughafen Antalya ist er der drittgrößte Flughafen der Türkei. Der Flughafen fertigte im Jahr 2014 knapp 24 Millionen Passagiere ab. Er ist benannt nach der ersten Kampfpilotin der Welt, Sabiha Gökçen, der Adoptivtochter von Mustafa Kemal Atatürk.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abflughalle (2011)

Der Flughafen wurde bereits 2001 eröffnet, um Istanbuls Hauptflughafen Atatürk zu entlasten. Er wurde jedoch bis 2004 kaum benutzt, um dem Betreiber des Flughafens Istanbul-Atatürk finanzielle Einbußen zu ersparen. Das Passagiervolumen stieg von 245.000 (2004) auf knapp 24 Mio. (2014). Der Flughafen hat ein internationales und ein nationales Terminal.

Außerdem war er der erste Schritt des Projektes „Industriepark der fortgeschrittenen Technologie“, das neben Transport, Außenhandel, Luftfahrt und Technologie zahlreiche weitere Dienstleistungen plant. Der Flughafen soll für die Umwandlung des Gebietes zu einer Technologiebasis ein ähnliches Vorbild sein, wie es damals Sabiha Gökçen für die Emanzipation der türkischen Frauen in allen Arbeitsgebieten war.

Der Flughafen war für ein deutlich geringeres Passagiervolumen als der Flughafen Atatürk angelegt. Er ist überschaubar, hat kurze Wege und kaum verkehrsbedingte Verspätungen. Das internationale Terminal war ursprünglich für drei Millionen Passagiere pro Jahr angelegt, das Inlandsterminal für 500.000 Passagiere pro Jahr. Im Juni 2007 erhielt die indische GMR Group den Auftrag, den Flughafen ab Mitte 2008 zu erweitern, um die Passagierkapazität zu erhöhen.

Wegen der Entfernung zum europäischen Stadtzentrum fliegen die meisten großen Fluglinien nur den Flughafen Atatürk auf der europäischen Seite Istanbuls an. Nach Sabiha Gökçen fliegen aus dem Ausland überwiegend türkische Fluggesellschaften. Aber auch einige Charter- und Billigfluggesellschaften aus Europa und vor allem aus dem GUS-Raum ziehen diesen Flughafen vor. Turkish Airlines, Pegasus Airlines, Anadolu Jet, SunExpress und einige weitere kleine Fluggesellschaften nutzen ihn für Inlandsverbindungen. Für Reisende aus Westeuropa sind vor allem die Verbindungen der Billiglinien interessant.

Seit Anfang 2008 fahren die öffentlichen Busse (Belediye Otobüsü) der Istanbuler Stadtverwaltung (İstanbul Büyükşehir Belediyesi) den Flughafen von einigen Stadtteilen (wie Bostancı, Kozyatağı, Kadıköy, 4. Levent) an.

In der Nähe des Flughafens liegt der Istanbul Park Circuit, die türkische Rennstrecke der Formel 1. Sie soll zusammen mit dem Flughafen unter anderem die Wirtschaft in dieser Region im asiatischen Teil der Türkei stärken.

Ab 1. März 2008 ist die İstanbul Sabiha Gökçen Uluslararası Havalimanı Yapım Yatırım ve İşletim A.Ş. Betreiber des Flughafens. Ab 2009 übernahm ein Konsortium bestehend aus der indischen GMR Infrastructure Ltd. (40 %), der türkischen Limak Insaat San. Ve Tic. A.S (Limak Holding) (40 %) und der malaysischen Malaysia Airports Holding Berhad (MAHB) (20 %) den Flughafen.[3]

Luftbild des Flughafens

Im Oktober 2009 wurde die Kapazität des Flughafens schließlich auf 25 Mio. erweitert.

Seit Anfang 2015 hält die malaysische Malaysia Airports Holding Berhad (MAHB) zu 100 % die Anteile an der Istanbul Sabiha Gökçen International Airport Investment Development and Operation Inc.

Am 23. Dezember 2015 wurde der Flughafen von der TAK mit Mörsern beschossen. Dabei wurde eine Putzfrau getötet, eine weitere verletzt und 5 Flugzeuge beschädigt.[4]

Im Jahr 2015 wurden mit 18.535.463 nationalen Passagieren und 9.576.975 internationalen Passagieren insgesamt 28.122.438 Passagiere abgefertigt, wobei man einen Passagierwachstum von 20 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen konnte. Der Flugverkehr stieg dabei mit 218.780 Flugzeugen um 18 %.

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Istanbul-Sabiha Gökçen wird hauptsächlich für Flüge innerhalb der Türkei sowie zu internationalen Kurz- und Mittelstreckenzielen in Europa und dem Nahen Osten genutzt. Er dient als Basis für Pegasus Airlines, SunExpress und AnadoluJet. Aus dem deutschsprachigen Raum fliegen Germanwings und easyJet sowie SunExpress und Pegasus Airlines den Flughafen direkt an.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. İstanbul'da havalimanları 80 milyon yolcu ağırladı, Kanal A Haber
  2. a b İstatistikler (DHMI)
  3. http://www.gmrgroup.in/pressreleasedetail-31-Oct-2009.aspx
  4. Kurdische Gruppe bekennt sich zu Anschlag