Philipp Weber (Kabarettist)

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Philipp Weber 2015

Philipp Weber (* 22. Juli 1974 in Miltenberg, Unterfranken) ist ein deutscher Kabarettist und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp Weber wuchs in Amorbach im Odenwald auf. Nach seinem Abitur und dem Zivildienst beim Bayerischen Roten Kreuz zog er 1996 zum Studium nach Tübingen. Dort fing er zunächst an Germanistik, Psychologie, Geschichte und Medizin zu studieren, wechselte aber 1998 zu Biologie und Chemie. Diese beiden Studienfächer schloss er 2003 mit dem Ersten Staatsexamen ab. Seit 2004 ist er hauptberuflicher Kabarettist und Autor. Er ist mit der Künstlerin Inka Meyer zusammen[1] und lebt in Tübingen und München.

Kabarett[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine ersten Bühnenerfahrungen sammelte Philipp Weber während seines Studiums bei Poetry Slams. 1999 war er Vertreter Tübingens auf dem German International Poetry Slam (GIPS) in Weimar. Außerdem engagierte er sich im Bereich Studentenkabarett. Im Brechtbautheater der Neuphilologischen Fakultät der Universität Tübingen debütierte er 1999 mit seinem ersten Programm Das Hölderlin-Syndrom. Ab 2001 spielte er zunehmend auch außerhalb des studentischen Milieus und widmete sich nach Abschluss seines Studiums ganz dem Kabarett.

Von 2004 bis 2014 war Philipp Weber Mitglied des Ersten Deutschen Zwangsensembles. Das Ensemble bestand aus Weber und seinen Kollegen Mathias Tretter und Claus von Wagner. Bis 2009 spielten sie das Programm Mach 3!. Ihr zweites Kabarettprogramm Die letzte Tour (von 2009 bis 2014) wurde 2010 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet.

Philipp Webers künstlerisches Repertoire reicht von bissiger Satire bis zu skurriler Komik. In seinem Bühnenstück Futter – streng verdaulich! (Premiere 2010, Regie: Georg Koeniger) greift Philipp Weber dabei erstmals auf sein Wissen als Naturwissenschaftler zurück: Sein erklärtes Ziel ist es, Verbraucherschutz[2] durch die Möglichkeiten des Humors anspruchsvoll und unterhaltend zu vermitteln. Von Februar bis März 2016 sorgte Philipp Weber neben seinem Kollegen und Moderator Mathias Tretter[3] im „Vereinsheim Schwabing“ für „Bildungsniveau“[4] im Bayerischen Fernsehen.

Philipp Webers Ernährungsratgeber „Essen kann jeder! – streng verdaulich“ ist 2013 bei Random House (Blessing) erschienen. Im Tre Torri Verlag veröffentlichte er 2014 zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der Künstlerin Inka Meyer, eine satirische Kulturgeschichte des Essens: „Ragout vom Mammut – 12 aberwitzige Kochgeschichten“.

Kabarettprogramme Solo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999 Das Hölderlin-Syndrom
  • 2001–2004 Herzattacken
  • 2004–2008 Schief ins Leben (Regie: Volker Diefes)
  • 2007–2010 Honeymoon Massaker (Regie: Mathias Repiscus)
  • seit 2010 Futter – streng verdaulich! (Regie: Georg Koeniger)
  • seit 2013 Durst – Warten auf Merlot[5] (Regie: Georg Koeniger)
  • seit 2017 Weber N°5: Ich liebe ihn!

Kabarettprogramme Ensemble[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004–2009 Mach 3!
  • 2009–2014 Die letzte Tour

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rundfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher

  • Philipp Weber/Inka Meyer (Illustrationen): Essen kann jeder! Streng verdaulich!!! Fakten für alle, die es täglich tun., Karl Blessing Verlag, München, 2013, ISBN 978-3896674-93-7
  • Philipp Weber/Inka Meyer (Illustrationen): Ragout vom Mammut: 12 aberwitzige Kochgeschichten, Tre Torri Verlag, Wiesbaden, 2014, ISBN 978-3-944628-21-9

Audio-CDs

  • 2008: Schief ins Leben (Label: EinLächeln), ISBN 978-3938625613
  • 2009: Honeymoon Massaker (Label: EinLächeln), EAN: 4260147420086
  • 2010: FUTTER – streng verdaulich! (Label: EinLächeln), EAN: 4260147420178
  • 2016: DURST – Warten auf Merlot, EAN: 0742832636162
  • 2018: Weber N°5: Ich liebe ihn!, EAN:

Video-DVDs

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Philipp Weber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.ein-wochenende-mitphilipp-weber-kunst-mit-vollem-magen.60d630c7-3165-468f-8dee-2d6cfa6238ce.html Ein Wochenende mit Philipp Weber
  2. «Verbraucherschutz im Sprachkaleidoskop», MainPost, Januar 2014.
  3. Bayerisches Fernsehen «Mathias Tretter neuer Gastgeber», Februar 2016.
  4. Bayerisches Fernsehen «Philipp Weber im Interview», Februar 2016.
  5. Bayern2: «Soloprogramm von Philipp Weber» (Memento vom 3. Dezember 2016 im Internet Archive), November 2015.
  6. klein-kunst-bhne-vzb.de: klein-kunst-Preis „Korken-Zieher“
  7. https://lachmesseleipzig.wordpress.com/
  8. Willkommen. Abgerufen am 29. Juli 2019 (deutsch).