Scheibenwischer (Kabarett)

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Seriendaten
OriginaltitelScheibenwischer
Scheibenwischer Originallogo.png
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr(e)1980–2008
Produktions-
unternehmen
SFB (1980–2003)
RBB und BR (2003–2008)
Genrepolitisches Kabarett
Erstausstrahlung12. Juni 1980 auf Deutsches Fernsehen
Besetzung

Hauptdarsteller:

Nebendarsteller: verschiedene Kabarettisten

Der Scheibenwischer war eine von Dieter Hildebrandt begründete deutsche Kabarettsendung, die von der ARD im Ersten Deutschen Fernsehen („Das Erste“) ausgestrahlt wurde. Zum letzten Ensemble gehörten die Kabarettisten Bruno Jonas, Mathias Richling und Richard Rogler.

Produziert wurde die Sendung von 1980 bis in das Jahr 2003 vom Sender Freies Berlin. Danach war das Format bis zu seinem Ende im Jahr 2009 eine Koproduktion der beiden ARD-Anstalten Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und Bayerischer Rundfunk (BR), hergestellt im halbjährlichen Wechsel in Berlin und München.

Im Jahr 1983 erhielten Dieter Hildebrandt, Gerhard Polt und Gisela Schneeberger den Adolf-Grimme-Preis mit Silber für die Sendung vom 14. Januar 1982 zum Thema Rhein-Main-Donau-Kanal. 1986 erhielten Hildebrandt und – postumSammy Drechsel den Adolf-Grimme-Preis mit Gold für die Sendung vom 15. April 1985 über deutsche Vergangenheitsbewältigung und die Behandlung der Sinti und Roma.[1]

Form der Sendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Scheibenwischer praktizierte eine Annäherung an das Theater, die wegführte von der klassischen, der Stand-up-Comedy nicht unähnlichen Auftrittsform im deutschen politischen Kabarett. In ähnlicher Form entstanden im Umfeld der Mitwirkenden Bühnenstücke wie München Leuchtet und Diridari, die in den Münchner Kammerspielen aufgeführt wurden.

Aufgrund der politischen „Stoßrichtung“ sorgte der Scheibenwischer – insbesondere unter konservativen Politikern – mehrfach für Ärger und Skandale.

Zum Konzept der Sendung gehörten auch Gastauftritte anderer Kabarettisten, wie beispielsweise von Gerhard Polt, Wolfgang Stumph, Andreas Rebers, Hagen Rether, Philipp Weber oder der Musikgruppe Biermösl Blosn und des Liedermachers Konstantin Wecker. Dabei entstanden einige herausragende Sendungen wie Kriegerdenkmal, Rhein-Main-Donau-Kanal oder Der Verstrahlte Großvater. Ein regelmäßiger Gast im Scheibenwischer war außerdem der Berliner Kabarettist Frank Lüdecke, der seit 2004 in jeder zweiten Sendung vertreten war.

Für den Literaturwissenschaftler Hans Mayer war bereits der Name der Sendung ein idealistisches Programm: „Wenn Sie das Wort Scheibenwischer genau untersuchen, so ist also doch da ein Bemühen spürbar, dass der Dreck weggewischt wird, dass man klare Sicht bekommt, dass man Licht bekommt, das Licht der Aufklärung, und dass der Dreck der Klischees […] weggewischt wird.“[2]

Auftretende Kabarettisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieter Hildebrandt

Mit der Sendung Scheibenwischer aufs engste verbunden ist der Name des Kabarettisten Dieter Hildebrandt, unter dessen Federführung zwischen 1980 und 2003 insgesamt 144 Sendungen ausgestrahlt wurden. Ab dem Jahr 1985 wurde Bruno Jonas regelmäßiger Gast der Sendung, ab 2000 fester Partner neben Hildebrandt. Nachdem dieser im Oktober 2003 aus Altersgründen aus dem Scheibenwischer ausschied, wurde die Sendung von Bruno Jonas, Mathias Richling und Georg Schramm weitergeführt, wobei sie jedoch ins Spätprogramm verlegt und die Sendezeit auf 30 Minuten gekürzt wurde. In den Sendungen vom Oktober 2004 sowie am 1. September und 29. Dezember 2005 hatte Dieter Hildebrandt noch einmal Gastauftritte im Scheibenwischer.

Am 24. April 2006 gab Schramm bekannt, dass er seinen letzten Auftritt in der Sendung vom 25. Mai 2006 haben werde und das Ensemble auf eigenen Wunsch verlässt. Als Grund wurden unterschiedliche Vorstellungen von der zukünftigen konzeptionellen Ausrichtung des Sendeformats, das ab Herbst 2006 wieder auf 45 Minuten verlängert wurde, zwischen Schramm und seinen Kollegen genannt.[3] Ab dem 29. Juni 2006 nahm Richard Rogler Schramms Platz ein. Schramm wechselte für die nächsten vier Jahre zur Kabarettsendung Neues aus der Anstalt im ZDF, bevor er sich auch von dort als Ensemble-Mitglied zurückzog.

Im Februar 2008 verließ Rogler das Ensemble. Als Grund nannte der RBB zunächst, er wolle sich auf seine Bühnenauftritte konzentrieren.[4] Später erklärte Rogler aber in einem Interview für Eins zu Eins. Der Talk in Bayern 2, er sei von seinen beiden verbliebenen Kollegen gemobbt worden.[5] In der darauffolgenden Sendung am 21. Februar 2008 standen Jonas und Richling vorerst in einer Zweierkonstellation auf der Bühne.

Am 9. April 2008 gab Bruno Jonas seinen Ausstieg aus der Sendung bekannt. Seinen letzten Scheibenwischer-Auftritt absolvierte er am 30. Dezember 2008. Danach übernahm Mathias Richling alleine die Leitung der Nachfolgesendung Satire Gipfel und wurde von verschiedenen Gästen unterstützt.

Das Ende der Sendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Mathias Richling angekündigt hatte, zukünftig auch Comedians in die Sendung zu holen, untersagte Dieter Hildebrandt im März 2009 die weitere Verwendung des Namens Scheibenwischer. Der Kabarettist hatte sich die Namensrechte bereits in den Anfangstagen 1980 sichern lassen. Die zuständigen Sendeanstalten Rundfunk Berlin Brandenburg und der Bayerische Rundfunk akzeptierten dieses Verbot und beschlossen, die Sendung zukünftig Satire Gipfel zu nennen. Diese wurde am 19. März 2009 erstmals ausgestrahlt. Richling reagierte empört, bezeichnete Hildebrandt als „SPD-Wahlkämpfer“[6] und warf ihm vor, in erster Linie parteipolitisch motivierte Satire betrieben zu haben: „Das Problem ist auch, dass Altgenosse Dieter Hildebrandt kein politisches Kabarett kann, sondern immer nur parteipolitisches. Sein Scheibenwischer wurde von der SPD immer angesehen als parteieigene Sendung. Deshalb geht Hildebrandt leider jede Form von Objektivität ab, auch in der Beurteilung von Kollegen.“[7]

Nachdem weitere namhafte Kabarettisten den Satire Gipfel verlassen hatten, legte Richling die Leitung der Sendung zum Jahresende 2010 nieder. 2011 übernahm Dieter Nuhr trotz seines parallelen Engagements bei RTL die Aufgabe; Nuhr verließ das RBB-Studio und zog ins Radialsystem V in Berlin; seither zahlen die Gäste Eintritt. Auch der Satire Gipfel wurde mittlerweile umbenannt in nuhr im Ersten.

Politische Skandale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe der Jahre sorgte der Scheibenwischer mehrfach für politische Kontroversen:

  • Als unter Franz Josef Strauß begonnen wurde, die zentralen Abschnitte des Rhein-Main-Donau-Kanals zu errichten, nahm Hildebrandt dies 1982 zum Anlass, die Ereignisse in der Sendung zu karikieren. Dabei bezog er sich explizit darauf, dass Millionen von Quadratmetern Naturschutzgebiet in Form von Feuchtwiesen dem Vorhaben zum Opfer fallen würden, während zugleich eine große Zahl bayerischer Regierungsmitglieder in der Chefetage der entsprechenden Betreibergesellschaften säßen. In einem Sketch dazu wedelte Gerhard Polt mit Geldscheinbündeln und Gisela Schneeberger verteilte Schecks an Politiker. Die bayerische Staatsregierung protestierte beim SFB wegen Unterstellungen und eines angeblich „bayernfeindlichen Programms“.[8]
  • 1986 blendete sich der Bayerische Rundfunk für die Dauer der Ausstrahlung einer Folge aus dem gemeinsamen Fernsehprogramm der ARD aus.[9] Am 22. Mai 1986, wenige Wochen nach der Katastrophe von Tschernobyl, nahm Helmut Oeller, damaliger Fernsehdirektor des BR, an einigen Passagen des Manuskriptes für die Sendung am nächsten Tag Anstoß – unter anderem an einer von Werner Koczwara geschriebenen Nummer mit dem Titel Der verstrahlte Großvater, die von Lisa Fitz vorgetragen werden sollte. Da er kein Gehör für seine Forderung nach ARD-weiter Absetzung der Folge fand, kam es zu der denkwürdigen Entscheidung der Ausblendung, so dass dieser Scheibenwischer in Bayern nicht zu empfangen war. Dies rief sowohl in Bayern als auch deutschlandweit Proteste hervor und wurde als Akt der Zensur gebrandmarkt. Teilweise wurde diese Folge des Scheibenwischers dann in SPD-Ortsvereinen und den Münchner Kammerspielen[10] auf Video gezeigt. Die Münchner Abendzeitung druckte Auszüge aus dem Manuskript ab.[11] Nach dem Tod Hildebrandts im November 2013 nahm der Bayerische Rundfunk die Sendung in voller Länge in seine Mediathek auf[12], entfernte sie allerdings kurz danach wieder.

Episoden und Gäste (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Original­titel Erstaus­strahlung D Gäste
1 Scheibenwischer 12. Juni 1980 Dieter Hildebrandt, Joseline Gassen, Gerhard Polt, Werner Schneyder, Ingeborg Wellmann, Konstantin Wecker
7 Randgruppen, Hausbesetzer und das TV 18. Juni 1981 Dieter Hildebrandt, Hanns Dieter Hüsch, Sabine Sinjen, Sigi Maron
11 Rhein-Main-Donau-Kanal 14. Januar 1982 Dieter Hildebrandt, Erhard Kölsch, Hanns Christian Müller, Gerhard Polt, Gisela Schneeberger
16 Satire im TV vor den Wahlen 30. Dezember 1982 Dieter Hildebrandt, Jochen Busse, Hanns Dieter Hüsch, Bruno Jonas, Gerhard Polt, Konstantin Wecker
17 Nachwahlbetrachtungen; Volkszählung 30. Dezember 1982 Dieter Hildebrandt, Katja Ebstein, Thomas Freitag, Dietrich „Piano“ Paul
18 Berliner Filz 28. April 1983 Dieter Hildebrandt, Mathias Richling, Gebrüder Blattschuss
19 Ausländer raus, Ausländer rein 16. Juni 1983 Dieter Hildebrandt, Lore Lorentz, Lisa Fitz, Hannelore Kaub, Şinasi Dikmen
21 Krieger denk mal! 2. November 1983 Dieter Hildebrandt, Gerhard Polt, Gisela Schneeberger, Biermösl Blosn
22 Orwell-Jahr und Sprachpflege 29. Dezember 1983 Dieter Hildebrandt, Hanns Dieter Hüsch, Hellmut Lange, Die Pochenden Herzen
25 Genscher-Rücktritt; Parteispenden;
Frauen ans Gewehr; Tierversuche
28. Juni 1984 Dieter Hildebrandt, Thomas Freitag, Lola Müthel, Hermann Treusch, Gerhard Zemann
26 Ferien im Stau; Olympische Spiele 23. August 1984 Dieter Hildebrandt, Jochen Busse, Şinasi Dikmen, Elke Heidenreich, Inge Wolffberg, John Paiva, Ron Williams
28 Entwicklungshilfe 7. Januar 1985 Dieter Hildebrandt, Jochen Busse, Lisa Fitz, Hanns Dieter Hüsch
29 Behandlung der Sinti und Roma 15. April 1985 Dieter Hildebrandt, Anja Buczkowski, András Fricsay, Gerhard Polt, Jakob Lichtman und Ja-Ka-Scha
31 Privatfernsehen und seichte Unterhaltung 2. September 1985 Dieter Hildebrandt, Jochen Busse, Jörg Hube, Maren Kroymann
32 Umgang mit Senioren 18. November 1985 Dieter Hildebrandt, Uschi Flacke, Karl-Ulrich Meves, Brigitte Mira, Jochen Steffen, Gerhard Zemann
33 Wackersdorf und Atomindustrie;
Berliner Bestechungsskandal
23. Januar 1986 Dieter Hildebrandt, Hanns Dieter Hüsch, Bruno Jonas, Renate Küster, Lore Lorentz,
Hans-Günter Martens, Konstantin Wecker
34 Heimat und Tschernobyl 22. Mai 1986 Dieter Hildebrandt, Lisa Fitz, Hans Korte, Helmut Ruge, Dick Städtler, Christof Stählin, Mehlprimeln
35 Atomkraft nach Tschernobyl 11. September 1986 Dieter Hildebrandt, Sissy Höfferer, Walter Mossmann, Werner Schneyder, Susanne Tremper
36 Die Verquickung von Politik und Unterhaltung 4. Dezember 1986 Dieter Hildebrandt, Matthias Beltz, Jacques Breuer, Hendrike von Sydow, Dieter Thomas
37 750 Jahre Berlin 12. März 1987 Dieter Hildebrandt, Jochen Busse, Renate Küster, Mitglieder des Grips-Theaters
40 Weihnachten in Neustein 17. Dezember 1987 Dieter Hildebrandt, Sissy Höfferer, Charly M. Huber, Hanns Dieter Hüsch, Rudi Klaffenböck, Bruno Jonas, Konstantin Wecker
41 Plutonium-Skandal 11. Februar 1988 Dieter Hildebrandt, Hans Korte, Dieter Landuris, Jürgen Thormann, Henning Venske, Petra Zieser
43 Steuerreform, Katholische Kirche und Religionsfreiheit 16. Juni 1988 Dieter Hildebrandt, Erika Deutinger, Lisa Fitz, Sunnyi Melles, Petra Zieser
45 Die DDR in Zeiten der Perestroika 24. November 1988 Dieter Hildebrandt, Ilona Schulz, Achim Strietzel, Dieter Thomas, Guntbert Warns
48 Auswirkungen der europäischen Bürokratie 15. Juni 1989 Dieter Hildebrandt, Gerhard Polt, Gisela Schneeberger, Biermösl Blosn
50 Wende in der DDR 2. November 1989 Dieter Hildebrandt, Lisa Fitz, Hanns Dieter Hüsch, Werner Schneyder, Konstantin Wecker
67 Die Medien 8. April 1993 Dieter Hildebrandt, Gerhard Polt
76 Landtagswahlen in Bayern 29. September 1994 Dieter Hildebrandt, Bruno Jonas
107 Vor der Bundestagswahl 18. September 1998 Dieter Hildebrandt, Matthias Beltz, Reiner Kröhnert
113 Volksmusik, Medikamente und Rot/Grün 26. Juni 1999 Dieter Hildebrandt, Matthias Beltz, Richard Rogler
 ? ? 20. März 2003 Dieter Hildebrandt, Georg Schramm, Bruno Jonas, Mathias Richling, Ottfried Fischer
 ? Scheibenwischer 2. Oktober 2003 Dieter Hildebrandt, Georg Schramm, Bruno Jonas, Mathias Richling, Richard Rogler, Volker Pispers und Konstantin Wecker
 ? ? 8. Januar 2004 Georg Schramm, Bruno Jonas, Mathias Richling und Frank Lüdecke
 ? ? 25. Mai 2006 Georg Schramm, Bruno Jonas, Mathias Richling und Richard Rogler
 ? ? 15. Februar 2007 Bruno Jonas, Mathias Richling, Richard Rogler, Arnulf Rating und Claus von Wagner
 ? ? 13. September 2007 Bruno Jonas, Mathias Richling, Richard Rogler und Frank Lüdecke
 ? ? 22. November 2007 Bruno Jonas, Mathias Richling, Richard Rogler, Frank Lüdecke und Andreas Rebers
 ? ? 21. Februar 2008 Bruno Jonas, Mathias Richling, Arnulf Rating und Andreas Rebers
 ? ? 21. Februar 2008 Bruno Jonas, Mathias Richling, Frank Lüdecke und Matthias Egersdörfer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adolf-Grimme-Preisträger 1986 mit Begründung
  2. Elke Reinhard: Warum heißt Kabarett heute Comedy? Metamorphosen in der deutschen Fernsehunterhaltung. LIT-Verlag, Berlin 2006. ISBN 3-8258-9231-X, S. 98.
  3. Georg Schramm: Interview mit der SZ zum Ausscheiden beim Scheibenwischer
  4. DWDL.de: Rogler verlässt den Scheibenwischer wieder
  5. Richard Rogler, Kabarettist – Professor für Kabarett (Memento vom 21. Oktober 2013 im Internet Archive), Bayern 2 am 22. Oktober 2013, abgerufen 22. Oktober 2013
  6. Richling wirft Hildebrandt Humor-Fundamentalismus vor in: Der Spiegel, 14. März 2009
  7. „Hildebrandt kann nur parteipolitisch“ in: Focus Nr. 12, 16. März 2009
  8. Wahre Fülle. In: Der Spiegel. Nr. 4, 1982 (online).
  9. Darstellung auf der Homepage des Bayerischen Rundfunks in der Würdigung Dieter Hildebrandts zum 80.Geburtstag (Memento vom 29. Dezember 2008 im Internet Archive)
  10. http://br-online.de/content/cms/Universalseite/2008/04/03/cumulus/BR-online-Publikation--107588-20080402133029.pdf
  11. Deutschlandradio Kultur: Kalenderblatt: Maulkorb für Hildebrandt. 22. Mai 2006
  12. Zeitdokument: Scheibenwischer vom 22. Mai 1986 (Memento vom 25. November 2013 im Internet Archive), BR-Mediathek Video