Philosophisch-Theologische Hochschule Münster

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Philosophisch-Theologische Hochschule Münster
Gründung 1971
Trägerschaft Deutsche Kapuzinerprovinz
Ort Münster
Bundesland Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Rektor Ludger Ägidius Schulte OFMCap
Studierende 41 WS 2016/17[1]
Website www.pth-muenster.de

Die Philosophisch-Theologische Hochschule (PTH) ist eine von acht Hochschulen in der westfälischen Stadt Münster und steht unter der Trägerschaft der Deutschen Kapuzinerprovinz. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist der Schwerpunkt Theologie der Spiritualität.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Philosophisch-Theologische Hochschule am Hohenzollernring in Münster

Die Hochschule ist seit 1998 die Nachfolgerin der am 19. Oktober 1971 gegründeten Philosophisch-Theologischen Hochschule der Franziskaner und Kapuziner Münster. Diese war anfangs das gemeinsame Studium der deutschen Franziskanerprovinzen, der Wiener und Schweizer Franziskanerprovinz sowie der Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz zur wissenschaftlichen Ausbildung des Ordensnachwuchses, die sich dann auch für Studierende öffnete, die nicht einem der Orden angehörten. Am 2. November 1983 erhielt sie von der römischen Kongregation für das Katholische Bildungswesen das Recht, den Diplomstudiengang Katholische Theologie einzuführen und den Titel "Diplom-Theologe" zu verleihen; ihre staatliche Anerkennung erfolgte durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen am 21. Oktober 1983. Nach dem Ausstieg der Franziskaner im Jahr 1998 verblieb die PTH in alleiniger Trägerschaft der Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz,[2] seit 2011 der Deutschen Kapuzinerprovinz.

Standort der Hochschule ist seit 2004 die Harenbergsche Villa des ehemaligen jüdischen Getreidehändlers Max Cohnen aus den 1920er-Jahren am Hohenzollernring.

Seit April 2016 ist der PTH das Institut IUNCTUS – Kompetenzzentrum für christliche Spiritualität angegliedert, das aus der Zusammenlegung des Instituts für Spiritualität mit dem Institut für Kirche, Management und Spiritualität hervorgegangen ist.

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kernstudiengang ist der modularisierte Studiengang zum Magister Theologiae (10 Semester Regelstudienzeit) als Nachfolger des Diplomstudiengangs. Er qualifiziert zum Amt des Priesters oder einer Beschäftigung als Laientheologe in der Kirche und vermittelt Kompetenzen für Tätigkeitsfelder im Bereich der Forschung, Bildung und Publizistik. Er wurde akkreditiert bis 2019.

Neben dem Lizentiats-Studiengang als Aufbaustudiengang mit dem Schwerpunkt Theologie der Spiritualität bietet die Hochschule auch ein berufsbegleitendes Schwerpunktstudium der Theologie der Spiritualität mit dem Abschluss eines Master of Arts an.

Institute der PTH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Pastoralseminar ist ein Institut der Priesterausbildung. Hier können Ordenspriester ihre pastorale Ausbildung absolvieren und mit der Dienstprüfung abschließen.
  • IUNCTUS – Das Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität setzt sich in Lehre und Forschung grundlegend und anwendungsorientiert mit Fragen der Theologie und Spiritualität auseinander, auch im Austausch mit anderen Wissenschaften (z. B. Psychologie, Managementlehre). Neben der Forschung steht die Vermittlung von Inhalten und die Reflexion des persönlichen Wertegerüsts in unterschiedlichen Lebensbereichen im Mittelpunkt. Das Zentrum bietet Fort- und Weiterbildungsprogramme, Beratung sowie Coaching für Einzelpersonen und Organisationen an. Es hat sechs Fachbereiche:
    • Franziskanisch-mendikantische Spiritualität
    • Geschichte und Theologie der Spiritualität
    • Business und Leadership
    • Spiritualität und Ökologie
    • Zeitdiagnostik in säkularer Gesellschaft
    • Spiritualität und Gesundheit
  • Das 2008 gegründete Institut für Theologische Zoologie besitzt seit 2009 den Status eines An-Institutes an der Hochschule. Es setzt sich zum Ziel, das Verhältnis des Menschen zum Tier als Vollzug einer schöpfungsgemäßen Spiritualität zu erarbeiten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierende an Hochschulen. Wintersemester 2016/2017 (= Fachserie 11, Reihe 4.1), 24. Oktober 2017, S. 77.
  2. Dieter Berg (Hrsg.): Spuren franziskanischer Geschichte. Werl 1999, S. 621–641.

Koordinaten: 51° 57′ 36,2″ N, 7° 38′ 52″ O