Pollenza

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Pollenza
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Pollenza (Italien)
Pollenza
Staat Italien
Region Marken
Provinz Macerata (MC)
Koordinaten 43° 16′ N, 13° 21′ OKoordinaten: 43° 16′ 4″ N, 13° 20′ 53″ O
Höhe 341 m s.l.m.
Fläche 39,47 km²
Einwohner 6.549 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 166 Einw./km²
Postleitzahl 62010
Vorwahl 0733
ISTAT-Nummer 043041
Volksbezeichnung Pollentini
Schutzpatron Johannes der Täufer (24. Juni)
Website Pollenza
Pollenza.jpg

Pollenza ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 6549 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Provinz Macerata in den Marken. Die Gemeinde liegt etwa 9 Kilometer westsüdwestlich von Macerata zwischen Potenza und Chienti.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort dürfte um 1000 als Pollentia entstanden sein, nachdem die Vorgängersiedlung gleichen Namens zerstört worden war. Zu Ehren des Milon hieß der Ort auch zeitweilig Montemilone. Im Ort befindet sich noch eine Brücke aus der römischen Antike. Ihr Errichtungsdatum ist unbekannt.

Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Pollenza ein Internierungslager (campo di concentramento) für Frauen. Die Internierten waren in der Villa Lauri untergebracht, einem großen Landhaus im Weiler Santa Lucia.

Die ersten Internierten waren italienische Antifaschistinnen und Angehörige „feindlicher Nationen“ (vorwiegend England und Frankreich); im Jahre 1942 kamen viele Jugoslawinnen hinzu. Vereinzelt befanden sich auch jüdische Ausländerinnen in Pollenza.

Nach der vorübergehenden Schließung wurde das Lager im Januar 1944, unter dem RSI-Regime wieder eröffnet. Am 29. Februar 1944 befanden sich noch 46 Internierte im Lager (23 Männer, 21 Frauen, 2 Kinder). Mitte März überfiel ein Partisanenkommando das Anwesen; 6 Internierte konnten entkommen. Am 31. März 1944 überstellte die deutsche Polizei die letzten zuletzt noch in der Villa Lauri anwesenden jüdischen Internierten ins Konzentrations- und Durchgangslager Fossoli di Carpi, von wo sie mit einem der nächsten Transporte nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurden.[2]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pollenza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Klaus Voigt, Zuflucht auf Widerruf. Exil in Italien 1933-1945, Bd. 2, Stuttgart 1993 (Klett-Cotta), S. 61–62; Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 189–190.