Powerman Zofingen

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Zofingen – Austragungsort der Duathlon-Weltmeisterschaft über die Langdistanz

Der Powerman Zofingen ist eine Duathlon-Veranstaltung in Zofingen im Kanton Aargau in der Schweiz – im Rahmen der Powerman-Rennserie.
Ein Duathlon ist eine Ausdauersportart, bestehend aus einem Mehrkampf zweier Disziplinen: Er besteht aus einer Laufdistanz, einer Radfahretappe und dann erneut einer Laufdistanz, die direkt hintereinander ausgetragen werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Duathlon-Wettkampfveranstaltung wurde 1989 vom Schweizer Finanzmanager und Sportfunktionär Urs Linsi zusammen mit Bruno Imfeld ins Leben gerufen: Zofingen war damals Etappenort für die Tour de Suisse. Beide waren sich einig hier einen int. Sportwettkampf zu etablieren.[1]

Der Deutsche Andreas Rudolph war 1989 der erste Sieger über die damaligen Distanzen von 2,5 km Laufen, 120 km Radfahren und 30,5 km Laufen. Im Jahre 1991 führte die Radstrecke erstmals über den Bodenberg. 1992 gab es eine Namensänderung vom bisherigen Namen „Zofinger Run&Bike“: Bei den Frauen hiess der Event nun PowerWoman und bei den Männern PowerMan.

Die international erfolgreichen und bekannten Sieger der folgenden Jahre, wie Kenny Souza, Scott Molina, Jürgen Zäck, Olaf Sabatschus, Mark Allen, Olivier Bernhard, Paula Newby-Fraser, Erin Baker und Lori Bowden, machten das Rennen sehr populär. 1993 übertraf das Preisgeld in Zofingen mit 200.000 US-Dollar sogar jenes des Ironman Hawaii.[2]

Im Jahr 2000 wurde Triathlon olympisch und viele Athleten setzen eher auf den Triathlon und der Duathlon verlor etwas an Bedeutung. 2002 wurde der Powerman Zofingen vom Mai in den September verlegt. 2009 wurde die Duathlon-Weltmeisterschaft auf der Langdistanz nach neun Jahren Pause von der ITU (International Triathlon Union) wieder gemeinsam mit der IPA (International Powerman Association) im Rahmen des Powerman Zofingen ausgetragen.[3]

Wettkampf-Distanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langdistanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zofingen ist seit 1989 Austragungsort des Powerman Zofingen, bei dem jährlich im September die Duathlon-Weltmeisterschaft über die Langdistanz der International Powerman Association (IPA) ausgetragen wird. [4] Die Strecke führt durch 17 Gemeinden und drei Kantone:

  • Erster Lauf, 10 km
  • Radstrecke, 150 km
  • Zweiter Lauf, 30 km

Neben der Powerman-Rennserie gibt es noch die Duathlon-Weltmeisterschaft der International Triathlon Union (ITU). Über 400 Athleten nahmen an den offiziellen Duathlon-Weltmeisterschaften der ITU im September 2011 in Zofingen teil. Seit elf Jahren ist dies die erste gemeinsame Titelvergabe der beiden Weltverbände IPA und ITU.[5] Den Streckenrekord in Zofingen hält der Belgier Joerie Vansteelant mit seiner Siegerzeit aus 2011 mit 6 Stunden 7 Minuten und 15,3 Sekunden. Bei den Frauen erzielte die Britin Emma Pooley 2014 mit 6:47:27 Stunden einen neuen Streckenrekord.[6]

Die Ungarin Erika Csomor konnte den Powerman 2010 bereits zum siebten Mal in Folge für sich entscheiden. Dabei wird sie nur vom Ostschweizer Olivier Bernhard übertroffen, der hier bereits acht Siege verbuchen kann.

Männer Frauen
Datum/Jahr Weltmeister Zweiter Platz Dritter Platz
03. Sep. 2017
04. Sep. 2016 BelgienBelgien Seppe Odeyn DeutschlandDeutschland Felix Köhler DanemarkDänemark Sören Bystrup
06. Sep. 2015 FrankreichFrankreich Gaël Le Bellec -2- BelgienBelgien Seppe Odeyn DanemarkDänemark Sören Bystrup
07. Sep. 2014 FrankreichFrankreich Gaël Le Bellec -1- FrankreichFrankreich Yannick Cadalen DanemarkDänemark Sören Bystrup
08. Sep. 2013 BelgienBelgien Rob Woestenborghs SchweizSchweiz André Moser DeutschlandDeutschland Michael Wetzel
02. Sep. 2012 BelgienBelgien Joerie Vansteelant -3- BelgienBelgien Rob Woestenborghs DanemarkDänemark Sören Bystrup
04. Sep. 2011 BelgienBelgien Joerie Vansteelant -2- FrankreichFrankreich Thibaut Humbert SchweizSchweiz Andy Sutz
05. Sep. 2010 SchweizSchweiz Andy Sutz -2- FrankreichFrankreich Thibaut Humbert FrankreichFrankreich Anthony Le Duey
  2009 BelgienBelgien Joerie Vansteelant -1- SchweizSchweiz Andy Sutz FrankreichFrankreich Anthony Le Duey
  2008 SchweizSchweiz Andy Sutz -1- FrankreichFrankreich Pascal Schuler FrankreichFrankreich Dominique Duchène
  2007 BelgienBelgien Koen Maris DanemarkDänemark Aksel Nielsen BelgienBelgien Loic Helin
  2006 BelgienBelgien Benny Vansteelant -2- FrankreichFrankreich Dominique Duchène BelgienBelgien Koen Maris
  2005 BelgienBelgien Benny Vansteelant -1- BelgienBelgien Koen Maris Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Josh Beck
  2004 SchweizSchweiz Olivier Bernhard -8- SpanienSpanien Felix Martinez BelgienBelgien Nico Huyberechts
13. Sep. 2003 SchweizSchweiz Stefan Riesen BelgienBelgien Benny Vansteelant NiederlandeNiederlande Huub Maas
 Sep. 2002 SchweizSchweiz Olivier Bernhard -7- SchweizSchweiz Stefan Riesen NiederlandeNiederlande Huub Maas
 Mai 2001 SchweizSchweiz Olivier Bernhard -6- SpanienSpanien Felix Martinez DeutschlandDeutschland Olaf Sabatschus
  2000 SchweizSchweiz Olivier Bernhard -5- SchweizSchweiz Daniel Keller DeutschlandDeutschland Olaf Sabatschus
  1999 SchweizSchweiz Olivier Bernhard -4- SchweizSchweiz Daniel Keller SpanienSpanien Felix Martinez
  1998 SchweizSchweiz Olivier Bernhard -3- FrankreichFrankreich René Rovera SchweizSchweiz Pierre-Alain Frossard
  1997 SchweizSchweiz Urs Dellsperger -2- SchweizSchweiz Daniel Keller SchweizSchweiz Olivier Bernhard
  1996 SchweizSchweiz Olivier Bernhard -2- SchweizSchweiz Urs Dellsperger SchweizSchweiz Daniel Keller
  1995 SchweizSchweiz Urs Dellsperger -1- DeutschlandDeutschland Olaf Sabatschus DeutschlandDeutschland Rainer Müller
  1994 SchweizSchweiz Olivier Bernhard -1- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Devlin DeutschlandDeutschland Jürgen Zäck
  1993 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen NiederlandeNiederlande Jos Everts BelgienBelgien Joel Claisse
  1992 DeutschlandDeutschland Jürgen Zäck Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kenny Souza SchweizSchweiz Albert Zweifel
  1991 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Molina Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Pigg Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Devlin
  1990 (Frühjahr: Zofinger Run&Bike) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kenny Souza DeutschlandDeutschland Andreas Rudolph SchweizSchweiz Charly Schmid
04. Juni 1989 DeutschlandDeutschland Andreas Rudolph SchweizSchweiz Peter Hunziker SchweizSchweiz Bruno Wüthrich
  ITU Weltmeisterschaft auf der Duathlon-Langdistanz  
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
2017
2016 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Emma Pooley -3- SchweizSchweiz Nina Brenn DanemarkDänemark Susanne Svendsen
2015 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Emma Pooley -2- DeutschlandDeutschland Julia Viellehner DanemarkDänemark Susanne Svendsen
2014 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Emma Pooley -1- SchwedenSchweden Eva Nyström SchweizSchweiz Laura Hrebec
2013 SchwedenSchweden Eva Nyström -2- DeutschlandDeutschland Julia Viellehner Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ruth Brennan Morrey
2012 SchwedenSchweden Eva Nyström -1- Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lucy Gossage NiederlandeNiederlande May Kerstens
2011 NeuseelandNeuseeland Melanie Burke SchwedenSchweden Eva Nyström UngarnUngarn Erika Csomor
2010 UngarnUngarn Erika Csomor -7- SchweizSchweiz Jacqueline Uebelhart SchwedenSchweden Camilla Lindholm
2009 UngarnUngarn Erika Csomor -6- Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jessica Draskau-Petersson SchwedenSchweden Camilla Lindholm
2008 UngarnUngarn Erika Csomor -5- SchwedenSchweden Eva Nyström SchweizSchweiz Maja Jacober
2007 UngarnUngarn Erika Csomor -4- SchwedenSchweden Eva Nyström SchweizSchweiz Maja Jacober
2006 UngarnUngarn Erika Csomor -3- Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jessica Draskau-Petersson SchweizSchweiz Maja Jacober
2005 UngarnUngarn Erika Csomor -2- Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jessica Draskau-Petersson UkraineUkraine Tamara Kozulina
2004 UngarnUngarn Erika Csomor -1- Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jessica Draskau-Petersson LiechtensteinLiechtenstein Nicole Klingler
2003 NeuseelandNeuseeland Fiona Docherty UngarnUngarn Erika Csomor Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bella Comerford
2002 SchweizSchweiz Karin Thürig -2- SchweizSchweiz Ariane Schumacher Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bella Comerford
2001 SchweizSchweiz Karin Thürig -1- UngarnUngarn Erika Csomor SchweizSchweiz Ariane Schumacher
2000 SchweizSchweiz Natascha Badmann -3- SchweizSchweiz Susanne Rufer SchweizSchweiz Karin Thürig
1999 NeuseelandNeuseeland Debbie Nelson TschechoslowakeiTschechoslowakei Alena Peterková SchweizSchweiz Ariane Gutknecht
1998 KanadaKanada Lori Bowden SchweizSchweiz Susanne Rufer NeuseelandNeuseeland Debbie Nelson
1997 SchweizSchweiz Natascha Badmann -2- NiederlandeNiederlande Susanne Nedergaard NeuseelandNeuseeland Debbie Nelson
1996 SchweizSchweiz Natascha Badmann -1- NiederlandeNiederlande Irma Heeren NeuseelandNeuseeland Debbie Nelson
1995 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maddy Tormoen -2- FrankreichFrankreich Isabelle Mouton DeutschlandDeutschland Martina Weise
1994 NeuseelandNeuseeland Erin Baker -2- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maddy Tormoen OsterreichÖsterreich Monika Feuersinger
1993 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Maddy Tormoen -1- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Donna Peters KanadaKanada Julianne White
1992 NeuseelandNeuseeland Erin Baker -1- Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Liz Downing NiederlandeNiederlande Thea Sybesma
1991 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser NiederlandeNiederlande Thea Sybesma Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Sarah Coope
1990 OsterreichÖsterreich Silvia Nußbaumer NiederlandeNiederlande Henny Verdonk SchweizSchweiz Brigitte Röllin
1989 SchweizSchweiz Hermine Haas SchweizSchweiz Ursula Meyer SchweizSchweiz Christine Günthardt

Über die Langdistanz wird in Zofingen auch ein Staffelrennen mit drei wechselnden Teilnehmern veranstaltet.

Kurzdistanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Wettkampf über die Kurzdistanz beinhaltet die folgenden Distanzen:

  • Erster Lauf, 10 km
  • Radstrecke, 50 km
  • Zweiter Lauf, 5 km
Männer Frauen
Datum/Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
2013 SchweizSchweiz Christian Wittensöldner -2- SchweizSchweiz Nicolas Iten OsterreichÖsterreich Norbert Dürauer
2012 SchweizSchweiz Kamil Van Beijnum ItalienItalien Gabriele Rolla SchweizSchweiz Christian Wittensöldner
2011 SchweizSchweiz Lukas Gehring -2- SchweizSchweiz Christian Wittensöldner SchweizSchweiz Kamil Van Beijnum
2010 SchweizSchweiz Lukas Gehring -1- DeutschlandDeutschland Daniel Wiesner SchweizSchweiz Christof Geiser
2009 SchweizSchweiz Christian Wittensöldner -1- SchweizSchweiz Clemens Oberholzer BelgienBelgien Jochen Neyrinck
2008 SchweizSchweiz David Senn SchweizSchweiz Christoph Mauch SchweizSchweiz Christian Wittensöldner
2007 SchweizSchweiz Stephan Wenk -3- SchweizSchweiz Florian T. Wagner SchweizSchweiz Reto Baumgartner
2006 SchweizSchweiz Stephan Wenk -2- BelgienBelgien Loic Hélin SchweizSchweiz Florian T. Wagner
2005 SchweizSchweiz Stephan Wenk -1- SchweizSchweiz Florian T. Wagner FrankreichFrankreich Sebastien Cornette
1990 (Herbst, EM)[7] SchweizSchweiz Olivier Bernhard
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
2013 SchweizSchweiz Jasmin Läderach -2- BelgienBelgien Siobhan Horgan SchweizSchweiz Anna Halasz
2012 SchweizSchweiz Petra Eggenschwiler SchweizSchweiz Alexandra Schaller SchweizSchweiz Claudine Hotz
2011 SchweizSchweiz Alexandra Schaller LiechtensteinLiechtenstein Nicole Klingler SchweizSchweiz Stefanie Rogger
2010 SchweizSchweiz Sandra Tschumi SchweizSchweiz Claudine Hotz SchweizSchweiz Gabi Wickihalter
2009 SchweizSchweiz Jasmin Läderach -1- DeutschlandDeutschland Lena Kopp SchweizSchweiz Alexandra Schaller
2008 SchweizSchweiz Natascha Badmann -2- SchweizSchweiz Andrea Rudin SchweizSchweiz Sandra Patt
2007 DanemarkDänemark Jannie Schmidt Schöne SchweizSchweiz Vera Wehrle SchweizSchweiz Claudia Jaus
2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kristin Villopoto HongkongHongkong Brigitte Niederberger SchweizSchweiz Gertrud Ammann
2005 SchweizSchweiz Ilona Riedo SchweizSchweiz Claudia Erne UngarnUngarn Gitta Arany
1990 SchweizSchweiz Natascha Badmann -1-

X-Trail (bis 2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Trail-Rennen wurde von 2004 bis 2008 ausgeführt, dann aber wegen niedriger Teilnehmerzahlen gestrichen.

  • Geländelauf, 5 km
  • Mountainbike, 30 km
  • Geländelauf, 5 km
Männer Frauen
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
2008 SchweizSchweiz Lukas Gehring SchweizSchweiz Simon Zahnd SchweizSchweiz Beat Vosseler
2007 SchweizSchweiz Simeon Senn SchweizSchweiz René Wüthrich SpanienSpanien Michel Aguinaga Igoa
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
2008 SchweizSchweiz Susanne Wyss SchweizSchweiz Sibylle Birnstiel SchweizSchweiz Nicole Gränicher
2007 SchweizSchweiz Susanne Wyss SchweizSchweiz Manuela Imboden SchweizSchweiz Vreni Übelhart

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.srf.ch/news/regional/aargau-solothurn/etwas-vom-alten-glanz-ist-zurueck-am-powerman-zofingen |titel=Etwas vom alten Glanz ist zurück am Powerman Zofingen
  2. Powerman Zofingen 2010
  3. Melanie Burke und Joerie Vansteelant triumphieren
  4. Powerman Zofingen
  5. Duathlon - Powerman Zopfigen 2011 (Filmbericht)
  6. Zwei traumhafte Premieren am Powerman Zofingen (7. September 2014)
  7. Geschichte des Powerman

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]