Reinhard Trinkler

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Reinhard Trinkler und sein Porträt von Günther Haenel im Weißen Salon des Volkstheaters (2011)

Reinhard Trinkler (* 2. Mai 1987 in Mistelbach) ist ein österreichischer Maler, Comiczeichner und Illustrator.

Leben & Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trinkler wuchs in der niederösterreichischen Marktgemeinde Hohenau an der March auf, maturierte im Bundesoberstufenrealgymnasium Mistelbach und studierte danach einige Semester Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien, sowie Comic & Animation an der Wiener Kunstschule. Inspiriert durch Vorbilder wie Albert Uderzo und Erich Sokol eignete er sich hauptsächlich autodidaktisch das Handwerkszeug eines Comiczeichners an.

Die Assistenz und Lehre der Malerei absolvierte er 2011 bei der akademischen Malerin Heidi Baratta. Er lebt und arbeitet freischaffend in Hohenau an der March und in Wien.

Erste Zeichnungen veröffentlichte er in der österreichischen Wochenzeitung Der neue Samstag, in Büchern (z. B. in Alles Wein: Literatur und Karikatur, herausgegeben von Gerhard Tötschinger[1]) und auf diversen Internet-Seiten.

2010 erschien durch die Zusammenarbeit mit der Familie von Kottan-Autor Helmut Zenker im Drehbuchverlag[2] das von Reinhard Trinkler gezeichnete und kolorierte Comicheft Kottan ermittelt: So long, Kottan, gefolgt von Kottan ermittelt: Die Einteilung (2011)[3], Kottan ermittelt: Von Menschen und anderen Tieren (2013)[4], Kottan ermittelt: Kansas City (2013)[5], Kottan ermittelt: Ein Fest für Heribert (2014) und Kottan ermittelt: Burli (2014).[6]

Seit Februar 2012 zeichnet er außerdem Kottan-Comicstrips für das wöchentlich erscheinende Wiener Bezirksblatt.[7] Die ebenfalls in dieser Zeitung seit April 2015 wiederkehrende Karikatur Bezirksrat Schoitl, in Anlehnung an die gleichnamige Figur von Ernst Hinterberger und Erich Sokols Herrn Strudl, stammt auch aus Trinklers Feder.

Im Auftrag des VORmagazin gestaltete er dessen Maskottchen, die U-Bahn Vorli sowie das weibliche Pendant, die Wiener Straßenbahn Bimbim, welche regelmäßig im Magazin und dessen KinderKulturguide zu sehen sind.

Ebenso von ihm stammen die Buchcoverillustrationen zu Felix Dvoraks A Hetz und a Gaudi - So lachen und schimpfen die Österreicher (2015)[8] und Detlef Romeys Oskar Sima, König der Nebenrollen (2016)[9], sowie die Plakatillustration zum Solokabarettprogramm Putz Dich! (2015) von Elke Winkens[10].

Bekanntheit als Maler erlangte er unter anderem mit dem Porträt von Günther Haenel, welches am 23. Oktober 2011 in der Intendantengalerie des Volkstheater Wien feierlich enthüllt wurde,[11] sowie mit dem Portrait von Kammerschauspieler Heinz Petters in der Schauspielergalerie des Volkstheater Wien, das am 14. September 2012 dort seinen Platz fand.[12]

Porträts von Persönlichkeiten wie Johann Nestroy (2012 im Österreichischen Theatermuseum [13]), Heinz Holecek (2012 im Österreichischen Theatermuseum [14] und 2013 im Haus Hofmannsthal), Gabriele Jacoby, Heinz Conrads (2013 bei der Floridsdorfer Weihnachtsgala[15]), Heinz Zednik (2015 im Österreichischen Theatermuseum) und Maxi Böhm (2016 im Haus Hofmannsthal[16]) stellt er regelmäßig im Rahmen diverser kultureller Veranstaltungen aus. Ein von Trinkler gemaltes Porträt von Bruno Kreisky hängt seit 2014 im Büro des Politikers Georg Niedermühlbichler.[17]

In Zusammenarbeit mit Julia Sobieszek gestaltet er seit 2011 die künstlerische Beigabe zum Sonderpreis des Österreichischen Kabarettpreis, der jährlich verliehen wird. Im Jahr 2011 war dies ein Portrait von und für Schauspielerin Louise Martini [18], 2012 war es ein Comic über und für den Karikaturisten Manfred Deix[19], 2013 war es das Comic Kabaretter der Welt für die Science Busters, 2014 bekam Werner Schneyder und 2016 Gerhard Haderer ein Portrait.

Im Herbst 2012 erschien im Verlag Edition Weinviertel das Kinderbuch Das Wunder in der Au mit Illustrationen von Reinhard Trinkler zum Text von dessen Mutter Ruth Trinkler.[20]

Von 17. Juli bis 13. Oktober 2013 war Reinhard Trinklers Portraitserie Wagner-Wahn-Sinnlich Teil der von Paulus Manker inszenierten Ausstellung Wagner Extase im ehemaligen k.k. Post- und Telegrafenamt Wien.[21]

Anlässlich der Wiederaufführung von Nikolai Gogols Der Revisor präsentierte ab 29. November 2013 das Volkstheater Wien die Comicstrip-Serie Der Revisor von Peter Pilz und Reinhard Trinkler.[22]

Der Amalthea Signum Verlag brachte im Oktober 2014 Trinklers Comicbücher Der Blöde und der Gscheite - Die besten Doppelconferencen (nach den Texten von Hugo Wiener und mit einem Vorwort von Georg Markus)[23] und das von Christian Qualtinger gezeichnete Der Herr Karl (nach dem Text von Carl Merz und Helmut Qualtinger)[24] heraus.

Trinklers Graphic Novel Der Talisman, nach Johann Nestroys klassischer Posse, wurde im Februar 2015 vom Verlag Edition Steinbauer veröffentlicht.[25]

2016 erscheinen seine Graphic Novels Heinz Fischer und die Zweite Republik (Ueberreuter Verlag)[26] mit Text von Fritz Schindlecker, Sisi - Die unsterbliche Kaiserin (Amalthea Signum Verlag) mit Zeichnungen von Christian Qualtinger, Die Habsburger - Das etwas andere Ausmalbuch (Amalthea Signum Verlag) sowie der von ihm illustrierte Mundartgedichteband kraut und ruam (STOAHOATverlag) des Lyrikers Rudi Weiß.[27]

Anlässlich des 60. Geburtstages von Falco im Februar 2017 bringt Reinhard Trinkler die Graphic Novel FALCO - Die Legende lebt im Amalthea Signum Verlag heraus.[28]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinhard Trinklers Porträtserie Wagner-Wahn-Sinnlich (Teil der Ausstellung Wagner Extase 2013)

2011

2012

2013

2014

2015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alles Wein!. Homepage des Residenz Verlag.
  2. Der Drehbuchverlag. Programm Herbst 2010.
  3. Der Drehbuchverlag. Programm Frühjahr 2011.
  4. Der Drehbuchverlag. Programm Frühjahr 2013.
  5. Der Drehbuchverlag. Programm Herbst 2013.
  6. Die Kottan Comichefte. Homepage von Reinhard Trinkler.
  7. Die Kottan Comicstrips. Homepage von Reinhard Trinkler.
  8. Bücher. In: www.amalthea.at. Abgerufen am 11. Juni 2016.
  9. Oskar Sima, König der Nebenrollen. In: epubli. Abgerufen am 11. Juni 2016.
  10. Casanova Vienna - Elke Winkens. Abgerufen am 21. Januar 2017.
  11. Hommage an Walter Bruno Iltz und Günther Haenel. Homepage des Volkstheater Wien.
  12. Hommage an Heinz Petters.Homepage von Reinhard Trinkler.
  13. Hommage an Johann Nestroy. Homepage von Reinhard Trinkler.
  14. In memoriam Heinz Holecek. Homepage von Reinhard Trinkler.
  15. Floridsdorfer Weihnachtsgala 2013. Homepage von Reinhard Trinkler.
  16. Bei ihm in Reichenberg. Ein Abend für Max(i) Böhm. In: Wohintipp. Abgerufen am 22. November 2016.
  17. Foto von Georg Niedermühlbichler mit Kreisky-Portrait. Homepage von Der Standard.
  18. Österreichischer Kabarettpreis 2011 - Louise Martini. Homepage von Reinhard Trinkler.
  19. Österreichischer Kabarettpreis 2012 - Manfred Deix. Homepage von Reinhard Trinkler.
  20. Das Wunder in der Au. Homepage der Edition Weinviertel.
  21. Wagner Extase. Offizielle Seite zur Ausstellung.
  22. Der Revisor. Homepage - Die Grünen.
  23. Der Blöde und der Gscheite. Homepage des Amalthea Signum Verlages.
  24. Der Herr Karl. Homepage des Amalthea Signum Verlages.
  25. Der Talisman. Homepage - Edition Steinbauer.
  26. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Heinz Fischer erklärt die Welt. Abgerufen am 26. September 2016.
  27. kraut und ruam | STOAHOATverlag. In: www.stoahoat.at. Abgerufen am 16. November 2016.
  28. Bücher. Abgerufen am 27. Januar 2017 (deutsch).
  29. Bücher. In: www.amalthea.at. Abgerufen am 24. Juni 2016.
  30. Bücher. In: www.amalthea.at. Abgerufen am 15. September 2016.
  31. Carl Ueberreuter Verlag GmbH: Heinz Fischer und die Zweite Republik – Eine Graphic Novel. Abgerufen am 26. September 2016 (deutsch).
  32. kraut und ruam | STOAHOATverlag. In: www.stoahoat.at. Abgerufen am 27. Oktober 2016.
  33. Alles klar Herr Kommissar?. Homepage des Karikaturmuseum Krems.
  34. Heinz Zednik Ausstellung. Online Merker.
  35. Wagner meets Kottan. Homepage der Galerie DIE AUSSTELLUNG.
  36. Die Kunst des Zeichnens. Homepage der NÖN.
  37. Alice in Cartoonland. Homepage von Reinhard Trinkler.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]