Sack (Fürth)

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Der inmitten des Knoblauchslandes liegende Stadtteil Sack wurde am 1. Juli 1972 nach Fürth eingemeindet.[1]

Die Sacker Grundschule

Neben einer Grundschule bietet ein Kindergarten Platz für drei Jahrgänge. Ursprünglich waren im alten Schulgebäude sechs Jahrgänge, teilweise gemeinsam unterrichtet, untergebracht. Außerdem befanden sich hier die Räume der Gemeindeverwaltung. Heute wird der Bau von der Freiwilligen Feuerwehr Sack genutzt. Ein Anbau aus den Fünfzigern dient drei Jahrgängen als Grundschule. Danach müssen die Kinder ins 3 Kilometer entfernte Ronhof. Ein 1970 zusammen mit dem Kindergarten erbautes Schwimmbad mit darüberliegender Turnhalle ist seit Ende der 1990er nicht mehr öffentlich zugänglich, sondern wird von einer Schwimmschule genutzt.

Siemens, Phoenix (Pharmazie) und mehrere mittelständische Betriebe sind in Sack angesiedelt.

Oberhalb des Dorfes erstreckt sich auf einer Anhöhe der Boxwald, der die nördliche Grenze zu den Nürnberger Ortsteilen Schmalau und Boxdorf bildet. Hier liegen die vier Fußballplätze des örtlichen Sportvereins TSV Sack. Im Osten, mal an Braunsbach vorbei gesehen, breitet sich bis nach Buch bei Nürnberg auf weiter Flur das Knoblauchsland mit seinen Äckern aus. Nach Süden lässt es sich, ebenfalls über Felder, bis nach Fürth (Stadt) bzw. Ronhof und Poppenreuth blicken. Im Westen grenzt Sack direkt an Bislohe und das Industriegebiet Schmalau.

Alte Schule und Kriegerdenkmal

Geschichtlich[Bearbeiten]

Um 1339 wird Sack das erste Mal urkundlich erwähnt. Seinen Namen hat es vermutlich nach einer vorangegangenen Rodung erhalten, nach der der Ort „in sackähnlicher Form aus dem Wald herausgeschnitten“ war, so das Berg'sche Reichslehenbuch. Der Ort entstand im 9./10. Jahrhundert und ist damit deutlich älter, als seine erste urkundliche Erwähnung.

Religion[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Sack gehört zur evangelischen Pfarrei Poppenreuth (St. Peter und Paul) bzw. zur katholischen Pfarrei Stadeln (Hl. Dreifaltigkeit). Seit 1972 gibt es eine katholische Kirche, die bis 2004 auch von der evangelisch-lutherischen Pfarrei zu Gottesdiensten verwendet wurde. Sie war also eine Simultankirche. Sack ist eine Filialgemeinde von Hl. Dreifaltigkeit in Stadeln und gehört damit seit Pfingsten 2006 zum Seelsorgebereich Fürth Mitte-Nord.

Sonstiges[Bearbeiten]

Sack bekam Mitte der 1960er Zu- und Abwasserkanäle.

Die Buslinie 179 (Fürth Süd - Fürth Rathaus - Großgründlach Nord) des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg bzw. der Infra Fürth verkehrt täglich im 20-30 Minutentakt, abends und am Wochenende stündlich und fährt die Haltestellen Blütenstraße, Sack Mitte, Sportplatzstraße und Sack Nord an.

Die Freiwillige Feuerwehr Sack wurde schon am 28. Oktober 1894 gegründet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 601


49.50333333333311.0125Koordinaten: 49° 30′ N, 11° 1′ O