San Bernardino (Kalifornien)

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San Bernardino
Spitzname: Gate City, City on the Move, the Friendly City, Heart of Southern California
Downtown San Bernardino
Downtown San Bernardino
Siegel von San Bernardino
Siegel
Flagge von San Bernardino
Flagge
Lage von San Bernardino in Kalifornien
San Bernardino (Kalifornien)
San Bernardino
San Bernardino
Basisdaten
Gründung: 1854
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Kalifornien
County:

San Bernardino County

Koordinaten: 34° 8′ N, 117° 18′ WKoordinaten: 34° 8′ N, 117° 18′ W
Zeitzone: Pacific (UTC−8/−7)
Einwohner: 209.924 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 1.378,4 Einwohner je km2
Fläche: 202,4 km2 (ca. 78 mi2)
davon 152,3 km2 (ca. 59 mi2) Land
Höhe: 321 m
Postleitzahlen: 92401-92408, 92410-92415, 92418, 92420, 92423, 92424, 92427
Vorwahl: +1 909, 951
FIPS: 06-65000
GNIS-ID: 1661375
Website: www.ci.san-bernardino.ca.us
Bürgermeister: R. Carey Davis (R) (seit 2014)[1]

San Bernardino ist eine Stadt im San Bernardino County im US-Bundesstaat Kalifornien, Vereinigte Staaten, mit 209.924 Einwohnern (Stand: 2010) und Sitz der County-Verwaltung. Sie liegt im östlichen San Bernardino Valley am Fuße der San Bernardino Mountains. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 153,5 km².

Die Stadt ist Sitz der California State University, San Bernardino und des Bistums San Bernardino.

San Bernardino wird von der historischen Route 66 durchquert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

San Bernardinos bunte Geschichte beginnt in den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts. Spanische Missionare waren die ersten Siedler in dieser Region. Sie wählten das fruchtbare Tal am Fuße der majestätischen Bergkette als Vorposten für andere Missionare. Man erzählt, dass Vater Francisco Dumetz auf seiner letzten Missionsreise von San Gabriel auf das San-Bernadino-Tal gestoßen ist und am 20. Mai 1810 unter großen Anstrengungen einen Altar für die dort lebenden Indianer errichtet hat. Padre Dumetz nannte das Gebiet nach dem italienischen Heiligen Bernadino/Bernhardin „San Bernadino“.

1940 eröffnete das erste McDonald’s-Restaurant in San Bernardino. Glen Bell, Gründer von Taco Bell eröffnete hier seine erste Filiale 1954.

1982 wurde die Open-Air-Bühne San Manuel Amphitheater erbaut.

1989 ereignete sich ein schweres Zugunglück in San Bernardino, bei dem der überladene Güterzug 7551 der Southern Pacific Railroad entgleiste, vier Menschen tötete und weitere vier verletzte. Bei den Aufräumarbeiten wurde die unter dem Unfallort verlaufende Calnev-Pipeline beschädigt, ohne dass dieses bemerkt worden wäre. Die Schwächung führte 13 Tage nach dem Eisenbahnunglück zu einem Leck. Als sich der austretende Kraftstoff entzündete, wurden zwei weitere Menschen getötet und elf Häuser zerstört. Heute dürfen keine Häuser mehr in der Nähe der Gleise gebaut werden.

Am 11. Juni 2012 erklärte San Bernardino die Zahlungsunfähigkeit und stellte Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 9 des Konkursrechts. Die Stadt rechnete mit einem Defizit von 45 Millionen Dollar im laufenden Fiskaljahr. Fehler in der Buchführung, steigende Ausgaben für Investitionen, Schuldzinsen und Sozialleistungen, gepaart mit stagnierenden Einnahmen, hatten zur finanziellen Schieflage geführt. In den vorangegangenen vier Jahren war die Zahl der Angestellten bereits um 20 Prozent vermindert worden.[2] Am 30. Mai 2015 wurde bekanntgegeben, dass das Verfahren innerhalb eines Jahres beendet werden soll.[3] Am 6. Dezember 2016 bestätigte das Insolvenzgericht Meredith den Insolvenzausstiegsplan.[4][5]

Am 2. Dezember 2015 kam es im örtlichen Inland Regional Center zu einer Schießerei mit 14 Toten und 21 Verletzten, die von den Ermittlungsbehörden als Terrorakt eingestuft wird.[6]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte San Bernardinos sind[7]

  • Korea SudSüdkorea Goyang, Südkorea, seit 2003
  • IsraelIsrael Herzliya, Israel, seit 1985
  • NigeriaNigeria Ile-Ife, Nigeria, seit 1981
  • RuandaRuanda Kigali, Ruanda, seit 2000
  • MexikoMexiko Mexicali, Mexiko, seit 1968
  • PhilippinenPhilippinen Roxas, Philippinen, seit 1990
  • RusslandRussland Sawolschje, Russland, seit 1992
  • JapanJapan Tachikawa, Japan, seit 1959
  • MexikoMexiko Villahermosa, Mexiko, seit 1971
  • China VolksrepublikVolksrepublik China Yushu, Volksrepublik China, seit 1993

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: San Bernardino (Kalifornien) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website City of San Bernardino – About the Mayor, abgerufen am 5. Mai 2017
  2. San Bernardino, California, Weighs Chapter 9 Bankruptcy, Bloomberg.com vom 11. Juli 2012, abgerufen am 12. Juli 2012
  3. San Bernardino bankruptcy reaches ‘beginning of the end’, 30. Mai 2015
  4. Statement: Bankruptcy Update Dec. 2016 FOR IMMEDIATE RELEASE – STATEMENT Bankruptcy Update The history and future of San Bernardino. City of San Bernardino, 6. Dezember 2016, abgerufen am 8. Dezember 2016.
  5. City of San Bernardino - Chapter 9 Bankruptcy. In: www.ci.san-bernardino.ca.us. Abgerufen am 8. Dezember 2016.
  6. San Bernardino mass shooting: police say at least 14 dead – rolling coverage, The Guardian, 2. Dezember 2015
  7. Website der Stadt – Sister Cities Of San Bernardino, abgerufen am 5. Mai 2017