Marxzell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Marxzell
Marxzell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Marxzell hervorgehoben
48.8605555555568.4594444444444364Koordinaten: 48° 52′ N, 8° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Höhe: 364 m ü. NHN
Fläche: 34,92 km²
Einwohner: 5005 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76359
Vorwahl: 07248
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 047
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Karlsruher Straße 2
76359 Marxzell
Webpräsenz: www.marxzell.de
Bürgermeister: Raimund Schuster
Lage der Gemeinde Marxzell im Landkreis Karlsruhe
Karlsdorf-Neuthard Malsch (Landkreis Karlsruhe) Malsch (Landkreis Karlsruhe) Bretten Bruchsal Bruchsal Ettlingen Forst (Baden) Gondelsheim Hambrücken Kronau Kürnbach Marxzell Oberderdingen Östringen Philippsburg Sulzfeld (Baden) Ubstadt-Weiher Walzbachtal Weingarten (Baden) Zaisenhausen Karlsbad (Baden) Kraichtal Graben-Neudorf Bad Schönborn Pfinztal Eggenstein-Leopoldshafen Linkenheim-Hochstetten Waghäusel Oberhausen-Rheinhausen Rheinstetten Stutensee Waldbronn DettenheimKarte
Über dieses Bild

Marxzell ist eine Gemeinde im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Marxzell liegt im Albtal und auf den Höhen des Nordschwarzwaldes.

Die Gemeinde ist der Zusammenschluss der Orte Marxzell im Albtal und Burbach, Pfaffenrot und Schielberg auf den umliegenden Höhen sowie der Weiler Fischweier, Steinhäusle und Frauenalb im Tal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Marxzell besteht aus den ehemaligen Gemeinden Burbach, Pfaffenrot und Schielberg. Zur ehemaligen Gemeinde Burbach gehören das Dorf Burbach, die Siedlung Marxzell, die teilweise auch auf dem Gebiet der beiden anderen ehemaligen Gemeinden liegt, das Gehöft Metzlinschwander Hof und die Häuser Fischweier und Weimersmühle. Zur ehemaligen Gemeinde Pfaffenrot gehören das Dorf Pfaffenrot und die Gemeindeteile Gertrudenhof. Zur ehemaligen Gemeinde Schielberg gehören das Dorf Schielberg, die Orte „Bergschmiede, Hotel“, das Gehöft Schlotterhof, das Haus Steinhäusle und der Weiler Frauenalb.[2]


Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Marxzell, auch Zell oder Zeller Mühle, wurde erstmals 1255 urkundlich erwähnt. Damals stand dort eine Mühle des Klosters Frauenalb, zu dem der Ort auch gehörte. Nach der Reformation und der badischen Landesteilung, kam Marxzell 1535 an die Linie Baden-Baden. Als das Kloster 1631 wieder hergestellt wurde, erhielt es erneut die Herrschaft über den Ort. Im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses wurde das Kloster 1803 aufgehoben und der Ort kam endgültig an das Großherzogtum Baden. Dort gehörte es zunächst zum Oberamt Ettlingen und seit 1937 zum Landkreis Karlsruhe.

Die Gemeinde Marxzell wurde am 1. Juli 1971 durch Vereinigung der drei zuvor selbstständigen Gemeinden Burbach, Pfaffenrot und Schielberg gebildet.

Ortsteile[Bearbeiten]

Pfaffenrot[Bearbeiten]

Wappen

Pfaffenrot wird 1255 erstmals, zusammen mit Burbach und Schielberg, urkundlich erwähnt.

Die drei Höhendörfer von Marxzell gehörten etwa sechs Jahrhunderte zur Grundherrschaft des Klosters Frauenalb. Ab dem Jahr 1803 waren sie selbständige Gemeinden, ehe sie sich am 1. Juli 1971 zur Gemeinde Marxzell zusammengeschlossen haben.

  • Ortsvorsteher von Pfaffenrot ist Alfons Benz (FWV).
Kirche Marxzell

Burbach[Bearbeiten]

Wappen

Burbach wird 1255 in der gleichen Urkunde wie Marxzell erstmals urkundlich erwähnt. 1287 übertrug Heinrich I. von Eberstein den Ort an das Kloster Frauenalb.

  • Ortsvorsteherin von Burbach ist Bettina Beier.

Schielberg[Bearbeiten]

Wappen

Auch Schielberg wird in der Urkunde von 1255 erstmals urkundlich erwähnt.

Schielberg ist mit 512 Meter der höchstgelegene Ort der Gemeinde und des Landkreis Karlsruhe.

  • Ortsvorsteher von Schielberg ist Harald Becht (FWV).


Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 55.48 %
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
71,89 %
28,11 %
keine
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+5,29 %p
-5,29 %p
± 0,00 %p
Sonst.

Bürgermeister ist Raimund Schuster (parteilos), der im Herbst 1999 erstmals gewählt und bei der Bürgermeisterwahl am 11. November 2007 im Amt bestätigt wurde.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Fischweier, Marxzell und Frauenalb (Bahnhofsname Frauenalb-Schielberg) haben je eine Haltestelle an der ältesten Überlandlinie des Karlsruher Stadtbahnnetzes, der Albtalbahn (Linie S1 KarlsruheBad Herrenalb). Die Haltestelle Marxzell hat eine Anbindung an die Buslinie 114 der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft.

Bildung[Bearbeiten]

Mit der Carl-Benz-Schule besteht im Ortsteil Pfaffenrot eine Grund- und Hauptschule. Die Carl-Benz-Schule hat in Burbach und in Schielberg auch eine weitere Grundschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Im Fahrzeugmuseum Marxzell ist eine größere Anzahl alter Fahrzeuge ausgestellt.
  • Heimat- und Dorfmuseum Pfaffenrot

In Pfaffenrot besteht das Dorfmuseum „Kantebuahaus“. Im Dorfmuseum finden jedes Jahr kleinere Veranstaltungen statt wie z. B. die die „Adventsfeier im Dorfmuseum“ oder „a Stündle Hoimat“

  • Greifendorfer Heimatmuseum Pfaffenrot

In der „Greifendorfer Heimatstube“ in Pfaffenrot wird etwas von den Wurzeln der aus Greifendorf stammenden Heimatvertriebenen gezeigt. Neben Landkarten sind die Kirche, ein Vierkanthof und ein Kachelofen als Modell zu sehen. Außerdem ist ein Modell der Tracht des Schönhengster Oberlandes ausgestellt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Klosterruine Frauenalb

Frauenalb besteht hauptsächlich aus einer großen Klosterruine, die von einigen Häusern umgeben ist.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Prälat Heinz Axtmann
  • Otto Baldinus
  • Pfarrer Heinrich Hall († 1983)
  • Pfarrer Emil Krämer († 1987)
  • Friedrich Fauser († 1988)
  • Bürgermeister Max Brandel († 1988)
  • Bürgermeister Ignaz Weingärtner († 1995)
  • Emil Kunz († 2003)
  • Ortsvorsteher Otto Fluderer († 2004)

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 104–106

Weblinks[Bearbeiten]