Sokratis

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Dieser Artikel behandelt den griechischen Fußballspieler Sokratis (* 1988). Für weitere Bedeutungen siehe Sokrates (Begriffsklärung).
Sokratis
Sokratis Papastatopulos.JPG
Sokratis (2014)
Spielerinformationen
Name Sokratis Papastathopoulos
Geburtstag 9. Juni 1988
Geburtsort KalamataGriechenland
Größe 185 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
2004–2005 Appolon Petalidiou
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005–2008 AEK Athen 57 (2)
2006 → Niki Volou (Leihe) 15 (0)
2008–2010 CFC Genua 51 (2)
2010–2011 AC Mailand 5 (0)
2011 CFC Genua 0 (0)
2011–2013 Werder Bremen 59 (2)
2013– Borussia Dortmund 104 (6)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2005–2006 Griechenland U-17 11 (2)
2006–2007 Griechenland U-19 13 (2)
2007–2008 Griechenland U-21 9 (2)
2008– Griechenland 62 (2)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 17. September 2017

2 Stand: 19. April 2016

Sokratis (2012)

Sokratis, mit vollem Namen Sokratis Papastathopoulos [soˈkratis papastaˈθopulos], (griechisch Σωκράτης Παπασταθόπουλος; * 9. Juni 1988 in Kalamata) ist ein griechischer Fußballspieler, der beim deutschen Bundesligisten Borussia Dortmund unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sokratis begann seine Karriere bei Apollon Petalidiou, von wo er 2005 zu AEK Athen wechselte. 2008 wurde er jüngster Mannschaftskapitän in der Vereinsgeschichte. Zuvor war er an Niki Volou aus der zweiten Liga ausgeliehen worden, um Spielpraxis zu sammeln.

Ab der Saison 2008/09 spielte der Innenverteidiger beim italienischen Erstligisten CFC Genua, bei dem er den Sprung in die Stammelf schaffte.

Am 20. Juli 2010 wurde Sokratis vom AC Mailand gekauft. Der CFC Genua bekam im Gegenzug die Spieler Nnamdi Oduamadi, Rodney Strasser und Gianmarco Zigoni in Form der sogenannten „comproprietà“ (Miteigentumsrecht).[1]

Zur Saison 2011/12 kehrte Sokratis zunächst zurück zum CFC Genua, bis er im Juli 2011 zunächst leihweise zum SV Werder Bremen wechselte.[2] Er trug bei Werder die Rückennummer 22.[3] Aufgrund der Länge und der schwierigen Aussprache seines Nachnamens[4] steht auf dem Trikot sein Vorname. Sein erstes Pflichtspiel für Werder bestritt er am 30. Juli 2011 beim 1:2 gegen den 1. FC Heidenheim im DFB-Pokal. Eine Woche später kam er auch am ersten Bundesligaspieltag zum Einsatz, als Bremen gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 2:0 gewann. Anfang September 2011 ließ der SV Werder den bei der DFL registrierten Namen des Spielers auf den Vornamen als „Künstlernamen“ verkürzen, sodass er seither als Sokratis aufläuft.[5] Zur Saison 2012/13 wurde Sokratis fest verpflichtet.

Bereits zur Saison 2013/14 wechselte Sokratis innerhalb der Liga zu Borussia Dortmund, wo er seither die Rückennummer 25 trägt. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018[6], den er im Oktober 2015 vorzeitig zum 30. Juni 2019 verlängerte[7]. Sein erstes Tor in der Bundesliga für Borussia Dortmund erzielte er am 11. Spieltag beim 6:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart zum zwischenzeitlichen 1:1.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sokratis war der Kapitän der griechischen U-19-Nationalmannschaft, mit der er bei der U-19-Europameisterschaft 2007 in Österreich und der Schweiz Vize-Europameister wurde, verpasste jedoch aufgrund einer Gelbsperre das Finale gegen Spanien. Aufgrund ihrer Leistungen wurden er und zwei weitere Mannschaftskollegen (Sotirios Ninis und Konstantinos Mitroglou) bei der U-19-EM unter die elf besten Spieler des Turniers gewählt. Zudem spielte er für die U-21 Mannschaft Griechenlands.

In der A-Nationalmannschaft debütierte er Anfang 2008 in einem Freundschaftsspiel gegen die Tschechische Republik, wurde im selben Jahr jedoch nicht in das Aufgebot für die Fußball-Europameisterschaft 2008 berufen, obwohl er dem 24 Spieler umfassenden erweiterten Kader angehörte. Nach dem Turnier wurde Sokratis wieder regelmäßig vom deutschen Trainer Otto Rehhagel in den Kader der Nationalelf berufen. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika stand er im Kader und kam auf zwei Einsätze. Im Spiel gegen Argentinien zeigte er eine vielbeachtete Leistung, indem er Lionel Messi wirkungsvoll ausschaltete.[8]

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sokratis spricht neben seiner Muttersprache Griechisch auch fließend Italienisch, Deutsch und Englisch. Er lebt in Dortmund.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sokratis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A.C. MILAN COMUNICATO UFFICIALE
  2. Werder: Sokratis-Wechsel perfekt, Mitteilung auf kicker.de vom 21. Juli 2011 (abgerufen am 21. Juli 2011)
  3. Soforthilfe Sokratis: „Ich bin fit“. Kreiszeitung, 22. Juli 2011
  4. Sokratis verliert seinen Nachnamen. Yahoo Sport, 7. September 2011
  5. Zungenbrecher ade: Nennt mich Sokratis!, Presseservice von Werder Bremen vom 6. September 2011
  6. BVB: Wechsel perfekt Sokratis wird Santana-Nachfolger. In: reviersport.de. , abgerufen am 2013.
  7. Sokratis bleibt bis 2019, bvb.de vom 26. Oktober 2015
  8. Süddeutsche Zeitung: Nebel des Grauens, Süddeutsche Zeitung vom 22. Juni 2010 (abgerufen am 28. Juli 2011)
  9. Porträt und Datenbank auf der Webpräsenz von Borussia Dortmund