Susan Dunklee

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Susan Dunklee Biathlon
Susan Dunklee at Biathlon WC 2015 Nové Město.jpg
Verband Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 13. Februar 1986
Geburtsort Barton
Karriere
Verein Dartmouth ski team
Trainer James Upham
Aufnahme in den
Nationalkader
2008
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2009
Debüt im Weltcup 2011
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
EM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
NAM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
USM-Medaillen 5 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Silber0 2017 Hochfilzen Massenstart
IBU Biathlon-Europameisterschaften
0Bronze0 2018 Ridnaun Single-Mixed-Staffel
Nordamerika-MeisterschaftVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Gold0 2010 Fort Kent Massenstart
Logo des US Ski Teams US-Meisterschaften
0Gold0 2009 Fort Kent Sprint
0Gold0 2010 Fort Kent Massenstart
0Gold0 2017 Jericho Sprint
0Gold0 2017 Jericho Verfolgung
0Gold0 2017 Jericho Massenstart
Weltcupbilanz
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Sprint 0 1 2
Massenstart 0 1 0
Staffel 0 1 0
letzte Änderung: 12. März 2017

Susan Dunklee (* 13. Februar 1986 in Barton) ist eine US-amerikanische Biathletin, Skilangläuferin und Leichtathletin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susan Dunklee ist Tochter von Stan Dunklee und Nichte von Everett Dunklee, beides frühere Olympiateilnehmer im Skilanglauf für die USA. Dunklee lebt und trainiert seit Juni 2008 im US Olympic Training Center in Lake Placid. Ihr Trainer ist James Upham.

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susan Dunklee besuchte bis 2008 das Dartmouth College, wo sie Ökologie studierte. Sie betrieb zunächst Skilanglauf und Leichtathletik. In der Leichtathletik betrieb sie Siebenkampf und verpasste hier einmal knapp die Teilnahme an den US-Meisterschaften. Erfolgreicher war sie beim Skilanglauf, wo sie für das Dartmouth ski team antrat. 2002 bestritt sie ihre ersten FIS-Rennen, im Januar 2004 nahm sie an ihren ersten US-Meisterschaften teil, ohne Erfolge zu erreichen. Diese stellten sich erstmals im Dezember des Jahres ein, als sie bei NorAm-Cup-Rennen in Presque Isle Podestplätze erreichte. Im Februar 2006 gewann sie in Stowe ihr einziges FIS-Rennen über 5 Kilometer im klassischen Stil. Da Dunklee der internationale Durchbruch jedoch nicht gelingen wollte, wechselte sie 2008 zum Biathlon.

Im Biathlon-NorAm-Cup 2008/09 lief sie auf der zweiten Wettkampfstation in Itasca hinter Carolyn Bramante in einem Sprint auf den zweiten Platz. Drei weitere Top-Ten-Platzierungen folgten in der Saison, darunter der erste Sieg bei einem Sprint in Fort Kent zum Finale der Rennserie. Da es zugleich die US-Meisterschaft war, gewann Dunklee auch diesen Titel. In der Verfolgung verpasste sie als Viertplatzierte knapp eine weitere Medaille, im Massenstart wurde sie Sechste. In der Gesamtwertung des Nor-Am-Cups belegte sie Platz vier. Die guten Ergebnisse brachten Dunklee eine Nominierung für den IBU-Cup 2008/09, wo sie in Altenberg ihr Debüt gab. Sie bestritt vier Rennen in der Serie und lief immer in die Punkteränge. In der Folgesaison erreichte sie als Zehntplatzierte in einem Sprint in Altenberg ihr erstes Top-Ten-Ergebnis und zugleich ihre bisher beste Platzierung in der Rennserie.

Auch die Saison 2009/10 brachte, insbesondere in Nordamerika, weitere Erfolge. Im Biathlon-NorAm-Cup 2009/10 gewann Dunklee drei Rennen und wurde einmal Dritte. In der Gesamtwertung belegte sie den zweiten Platz. Nachdem sie sich bei den Nordamerikameisterschaften 2010 in Fort Kent in Sprint und Verfolgung jeweils auf dem letzten Rang platziert hatte, konnte sie den abschließenden Massenstart für sich entscheiden. Es waren gleichzeitig die US-Meisterschaften 2010 und Dunklee wurde damit US-Meisterin im Massenstart. Sie nahm auch an den Biathlon-Europameisterschaften 2010 in Otepää teil und erreichte die Ränge 37 im Einzel, 17 im Sprint, 39 in der Verfolgung und neun mit Annelies Cook, Laura Spector und Hannah Dreissigacker als Schlussläuferin der Staffel. Auch ein Jahr später startete Dunklee in Ridnaun bei der EM, wo sie 15. des Einzels, 42. des Sprints und 19. des Verfolgungsrennen wurde. Zum Auftakt der Saison 2011/12 debütierte sie in Östersund im Biathlon-Weltcup. Im ersten Rennen, einem Einzel, verpasste sie als 45. noch um fünf Plätze die Punkteränge. Zwei Tage später gewann sie als 28. in einem Sprintrennen erste Weltcuppunkte. In Antholz konnte sie ihre Bestleistung in einem Sprintrennen zunächst bis auf Rang 17 verbessern und damit eine der besten Leistungen einer US-amerikanischen Biathletin der letzten zwei Jahrzehnte erreichen. Bei der Weltmeisterschaft in Ruhpolding wurde sie im Einzel überraschend Fünfte und steigerte diese Bestleistung noch um mehr als zehn Ränge. Der endgültige Durchbruch in die Weltspitze gelang in der Saison 2013/14. Dunklee erreichte vier einstellige Platzierungen und lief zum Saisonfinale am Holmenkollen in Oslo als Drittplatzierte erstmals auf das Podium und erreichte damit eine der besten Platzierungen für eine weibliche US-Biathletin überhaupt. In der Saison 2015/16 konnte sie im Sprint von Presque Isle mit einem zweiten Rang ihre Karrierebestleistung erneut übertreffen.

Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2017 gewann Susan Dunklee die Silbermedaille im Massenstart. Sie ist damit die erste US-Amerikanerin, die bei Weltmeisterschaften eine Einzelmedaille gewinnt und nach der Kanadierin Myriam Bédard erst die zweite Nordamerikanerin mit Edelmetall in einem Einzelbewerb. Am 12. März wurde sie gemeinsam mit Lowell Bailey in der Single-Mixed-Staffel im finnischen Kontiolahti Zweite, es war das erste Podium in einem Staffelrennen für eine US-amerikanische Mannschaft seit dem Biathlon-Weltcup 1993/94, als die Damenstaffel mit Beth Coats, Joan Miller Smith, Laurie Tavares und Ntala Skinner beim Weltcup im kanadischen Canmore den zweiten Platz belegte, die letzte und einzige Podiumsplatzierung für eine Herrenstaffel war im Januar 1988 ein dritter Platz beim Weltcup in Ruhpolding.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Biathlon-Weltmeisterschaften

Weltmeisterschaft Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixed-Staffel
Jahr Ort
2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding 5. 55. 36. 16. 11. 12.
2013 TschechienTschechien Nové Město 15. 49. 47. - 11. 8.
2015 FinnlandFinnland Kontiolahti 12. 42. 34. 20. 12. 8.
2016 NorwegenNorwegen Oslo 18. 8. 10. 11. 13. 10.
2017 OsterreichÖsterreich Hochfilzen 6. 29. 22. 2. 14. 16.

Olympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Sprint Verfolgung Einzel Massenstart Damenstaffel Mixedstaffel
Olympische Winterspiele 2014 Olympische Winterspiele | RusslandRussland Sotschi 14. 18. 34. 11. 7. 8.
Olympische Winterspiele 2018 Olympische Winterspiele | Korea SudSüdkorea Pyeongchang 66. 19. 13. 15.

Biathlon-Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz  
2. Platz 1 1 2
3. Platz 2 2
Top 10 3 10 9 3 12 37
Punkteränge 9 36 31 17 33 126
Starts 17 53 38 17 33 158
Stand: 19. Februar 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Susan Dunklee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien