Tây Bắc Bộ

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Nordwestregion

Tây Bắc Bộ (vietnamesisch für Nordwesten) ist eine Region in Vietnam, die eine gemeinsame Grenze mit Laos und China teilt. Die Region wird auch als der Nordnordwesten Vietnams bezeichnet und ist ein geografischer Teil des nördlichen Vietnams (Tonkin), wo zum anderen auch die Regionen Đông Bắc Bộ (Nordosten) und das Delta des Roten Flusses (Đồng Bằng Sông Hồng) dazugehören.

Provinzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Provinzen/Gemeinden Hauptstadt Bevölkerung (Census vom 1. April 2009) Fläche (km²)
Điện Biên Dien Bien Phu 459.100 9.562,5 km²
Hòa Bình Hòa Bình 820.400 4.684,2 km²
Lai Châu Lai Châu 319.900 9.112,3 km²
Sơn La Sơn La 1.007.500 14.174,4 km²
Lào Cai Lào Cai 613.075 6.357 km²
Yên Bái Yên Bái 740.905 6.882,9 km²

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georeferenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terrasse in der Nähe von Lào Cai

Die Georeferenzierung des Nordwestens wurde noch nicht vereinbart. Experten schlugen vor, dass die Region sich südlich des rechtes Ufers des Roten Flusses befinden sollte. Andere wiederum grenzen die Region südlich des Hoàng Liên Sơn-Gebirges ein. Der Geologe Lê Bá Thảo schlug vor, dass die Region im Osten vom Hoàng Liên Sơn-Gebirge und im Westen vom -Gebirge begrenzt wird.[1]

Topografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region ist geprägt von hohen Gebirgsmassiven, die sich vom Nordwesten bis in den Südosten erstrecken. Das Hoàng Liên Sơn-Gebirge ist bis zu 180 km lang und 30 km breit. Außerdem besitzt es mehrere Gipfeln, die von 2800 bis 3000 m hoch sein können. Das Mã-Gebirge ist 500 km lang und weist eine Höhe von 1800 m auf. Zwischen diesen zwei Gebirgsketten fließt der Schwarze Fluss. Der Schwarze Fluss ist der größte Fluss dieser Region, neben anderen kleineren Flüssen einschließlich des Ma und fließt entlang eines Plateaus aus Kalkstein, der sich von Phong Thổ über Thanh Hóa bis nach Tà Phình, Mộc Châu und Nà Sản erstreckt. Des Weiteren befinden sich in dieser Region mehrere Becken in Điện Biên, Nghĩa Lộ und Mường Thanh.[2]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die geologischen Prozesse begannen vor 500 Millionen Jahren und setzen sich bis heute fort. Die Region war früher vom Meer bedeckt und einige Berggipfel vom Hoàng Liên Sơn-Gebirge und Mã-Gebirge ragten aus dem Meer heraus. Zuerst kam es zur Regression der Küstenlinie, anschließend eine Hunderte von Jahren andauernde Transgression. Infolge dieses Prozesses kam es zur Ablagerung von Sedimentgesteinen wie Glimmerschiefer und Kalkstein. Im späten Paläozoikum, genauer im Gzhelium (die oberste chronostratigraphische Stufe des Pennsylvaniums) wurden das Hoàng Liên Sơn-Gebirge und das Mã-Gebirge vollständig angehoben. Vor 150 Millionen Jahren während der Alpidischen Orogenese kam es zur Überlagerung zweier Geosynklinalen, sodass es zur Faltung der Sedimenten und zur Bildung von Überschiebungen kam und so zur Bildung eines Orogens führte. Genauer spricht man hier von einer Eugeosynklinale mit starkem initialen Magmatismus im Kernbereich der Orthogeosynklinale, der zur Anhebung der Nordwestregion mit einer Höhe von bis 1000 m ü. NN führte. Gleichzeitig mit der Faltung fand die Schüttung von Kalkstein statt und somit konnte man das Alter des heutigen Karstplateaus Đồng Văn herausfinden.[3]

Erdbebenrisiko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als eine geodynamisch aktive Region mit Geosynklinalen ist die Nordwestregion die Region mit dem höchsten Erdbebenrisiko Vietnams.[3]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoàng Liên Sơn-Gebirge

Das Hoàng Liên Sơn-Gebirge fungiert in der Nordwestregion als Wetterscheide. Während der Wintermonsunzeit kann der Nordost-Monsunwind nicht das Gebirge passieren. Deshalb weist der Norden ein wintertrockenes subtropisches Klima auf, in dem es eine kühle und trockene Jahreszeit von November bis April gibt. Während seines Weges vom Ozean zum Kontinent nimmt der Monsunwind über den Wasserflächen Feuchtigkeit auf und regnet diese am Luv (Ostseite) des Gebirges zu großen Teilen ab. Am Lee (Westseite) entsteht ein Föhnwind.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lê Bá Thảo (Hrsg.): Thiên nhiên Việt Nam. Nhà xuất bản Giáo dục, 2009, S. 76 (vietnamesisch).
  2. Maingan92 (Hrsg.): Nghiên cứu xâm nhập mặn nước dưới đất trầm tích Đệ tứ vùng Nam Định: Giáo Trình. Cẩm Thương, S. 47 (vietnamesisch).
  3. a b GIỚI THIỆU VÙNG TÂY BẮC. In: Asia Spirit Travel. http://sapahagiangtour.com/, abgerufen am 5. November 2016 (vietnamesisch).
  4. Vùng Tây Bắc. In: Học Và Làm. Abgerufen am 9. November 2016 (vietnamesisch).

Koordinaten: 21° N, 104° O