Tərtər (Rayon)

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Lage des Rayons Tərtər in Aserbaidschan

Tərtər ist ein Rayon in Aserbaidschan. Hauptstadt des Bezirks ist die Stadt Tərtər.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bereits zu Sowjetzeiten bestehende Rajon Tartar wurde während des Bergkarabach-Konflikts auf Beschluss der Nationalversammlung der Republik Aserbaidschan in Verbindung mit der Auflösung der Autonomen Oblast Bergkarabach am 26. November 1991 um den Ostteil des armenisch besiedelten Rajons Mardakert mit der Stadt Mardakert erweitert. Die Streitkräfte Aserbaidschans hatten jedoch nur kurzzeitig 1992/1993 die Kontrolle über das gesamte Gebiet. Seit 1993 sind diese Gebiete der ehemaligen Autonomen Oblast unter der Kontrolle der de facto unabhängigen, international allerdings nicht anerkannten Republik Bergkarabach, wo sie zur Provinz Martakert gehören.[1] Lediglich der östlichste Teil des ehemaligen Rajons Mardakert mit den Dörfern Marguschewan (Leninawan) und Maraga, die im Zuge des Massakers von Maraga am 10. April 1992 armenierfrei wurden, blieb dauerhaft unter aserbaidschanischer Kontrolle und ist somit auch de facto nunmehr Teil des Rajons Tərtər, ist aber bisher nicht neu besiedelt worden.[2][3]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rayon liegt im Tiefland zwischen den Flüssen Kura und Aras. Im Süden geht das Land in die gebirgigere Landschaft Bergkarabach über. Der Fluss Tərtərçay (Tartar) fließt durch den Bezirk.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk hatte 2009 nach aserbaidschanischen Angaben 98.100 Einwohner.[5] Diese verteilen sich auf 58 Siedlungen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rayon ist landwirtschaftlich geprägt. Es werden vor allem Baumwolle, Getreide und subtropische Früchte angebaut sowie Viehzucht betrieben. Im Bezirk gibt es außerdem Vorkommen an Erdöl, Gas und Baustoffen. Es gibt einen Textilbetrieb, Werke zur Verarbeitung der Baumwolle, Molkereien und eine Maschinenbauindustrie.[4]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahe den Dörfern Beyimsarov, Evoglu und Borsunlu befinden sich Gräber aus der Bronze- und Eisenzeit. In der Stadt Tərtər steht eine schiitische Freitagsmoschee (Tərtər Cümə məscidi).[6] Außerhalb aserbaidschanischer Kontrolle befindet sich im Gebiet der Karabach-Armenier das armenische Kloster Jegische Arakjal (Եղիշէ Առաքեալի վանք). Außerdem liegen im Bezirk ein Mausoleum und ein antiker Tempel.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eva-Maria Auch: „Ewiges Feuer“ in Aserbaidschan – Ein Land zwischen Perestrojka, Bürgerkrieg und Unabhängigkeit. Berichte des Bundesinstituts für ostwissenschaftliche und internationale Studien, 8–1992.
  2. Survivors of the Maraghar Massacre. Christianity Today. 27. April 1998. Abgerufen am 11. Januar 2013
  3. Caroline Cox, John Eibner: Ethnic Cleansing in Progress: War in Nagorno Karabakh. Institute for Religious Minorities in the Islamic World, S. 58, 1993
  4. a b c d Azerbaijan Developement Gateway (Memento vom 14. November 2008 im Internet Archive)
  5. Aserbaidschanische Statistikbehörde (Memento vom 14. November 2010 im Internet Archive)
  6. http://www.azadliq.org/content/article/2094755.html

Koordinaten: 40° 20′ N, 47° 0′ O