Quba (Rayon)

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Lage Qubas in Aserbaidschan

Quba ist ein Rayon im Norden von Aserbaidschan, an der Nordostflanke des Großen Kaukasus. Hauptstadt des Rajons ist die Stadt Quba. Der Rayon hat eine Fläche von 2.610 km² und 151.000 Einwohner.[1] Es gibt 155 Dörfer und zwei größere Siedlungen, Gonagkend und Qirmizi Qesebe.

Politik[Bearbeiten]

Der Gouverneur von Quba ist Rauf Habibov (Stand März 2012).[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Region ist bekannt für den Anbau von Äpfeln, auch andere Obstsorten werden angebaut. An den Berghängen werden Schafe gezüchtet, deren Erzeugnisse in der örtlichen Industrie verarbeitet werden.[3] In der Stadt Quba werden Teppiche produziert.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ethnographisches Museum im tatischen Dorf Xınalıq

In der Region leben 87.000 Aserbaidschaner, 54.000 Lesgier (36 %) und 6.000 Juden (4 %). Es wird vor allem Aserbaidschanisch und Lesgisch gesprochen. 94 % der Bevölkerung sind muslimisch.

Im Rajon lebt auch ein Teil der aserbaidschanischen Bergjuden, insbesondere in der Gemeinschaft von Qırmızı Qəsəbə (Ortsteil des Rayonverwaltungszentrums Quba). Die Einwohner des über 2000 Meter hoch gelegenen Dorfes Xınalıq haben ihre nach dem Ort benannte und fast nur dort gesprochene Chinalugische Sprache aufgrund der isolierten Lage bewahrt – das Dorf ist erst seit 2006 über eine Straße erreichbar.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet von Quba gehörte lange zum Staat der Schirwanschahs, später wurde es mit diesen von den persischen Safawiden erobert.

Nach dem Tod Nadir Schahs 1747 bildete Quba unter Hussein-Ali ein eigenständiges Khanat, das Khanat Quba. Das Khanat expandierte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde das mächtigste in Nord-Aserbaidschan. Aus dieser Zeit sind noch Baudenkmäler und Ruinen erhalten. 1806 wurde es von Russland annektiert.

Architektur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Stadt Quba finden sich die Dschuma-Moschee (Cuma Məscid) und die Ardabil-Moschee (Ərdəbil Məscid) sowie alte Badehäuser. Außerdem liegen in der Region 134 archäologische Fundstätten, darunter der zoroastrische Tempel bei Xınalıq und die Gräber von Aghbil aus dem 16. Jahrhundert.

Des Weiteren werden die Wasserfälle nahe Afurja, die Pirbanovsha-Höhlen und die Bergquellen von Bulbalag für den Tourismus genutzt.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Abbasqulu aga Bakikhanov, ein Schriftsteller, Historiker und Philosoph des 19. Jahrhunderts, und der Dramatiker Sakina Akhundzadeh stammen aus der Region.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aserbaidschanische Statistikbehörde
  2. Demonstranten zünden Haus von Gouverneur an. In: Der Standard. 1. März 2012, abgerufen am 1. März 2012 (deutsch).
  3. Encyclopedia Britannica über die Region Quba-Xaçmaz

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Quba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Azerb.com über Stadt und Region Quba (Englisch)