Laçın (Rayon)

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Koordinaten: 39° 38′ N, 46° 33′ O

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Lage des Rayons Laçın in Aserbaidschan

Laçın (kurdisch Laçîn, auch Latschin) ist ein Rayon in Aserbaidschan. Die Hauptstadt des Bezirks ist die Stadt Laçın. Im Bezirk liegt der Latschin-Korridor, die wichtigste Verbindung von Bergkarabach nach Armenien, der seit 2020 von russischen Friedenstruppen geschützt wird.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laçın/Berdsor im Tal des Hakari.

Der Bezirk hat eine Fläche von 1835 km². Die Landschaft ist bergig und gehört zum Kleinen Kaukasus, davon im Norden und Westen dem Karabach-Hochland und im Osten jenseits des Flusses Hakari zum Karabachgebirge. Der größte Berg ist der Gizilbogaz mit 3.594 m Höhe. Es gibt mehrere Mineralquellen sowie Vorkommen an Baumaterialien.[1]

Orte (Auswahl)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region gehörte von 1923 bis 1929 zur autonomen sowjetischen Provinz Rotes Kurdistan. Danach war er Teil der Aserbaidschanischen SSR ohne Autonomierechte. Im Zuge des Bergkarabachkonflikts wurde der Bezirk 1992 von bergkarabachischen Truppen besetzt worden, da er einen Korridor zwischen Armenien und Bergkarabach bildet.[1] Das Gebiet wurde von da an als Teil der Provinz Kaschatach, zu kleineren Teilen auch von der Provinz Schuschi, von der international nicht anerkannten Republik Arzach verwaltet. Nach dem Krieg um Bergkarabach 2020 wurde der Rayon im Zuge des Waffenstillstandsabkommens am 1. Dezember 2020 an Aserbaidschan übergeben, mit Ausnahme des Latschin-Korridor mit der Stadt Laçın, die unter dem Schutz russischer Friedenstruppen gestellt wurde.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach aserbaidschanischen Angaben hatte der Rayon 2009 72.000 Einwohner.[3] Zu dieser Zeit gab es 125 Dörfer, die größere Siedlung Minkend und die Hauptstadt.[1] Nach der Besetzung durch die armenische Armee wurden viele Aserbaidschaner und Kurden vertrieben und an ihrer statt Armenier, vor allem Flüchtlinge aus Aserbaidschan, angesiedelt.[4] Vor der Übergabe an Aserbaidschan 2020 flohen die meisten der armenischen Bewohner.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Region werden Tabak, Getreide und Obst angebaut wie Viehzucht betrieben.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Armenisches Kloster Zizernawank.

Im Bezirk liegen die Mausoleen von Malik Ajdar und Kargumbez, beide bei der Siedlung Djidjimli.[1] Außerdem liegt nahe der Stadt Lacin das Kloster Zizernawank aus dem 5. Jahrhundert.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Azerbaidschan Developement Gateway (Memento vom 25. Dezember 2005 im Internet Archive) über Rayon und Stadt
  2. a b Azerbaijani authorities begin setting up posts in Lachin District. In: Kawkaski Usel. 1. Dezember 2020, abgerufen am 5. Dezember 2020 (englisch).
  3. Aserbaidschanische Statistikbehörde (Memento vom 14. November 2010 im Internet Archive)
  4. Gutman, Roy; Rieff, David; Anderson, Kenneth: Crimes of War: What the Public Should Know, S. 358. W. W. Norton and Co. 1999. ISBN 0-393-31914-8.
  5. azerb.com über Rayon und Stadt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Laçın – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien