Taddl

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Taddl

Taddl (* 1. September 1994 in Roth[1]; bürgerlich Daniel Tjarks[2]) ist ein deutscher Rapmusiker. Er war Mitglied der ehemaligen Hip-Hop-/Cloud-Rap-Formation Dat Adam. Bekannt wurde er als Produzent von Webvideos, die er auf dem Videoportal YouTube veröffentlichte. Seit 2018 tritt er vermehrt als TJ_beastboy und TJ_babybrain in Erscheinung.

Medialer Auftritt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Webvideos und Livestreams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Taddl (rechts) mit Rezo (links) bei einem Gastauftritt auf dem Kanal des YouTubers Rewinside (2019)

Taddl-Kanal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt wurde Tjarks durch seinen YouTube-Kanal Taddl, den er im September 2009 in Zusammenarbeit mit zwei weiteren YouTubern unter dem Namen MeatcakeTV gründete.[3] Zu Beginn veröffentlichte er Animationen und Nachrichten auf dem Kanal. Zu dieser Zeit arbeitete er oft mit Applewar Pictures zusammen, wodurch Taddl „Ardy“, seinen späteren Kollegen bei Dat Adam, kennenlernte. Im November 2012 begann eine Serie mit dem Titel What The Fact!? – Unnützes Wissen auf MeatcakeTV, dieses Format wurde nach kurzer Zeit zum Hauptbestandteil des Kanals. In den Videos stellte er jeweils 20 Fakten vor, die sowohl lustig und interessant als auch unnütz sind. Im Outro seiner What-the-Fact-Videos war immer ein Wookiee, welches zu seinem Maskottchen wurde, zu sehen. Es wurden insgesamt 59 Folgen hochgeladen, die allesamt zwischen 500.000 und 1,9 Millionen Mal aufgerufen worden waren.[4] Später wirkten in einigen Folgen auch andere YouTuber wie Ardy oder Cengiz mit. Im Juni 2014 stellte Taddl die Reihe aufgrund von mangelnder Zeit vorerst ein, um schließlich Anfang des Jahres 2015 alle Videos dieses Kanals privat zu stellen. Nach eigenen Angaben konnte Tjarks sich mit den Inhalten nicht mehr identifizieren.[5]

Vor der Löschung der Videos im Februar 2015 verzeichnete der Kanal über 860.000 Abonnenten, über 55 Millionen Videoaufrufe[6] und stand damit auf Platz 35 der meistabonnierten YouTube-Kanäle Deutschlands.[7]

Alle ehemaligen Videos sind unter dem Kanal Taddl (ehemals T’s Timemachine) wieder zugänglich.[8] Tjarks produziert nach wie vor Videos für den Kanal, die zumeist Ausschnitte aus seinen Live-Streams auf Twitch sind.

LetsTaddl-Kanal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. Juni 2013 erstellte Tjarks den YouTube-Kanal LetsTaddl, der ursprünglich lediglich als Zweitkanal vorgesehen war. Dort hat er Let’s Plays hochgeladen, in denen er Videospielmitschnitte kommentiert hat. Insbesondere war er für seine Minecraft-Videos bekannt. Dieser Kanal überholte seinen Hauptkanal Taddl sowohl in der Menge von Abonnenten, die zu Spitzenzeiten knapp 1,2 Millionen betrug, als auch in den Videoaufrufen. Damit rangierte er zeitweise auf Platz 25 der meistabonnierten YouTube-Kanäle Deutschlands.[7] Ende Juni 2015 stellte er, wie auf dem Kanal „Taddl“, ebenfalls alle Videos auf Privat. Am 21. Oktober 2016 erklärt er in einem YouTubevideo die Wiederaufnahme der Videoproduktion.[9] Der Kanal fungiert mittlerweile (Stand: 2020) als Weiterleitung auf den Kanal „Taddl“, auf den die Let’s-Play-Videos verschoben wurden.[10]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er stand längere Zeit mit seinen beiden Kanälen beim YouTube-Netzwerk „The Information Network“, welches zu Mediakraft Networks gehört[11], unter Vertrag.[12]

Zusammen mit dem YouTuber Ardy hat er ab Januar 2014 den Vlog-Kanal Brudis betrieben, welcher inzwischen ebenfalls inaktiv ist.[13] Ein Jahr zuvor beteiligte sich Tjarks auf dem Kanal von Ardy an dem Song Youtube Partner.

Musikkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen ersten Auftritt als Rapper hatte Tjarks beim Videobattleturnier 2013.[3] Mitte 2014 nahm Tjarks gemeinsam mit dem Produzenten Marius Ley alias Marley eine EP mit dem Titel Motus auf. Vor Veröffentlichung trat er mit den beiden darauf enthaltenen Songs Roadin’ und Mula bei den Videodays in Köln auf.[14] Beide Lieder schafften daraufhin den Sprung in die deutschen Charts.

Zum Ende des Jahres gründete er zusammen mit seinen beiden Freunden Marley und Ardy die Hip-Hop-Gruppierung Dat Adam.

Ohne Ardy, aber erneut mit Marley, veröffentlichte Taddl 2017 ein Album mit dem Titel CY-BEAST lvl1. Erschienen ist es unter der Bezeichnung TJ_beastboy & Mary Man.

Nach der Auflösung von Dat Adam Ende 2018 arbeitete er unter den Alter Egos TJ_beastboy und TJ_babybrain in dem mit befreundeten Künstlern gegründeten Musiklabel Cyber-Gen, das mittlerweile als Space Music Records firmiert. Der Stil von TJ_beastboy wird als „Elektro-House-Rap“ und „Death Metal-Flexcore mit Drum’n’Bass-esken Einflüssen“ beschrieben.[15][16]

Taddl veröffentlichte im Laufe der Jahre zahlreiche EPs und Singles.

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. März 2015 veröffentlichte Tjarks zusammen mit Ardian Bora (auch: Ardy)[17] im Ullstein Verlag das Taschenbuch What The Fact!: Völlig unnützes Wissen, indem u. a. die Inhalte der ehemaligen Videoformate der beiden verschriftlicht wurden. Das Buch beinhaltet neben unnützen Fakten auch persönliche Geschichten aus dem Leben der Autoren.[18]

  • Taddl & Ardy: What The Fact!: Völlig unnützes Wissen – Ullstein Taschenbuchverlag, März 2015, ISBN 978-3548375809

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[19]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
2017 CY-BEAST lvl1
Hydra Music
DE26
(2 Wo.)DE
AT10
(2 Wo.)AT
CH30
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 29. September 2017
als TJ_beastboy mit Mary Man
2021 Emotional_Breakdowns
Space
DE77
(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig/2021DE
Erstveröffentlichung: 16. April 2021
als TJ_babybrain

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[20]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
2014 Motus
Marius Ley Music
DE35
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 9. September 2014
mit Marley

Weitere EPs

  • 2019: Ordinary Feelings (als TJ_Babybrain)
  • 2019: Hyperreal Ravelord (als TJ_Beastboy)
  • 2020: Paranormal-Flowmachine (als TJ_Beastboy)
  • 2021: Emotional Breakdowns (als TJ_Babybrain)
  • 2021: Private Folder (als TJ_Babybrain)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[20]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
2014 Roadin’
Motus
DE22
(3 Wo.)DE
AT5
(4 Wo.)AT
CH46
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 9. September 2014
mit Marley
Mula
Motus
DE42
(2 Wo.)DE
AT40
(2 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 9. September 2014
mit Marley
2019 1000x Cooler
Hyperreal-Ravelord
DE89
(5 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 18. Oktober 2019
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zu Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
2020 $W4G
Paranormal-Flowmachine
DE1DE
Charteinstieg: 28. August 2020
1 $W4G konnte sich nicht in den offiziellen deutschen Singlecharts platzieren, erreichte jedoch Rang 19 der Single-Trend-Charts (28. August 2020).[21]

Weitere Singles

  • 2018: Modus (als TJ_beastboy mit Mary Man)
  • 2018: Good Morning (als TJ_beastboy mit Mary Man)
  • 2018: Flip It/Skip It (als TJ_beastboy)
  • 2018: Dreifaches_x (als Tj_babybrain mit Wavvyboi)
  • 2019: Die Coolsten! (als Tj_beastboy)
  • 2019: Aus Versehen(Freestyle) (als Tj_beastboy)
  • 2019: Cyber -> F.GEN (als Tj_beastboy)
  • 2019: B4ller (als Tj_beastboy)
  • 2019: Take the Lead (als Tj_beastboy)
  • 2019: Selfm4de (als Tj_beastboy)
  • 2019: Forgotten_Children (OST) (als Tj_babybrain)
  • 2019: J4p4n (feat.J $tash) (als Tj_beastboy)
  • 2020: Lvl Up (als Tj_beastboy)
  • 2020: Geisteskra$$ (als Tj_beastboy mit Dyzzy)
  • 2020: Hu5tle!!! (als Tj_beastboy mit fliggsy)
  • 2020: Distorted Vision (Gestern waren sie noch alle da) (als Tj_babybrain)
  • 2021: Cringy (als Tj_beastboy)
  • 2021: Keine Chain (als Tj_beastboy mit fliggsy)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Twitch. Abgerufen am 30. November 2019.
  2. GEMA-Datenbank
  3. a b Melvin Klein: Taddl im Portrait. In: broadmark.de, 16. September 2014
  4. YouTube-Kanal von Meatcake TV. Archiviert vom Original am 13. Dezember 2014; abgerufen am 5. Oktober 2016.
  5. Taddl und Ardy löschen alte Videos. In: broadmark.de, 6. Februar 2015
  6. YouTube statistical history for LetsTaddl. In: socialblade.com. Abgerufen am 5. Oktober 2016 (englisch).
  7. a b Top 100 YouTubers in Germany. Archiviert vom Original am 7. Februar 2015; abgerufen am 5. Oktober 2016.
  8. T's Timemachine. Abgerufen am 11. März 2019.
  9. Hi! auf YouTube
  10. LetsTaddl. In: youtube.com. Abgerufen am 17. November 2020.
  11. News auf der Mediakraft-Webseite
  12. Auflistung der TIN-Partner
  13. YT Kanal Brudis
  14. Melvin Klein: Kritik: Taddl & Marley – Motus. In: broadmark.de, 9. September 2014
  15. FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH: CYBER-GEN | Infos & Tickets. Abgerufen am 29. Mai 2019.
  16. TJ_beastboy. Space Music Records, abgerufen am 17. November 2020 (deutsch).
  17. Autoreninformation zu "Taddl & Ardy". In: portal.dnb.de (Deutsche Nationalbibliothek), abgerufen am 16. März 2015
  18. What the Fact – Völlig unnützes Wissen: Die YouTube-Stars Taddl und Ardy gehen unter die Autoren. In: buch-film.com. 17. März 2015, abgerufen am 27. März 2015.
  19. Chartquellen TJ_beastboy: Deutschland Österreich Schweiz
  20. a b Chartquellen Taddl: Deutschland Österreich Schweiz
  21. Offizielle Single Trending Charts. mtv.de, 28. August 2020, abgerufen am 28. August 2020.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Taddl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien