Tim Jitloff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tim Jitloff Ski Alpin
Tim Jitloff im EC-Riesenslalom von Hinterstoder im Januar 2008
Tim Jitloff im Januar 2008
Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 11. Januar 1985 (33 Jahre)
Geburtsort San José, Vereinigte Staaten
Größe 180 cm
Gewicht 91 kg
Karriere
Disziplin Riesenslalom, Slalom, Kombination
Status zurückgetreten
Karriereende 14. März 2018
Medaillenspiegel
Junioren-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 Bardonecchia 2005 Kombination
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 17. Dezember 2006
 Gesamtweltcup 50. (2013/14)
 Super-G-Weltcup 48. (2014/15)
 Riesenslalomweltcup 17. (2013/14)
 Slalomweltcup 49. (2008/09)
 Kombinationsweltcup 19. (2013/14)
 

Tim Jitloff (* 11. Januar 1985 in San José, Kalifornien) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Skirennläufer. Er war auf die Disziplinen Slalom und Riesenslalom spezialisiert.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jitloff wuchs am Lake Tahoe auf und erlernte das Skifahren in Alpine Meadows. Im Dezember 2000 nahm er erstmals an FIS-Rennen teil, Einsätze im Nor-Am Cup folgten ab November 2002. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er aufgrund seiner Erfolge bei der Juniorenweltmeisterschaft 2005 in Bardonecchia, wo er die Goldmedaille in der Kombinationswertung gewann. In der Saison 2006/07 entschied er die Slalomwertung des Nor-Am Cups für sich, die Saison 2007/08 beendete er als Vierter der Gesamtwertung. Am 17. Dezember 2006 bestritt Jitloff sein erstes Weltcup-Rennen, den Riesenslalom auf der Gran Risa in Alta Badia. Bei der Weltmeisterschaft 2007 wurde er 18. im Riesenslalom und 25. im Slalom.

Als 20. des Riesenslaloms von Sölden am 26. Oktober 2008 fuhr Jitloff zum Auftakt der Saison 2008/09 erstmals in die Weltcup-Punkteränge. Knapp vier Monate später überraschte er mit Platz 5 im Riesenslalom von Sestriere. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Val-d’Isère belegte er die Plätze 22 im Slalom und 26 im Riesenslalom. In der folgenden Saison 2009/10 konnte er sich nur dreimal knapp in den Punkterängen klassieren. Im Winter 2010/11 war der achte Platz in der Kombination von Bansko sein bestes Weltcuperergebnis. Bei der Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen 2011 startete er nur in der Kombination, die er an 14. Stelle beendete. In der Weltcupsaison 2011/12 stand ein 10. Platz als beste Ergebnisse zu Buche, im darauf folgenden Winter 2012/13 ein 12. Platz (beide Male in Riesenslaloms).

Am 22. Dezember 2013 egalisierte Jitloff mit Platz 5 im Riesenslalom von Alta Badia sein Karriere-Bestergebnis. Er wurde für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi nominiert, wo er im Riesenslalom auf Platz 15 fuhr. In der Saison 2014/15 wurde er zweimal Neunter in Beaver Creek, zuerst im Dezember im Weltcup, danach im Februar bei der Weltmeisterschaft 2015. Zwei weitere Top-10-Platzierungen kamen in der Saison 2015/16 hinzu. In den zwei folgenden Wintern verlor er allmählich den Anschluss an die Weltspitze. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang schied er im ersten Lauf des Riesenslaloms aus. Am 14. März 2018 gab Jitloff das Ende seiner Spitzensportkarriere bekannt.[1]

Jitloff spricht fließend Deutsch und lebt in Bergen im Chiemgau; von dort stammt seine Freundin, die er bei der Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch kennengelernt hatte.[2]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Junioren-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 9 Platzierungen unter den besten zehn

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Super-G Riesenslalom Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2008/09 75. 79 28. 63 49. 16
2009/10 136. 9 48. 9
2010/11 99. 54 39. 15 23. 39
2011/12 78. 75 27. 75
2012/13 82. 52 29. 52
2013/14 50. 147 18. 127 19. 20
2014/15 60. 122 48. 7 17. 109 36. 6
2015/16 76. 105 25. 105
2016/17 103. 33 34. 33
2017/18 98. 40 31. 40

Nor-Am Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
3. Januar 2007 Sunday River USA Riesenslalom
4. Januar 2007 Sunday River USA Slalom
14. März 2007 Panorama Kanada Riesenslalom
21. Februar 2010 Aspen USA Super-Kombination
15. März 2011 Whistler Kanada Riesenslalom
17. März 2017 Mont Sainte-Marie Kanada Riesenslalom

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 4 US-amerikanische Meistertitel (Riesenslalom 2008, 2009 und 2013; Kombination 2009)
  • 7 Podestplätze im Europacup, davon 4 Siege
  • 14 Siege in FIS-Rennen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tim Jitloff sagt dem alpinen Skirennsport „good bye“. skiweltcup.tv, 14. März 2018, abgerufen am 15. Mai 2018.
  2. "Da bin i dahoam": Tim Jitloff in Bergen. rosenheim24.de, 9. April 2015, abgerufen am 15. Mai 2018.