Bergen (Chiemgau)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bergen
Bergen (Chiemgau)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bergen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 48′ N, 12° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Verwaltungs­gemeinschaft: Bergen
Höhe: 553 m ü. NHN
Fläche: 36,91 km²
Einwohner: 4893 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83346
Vorwahl: 08662
Kfz-Kennzeichen: TS
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 113
Gemeindegliederung: 32 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hochfellnstr. 14
83346 Bergen
Webpräsenz: www.bergen-chiemgau.de
Bürgermeister: Stefan Schneider (Grüne Liste)
Lage der Gemeinde Bergen im Landkreis Traunstein
Chiemsee Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Rosenheim Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn Waginger See Wonneberg Waging am See Vachendorf Unterwössen Übersee (Chiemgau) Trostberg Traunstein Traunreut Tittmoning Taching am See Tacherting Surberg Staudach-Egerndach Siegsdorf Seeon-Seebruck Schnaitsee Schleching Ruhpolding Reit im Winkl Pittenhart Petting (Gemeinde) Palling Obing Nußdorf (Chiemgau) Marquartstein Kirchanschöring Kienberg (Oberbayern) Inzell Grassau Grabenstätt Fridolfing Engelsberg Chieming Bergen (Chiemgau) Altenmarkt an der Alz Österreich Österreich ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Bergen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Bergen. Der Luftkurort im Chiemgau am Fuße des Hochfelln liegt direkt an der A 8 von München nach Salzburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Bergen vom Hochfelln

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergen liegt in der Planungsregion Südostoberbayern. Nächste größere Stadt ist Traunstein, ca. 10 km entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 32 Ortsteile sind[2]:

Es gibt die Gemarkungen Bergen, Bergener Forst und Holzhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergen wird 924 urkundlich erstmals genannt.[3]

Die Geschichte Bergens ist eng verknüpft mit dem 1562 gegründeten Eisenhüttenwerk Bergen, das seit 1824 Maxhütte hieß. Es zählte zu den größten Hüttenwerken Süddeutschlands und war bis zu seiner Schließung 1932 ein industrieller Mittelpunkt des Chiemgaus.

Bergen gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Marquartstein des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Seit der Gebietsreform 1978 bildet die Gemeinde Bergen eine Verwaltungsgemeinschaft mit Vachendorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Holzhausen eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 2.831 Einwohner
  • 1987: 3.542 Einwohner
  • 2000: 4.605 Einwohner
  • 2011: 4.791 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 wurde in Bergen ein neuer Bürgermeister und ein neuer Gemeinderat gewählt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Bernd Gietl (CSU) altersbedingt nicht mehr zur Wahl antreten durfte, gab es vier Bewerber um das Bürgermeisteramt in Bergen. Im ersten Wahlgang bekamen Josef Schweiger (SPD/FWG) und Stefan Schneider (Grüne Liste) die meisten Stimmen, und fanden sich am 30. März 2014 in der Stichwahl wieder. Mit 11 Stimmen Vorsprung konnte sich Josef Schweiger(SPD/FWG) durchsetzen und trat somit die Nachfolge von Bernd Gietl an. Nach nur wenigen Wochen legte Josef Schweiger aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Im November 2014 stand somit eine Neuwahl an, bei der sich Stefan Schneider (Grüne Liste) mit 59,0 % gegen seine Mitbewerber Josef Gehmacher (CSU) und Sonja Brunner (ÜW) durchsetzte.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gemeinderatswahl 2014 musste die CSU/BBU eine Niederlage einstecken. Sie stellt mit Lorenz Knirsch, Josef Gehmacher, Torsten Lohner, Thomas Rodler und Michael Utzmeier nur noch 5 (zuvor 8) Gemeinderäte.

Die Grüne Liste Bergen gewinnt einen Sitz hinzu, und stellt mit Bürgermeister Stefan Schneider, Katharina Hallweger, Monika Mitterer, Dr. Kristian Krammer und Peter Hallweger ebenfalls 5 Gemeinderäte.

Die SPD/FWG stellt zukünftig 3 Gemeinderäte. Da Josef Schweiger auch aus dem Gemeinderat ausschied, sind zukünftig nur noch Josef Parzinger, als jüngstes Mitglied, sowie Albert List und Georg Steiner vertreten.

Die UW/BBH ist durch Herbert Berger, Hans-Jörg Schürf und Sonja Brunner mit 3 Gemeinderäten (zuvor 2) im Bergener Gemeinderat vertreten.

Mit 3 Frauen und 13 Männern im Gemeinderat sind Frauen im Gemeinderat unterrepräsentiert.

Parteien in Bergen (Chiemgau)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in Bergen am längsten aktive und älteste Partei ist die SPD mit der Gründung im Jahr 1919. Die CSU gibt es in Bergen seit 1966 und den Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen seit dem Jahr 2013.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt von Silber und Blau; oben schräg gekreuzt zwei schwarze Eisenhämmer, unten drei, zwei zu eins gestellte, sechsstrahlige goldene Sterne.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 10, im produzierenden Gewerbe 187 und im Bereich Handel und Verkehr 146 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 271 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1290. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 8 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 55 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 901 ha, davon waren 840 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Bergen (Oberbay) ist ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg. Die A 8 von München nach Salzburg verläuft nördlich angrenzend am Ortsteil Bernhaupten.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 gab es folgende Einrichtungen:

  • Vier Kindertageseinrichtungen mit 187 Plätzen, davon waren 182 belegt
  • Eine Grund- und Mittelschule mit 17 Lehrern und 221 Schülern

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bergen (Chiemgau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/172822&attr=OBJ&val=550
  3. Gotthard Kießling, Dorit Reimann: Landkreis Traunstein. Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege. (= Denkmäler in Bayern. Band I.22). Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu 2007, ISBN 978-3-89870-364-2. S. 42
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.