Bergen (Chiemgau)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bergen
Bergen (Chiemgau)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bergen hervorgehoben

Koordinaten: 47° 48′ N, 12° 35′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Verwaltungs­gemeinschaft: Bergen
Höhe: 553 m ü. NHN
Fläche: 36,91 km2
Einwohner: 4892 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83346
Vorwahl: 08662
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 113
Gemeindegliederung: 32 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hochfellnstraße 14
83346 Bergen
Website: www.bergen-chiemgau.de
Erster Bürgermeister: Stefan Schneider[2] (Grüne Liste)
Lage der Gemeinde Bergen im Landkreis Traunstein
ChiemseeLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis RosenheimLandkreis AltöttingLandkreis Mühldorf am InnWaginger SeeWonnebergWaging am SeeVachendorfUnterwössenÜbersee (Chiemgau)TrostbergTraunsteinTraunreutTittmoningTaching am SeeTachertingSurbergStaudach-EgerndachSiegsdorfSeeon-SeebruckSchnaitseeSchlechingRuhpoldingReit im WinklPittenhartPetting (Gemeinde)PallingObingNußdorf (Chiemgau)MarquartsteinKirchanschöringKienberg (Oberbayern)InzellGrassauGrabenstättFridolfingEngelsbergChiemingBergen (Chiemgau)Altenmarkt an der AlzÖsterreichÖsterreichÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Bergen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Bergen. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Der Luftkurort im Chiemgau am Fuße des Hochfelln.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Bergen vom Hochfelln aus

Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Südostoberbayern. Die nächste größere Ortschaft ist Traunstein (ca. 10 km nördlich).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 32 Gemeindeteile sind:[3][4]

Es gibt die Gemarkungen Bergen, Bergener Forst und Holzhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet war vor Christi Geburt besiedelt. Vom ersten bis zum fünften Jahrhundert n. Chr. war es Teil des römischen Imperiums, was etwa die Villa rustica in Holzhausen bezeugt. Bergen wurde 924 als Perch oder Perga in einer Urkunde des Erzbistums Salzburg erstmals urkundlich genannt.[5] 959 ging Bergen an Salzburg, 1275 wurde es wieder bayerisch.

Die Geschichte des Ortes ist eng verknüpft mit dem 1562 gegründeten Eisenhüttenwerk Bergen, das seit 1824 Maxhütte hieß. Es zählte zu den größten Hüttenwerken Süddeutschlands und war bis zu seiner Schließung 1932 ein industrieller Mittelpunkt des Chiemgaus. Seit den 1950er Jahren erlebt der Tourismus einen Aufschwung. 1971 wurde die Seilbahn auf den 1671 m hohen Hochfelln fertiggestellt.

Bergen gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Marquartstein des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Bergen.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform wurden am 1. Januar 1972 zehn Ortsteile der aufgelösten Gemeinde Holzhausen eingegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3.638 auf 4.910 um 1.272 Einwohner bzw. um 35 %.

  • 1961: 2450 Einwohner
  • 1970: 2831 Einwohner
  • 1987: 3542 Einwohner
  • 1991: 4007 Einwohner
  • 1995: 4412 Einwohner
  • 2000: 4605 Einwohner
  • 2005: 4831 Einwohner
  • 2010: 4912 Einwohner
  • 2015: 4893 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2020[7]
(in %)
 %
40
30
20
10
0
34,89
32,89
21,28
10,93
Grüne LB
UWc
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b CSU einschließlich BBU
c UW einschließlich BBH
d SPD einschließlich FWG
aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat Bergen (15. März 2020)
    
Insgesamt 16 Sitze
  • Grüne LB: 6
  • CSU/BBU: 5
  • UW/BBH: 3
  • SPD/FWG: 2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 0000–2014: Bernd Gietl (CSU)
  • 2014–2014: Josef Schweiger (SPD/FWG)
  • 2014–0000: Stefan Schneider (Grüne Liste)[8]

Bei der Bürgermeisterwahl vom 15. März 2020 wurde Stefan Schneider mit 86,93 % der Stimmen wiedergewählt.[9]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern und dem ersten Bürgermeister, der Vorsitzender des Gemeinderates. Bei der Gemeinderatswahl vom 15. März 2020 haben von den 4.073 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Bergen 2.455 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 60,27 % lag.[7]

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in Bergen am längsten aktive und älteste Partei ist die SPD mit der Gründung im Jahr 1919. Die CSU gibt es in der Gemeinde seit 1966 und den Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen seit dem Jahr 2013.

Öffentliche Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1978 bildet die Gemeinde Bergen eine Verwaltungsgemeinschaft mit Vachendorf.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gde. Bergen
Blasonierung: „Geteilt von Silber und Blau; oben schräg gekreuzt zwei schwarze Eisenhämmer, unten drei, zwei zu eins gestellte, sechsstrahlige goldene Sterne.[10][11]

Seit November 1970.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem finden seit 1995 Bergentreffen mit acht deutschen Orten dieses Namens statt.[12]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 702 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1694 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 992 Personen größer als die der Einpendler. 72 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 37 landwirtschaftliche Betriebe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Bergen (Oberbay) ist ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg. Die A 8 von München nach Salzburg verläuft nördlich angrenzend am Ortsteil Bernhaupten; diese Anschlussstelle heißt „Bergen“ in beiden Richtungen (Nr. 110).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2018 gab es folgende Einrichtungen:

  • zwei Kindertageseinrichtungen mit 145 Plätzen, davon waren 126 belegt
  • eine Grundschule mit 5 Klassen und 89 Schülern

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bergen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Herr Schneider, Stefan. Gemeinde Bergen, abgerufen am 30. Mai 2020.
  3. Gemeinde Bergen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  4. Gemeinde Haselbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 5. August 2020.
  5. Gotthard Kießling, Dorit Reimann: Landkreis Traunstein (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band I.22). Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2007, ISBN 978-3-89870-364-2. S. 42
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.
  7. a b Ergebnis Gemeinderatswahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 24. Mai 2020.
  8. Herr Schneider, Stefan. Gemeinde Bergen, abgerufen am 30. Mai 2020.
  9. Ergebnis Bürgermeisterwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 24. Mai 2020.
  10. Geschichte & Wappen. Gemeinde Bergen, abgerufen am 30. Mai 2020.
  11. Eintrag zum Wappen von Bergen (Chiemgau) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  12. Bergentreffen
  13. "Chiemgau-Woodstock im Aufwind", Traunsteiner Tagblatt v. 13.7.18. Abgerufen am 28. November 2019.
  14. *Homepage zum Festival "Grimmig und Grantig"