Titanic – Blood and Steel

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Filmdaten
Deutscher Titel Titanic – Blood and Steel
Originaltitel Titanic – Blood and Steel
Produktionsland Irland,
Italien,
Frankreich,
Kanada,
Vereinigtes Königreich,
Spanien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 600 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Ciarán Donnelly
Drehbuch Matthew Faulk,
Mark Skeet,
Stefano Voltaggio,
Ciarán Donnelly
Produktion Roberto Manni,
Paul Myler,
Anselmo Parrinello,
Andrea Zoso
Musik Maurizio De Angelis
Kamera James Welland
Schnitt Stephen O’Connell,
Philip Cullen
Besetzung

Titanic – Blood and Steel ist eine zwölfteilige, international produzierte Miniserie, die 2012, anlässlich des 100. Jahrestages des Untergangs der Titanic im April 1912, entstand. Im Mittelpunkt dieser Serie steht jedoch nicht die tragische Jungfernfahrt des Schiffes, sondern die Vorgeschichte; erzählt wird von der Konstruktion der „unsinkbaren“ Titanic.

Handlung[Bearbeiten]

Dr. Mark Muir ist ein junger Metallurg, der die Universität beendet und der Royal-Navy gedient hat, vom reichen US-Amerikaner J. P. Morgan protegiert wird. Er reist im Auftrag Morgans von New York City nach Belfast auf die dortige Werft Harland and Wolff. Hier soll er mithelfen, eines der größten Schiffe aller Zeiten zu bauen – die Titanic. In Belfast lernt er die Italienerin Sofia Silvestri kennen, die als Kopistin für Konstruktionspläne auf der Werft arbeitet. Er verliebt sich in die junge Frau.

Belfast ist eine zerrissene Stadt, in der zahlreiche Konflikte toben. Werftarbeiter fordern gerechtere Arbeitsbedingungen und treten unter dem charismatischen Anführer Jim Larkin für das Recht ein, eine Gewerkschaft gründen zu dürfen. Auch unterdrückt eine protestantische Minderheit – die Angehörigen der so genannten „Ersten Klasse“ – die katholische Mehrheit in Belfast, die wiederum der „Dritten Klasse“ entstammt. Außerdem gibt es den Kampf der Unionisten gegen jenen der Separatisten, also Menschen die sich von London lossagen und Irland selbstständig sehen möchten.

Inmitten dieses Chaos wird die Titanic gebaut – ein Symbol, das für ihre Erbauer einen Aufbruch in eine neue Ära bedeuten soll. Doch Mark stößt schon bald an seine Grenzen, als er zunächst vergeblich versucht, den Schiffskonstrukteur Thomas Andrews von der Notwendigkeit nach besserem Stahl für die Außenbordwände zu überzeugen. Auch wasserdichte Schotten bis zum Oberdeck oder die Empfehlung von mehreren Rettungsbooten auf dem Schiff werden von Bruce Ismay, dem Chef der White Star Line, abgelehnt. Diese Innovationen stoßen auf konservative taube Ohren. Andrews beführwortet Marks Ideen zwar, aber wegen des Spagates zwischen Schiffbauer und Buchhalter unterstützt er Mark nur sehr halbherzig.

Doch auch privat muss Mark Muir befürchten zu scheitern. So hat er ein Geheimnis. Sein richtiger Name ist Markus Malone, er ist Katholik. Als der Vorstand davon erfährt, muss Lord Pierri ihn entlassen, aber sein Förderer J.P. Morgan erzwingt von Marks Fähigkeiten überzeugt seine Wiedereinstellung. Einst wurde er von seinem Vater nach London geschickt, nachdem Mark sechs Jahre zuvor die junge Siobhan Doyle geschwängert hatte. Während Siobhan in einem Frauenkloster im Kindbett gestorben ist, hat sein Kind, eine Tochter, überlebt. Mark wusste davon nichts. Als er die ganze Wahrheit erfährt, begibt er sich auf die Suche nach seinem nun von einem fremden Paar adoptierten Mädchen, obwohl die Suche zusehends seine Beziehung zu Sofia belastet. Diese soll zunächst Andrea Valle, einen Lehrling ihres Vaters, des Bildhauers Pietro Silvestri, heiraten. Doch Sofia lehnt Andreas Heiratsantrag ab.

Sofias Schwester Violetta verliebt sich in den draufgängerischen Conor McCann, der zunächst auf der Werft an der Titanic arbeitet, später jedoch nach einem Streit entlassen wird. Conor schließt sich einer Widerstandsgruppe an, die für die Separation kämpft, wird jedoch im Kampf getötet. Conors Bruder Michael kümmert sich daraufhin um Violetta und ihren und Conors Sohn.

Marks Suche nach seiner Tochter endet in einer Sackgasse. Enttäuscht auch von der Führung der Werft Harland & Wolff – Lord Pirrie lastet die Kollision der RMS Olympic mit der HMS Hawke einen Lotsen an – möchte er zunächst kündigen. Doch Thomas Andrews bittet ihn, auf der Jungfernfahrt der Titanic als Mitglied und Chef der so genannten Guarantee Group mitzureisen. Auch Sofia möchte ebenso wie ihre Schwester Violetta mit deren Ehemann Michael nach New York City fahren. Alle gehen an Bord der Titanic. Mark geht auf einem Korridor an einer Frau mit dessen Tochter vorbei. Dabei handelt es sich um sein Kind, was er nicht weiß.

Ende[Bearbeiten]

Die Miniserie hat ein eher offenes Ende. Der Zuseher weiß zwar von den Folgen jener Jungfernfahrt; über das Schicksal der Hauptakteure – obgleich sie fiktiv sind – erfährt er jedoch nichts.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Mit einem Budget von 28 Millionen Dollar entstand die Miniserie in Irland, überwiegend in Dublin. Die wenigen Außenaufnahmen in den Wäldern Irlands wurden jedoch in Serbien, in der Nähe der Stadt Kragujevac und der Hauptstadt Belgrad, gedreht.

Filmfehler[Bearbeiten]

In der Miniserie wird von Seiten der Konstrukteure stets von der Titanic und dem Schiff gesprochen. Dabei war 1909 die Titanic kein besonderes Schiff. So wurde sie zum großen Teil parallel zu ihrem Schwesterschiff, der Olympic, gebaut. In der Miniserie sieht man jedoch zu Beginn der Bauphase nur die Titanic auf der Helling. Auf jenem rechten Platz, in dem im Film die Titanic gebaut wurde, wurde 1909 die Olympic gebaut, die Titanic entstand auf der linken Helling.

In der Serie erzählt Lord Pierri Dr. Mark Muir, wie er mit Morgan beim Abendessen die Pläne für die Titanic und ihre Schwesterschiffe besprochen hat. An diesem Dinner hat nicht Morgan sondern Bruce Ismay teilgenommen.

Anders als in der Serie zu sehen, ist es nicht Morgan, der den Bau der Titanic überwacht. Er war seit 1902 Besitzer der White Star Line, aber aus der Leitung und dem Schiffsbau hielt er sich heraus. Es war Ismay der den Bau überwachte und das Schiff mitgestaltete.

Die Blaupausen, die im Film die Titanic zeigen, sind tatsächlich die Konstruktionspläne der RMS Lusitania.

In der Szene, in der man den Schaden der Olympic nach der Kollision mit der Hawke begutachten kann, sieht man den Schaden auf der Backboardseite des Schiffs, was nicht der Realität entspricht. Die eigentliche Position des Schadens war nämlich am Heck auf der Steuerboardseite der "Olympic" und nicht im Bugberreich, wie in der Serie zu sehen.

In der Miniserie ist es Dr. Mark Muir, der der Titanic das Prädikat „unsinkbar“ verleiht. 1911, kurz nach dem Stapellauf, war es das Magazin The Shipbuilder, der dies veranlasst hat.

Die Titanic hatte auf ihrer Jungfernfahrt eine achtköpfige Guarantee Group dabei. Auf der in Folge 12 ausgehängten Liste wurde der fiktive Jack Lowry als neuntes Mitglied hinzugeführt.

In der Serie gehen die Hauptfiguren in Belfast an Bord. Das Abfahrdatum (2. April 1912) steht auf Sofias Fahrkarte und auf dem Telegramm von Ismay an Morgan. In Wirklichkeit hatte die Titanic auf dem Weg nach Southampton keine Passagiere an Bord. Die Probefahrt mit dem Nothalt, von dem Thomas Andrews seinem Onkel erzählt, fand erst am Tag der Abfahrt statt, bevor die Titanic sich am Abend auf den Weg nach England machte.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die Synchronsprecher für die deutsche Fassung waren:

Weblinks[Bearbeiten]