Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

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Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
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Trägerschaft Land Schleswig-Holstein
Ort Lübeck und Kiel
Bundesland Schleswig-Holstein
Staat Deutschland
Koordinaten 54° 19′ 48,1″ N, 10° 8′ 35,3″ OKoordinaten: 54° 19′ 48,1″ N, 10° 8′ 35,3″ O
Vorstandsvorsitzender Jens Scholz
Betten 2.500
Mitarbeiter 12.500
davon Ärzte 1.900
Fachgebiete Universitätsmedizin
Gründung 2003
Website uksh.de
Luftaufnahme des UKSH, Campus Kiel
Luftaufnahme des UKSH, Campus Lübeck
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Schleswig-Holstein)
Campus Kiel
Campus Kiel
Campus Lübeck
Campus Lübeck
Die Standorte Kiel und Lübeck des UKSH

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mit den Standorten Kiel und Lübeck ist eines der größten europäischen Zentren für medizinische Versorgung. Es ist verantwortlich für die Sicherstellung der medizinischen Maximalversorgung im nördlichsten Bundesland. Von den rund 100 Krankenhäusern in Schleswig-Holstein gewährleisten die Campusse Kiel und Lübeck die medizinisch-technische Versorgung der Bevölkerung, insbesondere von Patienten, die einer hochdifferenzierten Diagnostik und Therapie bedürfen. Der durchschnittliche Fallschweregrad liegt dabei um ein Drittel höher als bei den Häusern der Grund-, Regel- und Schwerpunkt-Krankenhäusern.

Alleinstellungsmerkmal der Universitätsmedizin ist das Zusammenspiel von Krankenversorgung, Forschung und Lehre mit dem Effekt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Krankenversorgung einfließen (Translation). Im Unterschied zu Krankenhäusern anderer Versorgungsstufen hält das UKSH das gesamte Spektrum der Medizin und multidisziplinäre Zentren vor, versorgt Patienten mit seltenen Erkrankungen und Extremkostenfälle, betreibt Hochschulambulanzen und stellt die Notfallversorgung rund um die Uhr sicher.

Als größter Arbeitgeber und wichtiger Ausbildungsbetrieb des Landes beschäftigt das UKSH 12.500 Mitarbeiter und spielt damit eine wichtige Rolle auch für die Gesundheitswirtschaft des Landes, die in Schleswig-Holstein mehr als 30 Prozent der Industrieproduktion ausmacht. Das UKSH generiert ein Gehaltsvolumen von insgesamt rund 500 Mio. Euro und nimmt Güter und Dienstleistungen in Höhe von jährlich rund 340 Mio. Euro in Anspruch. Von etwa der Hälfte der Umsatzeffekte profitieren regionale Unternehmen. Das Jahresergebnis des UKSH betrug 2012 rund 1.026 Mio. Euro. Im Wettbewerb „Deutschlands Beste 2012“ hat die Jury aus Experten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, Creditreform und der Tageszeitung „Die Welt“ das UKSH als einziges Krankenhaus unter die zehn nachhaltigsten Unternehmen gewählt.

Daten und Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehr als 70 Kliniken und Institute leisten klinische Forschung, Diagnostik und Therapie. 1.900 Ärzte und 2.600 Wissenschaftler – darunter 170 Professoren – und 5.200 Pflegekräfte sind am UKSH tätig. Jährlich werden über 300.000 ambulante und fast 100.000 stationäre Patienten (2.500 Betten) versorgt.[1][2][3]

Mit 12.500 Mitarbeitern ist das UKSH der größte Arbeitgeber Schleswig-Holsteins und – neben den Universitäten Kiel und Lübeck – der größte Ausbildungsbetrieb. Das jährliche Steueraufkommen beträgt 55 Millionen Euro. Zusammen umfassen beide Campus eine Fläche von fast 100 Hektar.

Forschung und Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Sektion Medizin der Universität zu Lübeck sind in Schleswig-Holstein verantwortlich für Forschung und Lehre in der Hochschulmedizin. Hierfür hält das UKSH gemäß Hochschulgesetz mit seinen Einrichtungen an beiden Campussen in Kooperation mit den Universitäten die Voraussetzung für Forschung und Lehre vor. Durch das Zusammenspiel von interdisziplinärer Forschung und Krankenversorgung werden aktuelle Forschungsergebnisse schnell in Diagnostik- und Therapieverfahren übertragen.

Die Forschungsschwerpunkte der Universitäten Kiel und Lübeck am UKSH liegen unter anderem auf den Feldern „Infektion und Entzündung“, „Gehirn, Hormone, Verhalten“, „Genetische Medizin“ und „Alterungsabhängige Mechanismen der Manifestation von Krankheit“, „Onkologie“, „Klinische Genomforschung“, „Neurowissenschaften“, „Endokrine Steuerung und Regulation“ und „biomedizinische Technologien“. Das Cluster „Entzündung an Grenzflächen“ bestehend aus Wissenschaftlern und Ärzten beider Universitäten wird von der Exzellenzinitiative des Bundes und der Ländern gefördert.[4] Ebenfalls wirken Wissenschaftler beider Medizinischen Fakultäten bei vier Sonderforschungsbereichen federführend mit und sind an drei weiteren beteiligt. Neben zwei Graduiertenschulen konnten in Kiel und Lübeck auch drei nationale und ein internationales Graduiertenkolleg eingerichtet werden. Forscher an beider Campussen sind an drei der vier neuen deutschen Zentren für Gesundheitsforschung beteiligt: Deutsches Zentrum für Herzkreislaufforschung (DZHK), Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL) und Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF).

3.500 Studierende bilden die Medizinischen Fakultäten der Universitäten Kiel und Lübeck in der human- und zahnmedizinischen Lehre aus. Neben den beiden klassischen Studiengängen werden mit der Medizin assoziierte Masterstudiengänge wie Medical Life Science, Master of Hospital Management, Medizinische Ingenieurwissenschaften, Medizinische Informatik und Psychologie angeboten. Kooperationen bestehen mit 36 akademischen Lehrkrankenhäusern und Lehrpraxen.

Das UKSH konzentriert sich in der Pflegeforschung auf die Schwerpunkte von chronisch und mehrfach erkrankten Menschen, auf die Verbindung des stationären Sektors mit der ambulanten und rehabilitativen Versorgung sowie der Erweiterung der klinischen Aufgaben von Pflegenden.[5]

Deutscher Krebspreis für UKSH-Forscher

  • 1992 Walter Jonat, Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Campus Kiel
  • 2011 Axel Hauschild, Leiter des Schwerpunktbereichs Dermato-Onkologie und Operative Dermatologie in der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Campus Kiel
  • 2013 Alexander Katalinic, Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie, Campus Lübeck und des Instituts für Krebsepidemiologie e. V., Universität zu Lübeck
  • 2014 Martin Schrappe, Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Campus Kiel
  • 2015 Günter Klöppel, Emeritus, ehem. Direktor des Instituts für Pathologie, Campus Kiel

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegelmarke Director der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Kiel

Hervorgegangen ist das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein aus der Fusion der Universitätsklinika Kiel und Lübeck im Jahr 2003. Der Verwaltungssitz ist Lübeck.

An beiden Standorten kooperiert das UKSH mit den dort ansässigen Universitäten, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität zu Lübeck, deren Studenten der medizinischen Fakultät und zahnmedizinischen Fakultät (nur in Kiel) am UKSH ausgebildet werden. Des Weiteren gibt es an beiden Standorten auch Ausbildungsmöglichkeiten für weitere medizinische Fachberufe wie z. B. Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern und MTAs.

Die medizinische Fakultät Kiel gehörte im Jahr 1665 zu den Gründungsfakultäten der Universität Kiel. Auf dem Areal des Campus Lübeck gab es seit 1912 medizinische Einrichtungen. Die Fakultät selbst ist eine Gründung von 1964. Die Universitätsmedizin in Schleswig-Holstein ist verbunden mit Forschern wie Friedrich von Esmarch, Hans-Gerhard Creutzfeldt und Friedrich Wegener.

Bauliche Erneuerung des UKSH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2009 hat die schleswig-holsteinische Landesregierung den Grundsatzbeschluss zum Baulichen Masterplan gefasst, der umfangreiche Investitionen für Modernisierung der baulichen Infrastruktur der Campus Kiel und Lübeck vorsieht. Mit dem Jahr 2010 sind weitreichende Neustrukturierungsprozesse eingeleitet worden. Drei Managementzentren sorgen für die Steuerung der Unternehmensprozesse.[6] Der Großteil der medizinischen Versorgung wird künftig interdisziplinär in campusübergreifenden medizinischen Kompetenzzentren organisiert.

Das Land Schleswig-Holstein hat 2011 ein modelloffenes Markterkundungsverfahren eingeleitet. Ziel ist die Entwicklung eines Modells für eine nachhaltige Sanierung, und die Suche nach einem privaten Partner. 2012 wurde das Vergabeverfahren in Form eines Wettbewerblichen Dialogs eingeleitet. Die Kennzeichen des Verfahrens: Dem privaten Partner werden Planung, Bau und Betrieb der Immobilie übertragen, Eigentümer bleibt das Land Schleswig-Holstein. Damit schafft das Land eine Alternative zum Komplettverkauf des Universitätsklinikums an einen privaten Träger.

Der Vertrag zur baulichen Erneuerung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein wurde am 30. September in Kiel zwischen UKSH und Bieterkonsortium unterzeichnet. Den Zuschlag im Vergabeverfahren hat das Konsortium BAM/ VAMED erhalten. Das private Konsortium wird das Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft mit dem UKSH realisieren. Die Kosten für Planung, Neubau und Sanierung von Immobilien des UKSH betragen rund 520 Millionen Euro. Das Gesamtprojekt weist über eine Vertragslaufzeit von 30 Jahren ein Vertragsvolumen von rund 1,7 Milliarden Euro aus und beinhaltet den anschließenden Betrieb und die laufende Instandsetzung der Immobilien. Zur Refinanzierung der Kosten für Planung, Bau und Finanzierung soll eine sogenannte Effizienzrendite beitragen: Zum einen durch Einsparpotenziale aus einer baulich-funktionell verbesserten Struktur und optimierter Betriebsabläufe. Und zum anderen durch Expansionspotenziale, da mehr Patienten behandelt werden können.

Das neue medizinische und baulich-funktionelle Strukturkonzept sieht eine Zentralisierung vor. So sollen beispielsweise bestehende Pavillonstrukturen in Zentralkomplexe überführt werden. In Lübeck erfolgt der Endausbau des Zentralklinikums und in Kiel soll ein Zentralkomplex auf dem sogenannten Roten Platz entstehen, in den auch Bestandsbauten eingebunden werden. Neben dem Neubau sind auch umfangreiche Umbauten, Sanierungen und Renovierung Bestandteil des Immobilien-Projektes.

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Krankenversorgung
  • Peter Pansegrau, Kaufmännischer Vorstand
  • Christa Meyer, Vorstand für Krankenpflege und Patientenservice

Kompetenzzentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kompetenzzentren sind interdisziplinäre campusübergreifende Einrichtungen, in denen sich auf die Therapie ausgewählter Behandlungsspektren spezialisiert wird. Allen Kompetenzzentren ist gemein, dass sie schwerpunktmäßig neben der Patientenversorgung auch Lehr- und Forschungsaufgaben übernehmen, Fortbildungsveranstaltungen durchführen und Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin in Kiel
Logo Entzündungsmedizin.jpg

Das Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin[7] ist Teil des Exzellenzclusters "Inflammation at Interfaces" des UKSH. Ziel ist die interdisziplinäre Behandlung von Patienten mit schwerwiegenden chronisch-entzündlichen Erkrankungen (bsw. Schuppenflechte, Rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn). Bei diesen Erkrankungen sind oft mehrere Organsysteme gleichzeitig betroffen, sodass eine rein organbezogene Behandlung nicht ausreicht.

Krebszentrum Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo Krebszentrum Nord.jpg

Das Krebszentrum Nord[8] Comprehensive Cancer Center (CCC) ist eine Kooperation des UKSH mit schleswig-holsteinischen Schwerpunktkrankenhäusern. Es wird getragen vom UKSH und den Medizinischen Fakultäten der Universitäten in Kiel und Lübeck. Sein Hauptsitz ist am Campus Kiel. Zusammen mit seinen Mitgliedern erreicht das Krebszentrum Nord 70 Prozent aller stationären onkologischen Patienten in Schleswig-Holstein.

Traumazentrum Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo Traumazentrum Nord.jpg

Das Traumazentrum[9] Nord ist ein Zusammenschluss der traumaversorgenden Kliniken am UKSH. Ziel ist die rasche interdisziplinäre Behandlung verunfallter Personen. Das Traumazentrum Nord ist als überregionales Traumazentrum im Traumanetzwerk Schleswig-Holstein seitens der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zertifiziert und zum Berufsgenossenschaftlichen Heilverfahren sowie dem Verletztenartenverfahren nach § 6 zugelassen.

An beiden Campus beteiligen sich die Kliniken für Unfallchirurgie und Orthopädie, Neuro-, Mund-Kiefer-Gesichts-, Hand- Plastische und Wiederherstellungschirurgie, Augenheilkunde, Anästhesiologie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kinderheilkunde, Urologie, Radiologie und Nuklearmedizin.

Universitäres Lungenzentrum Nord (ULZN)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo Lungenzentrum Nord.jpg

Das Universitäre Lungenzentrum Nord (ULZN)[10] wurde als Verbund des UKSH, des Forschungszentrums Borstel und des Krankenhauses Großhansdorf am 4. Dezember 2009 gegründet. In Interdisziplinären Boards organisieren die Partner des ULZN die klinikübergreifende Zusammenarbeit auf den Gebieten der Pneumologie und Thoraxchirurgie. Ziel ist die Behandlung und Forschung[11] auf dem Gebiet der Lungenerkrankungen.

Mit insgesamt über 500 pneumologischen und thoraxchirurgischen Betten und über 30 Spezialambulanzen wird das Angebot einer Maximalversorgung für alle Patienten in der Region erreicht. Das ULZN arbeitet interdisziplinär mit Spezialisten aus den Fachrichtungen Pneumologie, Kinderpneumologie, Thoraxchirurgie, Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Beatmungsmedizin, Infektionsmedizin und Allergologie zusammen.

Hormonzentrum Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo Hormonzentrum Nord.jpg

Das Hormonzentrum Nord[12] ist eine fach- und campusübergreifende Einrichtung des UKSH zur Behandlung aller Erkrankungen des Hormonsystems und aller Formen des Diabetes. Ein wichtiger weiterer Schwerpunkt des Hormonzentrums Nord ist die Reproduktionsmedizin (Universitäres Kinderwunschzentrum Lübeck und Universitäres Kinderwunschzentrum Kiel). Im Hormonzentrum Nord werden außerdem Patienten mit osteologischen Erkrankungen, insbesondere Osteoporose, sowie neuroendokrinen Tumorerkrankungen diagnostiziert und behandelt.

Interdisziplinäres Transplantationszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo Interdisziplinäres Transplantationszentrum.jpg

Das interdisziplinäre Transplantationszentrum am UKSH ist das einzige Zentrum im Norden und Nordosten von Deutschland, das das gesamte Transplantationsspektrum der vermittlungspflichtigen Organe anbietet. Zusätzlich zu den Organtransplantationen werden die Knochenmarks- und Stammzelltransplantation sowie die Hornhauttransplantation in den Kompetenzzentren durchgeführt.[13]

Fachübergreifende Zentren am UKSH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachübergreifende Zentren sind interdisziplinäre campusbezogene Einrichtungen, in denen sich auf die Therapie ausgewählter Behandlungsspektren spezialisiert wird. Allen Fachzentren ist gemein, dass sie schwerpunktmäßig neben der Patientenversorgung auch Lehr- und Forschungsaufgaben übernehmen, Fortbildungsveranstaltungen durchführen und Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Onkologisches Zentrum am Campus Kiel seit 2014

Organkrebszentren am Campus Kiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brustzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Kieler Campus wurde 1996 das erste deutsche Brustzentrum gegründet. Es ist seit 2007 durch die DKG zertifiziert. Das Zentrum ist spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Brust und auf Brustkrebs. Alle Einrichtungen, die sich mit der Diagnostik und der Therapie von Brusterkrankungen befassen, sind daran beteiligt.[14]

Am Brustzentrum wird unter Kieler Leitung die zurzeit größte Strahlentherapie-Studie Deutschlands durchgeführt (gefördert von der Deutschen Krebshilfe); geprüft wird eine zeitverkürzte Form der Strahlentherapie bei Brustkrebs.[15]

Gynäkologisches Krebszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Campussen Kiel und Lübeck stehen gynäkologische Krebszentren zur Verfügung, die beide seit 2008 von der DKG zertifiziert sind. Das Leistungsspektrum umfasst die operative Versorgung, Strahlentherapie und die Systemtherapie (u. a. Chemotherapie und Antikörpertherapie).[16]

Weitere Zentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Darmkrebszentrum seit 2012
  • Hautkrebszentrum seit 2013
  • Lungenkrebszentrum seit 2013 als Transit
  • Prostatakrebszentrum seit 2012
  • Pankreaskrebszentrum seit 2012
  • Modul Kopf-Hals-Tumoren seit 2013
  • Modul Pankreaskarzinom seit 2012
  • Gastrointestinale Tumoren – S1 Modul seit 2013

Organkrebszentren am Campus Lübeck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brustzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lübecker Brustzentrum wurde im August 2000 gegründet und 2008 durch die EUSOMA, DKG und Deutsche Gesellschaft für Senologie zertifiziert. Das Zentrum ist spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Brust und auf Brustkrebs. Alle Einrichtungen, die sich mit der Diagnostik und der Therapie von Brusterkrankungen befassen, sind daran beteiligt.[17]

Weitere Zentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Darmkrebszentrum seit 2014
  • Gynäkologisches Krebszentrum seit 2008
  • Hautkrebszentrum seit 2012
  • Lungenkrebszentrum seit 2015 als Transit
  • Modul Kopf-Hals-Tumoren seit 2015
  • Modul Pankreaskarzinom seit 2014
  • Gastrointestinale Tumoren – S1 Modul seit 2015
  • Lymphome und hämatologische Tumoren – S5 Modul seit 2015

Fachzentren für Kinderheilkunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kinderzentren am UKSH sind auf die Behandlung von Kindern und auf die Behandlung von Herzerkrankungen und Epilepsie spezialisiert. An beiden Campus steht den Eltern schwerstkranker Kinder ein Ronald McDonald Haus zur Verfügung.

Epilepsie-Zentrum für Kinder und Jugendliche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Kooperationsvertrag zwischen dem UKSH und dem Norddeutschen Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche[18] gewährleistet die Zusammenarbeit mit der Klinik für Neuropädiatrie und dem Institut für Neuroradiologie. Daneben existiert an der Klinik für Neurologie am Campus Kiel ein Epilepsiezentrum für Erwachsene.[19]

Kinderherzzentrum Schleswig-Holstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kinderherzzentrum Schleswig Holstein der Kinderkardiologie am Campus Kiel werden Patienten mit angeborenen oder erworbenen Herzfehlern aller Altersgruppen behandelt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Behandlung von Kindern, bei denen eine der beiden Herzkammern (meistens die linke HLHS) hochgradig verkümmert ist. Das Kinderherzzentrum Schleswig-Holstein arbeitet institutionsübergreifend mit Pränatalmedizinern in ganz Deutschland zusammen.

Das Kinderherzzentrum hat sich gemeinsam mit anderen norddeutschen Kinderkliniken im Januar 2005 dem Projekt „Risiken verringern – Sicherheit steigern“ des Bremer Instituts für Gesundheits- und Medizinrecht[20] angeschlossen. Für das seither durchgeführte systematische Risikomanagement wurde das Kinderherzzentrum Kiel 2007 vom Bundesvorstand der AOK mit dem ersten Platz ausgezeichnet.[21]

Kinderzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kinderzentrum ist ein interdisziplinäres Zentrum, das sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert hat. Die teilnehmenden Kliniken umfassen die Fachbereiche Kinderchirurgie, Kinder- und Jugendmedizin, Kinderpsychosomatik, Augenheilkunde, HNO, Humangenetik, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie.[22]

Andere Fachzentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schilddrüsenzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schilddrüsenzentrum Lübeck ist ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum für Erkrankungen der Schilddrüse und der Nebenschilddrüse mit den Schwerpunkten Endokrinologie (Diabetes und Stoffwechsel), Chirurgie und Nuklearmedizin.

Die Spezialgebiete des Schwerpunkts Diabetes und Stoffwechsel sind die Diagnostik und Therapie von Thyreoiditiden und komplexer Störungen des Endokriniums (der verschiedenen Hormonsysteme). Die Spezialgebiete des Schwerpunkts Chirurgie sind die operative Behandlung bei Schilddrüsenvergrößerung (Struma), Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), Bösartigkeit (Karzinom) sowie Überfunktion der Nebenschilddrüse (Hyperparathyreoidismus). Die Spezialgebiete des Schwerpunkts Nuklearmedizin sind die Radiojod-Behandlung von Strumen (Schilddrüsenvergrößerungen), Hyperthyreosen und von Schilddrüsenkarzinomen.[23]

Shuntzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Shuntzentrum ist ein interdisziplinäres Zentrum, das sich auf die Versorgung von Shunts spezialisiert hat. Das Zentrum kooperiert institutionsübergreifend mit stationären, teilstationären und ambulanten Betreuungseinrichtungen und niedergelassenen Nephrologen.[24]

Transplantationszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Transplantationszentrum ist ein interdisziplinäres Zentrum, das sich auf Transplantationen spezialisiert hat.[25]

Tumorzentrum Kiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tumorzentrum wurde 1977 als Verein unter dem Namen „Arbeitsgemeinschaft für Tumorforschung und -behandlung Kiel (Krebszentrum Kiel)“ gegründet und im Jahr 1982 in Tumorzentrum Kiel umbenannt. 2003 wurde zusätzlich eine psychosoziale Beratungsstelle der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft am Tumorzentrum eingerichtet. Seit Februar 2008 ist das Tumorzentrum Mitglied des Krebszentrum Nord am UKSH. Des Weiteren ist das Tumorzentrum Kiel Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT). 2010 wurde das Zentrum vom TÜV Nord nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.

Im Sinne des Nationalen Krebsplans des Bundesministeriums für Gesundheit ist das Tumorzentrum maßgeblich beteiligt an den Zielen zur Weiterentwicklung onkologischer Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung sowie der Stärkung der Patientenorientierung.

Zu den Aufgabenschwerpunkten gehören ein interprofessionelles psychosoziales und psychoonkologisches Betreuungsangebot von ambulanten und stationären Tumorpatienten und deren Angehörigen.

Vaskulitiszentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vaskulitis-Zentrum ist ein interdisziplinäres Netzwerk klinischer und nicht-klinischer Abteilungen und an der Klinischen Forschergruppe 170 beteiligt.[26]

Die Einrichtungen befinden sich an beiden Campus des UKSH und im Klinikum Bad Bramstedt. Die teilnehmenden Kliniken umfassen die Fachbereiche HNO, Dermatologie, Rheumatologie, Neurologie, Nephrologie, Radiologie, Urologie und Augenheilkunde. Des Weiteren nehmen das Institut für Pathologie und das Immunologische Labor teil.[27]

Zentrum für neuroendokrine Tumoren (NET-Zentrum)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das NET-Zentrum hat sich auf die Behandlung neuroendokriner Tumore spezialisiert. Im NET-Board arbeiten Vertreter verschiedener medizinischer Fachrichtungen aus Innerer Medizin (Endokrinologie, Gastroenterologie, Onkologie), Chirurgie, Radiologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie interdisziplinär zusammen.[28]

Internationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das International Department dient der Versorgung im Ausland versicherter Patienten.[29]

Kliniken und Sektionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Campus Kiel Campus Lübeck
Anästhesiologie, Intensivmedizin Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin[30] Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin[31]
Augenheilkunde Klinik für Ophthalmologie[32] Klinik für Augenheilkunde[33]
Chirurgie
Allgemeine Chirurgie, Thoraxchirurgie Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie[34] Klinik für Allgemeine Chirurgie[35]
Herzchirurgie, Gefäßchirurgie Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie[36] Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie[37]
Kinderchirurgie Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie Klinik für Kinderchirurgie[38]
Kinderherzchirurgie Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie
Orthopädie und Unfallchirurgie, Plastische Chirurgie Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie[39],

Klinik für Unfallchirurgie[40], Sektion für onkologische und rheumatologische Orthopädie[41], Klinik für Unfallchirurgie, Bereich für Plastische, Hand- und Mikrochirurgie[42]

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie[43],

Sektion für Orthopädie[44], Sektion für Unfallchirurgie[45], Labor für Biomechanik und orthopädisch-traumatologische Forschung[46], Sektion für Plastische Chirurgie

Frauenheilkunde und Geburtshilfe, gynäkologische Endokrinologie, Reproduktionsmedizin Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe[47] Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe[48]
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie; Phoniatrie und Pädaudiologie[49] Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde[50]
Haut- und Geschlechtskrankheiten Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie[51] Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie[52]
Innere Medizin Klinik für Innere Medizin I bis IV[53][54][55][56] Medizinische Klinik I bis III[57][58][59]
Kinder- und Jugendmedizin Klinik für Allgemeine Pädiatrie[60] Klinik für Kinder- und Jugendmedizin[61]
Kinderkardiologie Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie[62]
Neuropädiatrie Klinik für Neuropädiatrie[63]
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie[64] Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie[65]
Neurochirurgie Klinik für Neurochirurgie[66] Klinik für Neurochirurgie[67]
Neurologie Klinik für Neurologie[68] Klinik für Neurologie[69]
Psychiatrie und Psychotherapie ZIP[70] ZIP
Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ZIP ZIP
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie ZIP
Urologie Klinik für Urologie und Kinderurologie[71] Klinik für Urologie[72]
Verbrennungsmedizin Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte[73]
Zahnmedizin Klinik für Kieferorthopädie[74], Klinik für Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffkunde[75], Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie[76]
Zelltherapie Klinik für Angewandte Zelltherapie

Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Campus Kiel Campus Lübeck
Institut für Allgemeinmedizin[77] Institut für Allgemeinmedizin
Institut für Arbeitsmedizin[78]
Institut für Epidemiologie[79] Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie[80]
Institut für Experimentelle Medizin (Maritime Medizin)[81]
Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie[82] Institut für Experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie
Institut für Experimentelle Tumorforschung
Institut für Humangenetik[83] Institut für Humangenetik[84]
Institut für Integrative Onkologie
Institut für Klinische Molekularbiologie[85] Institut für Molekulare Medizin[86]
Institut für Medizinische Informatik und Statistik[87] Institut für Medizinische Biometrie und Statistik[88]
Institut für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Institut für Neuroendokrinologie[89]
Institut für Systemische Entzündungsforschung[90]
Institut für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler[91]

Diagnostikzentrum (campusübergreifend)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: [92]

Campus Kiel Campus Lübeck
Sektion für Hämatopathologie[93]
Institut für Immunologie[94]
Institut für Infektionsmedizin[95] Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie[96]
Institut für Klinische Chemie[97] Institut für Klinische Chemie[98]
Medizinaluntersuchungsamt und Krankenhaushygiene[99]
Sektion für Kinderpathologie
Institut für Pathologie[100] Institut für Pathologie[101]
Institut für Rechtsmedizin[102] Institut für Rechtsmedizin[103]
Institut für Transfusionsmedizin[104]

Radiologiezentrum (campusübergreifend)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: [105]

Department für Radiologie Campus Kiel Department für Radiologie Campus Lübeck Campusübergreifende Klinik
Klinik für Radiologie und Neuroradiologie[106] Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin[107] Klinik für Strahlentherapie[108]
Sektion für Biomedizinische Bildgebung[109] Sektion für Nuklearmedizin[110]
Klinik für Nuklearmedizin[111] Institut für Neuroradiologie[112]

Tochtergesellschaften des UKSH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP)

Das Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP gGmbH) ist ein Behandlungszentrum, in dem Menschen mit psychischen Leiden untersucht und behandelt werden. Die von psychischer Erkrankung betroffenen Menschen werden unter psychiatrischen, psychosomatischen und psychologischen Aspekten ganzheitlich diagnostiziert und therapiert. Ambulanz, Tagesklinik und vollstationäre Kliniken arbeiten mit niedergelassenen Nervenärzten und anderen Kliniken integrativ zusammen.

Das ZIP ist eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein. In Kiel liegt es auf dem historischen, ausgelagerten Campus der alten Nervenklinik im Stadtteil Düsternbrook, etwa 1,5 km nördlich des Hauptcampus des UKSH, in Lübeck am westlichen Rand des UKSH-Campus. Es besteht aus folgenden Kliniken/Instituten:

Kiel Lübeck
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie[113] Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie[114]
Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie[115] Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie[116]
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie[117]
Institut für Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie und Psychotherapie[118]

2. UKSH Gesellschaft für Informationstechnologie (GfIT)[119]

3. Service Stern Nord GmbH des UKSH[120]

4. MVZ – Ambulanzzentrum des UKSH gGmbH[121]

5. Dialog – Diagnostiklabor Gesellschaft mbH[122]

6. UKSH Akademie[123]

Die UKSH Akademie ist eine gGmbH mit rund 650 Ausbildungsplätzen ist der größte Anbieter für Aus-, Fort- und Weiterbildung dieser Art in Schleswig-Holstein. Sie bietet Ausbildungen in den Berufen Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege (beide Campus), Hebammen bzw. Entbindungspfleger (Campus Kiel), Diätassistenten (Campus Kiel) sowie MTA Radiologie (z. Zt. Campus Lübeck, ab 2012 Campus Kiel). Ferner beteiligt sich die UKSH Akademie an der Ausbildung zur Operationstechnischen Angestellten (OTA) und koordiniert für das UKSH die Ausbildung für Medizinische Fachangestellte (MFA).

Ergänzend zur Ausbildung besteht für die Pflegeberufe die Möglichkeit, einen dualen Studiengang „Bachelor of Arts in Nursing“ zu absolvieren.

Im Bereich Fortbildung werden rund 160 einzelne Kurse und Seminare einschließlich spezifischer modularer Fortbildungen z. B. zu den Themen Gesundheitsmanagement, Kommunikative Kompetenz, Managementkompetenz, Umgang mit Schmerzpatienten und Wundmanagement angeboten.

Die Weiterbildung umfasst die Bereiche Operationsdienst, Anästhesie- und Intensivpflege, Psychiatrie, Onkologie, Leitung einer Stationseinheit sowie berufspädagogische Zusatzqualifikationen.

Beteiligungen des UKSH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. UniTransferKlinik GmbH[124]
  2. Medizinisches Laserzentrum Lübeck[125]

Medizintechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Computerassistierte Chirurgie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Januar 2013 wird am UKSH, Campus Kiel, mit dem da Vinci Si-Chirurgiesystem operiert. Bei der robotergestützten „Operation der kleinen Schnitte“ steuern die Chirurgen die Instrumente über zwei Bedienelemente. Der Roboter führt die Bewegungen des Operateurs millimetergenau aus. Eingesetzt wird das System in den Kliniken für Urologie und Kinderurologie, Gynäkologie und Allgemeine Chirurgie.

Hybrid-Operationssäle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hybrid-Operationssaal
Campus Kiel

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein verfügt an beiden Standorten in Kiel und Lübeck über Hybrid-Operationssäle als Kombination komplett ausgestatteter herzchirurgischen Operationssäale mit vollwertiger Herzkatheteranlage. Der Hybrid-OP am Campus Kiel ist ausgestattet mit einer 3-D-Angiographie, 3-D-Echokardiographie und 3-D-Röntgenanlage sowie einer Herzkatheterfilmdarstellung und einem röntgenfähigen Operationstisch. Alle Eingriffe werden von interdisziplinären Teams von chirurgischen Spezialisten aus der Herz- und Gefäßchirurgie und /oder Interventionsspezialisten der Kardiologie sowie Radiologen ausgeführt. So können invasive Techniken und offen chirurgische Verfahren gleichzeitig oder nacheinander erfolgen.

Linearbeschleuniger und Brachytherapiegeräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der campusübergreifenden Klinik für Strahlentherapie in Kiel und Lübeck[126] verfügt das UKSH über fünf moderne Linearbeschleuniger zur Behandlung von Tumoren und Metastasen; alle Geräte wurden nach 2011 in Betrieb genommen und erlauben eine bildgeführte Strahlentherapie. Zwei Linearbeschleuniger verfügen über Sonderausstattungen für Hochpräzisionsbestrahlungen (ExacTrac-System). Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik ist die Brachytherapie von Tumoren (v.a. bei Prostatakrebs und Brustkrebs); dazu stehen drei Afterloading-Geräte für HDR- und PDR-Brachytherapie sowie eine Ausrüstung für Seed-Brachytherapie zur Verfügung. Mit den Geräten sind komplizierte Behandlungen möglich, z. B.:

  • Intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT), die angewendet wird, wenn sich in unmittelbarer Nähe zum Tumor wichtige und strahlenempfindliche Organe befinden. So kann eine exakte Anpassung der Dosisverteilung mit bestmöglicher Schonung von Risikoorganen erfolgen.
  • Bildgeführte Strahlentherapie mit Cone-Beam-CT, die es gestattet, die Lage der zu bestrahlenden Regionen dreidimensional zu kontrollieren und so das Bestrahlungsvolumen signifikant zu reduzieren.
  • Schnelle Rotations-IMRT, bei sich der das Bestrahlungsgerät während der Strahlentherapie um den Patienten bewegt. Damit gelingt es bei einigen Erkrankungen, die tägliche Bestrahlungszeit deutlich zu verkürzen und auch eine höhere Genauigkeit der Behandlung zu erzielen.
  • Hochpräzisionsbestrahlungen („Strahlenchirurgie“), sie können bei kleinen Tumoren eine Operation ersetzen, z. B. bei Hirnmetastasen oder kleinen Lungen- oder Lebertumoren.
  • Atemgetriggerte Bestrahlung (z. B. zur Herzschonung bei linksseitigem Brustkrebs)

Großgeräte Radiologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Campus Kiel wurden 2013 vier neue Großgeräte in Betrieb genommen. Der erneuerte Gerätepark umfasst hier einen Computertomographen (CT), einen Magnetresonanztomographen (MRT) sowie zwei digitale Angiographie-Anlagen, eine davon ausgestattet mit einem modernen Roboterarm. Ebenfalls 2013 wurde am Campus Lübeck ein hochmoderner Einzelphotonen-Emissionstomograph (SPECT/CT) in Betrieb genommen.

MRGN-Infektionen am Campus Kiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Januar 2015 teilte die Pressestelle des UKSH mit, dass bei zwölf Patienten am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, ein multiresistentes Bakterium nachgewiesen wurde. Es handelt sich um den gramnegativen Acinetobacter baumannii, der gegen vier Antibiotikagruppen resistent ist (4-MRGN). Zur Eindämmung des Infektionsrisikos wurden betroffene Patienten umgehend strikt isoliert. Als Überträger der Infektionen wird ein Patient vermutet, der am 11. Dezember 2014 aus dem Mittelmeerraum ins UKSH verlegt worden war.[127]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • uksh.de – offizielle Website des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Gebäude der Kieler Chirurgie
  1. UKSH-Qualitätsbericht 2012 Campus Lübeck (PDF; 2 MB)
  2. UKSH-Qualitätsbericht 2012 Campus Kiel (PDF; 2 MB)
  3. UKSH-Jahresbericht 2012–2013
  4. Exzellenzcluster
  5. Pflegeforschung
  6. UKSH Organigramm (PDF-Datei; 167 kB)
  7. Exzellenzzentrum Entzündungsmedizin
  8. Krebszentrum Nord
  9. Traumazentrum Nord
  10. ULZN
  11. ULZN Forschung
  12. Hormonzentrum Nord
  13. Jahresbericht Transplantationszentrum 2014
  14. Mamma-Zentrum Kiel
  15. Strahlentherapiestudie
  16. zertifizierte gynäkologische Krebszentren
  17. Brustzentrum Lübeck
  18. DRK Norddeutsches Epilepsiezentrum
  19. Epilepsiezentrum für Erwachsene
  20. Institut für Gesundheits- und Medizinrecht
  21. Kinderherzzentrum Schleswig-Holstein
  22. Kinderzentrum
  23. Schilddrüsenzentrum
  24. Shuntzentrum
  25. Transplantationszentrum
  26. KFO170
  27. Vaskulitiszentrum
  28. NET-Zentrum
  29. UKSH International Department
  30. Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
  31. Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
  32. Klinik für Ophthalmologie
  33. Klinik für Augenheilkunde
  34. Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie
  35. Klinik für Allgemeine Chirurgie
  36. Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie
  37. Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie
  38. Klinik für Kinderchirurgie
  39. Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
  40. Klinik für Unfallchirurgie
  41. Sektion für onkologische und rheumatologische Orthopädie
  42. Klinik für Unfallchirurgie, Bereich für Plastische Hand und Wiederherstellende Chirurgie
  43. Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
  44. Sektion für Orthopädie
  45. Sektion für Unfallchirurgie
  46. Labor für Biomechanik und orthopädisch-traumatologische Forschung
  47. Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
  48. Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  49. Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie; Phoniatrie und Pädaudiologie
  50. Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
  51. Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
  52. Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
  53. Klinik für Innere Medizin I
  54. Klinik für Innere Medizin II
  55. Klinik für Innere Medizin III
  56. Klinik für Innere Medizin IV
  57. Medizinische Klinik I
  58. Medizinische Klinik II
  59. Medizinische Klinik III
  60. Klinik für Allgemeine Pädiatrie
  61. Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
  62. Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie
  63. Klinik für Neuropädiatrie
  64. Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  65. Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie
  66. Klinik für Neurochirurgie
  67. Klinik für Neurochirurgie
  68. Klinik für Neurologie
  69. Klinik für Neurologie
  70. ZIP
  71. Klinik für Urologie und Kinderurologie
  72. Klinik für Urologie
  73. Sektion für plastische Chirurgie, Handchirurgie, Intensiveinheit für Schwerbrandverletzte
  74. Klinik für Kieferorthopädie
  75. Klinik für Zahnärztliche Prothetik, Propädeutik und Werkstoffkunde
  76. Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie
  77. Institut für Allgemeinmedizin
  78. Institut für Arbeitsmedizin
  79. Institut für Epidemiologie
  80. Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
  81. Institut für Experimentelle Medizin
  82. Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie
  83. Institut für Humangenetik
  84. Institut für Humangenetik
  85. Institut für Klinische Molekularbiologie
  86. Institut für Molekulare Medizin
  87. Institut für Medizinische Informatik und Statistik
  88. Institut für Medizinische Biometrie und Statistik
  89. Institut für Neuroendokrinologie
  90. Institut für Systemische Entzündungsforschung
  91. Institut für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler
  92. Diagnostikzentrum
  93. für Immunologie Sektion für Hämatopathologie
  94. Institut für Immunologie
  95. Institut für Infektionsmedizin
  96. Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
  97. Institut für Klinische Chemie (Memento vom 13. Oktober 2007 im Internet Archive)
  98. Institut für Klinische Chemie
  99. Medizinaluntersuchungsamt und Krankenhaushygiene
  100. Institut für Pathologie
  101. Institut für Pathologie
  102. Institut für Rechtsmedizin in Kiel
  103. Institut für Rechtsmedizin in Lübeck
  104. Institut für Transfusionsmedizin
  105. Radiologiezentrum
  106. Klinik für Radiologie und Neuroradiologie
  107. Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin
  108. Klinik für Strahlentherapie
  109. Sektion für Biomedizinische Bildgebung
  110. Sektion für Nuklearmedizin
  111. Klinik für Nuklearmedizin
  112. Institut für Neuroradiologie
  113. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  114. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  115. Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
  116. Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
  117. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
  118. Institut für Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie und Psychotherapie
  119. UKSH Gesellschaft für Informationstechnologie GfIT
  120. Service Stern Nord GmbH des UKSH
  121. MVZ – Ambulanzzentrum des UKSH gGmbH
  122. Dialog – Diagnostiklabor Gesellschaft mbH
  123. UKSH Akademie
  124. UniTransferKlinik GmbH
  125. Medizinisches Laserzentrum Lübeck
  126. Klinik für Strahlentherapie
  127. Infektion von zwölf Patienten mit MRGN-Keim am Campus Kiel. Presseinformation des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, abgerufen am 27. Januar 2015.