Waakirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Waakirchen
Waakirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Waakirchen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 46′ N, 11° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Miesbach
Höhe: 759 m ü. NHN
Fläche: 42,31 km2
Einwohner: 5661 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83666
Vorwahl: 08021
Kfz-Kennzeichen: MB
Gemeindeschlüssel: 09 1 82 134
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Tegernseer Straße 7
83666 Waakirchen
Webpräsenz: www.waakirchen.de
Bürgermeister: Josef Hartl (FWG)
Lage der Gemeinde Waakirchen im Landkreis Miesbach
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Über dieses Bild
Waakirchen

Waakirchen ist eine Gemeinde im Westen des oberbayerischen Landkreises Miesbach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waakirchen liegt auf dem Seitenmoränenzug zwischen den ehemaligen Isar- und Tegernsee-Gletschern. Ortsteile sind Hauserdörfl, Krottenthal, Marienstein, Piesenkam, Riedern, Schaftlach und Waakirchen sowie zahlreiche Weiler und Einöden.

Die Ortschaft Waakirchen befindet sich an der Bundesstraße 472 zwischen Bad Tölz (acht Kilometer) und Miesbach (zwölf Kilometer). Nach Holzkirchen und zur Bundesautobahn 8 sind es 16 km, zum Tegernsee nur fünf Kilometer und nach München 48 km.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Waakirchen verlaufen der Rinnenbach und der Festenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waakirchen wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde im Zuge der Gebietsreform die Gemeinde Schaftlach eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Anzahl der Einwohner[3] 1022 1020 1654 2472 2864 4317 4065 4184 4692 5050 5178 5442 5510 5535 5661

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 entfielen von insgesamt 20 Sitzen 8 auf die FWG, 6 auf die CSU, 4 auf die Aktive Bürgervereinigung (ABV) und 2 auf die SPD. Zum Bürgermeister gewählt wurde erneut Josef Hartl (FWG).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Unter einem silbernen Schildhaupt, darin zwei mit den Stengeln gekreuzte grüne Seeblätter, in Blau gekreuzt ein goldener Morgenstern und ein goldener Bergmannshammer.“[4]

Fahne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fahne der Gemeinde ist grün-gelb mit dem Gemeindewappen in der Mitte.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Einmündung der Tegernseer Straße in die B 472 befindet sich das Oberländerdenkmal. Dieses am 20. August 1905 im Beisein S. K. H. Prinz Ludwig von Bayern eingeweihte Denkmal erinnert an die Gefallenen der Sendlinger Mordweihnacht im Dezember 1705. Der Löwe mit der Lanze stammt von Hygin Kiene, die vier Reliefs auf dem Sockel (Szenen aus der Sendlinger Mordweihnacht) schuf der Münchner Bildhauer Anton Kaindl.

In der Heilig-Kreuz-Kirche in Schaftlach hängt das Schaftlacher Kreuz, eines der ältesten Monumental-Kruzifixe überhaupt. Bei einer Restaurierung stellte sich heraus, dass das Kreuz auf ca. 970 zu datieren ist. Man vermutet, dass es aus dem Kloster Tegernsee stammt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Schaftlach existiert ein Bahnanschluss an die Bahnstrecke Holzkirchen–Lenggries und die Bahnstrecke Schaftlach–Tegernsee. Die Strecken werden von der Bayerischen Oberlandbahn befahren. Die Züge verkehren von Schaftlach aus im Stundentakt nach Holzkirchen, München, Lenggries und Tegernsee.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Silvia Bovenschen (* 5. März 1946 in Point bei Waakirchen; † 25. Oktober 2017 in Berlin), Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin
  • Hans Engl (* 12. Oktober 1944 in Waakirchen), Alpinist und Höhenbergsteiger
  • Balthasar Mayer (* 6. Januar 1644 in Waakirchen), angeblich der Schmied von Kochel

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Westermeier (1920–2016), Erster Bürgermeister (SPD) in Waakirchen von 1960 bis 1984[5]
  • Georg Gruber (1932–2014), Zweiter Bürgermeister in Waakirchen von 1972 bis 1984
  • Josef Gast (* 1943), Alt-Gemeinderat und Landwirt in Waakirchen[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waakirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 581.
  3. Kommunalstatistik von Waakirchen, abgerufen am 6. November 2010
  4. http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/gemeinden/bayerns-gemeinden_detail.php?gkz=9182134
  5. Waakirchen verabschiedet sich von Peter Westermeier. Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co. KG, 11. Februar 2016; abgerufen am 8. April 2016.
  6. Josef Gast wird Ehrenbürger. Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co. KG, 21. Juni 2016; abgerufen am 22. Juni 2016.