Wing Chun

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Wing Chun – 詠春
WingchunHongKong.jpg
Wing-Chun-Schule – 溫鑑良實用詠春拳館Nathan Road, Hongkong 2009
Chinesische Bezeichnung
Langzeichen 詠春
Kurzzeichen 咏春
Pinyin yǒngchūn
Wade-Giles yung-ts'un
Jyutping wing6ceon1
Kantonesisch wing chun
Alternative Bezeichnung
Langzeichen 詠春拳
Kurzzeichen 咏春拳
Pinyin yǒngchūnquán
Wade-Giles yung-ts'un-ch'üan
Jyutping wing6ceon1kyun4
Kantonesisch wing chun kuen
WingChunSign.svg
Wing Chun-Schriftzug in Kurzzeichen

Wing Chun (chinesisch 詠春 / 咏春 – „Ode an den Frühling“) ist ein vermutlich im frühen 19. Jahrhundert entstandener (süd-)chinesischer Kung-Fu-Stil – im Westen oft als Kampfkunst bezeichnet. Es wird manchmal aufgrund der Homophonie orthographisch auch mit den Zeichen 永春, yǒngchūn, Jyutping wing5ceon1, kantonesisch wing chun – „ewiger Frühling“ verwechselt, siehe Weng Chun.[1] Wing Chun ist damit einer der jüngsten Kung-Fu Stile.[2]

Name und Marke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der romanisierte Name der Kampfkunst stammt aus dem Kantonesischen, daher gibt es bis heute keine geregelte Standardumschrift des Begriffs. Aus markenrechtlichen bzw. wirtschaftlichen Gründen, und um sich von anderen Schulen und Verbänden abzugrenzen, sind zahlreiche Schreibweisen entstanden, so beispielsweise Wing Tsun – später WingTsun (W.T.)[3], Wing Tsung, Wing Tsjun, Wing Tjuen, Wing Tzun, Wing Tzung[4], Wing Chung, Wing Shun, Wing Zun, Wyng Tjun, Ving Tsun (V.T.)[5], Ving Chun (VC)[6], Dynamic Ving Tshun (DVT). In Pinyin, dem offiziell verwendeten Umschriftsystem des Hochchinesischen (Standardchinesisch), werden die Schriftzeichen als Yǒngchūn transkribiert. Die einzelnen Umschriften repräsentieren zum Teil Derivate von größeren Verbänden und zum anderen völlig verschiedene Unterstile, die nur noch oberflächliche Gemeinsamkeiten haben. Alle Wing Chun-Stile werden im Chinesischen mit denselben Schriftzeichen „詠春 / 咏春“ geschrieben. Dieselben Schriftzeichen sind letztlich der Vorname von Yim Wing Chun – 嚴詠春 / 严咏春, Yán Yǒngchūn, eine Schülerin der Äbtissin Ng Mui – 五枚大師 / 五枚大师, Wǔméi Dàshī, kantonesisch 五枚師太 / 五枚师太, Wǔméi Shītài.[7][8][9][10]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung von Wing Chun[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühesten schriftlichen Aufzeichnungen über Wing Chun datieren aus dem Jahr 1854, belegt durch Schriftforschungen des Foshan-Museums und der Chin Woo Athletics Association of Foshan.[11]

Das heutige moderne bzw. populäre Wing Chun mit seinen charakteristischen sechs Formen und der “Chi-Sao-Übung”A bzw. “Poon-Sao-Übung”B geht aktuellen Erkenntnissen nach[12] auf die Studien des Lehrerkreises um Yuen Kay ShanC und Yip Man zurück.

Das traditionelle Wing Chun geht nach der mündlichen Überlieferung von Großmeister Yip Man und anderen Quellen zurück auf das untergegangene Süd-Shaolin-Kloster in der chinesischen Provinz Fujian, welches von den Qing-Truppen gegen Ende der Ming-Dynastie zerstört wurde. Die letzten buddhistischen Vertreter des traditionellen Wing Chuns waren der Süd-Shaolin-Abt Chi Sim und die Äbtissin Ng Mui, welche flüchteten und dann das Wing-Chun-System an Yim Wing Chun weitergaben. Die Mönchslinie des Wing Chuns aus Süd-Shaolin ging mit der Zerstörung des Klosters unter.[13] Chi Sim und Ng Mui gehörten zu den legendären Persönlichkeiten der „Fünf Ältesten des Shaolins“, die zur Regierungszeit Qianlongs (1735–1796) gelebt haben soll.

Neuere Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heute weltweit bekanntesten Stilrichtung des Wing Chuns gehen auf den Kampfkünstler Yip Man (1893–1972) zurück. Der historisch erste Verband des Wing Chuns nach Yip Man ist die offizielle Ving Tsun Athletic Assosiation (VTAA), dessen Gründung 1967 auf Yip Man und sieben seiner damaligen Schüler zurückgeht. Der Sitz bzw. die Haupt­geschäftsstelle des Verbands VTAA befindet sich seit dieser Zeit auf der Nullah Road – 水渠道 – nahe der Hauptverkehrsader Nathan Road auf der Halbinsel Kowloon in Hongkong.[5] Zu dieser Zeit fand in Hongkong die erste öffentliche Demonstration des Wing Chun-Kampfsystems nach Yip Man in einem offiziellen Schaukampf im Winter 1969 in der damaligen Baptist College – heute Hong Kong Baptist University – statt. Leung Ting, ein Schüler Yip Mans, lud seinen Meister und einige namhafte Vertreter der damaligen Kampfkunstszene ins College ein und führte vor dem Fachpublikum die Schaukämpfe durch.[14][15]

Stilrichtungen1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yip Man (Ip Man) – 葉問
Lo Man Kam Wing Chun Association Europe[9]

Die bekannteste Wing Chun-Stilrichtungen ist der Yip-Man-Stil (englisch Ip Man Style), dessen Hauptlinie heute durch seine Söhne Yip Chun und Yip Ching (auch Ip Chun und Ip Ching) und Schüler der Ving Tsun Athletic Assosiation (VTAA) vertreten werden. Als Wichtige Unter-Stile des Yip-Man-Stil gelten aufgrund ihrer weltweiten Verbreitung:

  • „Wing Tsun“ (heute „WingTsun“) nach Leung Ting, das nach eigener Angabe auch die überprüften Ergebnisse seiner Kampferfahrungen und die seiner Schüler und anderer Wing Chun-Kämpfer bei Kung Fu-Wettbewerben nutzte. Diese Methoden wurden später zum neuen, weltweit gültigen Unterrichtssystem der IWTMAA (heutige IWTA, International Wing Tsun Association) zusammengefasst und die abweichende Schreibweise gewählt, um den deutlichen inhaltlichen Unterschied gegenüber dem Yip-Man-Stil kenntlich zu machen.[16]
  • Wing Chun nach Lo Man Kam, offiziell Lo Man Kam Wing Chun, der dritte Schüler und Neffe von Yip Man. Er bekam in der Schule seines Onkels 10 Jahre Unterricht in der Kampfkunst Wing Chun. Im Jahr 1974 eröffnete er eine eigene Schule in Taipeh und war damit der erste, der diese Kampfkunst in Taiwan unterrichtete. Im selben Jahr kamen bereits die ersten beiden ausländischen Studenten, um von Sifu (Meister) Lo Man Kam in der Kampfkunst unterwiesen zu werden. In den folgenden Jahren kamen weitere Schüler, unter anderem aus Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Südafrika, England, Belgien, Italien und Amerika um bei ihm Wing Chun zu erlernen.[17]

Weitere bekannte Stile sind:

  • Yuen-Kay-Shan-Stil
  • Pan-Nam-Stil
  • Yiu-Choi-Stil (Yiu-Kay-Stil)

Zu den weniger bekannten Stilen sind zu zählen:

  • Pao-Fa-Lien-Stil
  • Yuen-Chai-Wan-Stil (Nguyen Te-Cong-Stil)
  • Yip-Kin-Stil

Außerdem gibt es noch einige weitere Unter- oder Hybridstile dieser Stilrichtungen. Die umfangreichste Dokumentation liegt derzeit zum Yip-Man-Stil und dem Pan-Nam-Stil vor.

Prinzip und Technik1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Grundstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der typische Grundstand oder die Hauptposition in allen chinesischen Kampfkunst ist der MabouE馬步 / 马步, englisch Horse stance. Im Wing Chun ist es speziell der Yeejee Kimyeung MaF二字拑羊馬 / 二字拑羊马. In „Leung Ting-WingTsun“ ist es als „IRAS“ bekannt. In diesem Stand werden die Formen ausgeführt oder auch Chi-Sao-Übungen trainiert. Weiterhin bildet er das Fundament für fortgeschrittene Techniken.

Techniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waffen – 兵器
Bo(weapon).png
Langstock, genauer 六點半棍2
Butterfly Swords.png
Doppelmesser雙刀, genauer 蝴蝶雙刀

Ein typisches Element einiger Wing-Chun-Stile ist der Kettenfauststoß. Je nach angegriffenem Körperteil und Intention des Kämpfers werden Fauststöße, Fingerstiche, Handkantenschläge oder Hammerfäuste bei Schlägen eingesetzt.

Die Kraft des Gegners wird durch Schritttechniken wie Wendungen neutralisiert und gegen ihn verwendet (Gleichzeitigkeit von Angriff und Abwehr) – Der Angriff ist die Verteidigung. Ein Schlag des Gegners wird so beispielsweise durch einen konternden Gegenschlag abgewehrt.

Der Stil ist weiterhin durch seine Trittarbeit charakterisiert, die nur sehr wenige Grundtritte umfasst und mit der im Allgemeinen nur niedrige Ziele bis etwa zur Höhe der Hüfte angegriffen werden.

Waffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wing Chun war ursprünglich eine Kampfkunst ohne Waffen.

Im frühen 19. Jahrhundert erweiterten Wong Wah Bo – Schüler von Leung Bok Chow, Ehemann der Stilbegründerin Yim Wing Chun – und Leung Yee Tai – Schüler des untergetauchten Süd-Shaolin-Abts Chi Sim auf der „Roten DschunkeG – genauer Rote Dschunke der Kanton-Operntruppe紅船戲班 / 红船戏班 – den Kung-Fu-Stil um zwei Waffenformen:

Die Übungen und Formen wurden den Prinzipien des Wing Chuns angepasst.

Historische Dokumente hierzu sind nicht überliefert. Wong Wah Bo wird in vielen anderen Entstehungslegenden anderer Stile (z. B. Hung Kuen) erwähnt. Seine Existenz ist weder belegt noch widerlegt. Er spielt in nahezu allen Wing-Chun-Legenden eine Schlüsselrolle.

Formen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übung – 練習
Mu ren zhuang (Chinese martial arts training dummy).jpg
Trainingsgerät Muk Yan Jong木人樁
Samuel Kwok Chi Sao.jpg
Chi Sao-Übung黐手

Die ersten Grundlagen des Wing Chuns werden zumeist in kurzen Formen (San SaoJ) oder langen Formen (To LoK) erlernt und geübt. Formen sind festgelegte Abfolgen von Techniken, die jeder Schüler alleine durchführt. Die Formen des Wing Chuns sind – siehe auch japanischen Katajap. かた, Kanji , – oder dem koreanischen Hyeongkor. , Hanja – wie ein „Notizbuch“ zur Vermittlung von Theorien und Techniken zu verstehen und nicht als ein ritualisierter Kampf gegen imaginäre Gegner. Reihenfolge, Anzahl und Art der Formen ist in den verschiedenen Wing-Chun-Stilen oftmals sehr unterschiedlich. In einigen Wing-Chun-Stilen werden weniger als die nachstehend aufgeführten sechs bekanntesten Formen praktiziert, in anderen werden mehr oder gänzlich andere Formen unterrichtet.

Die bekanntesten Formen sind:

  • Siu Nim Tau / Siu Lim TaoL小念頭 / 小念头 – „kleine Idee“ – etwa anfänglicher Gedanke, Grundidee. Die Siu nim tau-Form (“Kleine-Idee-Form”) ist die erste Form im Wing Chun-System. Hier lernt man in 8 Schritten (häufig als „Sätze“ bezeichnet) verschiedene Grundlagen in Angriff und Verteidigung. Die Siu nim tau wird im Grundstand durchgeführt. Schrittarbeit und Wendungen sind (in der Regel) noch nicht vorhanden.
  • Chum Kiu / Cham KiuM尋橋 / 寻桥 – „Brücke finden, Brückensuche“ – also eine „Brücke“ finden, um über „diese Verbindung“ den Gegner auf Abstand zu halten und zu blockieren bzw. ein Weg zu den Techniken des Gegner finden, um ihn anzugreifen. Die Cham Kiu-Form (“Brücken-Suche-Form”) beinhaltet hauptsächlich Defensivtechniken sowie Techniken zur Distanzhaltung und Distanzüberbrückung zum Gegner. In dieser Form kommen Schritte, Wendungen und Tritte hinzu.
  • Biu Ji / Bju TseN鏢指 / 镖指 – „Pfeilfinger“ – etwa Stoßende Finger. In der Biu Tze-Form – „Pfeilfinger-Form“ – sind hauptsächlich Offensivtechniken enthalten. Die Biu Tze-Form – „Pfeilfinger-Form“ – wird auch oft als „Notlösungsform“ beschrieben, da sie auch vermittelt, wie man durch Angriffe von einer ungünstigen wieder auf eine günstige Position im Kampf kommen kann. Da in dieser Form unter anderem gefährliche Techniken wie Fingerstiche in die Augen, Handkantenschläge zum Hals und verschiedene Ellenbogentechniken zum Kopf enthalten sind, wird die Biu Tze – „Pfeilfinger“ – von vielen Lehrern und Meistern oft nur an vertrauenswürdige und treue Schüler weitergegeben. Aus dieser Tradition stammt der in Wing Chun-Kreisen verbreitete Spruch „Der Biu Tze – „Pfeilfinger“ – verlässt niemals das Haus“.[18]
  • Muk Yan Jong Fat / Mok Jan Chong FatO木人樁法 / 木人桩法 – „Holz-Mann-Pfahl-Technik“ – etwa Holzpuppen-Technik. Die Muk Yan Jong-Form (“Holzpuppe-Form”) ist die höchste waffenlose Form im System. Sie enthält sowohl Techniken aus den vorherigen Formen, als auch neue Techniken. Alle Techniken werden an der Holzpuppe geübt. Das Training an der Holzpuppe verfolgt verschiedene Ziele. Eine davon ist, sich auch gegen stärkere, nicht nachgebende Gegner durchzusetzen. Des Weiteren werden die Extremitäten des Praktizierenden auf Dauer abgehärtet. Die Holzpuppe wird oft auch als Ersatz für einen Trainingspartner gesehen.[19][20]
  • Luk Dim Bun Gwan Fat / Luk Dim Ban Kwun FatP六點半棍法 / 六点半棍法 – „Sechseinhalb-Punkt-Langstock-Technik“ – etwa Langstock-Technik. Die Luk Dim Bun Gwan-Form (“Sechseinhalb-Punkt-Langstock-Form”) ist eine Langstockform und somit die erste Waffenform im Wing Chun-System. Der Langstock hat seine Funktion als Waffe[21] aufgrund der Länge (in der Regel 2–3 Meter) weitestgehend verloren. Heutzutage wird der Langstock mehr als Trainingsgerät zur Verbesserung der Ganzkörperstruktur bzw. der Haltung des Körpers, der Explosivkraft und Verbesserung der Präzision der einzelnen Handpositionen verwendet.[22][23]
  • Bart Cham Do / Pa Cham DoQ八斬刀 / 八斩刀 – „Acht-Schnitt-Messer“ – etwa Achtschnitt-Messer-Technik. Die Bart Cham Do-Form (“Achtschnitt-Messer-Form”) ist die letzte und höchste Form im Wing Chun-System. Sie vermittelt weitere Techniken und Bewegungsformen und schließt das System ab.[24]

Chi Sao[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein wesentlicher Bestandteil der meisten Wing-Chun-Stile ist das Chi Sao (Klebende Hände)A, welches auf die unterschiedlichsten Arten praktiziert werden kann. Das Chi Sao dient der Steigerung des Tastsinns und der Verbesserung der "taktilen" Reflexe. In der in Europa am meisten verbreiteten Stilrichtung, dem Leung Ting Stil, wird das Chi Sao als Partnerformen, sogenannten "Sektionen", vermittelt.[25][26]

Organisationsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familiäre Struktur der Vergangenheit1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Vergangenheit im alten China wurde das Wing Chun, wie alle anderen Kampfkünste oder auch Handwerkszünfte, traditionell in einem familiären Charakter, jeweils von SifuR師傅 / 师傅 – „Meister“ – zu ToudaiS徒弟 – „Schüler, Lehrling“ – weitergegeben. Der Meister, der die persönliche Verantwortung für die gesamte Ausbildung des Schülers (Lehrlings) hatte, wurde als Sifu (Meister) angesprochen. Der Unterricht fand gegen Bezahlung oft im Wohnhaus des Meisters statt, eine persönliche Bindung zwischen dem Meister bzw. dessen Familie und dem Schüler (Lehrling), mit bestimmten gegenseitigen Verpflichtungen, war die Regel. In Hongkong wurden die ersten öffentlichen Kampfkunstschulen gegründet. Seitdem nahm der Unterricht im Wing Chun stärker einen modernen schulischen mit kommerziell geschäftlichen Charakter an.

Jedoch wurden in einigen Schulen das familiäre System weiterhin gewahrt. Lo Man Kam, ein Neffe Yip Mans, unterrichtet noch heute seine Schüler in seinem Wohnhaus in Taipeh. Geeignete auserwählte langjährige Schüler werden dort heute noch durch den Sifu in der traditionellen Weise durch eine „Meister-Schüler-Teezeremonie“ – Bai Si LaiT, 拜師禮 / 拜师礼 – in den inneren Kreis der Wing Chun-Familie aufgenommen. Diese Zeremonie unterstreicht die tiefe persönliche Bindung, die durch das lange Training zwischen Meister und Schüler entstanden ist.

Verbandsstruktur im heutigen Europa1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt in Europa keinen einheitlichen Dachverband, unter dem die Wing Chun-Praktizierenden zusammengefasst sind, sondern zahlreiche, zum Teil miteinander konkurrierende und zerstrittene Verbände, Schulen und Einzellehrer. Die meisten Verbände treten dabei nicht in der Rechtsform der Vereine auf, die sich freiwillig zu einem Verband zusammengeschlossen haben, sondern als kommerzielle Organisationen, in denen assoziierte Schulen eingegliedert sind, welche vom Verband autorisiert und zertifiziert werden. Manche der Verbände sind in einem Franchise-System organisiert.

In einigen Verbänden werden in Anlehnung an das früher übliche Familiensystem Gehorsam und Verpflichtungen gegenüber dem Lehrmeister (Sifu) und dessen Lehrmeister – SigungV師公 / 师公, SijoW師祖 / 师祖 – betont, obwohl diese nur noch selten direkt an der Ausbildung ihrer Schüler beteiligt sind.

Wahrnehmung im deutschsprachigen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der hohen Medienpräsenz des EWTO-Wing-Tsuns (Leung Ting, Keith Kernspecht) verbinden Interessierte leicht das Wing Chun in Deutschland, Österreich und der Schweiz lediglich mit diesem großen Zweig des Yip Man-Wing Chuns (auch Ip Man-Wing Chuns).

In den deutschsprachigen Foren wird zudem oft versucht, aus wirtschaftlichen Gründen den Eindruck zu erwecken, dass alle Wing-Chun-Schulen in Deutschland ehemals zur EWTO gehörten bzw. von ehemaligen EWTO-Angehörigen geleitet werden. Häufig herrscht Unkenntnis darüber, dass in Deutschland bereits seit Mitte der 1970er Jahre z. B. auch das Wing Chun der Yip-Man-/Chu-Shong-Tin-Linie unterrichtet wird. Ebenso sind weitere Schulen/Lehrer, welche niemals eine Verbindung zur EWTO hatten, in Deutschland vertreten. Die Yip-Man-Wing-Chun-Linie ist in Deutschland z. B. auch durch die Linien nach Yip Chun, Lok Yiu, Wong Shun Leung, Philipp Bayer und Lo Man Kam vertreten. Linien anderer Wing-Chun-Stilrichtungen wie Yuen Kay Shan werden nur selten öffentlich unterrichtet, sind aber auch in sehr geringer Anzahl in Deutschland ansässig.

Das Lee-Shing-Wing-Chun, ein eng mit der Yip-Man-Linie verwandter Wing-Chun-Stil, findet in der Schweiz große Verbreitung. Auch bei den mit dem EWTO-Wing-Tsun (Leung Ting) verwandten Schulen ist inzwischen eine Generation in Erscheinung getreten, deren Lehrer zwar bei ehemaligen EWTO-Angehörigen Unterricht erhielten, sie selbst aber niemals Mitglied der EWTO waren.

Graduierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wing Chun wurde bis in die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ohne ein Graduierungssystem gelehrt. Über Sinn und Zweck der Graduierungen bestehen unterschiedliche Ansichten, ein einheitliches Graduierungssystem existiert nicht. Einige Schulen lehnen bis heute ein Graduierungssystem ab.

Das bekannteste Graduierungssystem in Deutschland und Österreich ist das von Leung Ting zu Beginn der 1970er Jahre ersonnene System. Es umfasste ursprünglich vier Techniker-, vier Praktiker- und vier Großmeistergrade. Später kamen noch zwölf Schülergrade hinzu.[27][28] Die Bezeichnung “Technikergrad” wurde in der EWTO durch “Höherer Grad” abgelöst.[29] Die von der EWTO vertretene Ansicht, dass die Einteilung in Schülergrade eigentlich nur außerhalb Hongkongs praktiziert wird,[30] ist falsch. Nicht nur, dass diese Einteilung auf der Website von Leung Ting dargestellt ist,[31] es wurde im Forum der IWTA auch noch einmal betont.

Die International Wushu Federation, kurz IWUF (國際武術聯合會 / 国际武术联合会), hat ihr 1998 eingeführtes Graduierungssystem im Jahr 2010 völlig überarbeitet.[32] Nun ist es auch möglich, in bisher etwas benachteiligten Stilen, wie dem Wing Chun, höhere Duan-Grade zu erreichen (aufgrund der Anzahl der geforderten Formen war es in vielen Wing Chun-Stilrichtungen nicht möglich, höhere Duan-Prüfungen abzulegen[33]). Die Swiss Wushu Federation arbeitet bereits nach diesem Graduierungssystem und hat erste Prüfungen im Wing Chun abgenommen.[34] Da das Wing-Chun-Graduierungssystem stilübergreifend aufgebaut ist, beruht es z. B. nicht auf den o. g. bekanntesten Formen. Vielmehr handelt es sich um verschiedene, eigens für dieses Graduierungssystem zusammengestellte, Einzel- und Partnerübungen.[35]

Anwendung in der Praxis (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwachsenensport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2018 wird in der Schweiz vom Bundesamt für Sport WingTsun als „esa-Fachdisziplin“, also Fachdisziplin der Erwachsenensport Schweiz (esa), geführt.[36][37] Für die Leiterausbildung sind die EWTO-Schulen Schweiz GmbH als esa-Partnerorganisation[38] anerkannt und bieten die Ausbildung zum/zur „esa-LeiterIn WingTsun“ auch für nicht EWTO-Mitglieder an. Voraussetzung ist die mehrjährige Ausbildung in einer Wing Chun-Schule.

Fluglinie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fluglinie Hong Kong Airlines unterweist seit 2011 ihre Flugbegleiter in Wing Chun.[39]

Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 wird die Polizei Baden-Württemberg[40] sowie ihr Spezialeinsatzkommando regulär im “Wing Tsun”, unter anderem von der EWTO, unterrichtet.[41] Die Polizei Nordrhein-Westfalen sowie ihre Spezialeinsatzkommandos hingegen werden seit 1992 von Salih Avci im “Avci Wing Tsun” der WTEO (Wing Tsun-Escrima Organization) unterrichtet.[42][43][44] Zudem werden seit 2002 die Polizeibeamten des Wachdiensts der Landespolizei Nordrhein-Westfalen im “Avci Wing Tsun” ausgebildet.[43] Die einsatzbezogenen Selbstverteidigungs- und Festnahmetechniken der GSG 9 der Bundespolizei stammen unter anderem vorwiegend aus dem “Wing Tsun”.[45]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brasilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 werden diverse Polizeieinheiten in Brasilien wie beispielsweise die Batalhão de Operações Policiais Especiais (PMERJ) im "Wing Tsjun" unterrichtet.[46]

Sri Lanka[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Polizei in Sri Lanka wird seit 2014 im "Wing Tsjun" unterrichtet.[46]

USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Federal Bureau of Investigation (FBI) wird von verschiedenen Meistern im “Wing Tsung” bzw. “Wing Tsun” unterrichtet.[47][48]

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2000 werden die Nahkampfausbilder des Kommando Spezialkräfte im “WingTsun” der EWTO ausgebildet.[41][49]

Verhaltenskodex des Wing Chun[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der auf Englisch sogenannte Code of Conduct, Chinesisch 詠春祖訓 bzw. in Kurzzeichen 咏春祖训 (Mandarin: Yǒngchūn Zǔxùn, Kantonesisch: Wing6 ceon1 zou2fan3) soll aus der Feder von Großmeister Yi Man selbst stammen. Ein Blogger auf Taipei Wing Chun schreibt aber, dass der Text auch von Lee Man (李民), einem guten Freund von Yip Man, stammen könnte.

Der Verhaltenskodex, wörtlich "Wing-Chun-Weisungen der/des Ahnen" oder Altvorderen, besteht aus neun Regeln, die aus westlicher heutiger Sicht teilweise etwas befremdlich scheinen. Hier ist er mit kantonesischer (Jyutping) und Mandarin-Lautschrift sowie einem deutschen Übersetzungsversuch:

詠春祖訓 Wing6 ceon1 zou2fan3 (Kantonesisch)

Yǒngchūn zǔxùn (Mandarin)

Yip Mans Verhaltenskodex des Wing Chun

(eigentlich: Weisungen des/der Ahnen/Altvorderen)

一、守紀律 崇尚武德 Sau2 gei2leot6 sung4soeng6 mou5dak1

Shǒu jìlǜ chóngshàng wǔdé

1 Übe immer Disziplin und halte hoch die Tugenden/Ritterlichkeit

der Kampfkunst.

二、明禮義 愛國尊親 Ming4 lai5 ji6 ngoi3 gwok3 zyun1 can1

Míng lǐ yì ài guó zūn qīn

2 Wisse um die (konfuzianische) Etikette. Liebe dein Land und ehre

deine Eltern.

三、愛同學 團結樂群 Ngoi3 tung4hok6 tyun4git3 l ok6 kwan4

Ài tóngxué tuánjié lè qúrefullyn

3 Lerne deine Mitschüler lieben und vereint euch in fröhlicher Runde.
四、節色慾 保守精神 Zit3 sik1juk6 bou2sau2 zing1san4

Jié sèyù bǎoshǒu jīngshén

4 Zügel deine sexuellen Begierden, schone (somit) deine Kräfte

(oder Energie).

五、勤練習 技不離身 Kan4 lin6zaap6 gei6 bat1 lei4san1

Qín liànxí jì bù líshēn

5 Trainiere emsig (oder eisern), lass nie ab von den Techniken

(wörtlich doppeldeutig: die Techniken nicht weg vom Körper).

六、學養氣 戒濫鬥爭 Hok6 joeng5hei3 gaai3 laam5 dau3zang1

Xué yǎngqì jiè làn dòuzhēng

6 Lerne dich zu moralisch zu festigen (oder zu beherrschen),

enthalte dich unnötiger Kämpfe.

七、常處世 態度溫文 Soeng4 cyu2sai3 taai3dou6 wan1man4

Cháng chǔshì tàidù wēnwén

7 Gehe oft unter die Leute, benimm dich (dabei) freundlich und

kultiviert.

八、扶弱小 以武輔仁 Fu4 joek6 siu2 ji5 mou5 fu6jan4

Fú ruò xiǎo yǐwǔ fǔrén

8 Schütze die Schwachen und Kleinen (kl. Kinder und Leute),

durch die Kampfkunst forme deinen (wohltätigen) Charakter.

九、繼先緒 謹持祖訓 Gai3 sin1seoi5 gan2ci4 zou2fan3

Jì xiānxù jǐnchí zǔxùn

9 Trag weiter das Erbe des/der Ahnen (des Wing Chun) und halte

dich sorgsam an seine/ihre Regeln.


In westlichen und sogar manchen fernöstlichen Wing-Chun-Schulen hält sich eine global weit verbreitete, angeblich "offizielle" Version, die zumindest bei Regel 6, 7 und 9 fragwürdig erscheint. Bis Regel 5 ist sie identisch mit der im besagten Blog und bei der Lok Chi Ling Wing Chun Athletic Association & Co. genannten, dann heißt es da:

6. 學養氣救濫鬥民 (救 ist retten, 鬥民 wäre das Volk oder die Bürger schlagen oder aufziehen)

7. 常處世態度溫民 (溫民 klingt wie das Volk/die Bürger aufwärmen)

9. 繼光緒漢持祖訓 (光緒, Guāngxù, ist der Herrschername des vorletzten Qing-Kaisers; 漢, hàn, steht für die Han-Nationalität oder Chinesisch allgemein)

In Regel 9 gemeint ist 先緒, xiānxù, im Sinne von Erbe oder Vermächtsnis der Vorfahren, und 謹, jǐn, im Sinne von sorgfältig oder ernsthaft. Ich weiß nicht die Originalquelle, aber es ist anzunehmen, dass der Autor dieser weitverbreiteten, etwas seltsamen Version die in Kanzleischrift geschriebenen Zeichen in der Yip Man Memorial Hall des Foshan Ancestral Temple (佛山祖廟) oder anderswo nicht richtig lesen konnte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Chu, Rene Ritchie u. a.: Complete Wing Chun. The Definitive Guide to Wing Chun’s History and Traditions. Tuttle Publishing, Boston 1998, ISBN 0-8048-3141-6.
  • Marc Debus: Das Lo Man Kam Wing Chun System – Geschichte, Berichte und Techniken. 2. Auflage. Schreibstark-Verlag, Neu Anspach 2017, ISBN 978-3-946922-23-0.
  • Marc Debus: The Lo Man Kam Wing Chun System - Stories, Reports and Techniques. 2. Auflage. Schreibstark-Verlag, Neu Anspach 2017, ISBN 978-3-946922-30-8.
  • Birol Özden: VC-Ving Chun: Selbstschutz, Martial Arts, Kampfsport, Combat, Selbstverteidigung für Selbstsicherheit und Dynamic, Band 1: Lehrbuch für Einsteiger. Ving Chun Verlag, Köln 2001, ISBN 3-00-007489-9.
  • Leung Ting: Wing Tsun Kuen. Leung’s Publications, Hong Kong 1978, ISBN 962-7284-01-7.
  • Leung Ting: Roots & Branches of Wing Tsun. Leung’s Publications, Hong Kong 2000, ISBN 962-7284-23-8.
  • Alan Gibson: Wing Chun. Für Einsteiger und Fortgeschrittene. 1. Auflage. Weinmann, Berlin 2007, ISBN 3-87892-090-3 (englisch).
  • Ip Ching, Ron Heimberger: Ving Tsun Yo Fen (Anleitung unserer Vorfahren). 1. Auflage. epubli, 2011, ISBN 978-3-8442-0203-8.
  • Oliver Gross: Der Weg der einschneidenden Faust. Sportverlag Strauß, Köln 2011, ISBN 978-3-86884-130-5.

Anmerkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1 Die Fachbegriffe des Wingchun-Kungfus im Artikel stammen meist aus der kantonesische Sprache. Aufgrund des Fehlens eines amtlichen Umschriftsystems im Kantonesischen erscheinen diese lateinisierten Begriffe oft uneinheitlich für Chinesischunkundige. Wenn nicht explizit durch ein Umschriftsystem erklärt (z. B. Jyutping), erfolgt allgemein die Aussprache der kantonesische Fachbegriffe (Umschrift) nach der englischen Sprache.
2 Die Länge des „Sechseinhalb-Punkten-Langstocks“ – 六點半棍 / 六点半棍, liùdiǎnbàn gùn, Jyutping luk6dim2bun3 gwan3 beträgt ca. 12–13 Chi – nach dem heutigen Umrechnungswert 1 Chi ≈ 1/3 Meter in Festlandchina, etwa 3,6–3,9 m lang.
A Chi-Saochinesisch 黐手, Pinyin chǐshǒu, Jyutping ci1sau2, kantonesisch chi sao – „Klebende Hände“
B Poon-Sao盤手 / 盘手, pánshǒu, Jyutping pun4sau2 – „Rollende Arme“, auch Luk-Sao – 碌手, lùshǒu, Jyutping lik1sau2 – „Rollende Arme“
C Yuen Kay Shan – 阮奇山, Ruǎn Qíshān
D Fünf Ältesten des Shaolins少林五老, Shàolín wǔ lǎo, Jyutping Siu3lam4 ng5 lou5
E Mabou馬步 / 马步, mǎbù, Jyutping maa5bou6, englisch Horse stance – „Reiterstand, Reiterstellung“
F Yeejee Kimyeung Ma二字拑羊馬 / 二字拑羊马, èrzì qiányángmǎ, Jyutping ji6zi6 kim4joeng4maa5
G Roten Dschunke紅船戲班 / 红船戏班, hóngchuán xìbān, Jyutping hung4syun4 hei3baan1 – „Rote Dschunke der Kanton-Operntruppe
H Langstock – Kwun, Gwan , Gùn – genauer „Sechseinhalb-Punkten-Langstock“ – 六點半棍 / 六点半棍, Liùdiǎnbàn Gùn, englisch six and a half point pole
I Doppelmesser – Seung Do 雙刀 / 双刀, Shuāngdāo, englisch Double Swords – genauer „Schmetterling-Doppelmesser“ – Wu Dip Seung Do 蝴蝶雙刀 / 蝴蝶双刀, Húdié Shuāngdāo, englisch Butterfly Swords
J San Sao散手, sànshǒu – „Freihand, sinngemäß: Freikampf“
K To Lo, Toulou套路, tàolù – „Bewegungsabfolge, Bilder“
L Siu Nim Tau, Siu Lim Tao – 小念頭 / 小念头, xiǎo niàntou, Jyutping siu2 nim6tau4 – „wörtl. kleine Idee“
M Chum Kiu, Cham Kiu – 尋橋 / 寻桥, xúnqiáo, Jyutping cam4liu4 – „Brücke finden, Brückensuche“
N Biu Ji / Bju Tse – 鏢指 / 镖指, biāozhǐ, Jyutping biu4zi2 – „Pfeilfinger“
O Muk Yan Jong Fat, Mok Jan Chong Fat – 木人樁法 / 木人桩法, mùrénzhuāngfǎ, Jyutping muk1jan4zong1faat1 – „Holz-Mann-Pfahl-Technik“
P Luk Dim Bun Gwan Fat, Luk Dim Ban Kwun Fat – 六點半棍法 / 六点半棍法, liùdiǎnbàn gùnfǎ, Jyutping luk6dim2bun3 gwan3faat1 – „wörtl. Sechseinhalb-Punkt-Langstock-Technik“
Q Bart Cham Do, Pa Cham Do – 八斬刀 / 八斩刀, bāzhǎndāo, Jyutping baat3zaam2dou1 – „Acht-Schnitt-Messer“
R Sifu – 師傅 / 师傅, auch 師父 / 师父, shīfu – „Meister, Lehrmeister“
S Toudai – 徒弟, túdì, Jyutping tou4dai6*2 – „Schüler, Lehrling“
T Bai Si Lai – 拜師禮 / 拜师礼, Bàishīlǐ, Jyutping Baai3si1lai5
V Sigung – 師公 / 师公, shīgōng, Jyutping si1gung1
W Sijo – 師祖 / 师祖, shīzǔ, Jyutping si1zou2

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wing Chun – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robert Chu, Rene Ritchie u. a.: Complete Wing Chun. The Definitive Guide to Wing Chun’s History and Traditions. Tuttle Publishing, Boston 1998, ISBN 0-8048-3141-6; Roots & Branches of Wing Tsun, Leung Ting, Leung’s Publications, 2000.
  2. Schreibweise bzw. Marke „Wing Tsun“. In: www.tsv-poing.eu. Abgerufen am 18. Januar 2020.
  3. Schreibweise bzw. Marke „Wingtsun“. In: www.wingtsunwelt.com. Abgerufen am 18. Januar 2020.
  4. Schreibweise bzw. Marke „Wingtzung“. In: www.wingtzung-riedmann.at. Abgerufen am 18. Januar 2020.
  5. a b 詠春體育會 - Ving Tsun Athletic Assosiation. In: www.vingtsun.org.hk. Abgerufen am 27. November 2019 (chinesisch, englisch).
  6. Schreibweise bzw. Marke „Ving Chun“. In: www.asvc.de. Abgerufen am 18. Januar 2020.
  7. Begriff 大师 / 大師 - dàshī. In: www.zdic.net. Abgerufen am 30. Oktober 2019 (chinesisch, englisch).
  8. Begriff 大师 / 大師 - dàshī. In: leo.org. Abgerufen am 30. Oktober 2019 (chinesisch, deutsch).
  9. a b Begriff 五枚大师 / 五枚大師 - wǔméi dàshī. In: www.johnnyeisenreich.ch. Abgerufen am 31. Oktober 2019.
  10. Begriff 师太 / 師太 - shītài. In: www.zdic.net. Abgerufen am 30. Oktober 2019 (chinesisch, deutsch, Begriff für eine buddhistische / daoistische Nonne im höheren Alter aus dem Kantonesischen).
  11. The White Book. Development of Foshan Wing Chun as reported by the Chin Woo Athletics Association of Foshan. Archiviert vom Original am 3. Januar 2014;.
  12. Hintelmann: Westliche Sinnfindung durch östliche Kampfkunst? Iko-Verlag für Interkulturelle Kommunikation, 2005; Peterson: Look Beyond the Pointing Finger. The Combat Philosophy of Wong Shun Leung. 2001; Leung: Roots and Branches of Wing Tsun. 2002
  13. Großmeister Ip Man: The Origin of Wing Chun. In: Ving Tsun Athletic Association. Ving Tsun Athletic Association, 1990, abgerufen am 22. Oktober 2018 (englisch).
  14. 詠春體育會發展簡介 - Kurzer Überblick zur Entwicklung des Ving Tsun Athletic Assosiation. In: www.vingtsun.org.hk. Abgerufen am 27. November 2019 (chinesisch).
  15. The Development of Ving Tsun Kung Fu in Hong Kong (1961–1970) – 香港詠春體育會發展 (1961–1970). In: www.vingtsun.org.hk. Abgerufen am 27. November 2019 (chinesisch, englisch).
  16. Dynamic Wing Tsun KungFu by Dr. Leung Ting, Second Edition: July,1986.
  17. Der Werdegang von Sigung Lo Man Kam. Lo Man Kam German Association, abgerufen am 22. Oktober 2019.
  18. CID Media: Fachschule für Wing Tsun - Was ist Wing Tsun. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  19. http://holzpuppe.co/sinn-der-holzpuppe/. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  20. Dai-Sifu Reimers - Kampfsportschule München: Kampfkunstschulen Dai-Sifu Reimers | Videoclips. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  21. Lok Dim Bon Kwun - Der Langstock. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  22. Formen: Wing Chun. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  23. superuser: VING TSUN KUNG-FU (nach Ip Man - Wong Shun Leung). In: VING TSUN Kung Fu Ausbildung,Kampfsport. 8. November 2015 (vingtsun-trainer.de [abgerufen am 19. Dezember 2017]).
  24. Dr. Cord Elsner - WING CHUN Stuttgart: WING CHUN Stuttgart | Cord Elsner | Formen im Wing Chun - was versteht man darunter? Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  25. Überwältigendes Interesse an den Tutorials | WingTsun-Welt - Das Mitgliedermagazin der EWTO. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  26. Zum Stellenwert von Solo- und Partnerformen (Sektionen) | WingTsun-Welt - Das Mitgliedermagazin der EWTO. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  27. WING TSUN KUEN, Leung Ting, ASTROS PRINTING LIMITED, Fourth Edition 1980.
  28. Roots & Branches of Wing Tsun, Leung Ting, Leung’s Publications, First Edition Jan 2000.
  29. Wingtsun-Technikergrad, In: www.wingtsun.de (Memento vom 1. Juli 2013 im Internet Archive), abgerufen am 26. März 2019 - Online
  30. Wingtsun-Schuelergrad, In: www.wingtsun.de (Memento vom 4. Juni 2012 im Internet Archive), abgerufen am 26. März 2019 - Online
  31. International Wing Tsun Association (IWTA) – Grading-system: (chinesisch) [1] In: www. leungting.com, abgerufen am 26. März 2019 - Online
  32. Duanwei-System, In: www.swisswushu.ch (Memento vom 27. November 2011 im Internet Archive), abgerufen am 26. März 2019 - Online
  33. Zhu Wenjun, 2006 – Anmerkung zum Duan-System des Wushus in China [2] In: www.chinbeku.com, abgerufen am 26. März 2019 - Online
  34. Erfolgreiches Duanwei Kurs- und Prüfungswochenende in Magglingen, In: www.swisswushu.ch (Memento vom 2. Januar 2012 im Internet Archive), abgerufen am 26. März 2019 - Online
  35. Textbook Series of Chinese Wushu Duanwei System – Yongchunquan (Buch in Chinesisch, mit DVD) Autor /Herausgeber: Wushu Research Institute of the General Administration of Sport of China, ISBN 978-7-04-025828-8.
  36. Erwachsenensport Schweiz – Über esa. In: www.erwachsenen-sport.ch. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  37. Erwachsenensport Schweiz – Fachdisziplinen. In: www.erwachsenen-sport.ch. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  38. Erwachsenensport Schweiz – Partnerorganisationen. In: www.erwachsenen-sport.ch. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  39. Renitente Passagiere: Hong Kong Airlines lehrt Flugbegleiter Kung Fu. In: Spiegel Online. 17. April 2011 (Online [abgerufen am 22. September 2018]).
  40. Kampfkunstschulen Dai-Sifu Reimers | Polizei / FBI. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  41. a b Wing Tsun – Effektive Selbstverteidigung bei Polizei und Militär. In: Kampfkunst Magazin. 7. Juli 2014 (Online [abgerufen am 26. November 2017]).
  42. teamKraftt: Sifu Salih Avci | WTEO KAMPFKUNST VERBAND KÖLN. Abgerufen am 26. November 2017.
  43. a b 35000 Polizeibeamte lernen Avci WingTsun. (Online [abgerufen am 26. November 2017]).
  44. Sifu Salih Avci. Abgerufen am 26. November 2017.
  45. Bundespolizei – Vorbereitung für die Ausbildung – Einsatztraining. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  46. a b BDS Wing Tsjun International: BDS Tactical. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  47. Dai-Sifu Reimers - Kampfsportschule München: Kampfkunstschulen Dai-Sifu Reimers | FBI. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  48. milliyet.com.tr Türkiye'nin lider haber sitesi: Salih FBI’a kavga etmeyi öğretiyor. In: MİLLİYET HABER - TÜRKİYE'NİN HABER SİTESİ. (Online [abgerufen am 19. Dezember 2017]).
  49. Nahkampfausbildung im Kommando Spezialkräfte | Wingtsun Blog. Abgerufen am 26. November 2017 (englisch).