Wolf-Dieter Poschmann

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Wolf-Dieter Poschmann (* 22. Mai 1951 in Köln) ist ein deutscher ehemaliger Sportmoderator und ehemaliger Leichtathlet. Er leitete von September 1995 bis Januar 2005 die ZDF-Hauptredaktion „Sport“.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf-Dieter Poschmann ist verheiratet.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Kindheit war Poschmann ab 1965 Fußballspieler beim SV Pasing 03, doch 1968 wechselte er zum Mittelstreckenlauf.

Seine Bundeswehrzeit zwischen 1970 und 1972 verbrachte er in einer Sportfördergruppe in Porz-Wahn. Bis 1986 nahm er an den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften teil und kam dort oft unter die besten Sechs, siegte aber nie. Seine beste Platzierung war ein zweiter Rang bei der Deutschen Marathon-Meisterschaft 1973. Insgesamt 15-mal war er in der DLV-Nationalmannschaft, mit der er an zwei Universiaden in Sofia (1977) und Mexiko-Stadt (1979) sowie an den Crosslauf-Weltmeisterschaften 1978 (Platz 61) teilnahm. 1975 wurde er bei einem Marathon-Länderkampf zwischen Deutschland, Frankreich, Italien und der Tschechoslowakei in Fürth als bester Deutscher Dritter.

1978 gewann er den City–Pier–City Loop in Den Haag und stellte dabei mit einer Zeit von 1:03:36 h einen deutschen Rekord über die Halbmarathondistanz auf, der erst zwölf Jahre später gebrochen wurde. Weitere Erfolge bei Straßenläufen sind Siege beim Paderborner Osterlauf (1975), bei der Nacht von Borgholzhausen (1979) und beim Darmstädter Stadtlauf (1982). Bei einer Größe von 1,91 m hatte er ein Wettkampfgewicht von 75 kg.

Von 1977 bis 1980 absolvierte er ein Sportstudium an der Deutschen Sporthochschule Köln. [1]

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Poschmanns Berufswunsch war Lehrer. Nach seinem Abitur 1970 und seinem Wehrdienst studierte er von 1972 bis 1977 und nochmals von 1980 bis 1985 Germanistik und Pädagogik bzw. Geschichte an der Universität zu Köln und bestand das erste Staatsexamen. 1986 kam er als Hospitant zum ZDF, wo er anschließend freier Mitarbeiter in der Hauptredaktion „Sport“ wurde. Von 1993 bis November 2016 war er festangestellter Redakteur, von 1995 bis 2005 war er Leiter der Hauptredaktion „Sport“. Von 1994 bis 2011 moderierte er das aktuelle sportstudio, außerdem Sportereignisse wie z. B. Fußball-Weltmeisterschaften. Auch trat er von 1990 bis 1995 als Moderator der ZDF-Sportreportage in Erscheinung. Als Sport-Chefreporter präsentierte er von 2005 bis 2016 Fußball, Leichtathletik und Eisschnelllauf präsentieren.[2] Poschmann war außerdem als Kommentator in der Computerspielserie FIFA tätig.

Poschmann kommentierte das Finale des 100-Meter-Laufs bei den Olympischen Spielen 2012 in London, an dem auch der 2006 des Dopings überführte und bis 2010 gesperrte Justin Gatlin teilnahm, und bezeichnete dabei vierjährige Dopingsperren und Olympiaverbot als rechtlich nicht durchsetzbar und keine Lösung, das bestehende Kontrollsystem als unorthodox, wenig effizient und teuer und die Behandlung der wenigen des Dopings Überführten als „Dämonisierung“. Diese Ansichten wurden von den Doping-Experten Helmut Pabst, Werner Franke und Wilhelm Schänzer und von Zehnkämpfer Frank Busemann kritisiert und zurückgewiesen.[3]

Bei der Leichtathletik-WM 2013 war er wiederum als Kommentator tätig und berichtete live vom Herrenmarathon. Nachdem er bei den Olympischen 2016 in Rio de Janeiro noch einmal als Kommentator tätig war, ging Poschmann anschließend in den Ruhestand.[4]

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 ist er Pate des Kinderhospizes Bethel für unheilbar erkrankte Kinder.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf-Dieter Poschmann wurde mehrfach zum TV-Journalisten des Jahres gewählt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage der Deutschen Sporthochschule Köln: Bekannte Studierende und Alumni der Deutschen Sporthochschule Köln
  2. http://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article1917494/Poschmann-nimmt-Abschied-vom-Aktuellen-Sportstudio.html
  3. Matthias Kerber: Poschi und die Doping-Jäger, Abendzeitung, 6. August 2012
  4. Abschied in den Ruhestand - ZDF-Moderator „Poschi“ sagt Tschüss, Hannoversche Allgemeine, 20. Mai 2016
  5. Kinderhospiz Bethel - Wolf-Dieter Poschmann