Bourbonne-les-Bains

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Bourbonne-les-Bains
Wappen von Bourbonne-les-Bains
Bourbonne-les-Bains (Frankreich)
Bourbonne-les-Bains
Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine
Département Haute-Marne
Arrondissement Langres
Kanton Bourbonne-les-Bains
Gemeindeverband Communauté de communes de la Région de Bourbonne les Bains
Koordinaten 47° 57′ N, 5° 45′ OKoordinaten: 47° 57′ N, 5° 45′ O
Höhe 245–44 m
Fläche 64,93 km²
Einwohner 2.139 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 33 Einw./km²
Postleitzahl 52400
INSEE-Code
Website www.bourbonne.com

Teilansicht der Stadt

Bourbonne-les-Bains ist eine französische Gemeinde mit 2.139 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Haute-Marne in der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine; sie gehört zum Arrondissement Langres und zum Gemeindeverband Communauté de communes de la Région de Bourbonne les Bains.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bourbonne-les-Bains liegt in einer ländlichen Region an der Grenze der Départements Haute-Marne und Vosges. 10 km westlich verläuft die Autoroute A31 zwischen Langres und Toul.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In keltischer Zeit lebten die Lingonen in der Region um die Stadt. Benannt ist der Ort nach dem keltischen Heilgott Borvo, die Kelten wussten also schon um die Heilkraft der warmen Quellen in Bourbonne. Auch die Römer erkannten die heilsame Wirkung des Wassers und bauten in der Stadt Thermen. Vom 14. bis zum 17. Jahrhundert bescherte das Wasser den Herren von Bourbonne ein reiches Einkommen.[1]

Am 1. Mai 1717 zerstörte ein Feuer die Stadt. 1735 wurde ein königliches Militärhospital eröffnet, 1783 ein Thermalbad. Bourbonne erlebte einen touristischen Aufschwung, der sich mit dem Aufkommen der Eisenbahn im 19. Jahrhundert noch verstärkte. Zwischen 1977 und 1979 wurde in der Stadt ein großes Thermalbad gebaut. Bei den Bauarbeiten kamen zahlreiche Spuren früherer Besiedlungen zutage, darunter Reste von Bädern und Säulenhallen, eine Wanne aus Blei, Räume mit Hypokausten und Statuen.[1]

Bourbonne-les-Bains gehört historisch zur Bailliage de Langres innerhalb der Provinz Champagne. Der Ort gehörte von 1793 bis 1801 zum District Bourbonne. Zudem ist er seit 1793 Kantonshauptort des Kantons Bourbonne(-les-Bains).

1972 wurden die beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden Genrupt (1968: 96 Einwohner) und Villars-Saint-Marcellin (1968: 171 Einwohner) eingegliedert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde zählte bereits vor 1800 mehr als 3000 Einwohner. Bis 1851 wuchs die Anzahl Bewohner - von den 10 Jahren zwischen 1821 und 1831 - stetig an (1793-1851: + 33,1 %) und hob die Einwohnerschaft auf mehr als 4000 Personen. Bis 1906 blieb die Bevölkerungszahl dann mit Ausnahme des Jahres 1856 immer bei über 4000 Menschen. Der historische Höchststand war im Jahr 1881. Zwischen 1906 und 1926 kam es zu einem markanten Bevölkerungsrückgang (1906-1926: - 28 %). Danach sank die Bevölkerungszahl bis 1962 nur noch leicht (1926-1962: - 9,6 %). Zwischen 1962 und 1975 kam es zu einer starken Wachstumsphase von 18,3 % (teilweise wegen Eingemeindungen). Seit 1982 wandern wieder viele Leute in andere Regionen aus (1982-2013: - 30,9 %). Der Bevölkerungsstand ist derzeit auf einem historischen Tiefststand und die Gemeinde hat seit seinem Höchststand mehr als die Hälfte der Bewohner verloren (1881-2013: - 51,5 %).

1793 1800 1806 1821 1831 1836 1841 1846 1851 1856 1861 1866 1872 1876 1881 1886 1891 1896
3107 3136 3306 3380 3272 3551 3700 3844 4135 3810 4080 4053 4274 4039 4406 4322 4148 4156
1901 1906 1911 1921 1926 1931 1936 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2013
4038 4021 3707 3215 2896 2808 2827 2709 2702 2617 2912 3095 3022 2764 2495 2275 2172 2139

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine wichtige Attraktion der Stadt ist das örtliche Museum in dem zahlreiche archäologische Objekte ausgestellt werden, die die Geschichte des Ortes und seine Bedeutung als eines der größten Bäder Nord-Galliens in gallo-römischer Zeit belegen. Außerdem gibt es noch Überreste der gallo-römischen Bäderanlagen im Ort. Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

  • Stadtkirche Notre-Dame-en-son-Assomption (teils 12./13. Jahrhundert; teilweise 19. Jahrhundert)[2]
  • Dorfkirche Notre-Dame-en-son-Assomption aus dem Jahr 1781 im Ortsteil Genrupt[3]
  • Dorfkirche Saint-Marcellin im Ortsteil Villars-Saint-Marcellin (teils 12. Jahrhundert; teilweise 19. Jahrhundert)[4]
  • Kapelle Notre-Dame-de-la-Sallette aus dem Jahr 1856 im Ortsteil Villars-Saint-Marcellin[5]
  • Kapelle Notre-Dame-des-Eaux
  • La Porte-Galons
  • Parkanlage beim Rathaus (Mairie)(französischer Stil), Arboretum von Montmorency (englischer Stil)
  • Tierpark la Bannie in der Route du Coiffy

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt lebt vom Bädertourismus. Neben Gesundheitstourismus hat sich in der Stadt eine umfassende Hotellerie angesiedelt. In den letzten Jahren kam ein großes Casino hinzu.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geschichte der Stadt
  2. Beschreibung und Fotos der Stadtkirche
  3. Beschreibung und Fotos der Dorfkirche von Genrupt
  4. Beschreibung und Fotos der Dorfkirche von Villars-Saint-Marcellin
  5. Beschreibung und Fotos der Kapelle von Villars-Saint-Marcellin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bourbonne-les-Bains – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien