Örnsköldsvik

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Dieser Artikel behandelt den Ort Örnsköldsvik; zu der schwedischen Gemeinde Örnsköldsvik siehe Örnsköldsvik (Gemeinde), zum Asteroiden siehe (6795) Örnsköldsvik.
Örnsköldsvik
Örnsköldsvik führt kein Wappen
Örnsköldsvik (Schweden)
Örnsköldsvik
Örnsköldsvik
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Västernorrlands län
Historische Provinz (landskap): Ångermanland
Gemeinde (kommun): Örnsköldsvik
Koordinaten: 63° 17′ N, 18° 43′ O63.29027777777818.716666666667Koordinaten: 63° 17′ N, 18° 43′ O
Einwohner: 28.991 (31. Dezember 2010)[1]
Fläche: 24,40 km²
Bevölkerungsdichte: 1.188 Einwohner je km²
Stora Torget
Die Silver Shadow im Hafen von Örnsköldsvik 2007

Örnsköldsvik [œɳʃœldsˈviːk] ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Västernorrlands län und der historischen Provinz Ångermanland.

Sie liegt an der Küste des Bottnischen Meerbusens zwischen Härnösand und Umeå und ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Örnsköldsvik wurde 1842 gegründet. Geplant und gebaut wurde die Stadt Örnsköldsvik ab 1885 als wirtschaftliches Zentrum Ångermanlands, da die damalige Provinzregierung es als vorteilhaft ansah, einen bedeutenden Handelsplatz an der Küste zu besitzen. 1893 wurde die bisherige Minderstadt (köping) zur Stadt erhoben.[2]

Die Stadt ist nach dem ehemaligen Landshövding Per Abraham Örnsköld benannt, der in den Jahren 1762 bis 1769 fortschrittliche Anbaumethoden in der Landwirtschaft sowie den Anbau von Kartoffeln in Ångermanland einführte. Sie ist damit eine der wenigen Städte Schwedens die nach einer nichtköniglichen Person benannt wurde.[3] Die Namensendung -vik weist auf die nahegelegene Mündung des Flusses Moälven in die Bucht bei Örnsköldsvik hin.[2]

1976 fanden in Örnsköldsvik die ersten Paralympischen Winterspiele, 2008 die Curling-Europameisterschaft und 2014 der vierte Vorentscheid des Melodifestivalen 2014 statt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Örnsköldsvik ist eine Industriestadt. Neben Holzverarbeitung und Papierindustrie ist der Maschinenbau größter Arbeitgeber der Region. Einer der bekanntesten ist das Rüstungsunternehmen BAE Systems Hägglunds. Die Firma Fjällräven, ein Hersteller von Freiluftausrüstung und Funktionsbekleidung, hat hier seinen Hauptsitz.

Panorama[Bearbeiten]

Örnsköldsvik vom Varvsberget aus gesehen, mit der Skisprungschanze des IF Friska Viljor im Vordergrund

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

50 Kilometer nordwestlich der Stadt befindet sich das Naturschutzgebiet Vändåtberget.

Verkehr[Bearbeiten]

Die wichtigste Verkehrsverbindung ist die Europastraße 4. Des Weiteren existiert eine 2010 eröffnete Eisenbahnlinie von Umeå über Örnsköldsvik nach Sundsvall (Botniabanan), sowie eine Bahnlinie nach Mellansel. Daneben gibt es einen ca. 25 km nördlich gelegenen Flugplatz in Gideå.

Entfernungen:

Sport[Bearbeiten]

Der populärste Sport in der Stadt ist Eishockey. MODO Hockey spielt in der Elitserien, der höchsten Spielklasse in Schweden. 1978/1979 und 2006/2007 gewannen sie die schwedische Meisterschaft. MODO trägt seine Heimspiele in der Fjällräven Center aus. Die Fußballer von Friska Viljor FC spielten in der Saison 2004 für ein Jahr in der Superettan, der zweithöchsten Liga in Schweden. Aktuell ist man in der viertklassigen Div. II Norrland am Ball. In Örnsköldsvik befindet sich mit dem Paradiskullen eine Skisprungschanze auf der jährlich nationale und internationale Wettbewerbe gesprungen werden.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Örnsköldsvik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Tätorternas landareal, folkmängd och invånare beim Statistiska centralbyrån.
  2. a b Språk- och folkminnesinstitutet (Hrsg.): Svenskt ortnamnslexikon. Uppsala 2003, S. 390.
  3. Gemeinde Örnsköldsvik (schwedisch)