AB Kopenhagen

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AB
Vereinswappen
Voller Name Akademisk Boldklub
Ort Kopenhagen
Gegründet 26. Februar 1889
Vereinsfarben grün-weiß
Stadion Gladsaxe Stadion
Plätze 13.507
Präsident Thomas Gram
Vorstand Ronny Saul
Trainer Kasper Kurland
Homepage ab-fodbold.dk
Liga 1. Division
2013/14 10. Platz
Heim
Auswärts

Der Akademisk Boldklub København (AB) ist ein dänischer Fußballverein und wurde 1889 als Fusion des Fredericia-studenteres kricketclub mit dem Polyteknisk Klub gegründet.

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Heimtrikots des Klubs sind grün und weiß längsgestreift. Hose und Stutzen sind komplett in weiß.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1889 von einer Gruppe Studenten gegründet. Einzige Voraussetzung zur Aufnahme war die Zugehörigkeit an der Universität. Zwischen 1889 und 1903 nahm der Verein an einem Wettbewerb teil, in dem der inoffizielle Meistertitel ausgetragen wurde. Bereits in der ersten Saison konnte der neue Verein eine dänische Meisterschaft gewinnen. Sieben Mannschaften nahmen damals teil. Gespielt wurde einmal gegen jeden. Mit sechs Siegen aus sechs Begegnungen war AB Kopenhagen das erfolgreichste Team und gewann folgerichtig den Titel. Mit 32 erzielten Treffern und nur vier Gegentreffern hatte die Mannschaft das beste Torverhältnis. Im Folgejahr musste man sich Kjøbenhavns Boldklub geschlagen geben, konnte dann aber 1891/92 den Titel wieder erringen. Von fünf Mannschaften hatten drei die gleiche Punktzahl. AB gewann auf Grund der besseren Tordifferenz. 1894, 1895 und 1896 wurde dieser Triumph verteidigt. Erst 1896/97 schaffte es Kjøbenhavns Boldklub den Universitätsklub zu stürzen. 1898/99 dann nach zwei Jahren der erneute Titelgewinn. 1903/04 nahm AB Kopenhagen an einer Kopenhagener-Meisterschaft teil, die im ersten Jahr mit fünf Mannschaften (BK Frem København, Kjøbenhavns Boldklub, B.93 Kopenhagen, Østerbros BK und AB Kopenhagen) ausgetragen wurde. Zur Spielzeit 1912/13 wurde die in die nationale Meisterschaft umgewandelt. Bis 1918 war AB dort aber eher weniger erfolgreich. 1909, 1911 und 1917 wurde der Vizerang erspielt und erst 1919 konnte die Mannschaft erstmals nach zwanzig Jahren die Meisterschaft gewinnen. 1921 folgte ein weiterer Erfolg. Blütezeit erlebte der Klub zwischen 1943 und 1952. Innerhalb von neuen Jahren konnten die Kopenhagener vier Meistertitel gewinnen. Zwischen 1943 und 1957 schnitt das Team nie schlechter als Platz vier ab. 1960 stieg man als Tabellenelfter (von zwölf) in die zweite Liga ab, kehrte aber bereits nach einem Jahr sofort zurück, um 1964 erneut im Tabellenkeller zu stehen und abzusteigen. Wiederum dauerte der Wiederaufstieg nur eine Spielzeit und man meldete sich 1966 eindrucksvoll mit Platz sechs zurück.

Saison Liga (Level) Platz
1945/46 1. Division (1.)
3
1946/47 1. Division (1.)
1
1947/48 1. Division (1.)
3
1948/49 1. Division (1.)
2
1949/50 1. Division (1.)
2
1950/51 1. Division (1.)
1
1951/52 1. Division (1.)
1
1952/53 1. Division (1.)
4
1953/54 1. Division (1.)
3
1954/55 1. Division (1.)
2
1955/56 1. Division (1.)
3
1956/57 1. Division (1.)
2
1958 1. Division (1.)
8
1959 1. Division (1.)
7
1960 1. Division (1.)
11
1961 2. Division (2.)
2
1962 1. Division (1.)
7
1963 1. Division (1.)
9
1964 1. Division (1.)
11
1965 2. Division (2.)
1
1966 1. Division (1.)
6
1967 1. Division (1.)
1
1968 1. Division (1.)
9
1969 1. Division (1.)
6
1970 1. Division (1.)
2
1971 1. Division (1.)
12
1972 2. Division (2.)
1
1973 1. Division (1.)
11
1974 2. Division (2.)
6
1975 2. Division (2.)
10
1976 2. Division (2.)
9
1977 2. Division (2.)
13
1978 2. Division (2.)
10
1979 2. Division (2.)
4
1980 2. Division (2.)
5
1981 2. Division (2.)
8
1982 2. Division (2.)
5
1983 2. Division (2.)
6
1984 2. Division (2.)
4
1985 2. Division (2.)
13
1986 3. Division (3.)
3
1987 3. Division (3.)
7
1988 3. Division (3.)
12
1989 3. Division (3.)
5
1990 3. Division (3.)
2
1991 3. Division (3.)
3
1991/92 2. Division (3.)
5
1992/93 2. Division (3.)
6
1993/94 2. Division (3.)
3
1994/95 1. Division (2.)
7
1995/96 1. Division (2.)
2
1996/97 Superliga (1.)
10
1997/98 Superliga (1.)
5
1998/99 Superliga (1.)
3
1999/00 Superliga (1.)
3
2000/01 Superliga (1.)
10
2001/02 Superliga (1.)
5
2002/03 Superliga (1.)
9
2003/04 Superliga (1.)
12
2004/05 1. Division (2.)
11
2005/06 1. Division (2.)
12
2006/07 1. Division (2.)
10
2007/08 1. Division (2.)
6
2008/09 1. Division (2.)
3
2009/10 1. Division (2.)
4
2010/11 1. Division (2.)
9
2011/12 1. Division (2.)
11
2012/13 1. Division (2.)
10
2013/14 1. Division (2.)
10
Bemerkung: Gelb = Aufstieg/Meister, Rot = Abstieg

Den bisher letzten Titelerfolg gab es 1967. Mit vierzehn Siegen und 31 Punkten hatte ABK je zwei mehr als Konkurrent BK Frem København. Seither warten Fans und Vorstand auf den Gewinn der Meisterschaft. 1968 nahm ABK am 2. Intertoto-Cup teil, schied aber in Gruppe B7 mit nur einem Sieg als letzter aus. Einzig beim 1:0-Erfolg gegen den FC Tirol Innsbruck behielt man die Punkte. Gegen den deutschen Vertreter Eintracht Braunschweig setzte es auswärts eine 0:2-Niederlage, konnte zu Hause allerdings einen Punkt beim 0:0 erkämpfen.

Bereits seit den 1970er Jahren, aber vollständig nach Einführung des Profifußballs in den 80ern, versank der Klub mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit. 1973 stieg man zum wiederholten Mal ab. Dieses Mal gelang nicht der sofortige Wiederaufstieg. 1985 folgte sogar der Absturz in die Drittklassigkeit, aus der erst 1994 die Rückkehr in die 2. Liga gelang, aber bereits zwei Jahre später konnte 1996 der bislang letzte Aufstieg in die Erstklassigkeit und die erstmalige Zugehörigkeit zur Superliga gefeiert werden, als man hinter Hvidovre IF Vizemeister der zweiten Liga wurde. Im April 1998 übernahm Per Frimann den Posten den Präsidenten bei ABK. Bereits kurz darauf sorgte er für Schlagzeilen, als er den damaligen Trainer Christian Andersen suspendierte, da dieser ankündigte, im Oktober 1998 zu Ligakonkurrenten FC Kopenhagen wechseln zu wollen. Zähneknirschend ließ er ihn gehen. 1999 konnte der Klub den Landspokalturneringen, den dänischen Pokal, erstmals in der Vereinsgeschichte gewinnen sowie den dritten Rang in der Liga erspielen, der im Folgejahr verteidigt wurde. Bereits 1956 und 1995 stand die Mannschaft im Finale um den Cup, musste sich aber erst mit 0:1 gegen BK Frem København und fast vierzig Jahre später mit 0:5 gegen FC Kopenhagen geschlagen geben. Im Endspiel von 1999 stand man Aalborg BK gegenüber und konnte diese mit 2:1 schlagen. Zum Man of the Match wurde damals AB-Spieler René Henriksen gewählt. Zwei Jahre darauf stand man erneut im Finale, musste sich aber Silkeborg IF mit 1:4 geschlagen geben. Mit Jan Michaelsen wurde erneut ein AB-Spieler bester Spieler der Begegnung.

Durch den dritten Platz in der Liga 1999 war der Verein berechtigt, am UEFA-Pokal 1999/2000 teilzunehmen. Dort schied man aber bereits nach der ersten Runde mit 0:2 und 1:1 gegen die Grasshopper Zürich aus. Im Jahr darauf schied man bereits in der Qualifikationsrunde zum UEFA-Pokal aus.

Die Spielzeit 2003/04 verlief enttäuschend. Nach vier sieglosen Spielen zu Saisonbeginn, fand man sich schnell im Tabellenkeller wieder. Mit nur insgesamt siebzehn Punkten aus 33 Spielen, fehlten vierzehn Zähler auf einen Nichtabstiegsplatz.

Seit dem Abstieg im Jahr 2004, spielt AB in der zweithöchsten dänischen Spielklasse, der Viasat Sport Division. Nach dem Abstieg erreichte man nur den elten Rang in der zweiten Liga und rückte zeitweise in Gefahr, erneut abzusteigen. Im Folgejahr reichte es gar nur zu Platz zwölf - nur drei Punkte vor dem ersten Absteiger Lolland-Falster Alliancen. Erst 2007/08 erholte man sich wieder und konnte mit Platz sieben einen einstelligen Tabellenplatz erspielen. Ein Jahr später verpasste die Mannschaft den Aufstieg knapp. Hinter Herfølge BK und Silkeborg IF reichte es nur zu Platz drei.

Im Vorlauf zur Saison 2009/10 investierte der Verein viel Geld in neue Spieler, um wieder erstklassig spielen zu können. Verpflichtet wurden dabei unter anderem Casper Henningsen, Simon Bræmer und Carsten Fredgaard, die zum Teil auf Nationalmannschaftsaktivitäten zurückblicken können. Doch reichten alle Bemühungen nur zu einem enttäuschenden 4. Platz. In der Spielzeit 2011/12 konnte AB erst am letzten Spieltag durch einen Auswärtssieg bei Hobro IK die Abstiegsränge verlassen.

Wissenswertes[Bearbeiten]

Der AB ist unter anderem bekannt dafür, dass die Physiker Harald und Niels Bohr für den Verein spielten. Andere bedeutende Spieler waren Knud Lundberg, der dänischer Fußball-, Handball- und Basketballnationalspieler war, und Karl Aage Hansen, der in 22 Länderspielen 17 Tore für Dänemark erzielte. Während die Bohr-Brüder um die Jahrhundertwende für den AB spielten, waren Lundberg und Handen in der zweiten Erfolgsperiode des Vereins zwischen Ende des Zweiten Weltkriegs und Mitte der 1950er Jahre aktiv.

Stadion[Bearbeiten]

Das Gladsaxe Stadion ist ein Mehrzweckstadion. Neben Fußball werden dort auch andere Wettbewerbe und Sportarten durchgeführt. Das 1971 eingeweihte Stadion befindet sich im Kopenhagener Vorort Gladsaxe und hat ein Fassungsvermögen von 13.507 Zuschauern.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Dänischer Meister: (1890, 1893–1896, 1899) 1919, 1921, 1937, 1943, 1945, 1947, 1951, 1952, 1967
  • Landspokalturneringen: 1999
  • Dänischer Supercup: 1999

International[Bearbeiten]

AB nahm siebenmal an europäischen Wettbewerben teil, kam jedoch nie über die zweite Runde hinaus.

Ehemalige bekannte Spieler[Bearbeiten]

(Auswahl)

Trainer[Bearbeiten]

(unvollständig)

Präsidenten[Bearbeiten]

(unvollständig)

Weblinks[Bearbeiten]