AKP-Gruppe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

&nbsp

Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten
AKP-Staaten/ACP countries/Pays ACP

Englische Bezeichnung African, Caribbean and Pacific Group of States
Französische Bezeichnung Groupe des États d’Afrique, des Caraïbes et du Pacifique
Organisationsart Wirtschaftskooperation
Sitz der Organe

Brüssel/Genf

Vorsitz Mohamed Ibn Chambas
Mitgliedstaaten 79
Gründung

Georgetown-Agreement

http://www.acp.int/

Die Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten, kurz AKP-Gruppe (englisch African, Caribbean and Pacific Group of States kurz ACP countries; französisch Groupe des États d’Afrique, des Caraïbes et du Pacifique kurz Pays ACP) bezeichnet eine Internationale Organisation von zurzeit 79 Ländern in Afrika, Karibik und dem Pazifik – zumeist frühere Kolonien Frankreichs und Großbritanniens. Gründungsdokument der Organisation ist das sogenannte Georgetown-Agreement, das vertragliche Vereinbarungen zur hauptsächlich wirtschaftlichen Zusammenarbeit beinhaltet.

Wesentliche Ziele sind die nachhaltige Entwicklung der Mitgliedstaaten, ihre Einbettung in die Weltwirtschaft, sowie die Etablierung einer „neuen, fairen und gerechteren Weltordnung“. Von Beginn an stand die Koordination der wirtschaftlichen Verbindungen der Mitgliedstaaten mit der Europäischen Union im Vordergrund. Eingebettet in eine Reihe von Abkommen (Lomé-Abkommen I bis IV) steht die Zusammenarbeit zwischen der ACP-Gruppe und der EU als größtes Beispiel für eine (wirtschaftliche) "Nord-Süd-Zusammenarbeit".

In den letzten Jahren hat die AKP-Gruppe ihren Fokus von der EU auf die Weltgemeinschaft erweitert, und eine Reihe von Maßnahmen innerhalb der Welthandelsorganisation (WTO) gesetzt.

Mit den AKP-Staaten hat die EG im Zuge ihrer Gemeinsamen Handelspolitik das stark entwicklungspolitisch motivierte Lomé-Abkommen abgeschlossen. Das erste Abkommen, das später mehrfach erneuert wurde, wurde 1975 in Lomé, Togo unterzeichnet. Mit ihm wollten die EU-Länder unter anderem ihrer kolonialen Vergangenheit Rechnung tragen. Das Abkommen basiert in erster Linie auf einem System von Zollpräferenzen, mit denen diesen Ländern der Zugang zum EU-Markt erleichtert werden soll. Außerdem wurden Mittel bereitgestellt, um die Preise der Exportgüter dieser Länder zu stabilisieren. Nachfolger des Lomé-Abkommens, welches am 29. Februar 2000 auslief, ist das Cotonou-Abkommen.

Staaten[Bearbeiten]

Afrika[Bearbeiten]

Karibik[Bearbeiten]

Pazifik[Bearbeiten]

Organisation[Bearbeiten]

Der AKP-Gruppe steht ein Generalsekretariat mit Sitz in Brüssel (Belgien) vor. Ein weiteres Büro wird in Genf (Schweiz) betrieben.

Institutionen der AKP-Gruppe sind:

  • Council of Ministers
  • Committee of Ambassadors
  • ACP Parliamentary Assembly
  • Joint Parliamentary Assembly
  • ACP-EU Council of Ministers
  • ACP-EU Committee of Ambassadors
  • Centre for the Development of the Enterprise
  • Technical Center for Agricultural and Rural Cooperation

Generalsekretär der AKP-Gruppe ist seit 2010 Mohamed Ibn Chambas aus Ghana.

Vorgänger waren:

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]