Alfa Romeo Spider

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Alfa Romeo Spider
Produktionszeitraum: 1966–2010
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Roadster
Vorgängermodell: Alfa Romeo Giulia Spider
Nachfolgemodell: keines

Der Alfa Romeo Spider ist ein Roadster des italienischen Herstellers Alfa Romeo. Die ersten vier Generationen, bezeichnet als Baureihen 105 und 115, wurden von Frühjahr 1966 bis Ende 1993 hergestellt. Damit ist der Alfa Romeo Spider der Baureihen 105 und 115 eines der am längsten weitgehend unverändert gebauten Cabriolets. Die fünfte (1994–2005) und sechste Generation (2006–2010) sind jeweils eigenständige Neuentwicklungen.

Spider 105/115 (1966–1993)[Bearbeiten]

Spider (1966–1969)[Bearbeiten]

1. Generation (Duetto)
Alfa Romeo Spider (1967)

Alfa Romeo Spider (1967)

Produktionszeitraum: 1966–1969
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,8 Liter
(64–83 kW)
Länge: 4250 mm
Breite: 1630 mm
Höhe: 1290 mm
Radstand: 2250 mm
Leergewicht: 990 kg
Cockpit (1967)
Alfa Romeo Spider Rundheck (1968)

Als der Spider im Frühjahr 1966 vorgestellt wurde, war die Meinung der Öffentlichkeit gespalten. Die meisten Alfisti hätten sich einen anderen Nachfolger für den ein wenig barock wirkenden Giulia Spider gewünscht. Die Arbeiter am Band gaben ihm den Spitznamen Osso di Sepia (Rückenschale des Tintenfischs) in Anspielung auf die Form des Hecks. Im Rahmen eines Preisausschreibens - mit einem neuen Spider als Hauptgewinn - sollte schließlich ein neuer Name für den Wagen ermittelt werden. Letztlich gingen über 120.000 Vorschläge in Arese ein; die Bandbreite reichte vom alfatypischen "Giuliana" über "Pizza" und "Sputnik" bis hin zu "Lollobrigida". Im Film Die Reifeprüfung von 1967 hatte der Spider einen medienwirksamen Auftritt.

Letzten Endes setze sich Duetto durch, was zwar wenig originell war – so gab es beispielsweise bereits einen Volvo-Kombi, der Duett hieß – aber seinen Zweck erfüllte, wenn auch nicht für lange Zeit und nicht überall.

Bereits Anfang 1967 mit dem Erscheinen des 1750 Veloce verschwand der Name wieder, wohingegen in Deutschland das Auto stets als Alfa Romeo 1600 Spider vermarktet wurde, nie als Duetto. Im gleichen Jahr erscheint als Abrundung der Modellreihe nach unten der Spider 1300 Junior. Insofern ist die heutige Verwendung des Begriffes Duetto für alle Rundheck-Modelle strenggenommen nicht korrekt, aber sehr populär.

Spider „Coda Tronca“ (1969–1983)[Bearbeiten]

2. Generation
Alfa Romeo Spider (1981)

Alfa Romeo Spider (1981)

Produktionszeitraum: 1969–1983
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotoren:
1,3–2,0 Liter
(64–96 kW)
Länge: 4120 mm
Breite: 1630 mm
Höhe: 1290 mm
Radstand: 2250 mm
Leergewicht: 990–1040 kg

Die zweite Serie ab Anfang 1969 hieß coda tronca und ist unter der Bezeichnung Fastback bekannt. Hier wurde im Vergleich zum Rundheck das Heck völlig neu gestaltet (um zirka zehn Zentimeter verkürzt und gerade „abgeschnitten“). Die Windschutzscheibe stand nun flacher, und die Stoßstangen waren robuster ausgeführt. Im Gegensatz zur ersten Serie war ein Zweikreis-Bremssystem verbaut, Brems- und Kupplungspedal waren nicht mehr stehend, sondern hängend angeordnet. Ab Frühjahr 1971 gab es dann den Spider 2000 Veloce, der mit seinen 132 PS und knapp 200 km/h Spitze seine Hubraumklasse anführte. Nach dem Aus des 1750 Veloce zum Jahresbeginn 1972 umfasste das Programm bis Ende 1977 die Modelle Spider 1300 Junior, Spider 1600 Junior und Spider 2000 Veloce.

Ein entscheidendes Jahr war 1976: Durch neue Abgasbestimmungen leistete der 1600er jetzt nur noch 102 PS, der 2000er deren 126. Der 1300er blieb davon unberücksichtigt, weil diese Version im Jahre 1977 eingestellt wurde.

Alfa Romeo Spider (US-Ausführung, 1981)

Die für den amerikanischen Markt gebaute Version mit kleinen Extras, unter anderem mit elektrisch verstellbaren Kunststoffaußenspiegeln, elektrischen Fensterhebern und Meilen-Tachometer, unterschied sich äußerlich von den europäischen Modellen vor allem wegen der Seitenmarkierungsleuchten in den Kotflügeln und der federgelagerten Kunststoffstoßstangen. Der typisch dreieckförmige Alfa-Romeo-Kühlergrill, das sogenannte „Alfa-Herz“, musste wegen der über die ganze Fahrzeugbreite reichenden Stoßstangen, in die auch andere Blinker integriert waren, zweiteilig ober- und unterhalb der Stoßstange angebracht werden. Der für bleifreien Kraftstoff geeignete Motor mit mechanischer Benzineinspritzung von SPICA (Società Pompe Iniezione Cassani & Affini) verfügte zudem über ein Abgasrückführsystem.

Spider „Aerodinamica“ (1983–1989)[Bearbeiten]

3. Generation
Alfa Romeo Spider

Alfa Romeo Spider

Produktionszeitraum: 1983–1989
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotoren:
1,6–2,0 Liter
(70–97 kW)
Länge: 4270 mm
Breite: 1630 mm
Höhe: 1290 mm
Radstand: 2250 mm
Leergewicht: 1020–1070 kg
Heckansicht

Im Sommer 1983 wurde der Spider Aerodinamica vorgestellt, der – ganz im Stil der 1980er-Jahre – einen üppigen Front- und Heckspoiler bekam. Diese Version war zwar schon in den 1970er-Jahren als Prototyp gezeigt worden, allerdings mit Pininfarinas Zusicherung, das Konzeptfahrzeug so niemals zu bauen. Auch diesmal fand die Öffentlichkeit wieder einen Kosenamen für das Modell: Gummilippe. Dennoch entwickelte sich diese Generation zur erfolgreichsten der ganzen Spider-Historie, was allerdings weniger etwas über das Auto, als vielmehr über die Zeit, in der es gebaut wurde, aussagt. Die meisten Hersteller hatten offene Autos aus dem Programm genommen, und so kauften Cabriolet-Fans einfach das, was der Markt noch hergab.

Analog zum Plastikstil der Zeit wurde auch der Innenraum modifiziert; das klassische „Eistütendesign“ blieb allerdings noch bis Sommer 1986 erhalten. Danach kam jener halbkreisförmige Kunststoffträger zum Einsatz, der auch dem Nachfolgemodell erhalten blieb.

Ab Herbst 1988 war der 2000er auch mit geregeltem Katalysator erhältlich, der das Auto 11 PS Leistung kostete, und den typischen Alfa-Sound etwas eindämmte. Zudem wurden einige 2 Liter Modelle mit der Bosch L-Jetronic und gegen Serienende sogar mit der Bosch Motronic Benzin-Einspritzung versehen.

Umbauten des Spider „Aerodinamica“[Bearbeiten]

Es existieren einige Umbauvarianten der "Gummilippe", weil sich einige Fans nicht mit dem neuen Design anfreunden konnten. So gab es einfache Umbausätze von Zender, bei dem die Gummilippe durch einen dezenteren Spoiler in Wagenfarbe ersetzt wurde, aber auch Umbauten mit Blechteilen vom Fastbackmodell. Des Weiteren bot die Firma Zender ein GFK-Stoßstangen- & Schweller-Kit und 5-Stern-Alu-Felgen an.


Den konsequentesten Umbau nahm die in Nürnberg ansässige Alfa Romeo Vertretung ATT vor. ATT ersetzte schon bei Neuwagen die Front- und Heckbleche durch Bleche vom Fastback, anschließend wurde der komplette Wagen lackiert und hohlraumversiegelt. Der Umbau kostete damals ca. 10.000 DM Aufpreis auf den Neuwagenpreis.


Spider (1989–1993)[Bearbeiten]

4. Generation
Alfa Romeo Spider

Alfa Romeo Spider

Produktionszeitraum: 1989–1993
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotoren:
1,6–2,0
(79–101 kW)
Länge: 4258 mm
Breite: 1630 mm
Höhe: 1290 mm
Radstand: 2250 mm
Leergewicht: 1110 kg

Von Herbst 1989 bis Ende 1993 bot Alfa Romeo die letzte Version des klassischen Spider an – die Serie 4. Der Spoiler auf der Heckklappe verschwand, das immer noch aus Plastik bestehende Alfa-Schild wurde in Wagenfarbe zusammen mit den Stoßfängern lackiert und in die Front integriert. Am Heck sollte ein durchgängiges Leuchtband für die Familienähnlichkeit zum 164 sorgen.

Als Ende 1993 das Modell endgültig eingestellt wurde, hatten 27 Jahre Bauzeit aus dem Spider den Alfa schlechthin gemacht. Der Nachfolger stand auf Fiat-Basis und mit Vorderradantrieb schon in den Startlöchern.

Heckansicht


Motoren[Bearbeiten]

Die Motoren des Spider basierten über die gesamte Bauzeit auf demselben Aggregat, das mit Hubräumen von 1300 cm³ bis 2000 cm³ angeboten wurde – dem Nordmotor (seit Eröffnung der Alfasud-Produktionsstätte in Pomigliano d’Arco bei Neapel 1972, versieht man alle Produkte aus dem Stammwerk in Arese mit dem Namenszusatz „Nord“). Dieser Motor war bei seiner Einführung 1954 komplett aus Leichtmetall und mit zwei obenliegenden Nockenwellen gefertigt. Zusammen mit den beiden Doppelvergasern, die bis spät in die 1980er Jahre die Gemischaufbereitung besorgten, ergab sich das markante und typische Motorengeräusch, das Alfa Romeos kennzeichnete. Später wurde der Motor im Zuge der strengeren Abgasbestimmungen zunächst in den USA mit einer Einspritzanlage versehen (Typ Spica, mechanisch), noch später mit einer elektronischen Benzineinspritzung von Bosch. Im Spider der Serie 4 wurde eine variable Nockenwellenverstellung eingebaut.

Heutige Situation[Bearbeiten]

Viele Liebhaber pflegen ihren Spider bis heute und haben viel Freude daran. Das Preisniveau für gut erhaltene Exemplare zog in den vergangenen Jahren langsam, aber stetig an, vor allem für die Rundheck-Version sowie für die Fastbacks.

Für Sammler ist es oftmals nicht ganz einfach festzustellen, ob ein bestimmtes Ausstattungsdetail oder Bauteil zu genau dem Spider passt, in dem es verbaut ist. Alfa Romeo hat insbesondere in den Übergangsphasen zwischen zwei Modellpflegen oftmals schon Teile des neuen Modells in die auslaufende Reihe eingebaut.

Viele Alfa Romeo Spider sind mittlerweile dem Rost zum Opfer gefallen, besonders wenn sie auch im Winter bewegt wurden. Ansonsten ist die Technik bei richtiger Behandlung und Pflege langlebig und durch den sparsamen Einsatz von Elektronik einfach zu warten. Wesentliche Ersatzteile sind entweder noch als Originalteile oder als Nachbauteile erhältlich.

Aufgeführt ist die Anzahl der in Deutschland mit H-Kennzeichen zugelassenen Alfa Romeo Spider laut Verband der Automobilindustrie. In der Rangliste der Modelle mit H-Kennzeichen war der Alfa Romeo Spider bei jeder Auswertung das bestplatzierte Importauto.

Stichtag 31.12.2010[1] 31.12.2011[1] 1.1.2013[2] 1.1.2014[3]
Anzahl 1.618 2.027 2.368 2.610
Veränderung + 25,3 % + 16,8 % + 10,2 %
Rang 15 15 14 14


Spider 916 (1994–2005)[Bearbeiten]

5. Generation
Alfa Romeo Spider (1998–2003)

Alfa Romeo Spider (1998–2003)

Produktionszeitraum: 1994–2005
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotoren:
1,8–3,2 Liter
(106–176 kW)
Länge: 4285 mm
Breite: 1780 mm
Höhe: 1315 mm
Radstand: 2540 mm
Leergewicht: 1460–1545 kg
Heck des Spider
Alfa Romeo Spider (2003–2005)

Auf dem Genfer Auto-Salon im März 1994 wurde der diesmal komplett neue Spider zusammen mit dem 2+2-sitzigen Coupé Alfa Romeo GTV (GTV steht für Gran Turismo Veloce) vorgestellt. Im September 1994 lief die Produktion an.

Nach 27 Produktionsjahren der „Ur-Version“ kam dieser vollkommen neu entwickelte, zur Unterscheidung zusätzlich „916“ genannte Spider auf den Markt. Der Unterschied zum Vorgänger war deutlich. Die ausgeprägte Keilform, die Reihe mit kleinen Frontleuchten sowie die ungewöhnliche Karosseriebreite verhalfen dem Spider aber auch zu einem eigenständigen und unverwechselbaren Erscheinungsbild. Wie seit Anfang der 1990er-Jahre bei neuen Alfa-Romeo-Modellen üblich, bekam der Wagen einen vorne quer liegenden Motor mit Frontantrieb. Das Design stammte von Pininfarina. Für Familienähnlichkeit zu anderen Alfa-Modellen sorgte ein Leuchtenband, das über das gesamte Fahrzeugheck reichte. Ein aufwendiges Fahrwerk zusammen mit leistungsstarken Motoren sorgte für die notwendige Sportlichkeit. Die Ausstattung bestand unter anderem aus ABS und Klimaanlage; im Laufe der Bauzeit kamen noch ASR und ein elektrohydraulisches Verdeck hinzu.

Zeitgleich mit dem Spider wurde auch die geschlossene Coupé-Version unter der Bezeichnung Alfa Romeo GTV auf den Markt gebracht. Beide Modelle sind bis auf den Heckbereich baugleich.

Im Laufe der Bauzeit erfolgten Maßnahmen zur Modellpflege. So erhielt im Sommer 1998 das Armaturenbrett einen Alu-Look und das Scudetto eine Chromumrahmung. Im Jahr 2000 wurde die Fertigung vom Alfa Romeo Werk in Arese zu Pininfarina nach Turin verlegt.

Im Frühjahr 2003 erhielten der Spider und der GTV ein Facelift. Diese Modelle sind an der neuen Front zu erkennen. Sie wurden an das damalige Alfa-Romeo-Erscheinungsbild angepasst und tragen einen größeren Chromgrill. Innen wurde durch Anpassung der Sitzschienen eine tiefere Sitzposition ermöglicht.

Ende 2005 wurde die Fertigung (wie die des GTV) eingestellt. Zur Automobilausstellung in Genf 2006 erschien der Nachfolger auf Basis des Alfa Romeo Brera.

Motoren[Bearbeiten]

Der quer eingebaute Motor war in sechs Versionen, mit Hubräumen von 1800 bis 3200 cm³ erhältlich. Der stärkste 3,2-l-V6-24V-Motor mit 177 kW (241 PS) beschleunigte den Spider 916 in 6,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Die 1800-cm³- und 2000-cm³-Motoren waren Vierzylindermotoren aus dem Fiat-Baukastensystem mit Graugussblöcken. Lediglich die Zylinderköpfe waren aus einer Aluminiumlegierung und kamen von Alfa mit der seit Jahren verwandten Twin-Spark-Technik (2 Zündkerzen je Zylinder). Es gab sie als 1.8 T.Spark mit 106 kW (144 PS) und als 2.0 T.Spark mit 16 Ventilen der zunächst 110 kW (150 PS) leistete. Die Leistung dieses Motors konnte 1998 mit Umstellung der Abgasnorm von Euro 2 auf D3 auf 114 kW (155 PS) gesteigert werden. Aufgrund der Emissionsumstellung im Jahr 2000 auf Euro 3 reduzierte sich die Leistung des 2.0 T.Spark wieder auf 110 kW (150 PS) und ab 2003 gab es den 2,0 Liter mit Direkteinspritzung (JTS) Motor der 122 kW (166 PS) leistet.

Die V6-Motoren verfügten über nasse Laufbuchsen für die Kolben. Es gab sie als 2959 cm³ (12 Ventile) mit 141 kW (192 PS), als 2959 cm³ (24 Ventile) mit 160 kW (218 PS) und in der letzten Ausbaustufe mit 3179 cm³ (24 Ventile) und 176 kW (240 PS). In Italien wurde der Spider auch mit dem bereits im 164, 166 und GTV eingebauten 2.0 Turbo V6 angeboten, der 148 kW (202 PS) leistete.

Modell Zylinder Hubraum Leistung Bauzeit
1.8 TS 4 1747 cm³ 106 kW (144 PS) 05.1998–09.2000
2.0 TS 16V 4 1970 cm³ 110 kW (150 PS) 09.1994–05.1998
10.2000–12.2004
2.0 TS 16V 4 1970 cm³ 114 kW (155 PS) 05.1998–09.2000
2.0 JTS 4 1970 cm³ 122 kW (166 PS) 04.2003–10.2005
2.0 V6 TB 6 1996 cm³ 148 kW (202 PS) 05.1995–09.2001
3.0 V6 12V 6 2959 cm³ 141 kW (192 PS) 05.1995–09.2000
3.0 V6 24V 6 2959 cm³ 160 kW (218 PS) 10.2000–04.2003
3.2 V6 24V 6 3179 cm³ 176 kW (240 PS) 04.2003–10.2005


Spider 939 (2006–2010)[Bearbeiten]

6. Generation
Alfa Romeo Spider (2006–2010)

Alfa Romeo Spider (2006–2010)

Produktionszeitraum: 2006–2010[4]
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotoren:
1,8−3,2 Liter
(136−191 kW)
Dieselmotoren:
2,0−2,4 Liter
(125−147 kW)
Länge: 4396 mm
Breite: 1830 mm
Höhe: 1367 mm
Radstand: 2528 mm
Leergewicht: 1605–1844 kg
Cockpit
Heckansicht

Im Frühjahr 2006 wurde auf dem Genfer Auto-Salon ein neuer Alfa Romeo Spider vorgestellt und im Rahmen der Veranstaltung zum Cabrio of the Year 2006 gewählt.[5]

Zwölf Jahre nach der Präsentation des „neuen“ Spider im Frühjahr 1994 stellte Alfa Romeo nochmals eine völlige Neuentwicklung des bekanntesten Autos der Modellpalette auf Basis des Alfa 159 auf die Räder. Zur Unterscheidung wird er „Spider 939“ genannt.

Formal ist der Spider die offene Version des Alfa Romeo Brera. Dem neuen Spider wurde ebenfalls die mittlerweile markentypische Front mit 2x3-Scheinwerfern und dem aggressiven Blick mit auf den Weg gegeben; Kritiker sehen darin die Unverwechselbarkeit eines echten Spiders leiden.

Modellvarianten[Bearbeiten]

Anfangs wurde der Spider mit zwei Ausstattungsvarianten sowie zwei verschiedenen Benzinmotoren angeboten. Ein 2,2-Liter-JTS-Motor (Jet Thrust Stoichiometric) mit 136 kW (185 PS) und ein 3,2-Liter-JTS-Motor mit 191 kW (260 PS). Beide verfügen über ein Sechs-Gang-Getriebe optional gibt es für den V6 eine Sechs-Stufen-Automatik und für den 2,2-Liter Vierzylinder das automatisierte Selespeed-Sechsgang-Schaltgetriebe. In der starken Motorisierung wird der Spider wahlweise mit Vierradantrieb (Q4) ausgeliefert. Der 6-Zylinder des 3.2 JTS V6 Q4, ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Trotz der 20 Mehr-PS wies das Modell ein Minus von 0,7 Sekunden zum Vorgänger auf, was am höheren Leergewicht des neuen Spider lag.

Modellpflege[Bearbeiten]

Anfang 2008 wurde der Alfa Romeo Spider bezüglich einiger Details überarbeitet. Das kritisierte zu hohe Gewicht wurde vor allem durch Modifikationen am Fahrwerk um 25 Kilogramm gesenkt. Auch kamen innen neue Integral-Sportsitze mit verbessertem Seitenhalt zum Einsatz. Die Basisversion wurde durch Brembo-Bremsen und das elektronische Sperrdifferential Q2 bei den frontgetriebenen Modellen aufgewertet. Ebenfalls mit Frontantrieb war auch der 3,2-l-V6-Ottomotor erhältlich. Neu war zudem eine vierjährige Garantie, die von 30.000 auf 35.000 Kilometer erweiterten Wartungsintervalle und das sechsstufige Automatikgetriebe Q-Tronic für den Dieselmotor.

Außerdem konnte beim überarbeiteten Spider der Kofferraum nun durch einen Druck auf das Markenlogo am Heck geöffnet werden, was vorher nur vom Innenraum aus möglich war.[6]

Produktionsende[Bearbeiten]

Im Juli 2010 wurde die Produktion des Spider sowie des Coupé-Derivats Brera eingestellt. Die 7. Generation sollte als neu entwickelter Nachfolger wieder mit Hinterradantrieb auf den Markt kommen.[7]

Motoren[Bearbeiten]

Ottomotoren
  • 1.8 TBi 16V, Vierzylinder-Turbo mit 1742 cm³ Hubraum in Reihenbauart und 147 kW (200 PS), 05.2009–07.2010
  • 2.2 JTS 16V, Vierzylinder mit 2198 cm³ Hubraum in Reihenbauart und 136 kW (185 PS), 03.2006–07.2010
  • 3.2 JTS V6 24V (Q4), Sechszylinder mit 3195 cm³ Hubraum in V-Bauart und 191 kW (260 PS),(Q4 Allradantrieb) 03.2006–07.2010
Dieselmotor
  • 2.0 JTDM 16V, Vierzylinder mit 1956 cm³ Hubraum in Reihenbauart und 125 kW (170 PS), 05.2009–07.2010
  • 2.4 JTDM 20V, Fünfzylinder mit 2387 cm³ Hubraum in Reihenbauart und 147 kW (200 PS), mit Q-Tronic (Automatik) 04.2007–07.2010
  • 2.4 JTDM 20V, Fünfzylinder mit 2387 cm³ Hubraum in Reihenbauart und 154 kW (210 PS), [Q-Tronic 147 kW (200 PS)], 03.2008–07.2010

Spider (ab 2015)[Bearbeiten]

7. Generation

Bild nicht vorhanden

Produktionszeitraum: ab 2015
Motoren:
Länge:
Breite:
Höhe:
Radstand:
Leergewicht:

Anfang 2013 besiegelten Mazda und Fiat den bereits im Mai 2012 bekanntgegebenen Plan[8], gemeinsam zwei hinterradgetriebene Roadster-Modelle für die Marken Mazda und Alfa Romeo zu entwickeln. Sie sollen auf der 2014 erscheinenden nächsten Generation des MX-5 basieren, jedoch optisch eigenständig werden. Jeder Hersteller wird seine eigenen Motoren einsetzen. Als Produktionsort ist das Mazda-Werk in Hiroshima (Japan) vorgesehen, wobei Produktionsbeginn für den Spider-Nachfolger 2015 sein soll.[9]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alfa Romeo Spider – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Mehr als 230.000 Pkw mit H-Kennzeichen auf deutschen Straßen. Verband der Automobilindustrie, 4. Mai 2012, abgerufen am 1. November 2013.
  2. Zahl der Oldtimer mit H-Kennzeichen steigt auch 2012. Verband der Automobilindustrie, 13. Mai 2013, abgerufen am 1. November 2013.
  3. Zahl der Oldtimer mit H-Kennzeichen steigt um knapp 10 Prozent. Verband der Automobilindustrie, 22. April 2014, abgerufen am 11. Mai 2014.
  4. Alfa Romeo Brera und Alfa Spider wurden eingestellt auf Alfavisione.net (abgerufen am 2. August 2010)
  5. Neuer Alfa Spider: „Cabrio of the Year 2006“, ATZonline vom 6. März 2006.
  6. Auto-News Online-Ausgabe vom 29. Mai 2008: „Alfa 159, Brera und Spider: Gewicht gesenkt, Sitze verbessert
  7. BREAKING: New Alfa Spyder on Chrysler (RWD?) Platform in '13 - Wide Open Throttle - Motor Trend Magazine Motortrend - New Spyder (in Englisch)
  8. Mazda Pressemitteilung vom 23. Mai 2012
  9. Alfa Spider-Nachfolger in Die Welt vom 18. Januar 2013, abgerufen am 23. Januar 2013